“Morgen, Kinder, wird’s was geben, morgen werden wir uns freu’n. . .”

Und worüber? Natürlich über den neobooks-Adventskalender! Alle Türchen sind besetzt – die Entscheidung war nicht immer leicht, aber sie ist gefallen. Das Ergebnis könnt ihr dann ab morgen hier im Blog sehen. Seid ihr schon neugierig?

Unsere Lektorin hat sich inzwischen mit den Autoren in Verbindung gesetzt, deren Kurzgeschichten sich in den ersten Türchen befinden. Sie ist aber z.T. noch mit dem Lektorat der Geschichten beschäftigt, die in die Türchen kommen, die sich erst später öffnen werden. Wenn ihr also noch nicht benachrichtig worden seid: Keine Panik! Das Lektorieren der Geschichten wird noch diese und evtl. auch noch nächste Woche in Anspruch nehmen.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns noch einmal bei allen bedanken, die ihre Geschichten eingesandt haben. Wir haben mehr bekommen als ein Adventskalender Türchen hat und deswegen können wir leider nicht alle berücksichtigen. Über die gute Resonanz haben wir uns aber sehr gefreut!

Rezension der Woche: Runde 2!

Ihr habt es uns dieses Mal wirklich nicht leicht gemacht! Drei Rezensionen haben es in die engste Auswahl geschafft und wir haben lange gegrübelt und verglichen. Und es war soooo knapp! Ehrlich!

Wird es Lucy, die sich mit Ihrer Rezension des Titels „Ferne Stimmen – Die Torwächter“ von Marion Becker alias Kratzfeder wirkliche Mühe gegeben hat? Oder doch hauke mit seiner ausführlichen Rezension zum Titel „Frühlingsfrust, oder wie gestalte ich mir einen lustigen März“ von pfrogner, der mit seiner Rezension sehr detailliert auf das Werk eingegangen ist? Letztendlich haben wir uns für den oder in diesem Fall die lachende Dritte entschieden. Unsere Rezension der Woche stammt von Inga Hetten und wurde kurz nach Beginn des aktuellen Wettbewerbszeitraums abgegeben. Inga Hetten hat das Werk „Gleichgewicht“ von IMMON rezensiert.

Warum finden wir diese Rezension so gut?

Inga Hetten hat den Titel sehr ausführlich rezensiert: Sie erklärt, was gut und was ihr zunächst nicht so gut gefallen hat – alles in einem sachlichen, höflichen Ton ohne den Autor anzugreifen.

Handlung: Inga Hetten geht auf die wesentlichen Erzählstränge ein und zeigt gleichzeitig auf, wo Fragen entstehen, die neugierig auf den Fortgang der Geschichte machen. Bereits hier wird durch die interessierten Fragen angedeutet, dass ihr die Geschichte gefallen hat. Sie beschreibt ebenfalls an welcher Stelle die Leseprobe endet und was der Text damit offen lässt: „Der Text verrät nicht, wie Opfer und Tat mit den drei bereits vorgestellten Charakteren zusammenhängen.“

Figuren: Hier werden die Figuren vom Rezensenten nicht nur kurz vorgestellt, sondern genau charakterisiert. Inga Hetten merkt zugleich kritisch an, welche Figur sie überzeugt hat und welche weniger, warum dies so war und was ihr nicht stimmig erschien: „Ob aktiv oder verrentet, die beiden Kommissare sind sympathisch. Der eine ist eigenbrötlerisch, der andere muss noch überzeugender werden. Er irritiert ein wenig durch seine abschließende Bemerkung über den “Alleskönner”. Er hat schon viele Mordopfer gesehen, ist kein Berufsanfänger. Dazu passt nicht, dass er in aller Öffentlichkeit vor Journalisten (!) einen kindischen Spruch von sich gibt.“

Sprache/Duktus
: Inga Hetten geht hier auf Rechtschreibung, Grammatik und die gewählt Zeitform ein – sie lobt, was sie gut gefunden hat und erklärt, was sie zunächst irritiert, aber letztendlich doch überzeugt hat: „Herrlich, der Leser kann in die Handlung eintauchen, ohne auf Schritt und Tritt durch Schreibfehler und missbrauchte Grammatik gestört oder gar grob aus dem Erzählfluss gerissen zu werden. *** Der Roman wird im Präsens erzählt, das die übliche Eindringlichkeit mit sich bringt – es liest sich unangenehm, erfordert Konzentration. Das macht den Einstieg etwas schwierig. Verblüffenderweise ist die Zeitform binnen kurzem nicht mehr wahrzunehmen.“

Struktur: Die Struktur der Geschichte wird sachlich beschrieben und die Rezensentin macht deutlich, was ihr positiv aufgefallen ist: „Die Kapitel tragen die Namen der Person, aus deren Sicht sie schildern. Das ist angenehm, der Leser weiß sofort, mit welchem der bisher vier Handlungsstränge er es zu tun hat.“

Zusammenfassend: Hier geht die Rezensentin noch einmal zusammenfassend darauf ein, was sie (zunächst) störte, begründet warum und gibt den Autor somit eine wichtige Anregung: „Auf Seite eins hat mich die Gegenwartsform abgeschreckt. … Die übliche Erzählzeit ist das Imperfekt, daher die spontane Abneigung. … Nicht jeder schätzt die Aufdringlichkeit einer Präsenshandlung, denn was die meisten Leser von Lektüre wollen, ist Entspannung, nicht Anspannung. *** Trotzdem habe ich weitergelesen und verdutzt festgestellt: Die Gegenwartsform stört hier nur auf der ersten Seite, dann ist sie vergessen.“ Zum Schluss macht sie deutlich, dass ihr das Werk (trotzdem) sehr gut gefallen hat: „Der Thriller ist schon jetzt spannend, ich will wissen, wie es weitergeht – meinethalben zahle ich auch für Lieferung im Präsens! ;)“

Das ist doch mal ein schönes Wort zum Wochenende! Oder?

Wir gratulieren Inga Hetten ganz herzlich und hoffen auf weitere tolle Rezensionen von ihr!

Neue Funktionen und ein kleines Gewinnspiel!

Mit dem heutigen Update von neobooks sind einige kleinere technische Probleme behoben worden. Aber was noch viel besser ist: Wir haben einige neue Funktionen eingebaut! Habt ihr sie schon entdeckt? Und getestet? Ab jetzt habt ihr alle eure Rezensionen im Blick – genauso wie die, die ihr von anderen zu euren Werken erhalten habt. Mit euren Lieblingsnutzern könnt ihr euch noch besser vernetzen, indem ihr deren Statusmeldungen kommentieren könnt, wenn sie euch auch auf ihrer Lieblingsnutzerliste haben. Außerdem könnt ihr jetzt Werke auf Facebook, Twitter und in den VZ-Netzwerken posten sowie dort und auf neobooks Statusmeldungen abgeben und kommentieren. Wir freuen uns auf euer Feedback – gerne bei uns im Forum oder auch per E-Mail an team@neobooks.com.

Unser Gewinnspiel!
Wir haben uns noch etwas für euch überlegt… Unter allen, die morgen, Freitag, den 26.11.2010 in der Zeit von 17 bis 23 Uhr ein Werk auf Facebook, Twitter oder in den VZ-Netzwerken posten – egal ob das eigene oder das eines anderen Autoren – verlosen wir fünf Exemplare des eBooks „Letale Dosis“ von Andreas Franz! Allerdings nur, wenn ihr den Post mit einem Screenshot oder einem Link an team@neobooks.com auch belegen könnt… ;-) Der Betreff sollte bitte lauten: Social Web Gewinnspiel. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer!

Übrigens: Das neue Bewertungssystem zeichnet sich bereits am Horizont ab. Das Konzept steht, die Technik hat die Umsetzbarkeit geprüft, sodass es nun in die Entwicklung geht. Ab etwa Mitte Dezember könnt ihr mit dem Ergebnis rechnen.

Morgen früh: kurze Wartung!

Liebe Community!

Morgen ab 08:00 Uhr werden wir kurze Zeit die Wartungsseite online stellen müssen.
Aber: Das Warten lohnt sich: Wir werden einige kleinere Fehler beheben können und außerdem einige neue Funktionen online stellen können.
Zum Beispiel sind dann endlich die eigenen Rezensionen und Rezensionen, die man erhalten hat, im Profil sichtbar. Viel Spaß beim Entdecken nachher!

Rezensionen! Gute Rezensionen! Sehr gute Rezensionen! Rezension der Woche und des Monats!

Wir haben uns bisher in diesem Blog besonders mit Themen auseinandergesetzt, die vor allem die Autoren betreffen: Wird mein Manuskript uninteressant für Verlage, wenn es bereits online veröffentlicht wurde? Wie verfasse ich ein gutes Exposé? Wie erhalte ich weitere Bewertungen?

Jetzt sind die Rezensenten am Zug! Wir – und die Mehrheit der Autoren – wissen ihre wertvolle Arbeit zu sehr schätzen – denn ohne sie, würde neobooks gar nicht funktionieren. Dafür möchten wir gerne DANKE sagen! Zugleich häufen sich jedoch die Beschwerden über einige Rezensenten, die sich das Leben sehr leicht machen – und ihre Meinung mit einer nichtssagenden Phrase ausdrücken oder nach dem Baukastensystem Rezensionen mit den immer gleichen Satzteilen zusammenbasteln.

Deswegen rufen wir ab sofort die Aktion „Rezension der Woche“ und „Rezension des Monats“ ins Leben.

Die Regeln

Unsere Woche beginnt freitags, 12:01 Uhr und endet am darauffolgenden Freitag um 12:00 Uhr. Für diese Woche gilt also: Start war am 12.11.2010, das Ende heute um 12 Uhr. Das neobooks-Team wählt unter allen Rezensionen, die in dieser Zeit verfasst werden, eine besonders gute aus.

Doch was zeichnet eine ‚gute’ Rezension aus?

‚Gut’ bedeutet nicht, dass wir der Meinung des Rezensenten zustimmen. ‚Gut’ bedeutet: Es wird deutlich, dass der Rezensent sich mit dem Werk auseinander gesetzt hat. Der Rezensent hat klar gemacht, was ihm gefallen hat und was nicht – genau das hat er auch begründet. Das heißt, inhaltlich geht seine Rezension über „Das Werk ist langweilig“ oder „Der Titel ist super“ hinaus! Möglicherweise hat er sogar Verbesserungsvorschläge parat. Er hat dies alles in sachlichen Worten geschildert, ohne den Autor persönlich anzugreifen oder zu beleidigen. Und er hat sich die Mühe gemacht, mehr als nur einen Satz zu formulieren.

Ihr könnt uns natürlich auch gerne Vorschläge unterbreiten, wenn euch eine besondere Rezension ins Auge sticht. Schreibt dazu eine E-Mail an team@neobooks.com mit dem Betreff: „Rezension der Woche“.

Was passiert mit den Rezensionen der Woche?

Nach vier Wochen starten wir auf unserer Facebook-Seite eine Umfrage, welches aus eurer Sicht die beste der vier Rezensionen ist. Ihr bestimmt somit die Rezension des Monats und der Rezensent erhält von uns einen kleinen Preis.

Weil der November ja nun schon fast zu Ende ist, fassen wir die Monate November und Dezember zusammen. Ab heute wird also noch 3 Wochen lang die Rezension der Woche bestimmt, bis zum 17.12.2010 wird auf Facebook abgestimmt (natürlich erst, wenn alle vier Rezensionen der Woche feststehen) und zu Weihnachten erhält der erste Rezensent seinen Preis. Ab Januar startet die Aktion von vorn…

Die Rezension dieser Woche

Sooooo, kommen wir nun zum spannendsten Teil: Die aktuelle Rezension der Woche! Für diese Woche haben wir die Rezension von fraun zum Werk „Su“ von Brigitte ausgewählt.

Warum?

fraun hat sich die Mühe gemacht alle fünf Felder auszufüllen – aber das ist natürlich nicht der einzige Grund. Gehen wir alle fünf Felder durch:

Handlung: Die Handlung ist knapp, aber verständlich zusammengefasst. Hier befindet sich bereit die erste Wertung: „…Su geht auf eigene Faust auf Spurensuche und die Geschichte in eine andere Richtung, als ich erhofft hatte.“ Der Rezensent macht klar: „Oh, hier hatte ich etwas anderes erwartet.“

Figuren: Die zwei wichtigsten Personen werden vorgestellt. Man muss nicht auf jede Nebenfigur detailliert eingehen.

Sprache/Duktus: fraun geht hier auf die Erzählperspektive und den –stil ein. Er sagt unmissverständlich, was ihn störte („Auf den folgenden Seiten wird die Erzählperspektive mehrmals gewechselt, das war für mich zu ruppig und hat den Lesefluss unterbrochen.“) und was ihm gefiel („…insgesamt betrachtet, ist der Erzählstil nicht schlecht. Besonders der Einstieg hat mir gefallen. Die ersten Seiten waren wirklich sehr gut.“).

Struktur: Hier macht der Rezensent klar, dass er den Text nur schwer einordnen kann – ein wichtiger Hinweis für den Autor. Und er begründet, warum er die Einordnung so schwierig findet.

Zusammenfassend: Auch hier wird klar, was aus Sicht des Rezensenten gut (der Anfang) und was seiner Meinung nach verbesserungswürdig (die Spannung flacht ab) ist: „Der Roman fängt auch wirklich sehr gut an, es sieht nach Krimi aus, und es wird flott erzählt. Mit dem Fund der Leiche kommt Spannung auf. Und ab dem Punkt, an dem Su meint, von der Polizei nicht entdeckte Spuren gefunden zu haben, hätte es spannend weitergehen können. Aber das tat es leider nicht.“ An diesem Punkt kommt ein Verbesserungsvorschlag: „Einfach dadurch, dass die Suche nach dem Motiv des Mörder, allgemein die Mördersuche ein bisschen aufgepeppt wird.“ Zum Schluss weist fraun noch auf einen Logikfehler hin.

Alle Kritikpunkte werden in einem höflichen Ton vorgetragen, fraun geht auch auf die positiven Aspekte ein, begründet seine Auffassung. Dadurch wird klar, dass der Rezensent sich Gedanken zu dem Werk gemacht hat. So soll es sein!

Somit haben wir unseren ersten Kandidaten für die Rezension der Woche gefunden! Wir gratulieren!

Für alle, die sich eine professionelle Rezension der neobooks-Lektorin Eliane Wurzer zu Gemüte führen wollen, hier noch mal der Hinweis: Diesen Monat hat sie „Auronja“ von Marcus rezensiert, im Oktober war es „Who the fuck is Sandra“ von Anja Theodora.

!!Wichtig!!! Aktuelles zum Bewertungssystem

Zum Werk „Wie mache ich einen Bestseller“

Ja, wir haben auch gelacht ;). Allerdings sehen wir und der Autor – nach engem Kontakt gestern abend – das Werk klar außer Konkurrenz.

Der Autor hat das Werk mittlerweile von der Seite genommen. – Er hat humorvoll darauf hinweisen wollen, wo die Probleme des Bewertungssystems liegen und das hervorragend gemacht.
Aber auch er sei interessiert daran, dass der Wettbewerb funktioniere, da er neobooks für eine sehr gute Idee halte, so seine Aussage gestern.

Wir wissen, dass das Bewertungssystem einige Schwächen hat – und nehmen das sehr ernst.
Wir sind davon ausgegangen, dass die Community auf neobooks stärker sein würde, als die Community, die Autoren von außen mitbringen und Werke öfter empfehlen würde, als Freunde von außen. Das ist bisher so nicht in jedem Fall eingetreten.

In vielen Fällen in den Top10 hat es aber auch geklappt – besonders gut war die Macht der neobooks Community freilich bei Ikondrars satirischem Werk zu sehen: In wenigen Stunden hatte die Community das Werk unter die TopWerke gehievt.
Das zeigt eindrucksvoll, dass die Gemeinschaft bei neobooks die Macht hat –
Ein System wie neobooks wird immer darauf angewiesen sein, dass die Macht der Gemeinschaft sinnvoll eingesetzt wird.
Das hat in vielen Fällen schon funktioniert und wir sehen bei neobooks gute Ansätze dazu sowie Werke und Autoren, die es Wert sind, dranzubleiben.
(Erst gestern haben wir übrigens die 2000 Rezensionenmarke überschritten. Neobooks ist also bereits eine große, aktive Community.)

Daher werden wir neue Regeln einführen und in Zukunft noch stärker auf mögl. Schwächen im System sehen.

Zu den aktuellen Top10 bleibt zu sagen: Alle Leute, die dort vertreten sind, haben nach den Regeln gespielt, wenn sie Leute zu neobooks eingeladen haben.

Wir sind dabei uns zu verbessern – dazu ist eine OpenBeta-Phase da. Damit das aber möglich ist und die Änderungen fair und sinnvoll umgesetzt werden können, benötigen wir aber noch Zeit.
Daher können wir derzeit noch keinen festen Termin für das neue Bewertungssystem nennen.
Sobald dieser aber feststeht, erfahrt ihr ihn hier natürlich sofort.

Wir wünschen uns und euch weiter viel konstruktive Kritik und gute Werke!

Viele Grüße
Ina Fuchshuber und das neobooks Team

Edit 24.11.: Zum Termin für das neue Bewertungssystem können wir schon genaueres sagen: Vorauss. werden wir Mitte Dezember das neue System online stellen können.

2. öffentliche Rezension der neobooks-Lektorin

Einmal im Monat wird das Werk, das am jeweils 15. des Monats um 12 Uhr auf Platz 10 des Wettbewerbsrankings steht, von Eliane Wurzer, unserer neobooks- Lektorin genau unter die Lupe genommen. Im Monat Oktober hatte Anja Theodora das Glück, von einem Profi bewertet zu werden. Die Leser wählten ihren frechen Roman “Who the fuck is Sandra” in die neobooks Top 10. Darin blickt die dreißigjährige Protagonistin Sandra auf ihr bisheriges Leben zurück, und versucht herauszufinden, wer sie eigentlich ist. Eliane Wurzer fand heraus: „’Who the fuck is Sandra’ ist eine gelungene Stoff- und Erlebnissammlung – jedes Kapitel für sich ergibt eine wunderbare Kolumne. Daraus einen richtigen Roman zu machen, benötigt noch einiges an Arbeit…“.

Für den Monat November hat sich der Fantasyroman “Auronja” von Marcus qualifiziert, nach Handlung, Figuren, Sprache und Struktur genauer beleuchtet zu werden. Marcus verspricht uns darin ein spannendes Abenteuer, sowie eine phantastische Geschichte über Freundschaft, Liebe mit vielen Kampfszenen im Wüstenland “Auronja”.

Lest jetzt in unserer Rezension nach, ob Marcus sein Versprechen hält oder ob sein Manuskript, den zehnten Platz vielleicht gar nicht verdient hat…?!

Natürlich wollen wir auch weiterhin Eure Meinung wissen! Also schaut euch das Werk gerne an – und natürlich auch die anderen Titel! Wir freuen uns auf eure Einschätzungen!

Mein Manuskript: Im Netz veröffentlicht und “verbrannt”? NEIN!

Viele Autoren sorgen sich um ihr Manuskript im Internet. Sie glauben, es „verbrennt“ bzw. verliert an Wertigkeit sobald man es im Internet zugänglich macht und wird somit für ein gedrucktes Buch oder professionell aufbereitetes E-Book nicht mehr brauchbar. Doch warum eigentlich? Ein Lektor, der ein Jahrhundertmanuskript, aus dem er den Besteller überhaupt machen könnte, in den Händen hält, denkt: „Oh, das Manuskript wurde bereits online veröffentlich. Jetzt muss ich es leider ablehnen?“ Dass dem nicht so ist, können zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit zeigen: „Anleitung zum Entlieben“ (ULLSTEIN) von Conni Lubek, die ihr Werk zunächst als Blog veröffentlicht hat, oder der Titel „Stadt, Land, Schluss“ (FISCHER) von Judith O’Reilly, der ebenfalls zuerst als Blog publiziert wurde.

Das Web als Buch

Webinhalte in Buchform sind längst keine Seltenheit mehr, insbesondere in den USA finden sich hierfür zahlreiche Beispiele. Dort ist es längst üblich, Webinhalte in die gedruckte Buchform zu transformieren. Beispielsweise wurde aus der Hälfte der vom Magazin TIME zu den 50 COOLEST WEBSITES 2005: BLOGS nominierten Blogs ein Buch – teilweise sogar mehrere (von POSTSECRET gibt es sogar schon fünf Teile, die auch international erfolgreich sind). Da Entwicklungen im Internet immer global funktionieren und die USA eine gewisse Vorreiterfunktion bezüglich der Trends digitaler Medienentwicklung einnehmen, kann man davon ausgehen, dass dieser Trend auch in Deutschland Fuß fassen wird und nicht nur Trend bleibt. Auch im deutschen Sprachraum kamen schon über die verschiedensten Wege die unterschiedlichsten Inhalte aus dem Web ins Buch – in nicht wenigen Fällen wurden die Texte lediglich redigiert. Einige dieser Projekte möchten wir euch gern vorstellen.

Erfolgsgeschichten

Das Buch 52 WOCHENENDEN von Jens Friebe ist ein weiteres Beispiel dafür, wie belletristische Inhalte zunächst im Web als Blog und später erfolgreich als Printprodukt erscheinen können. Es erschien 2007 zunächst im Verlag KIWI. Friebe, der hauptberuflich eigentlich Musiker ist, überlegte ein Buch online zu schreiben. Im Jahr 2006 sollten wöchentlich die Kapitel in Form von Blogbeiträgen auf 52 WOCHENENDEN veröffentlich werden. Schon ab Woche 7 des Projektes war der Verlags-Vertrag abgeschlossen. In der 52. Woche wurde das Projekt beendet und keine zusätzlichen Einträge wurden hinzugefügt. Das Buch erschien, aber das Blog blieb online – zumindest vorerst (mittlerweile ist es jedoch nicht mehr im Web zugänglich). Die Inhalte des Blogs wurden für das gedruckte Buch lektoriert. Weiterhin fügte man ein zusätzliches Gastkapitel von Linus Volkmann, Redakteur des Magazins INTRO, hinzu. Der Autor Dietmar Dath verfasste das Vorwort. 52 WOCHENENDEN wurde von den Lesern so gut angenommen, dass die erste Auflage bereits Mitte 2008 vergriffen war. Friebe selbst hatte die Idee zu einer Nachauflage im VERBRECHER VERLAG. Da die Verleger sich allerdings mehr Material als den Inhalt des Blog wünschten, wurde das Buch zur (nicht ganz echten) kritischen Ausgabe. Es erschien Anfang 2009.

Aber auch Inhalte aus Online-Communitys und –Netzwerken sind schon in Buchform erschienen. Ein Beispiel aus Deutschland ist die Plattform FRAG-MUTTI.DE. Auf dieser Seite werden Tipps zum Thema Haushalt gesammelt. Die Tipps der Seite werden von den Lesern eingesandt, von den Initiatoren veröffentlicht, mit Tags versehen und wiederum in den Kommentaren durch andere Leser bewertet. Im März 2006, drei Jahre nach der Gründung der Seite, erschienen die Tipps als Buch im FISCHER TASCHENBUCHVERLAG unter dem Titel FRAG MUTTI. Es wurde bereits über 80.000 Mal verkauft. Im Juni 2007 erschien das Buch FRAG VATI, welches auf den Inhalten der Schwesternseite FRAG-VATI.DE basiert. FRAG-VATI.DE enthält vor allem Heimwerker- und Finanztipps. Im 2008 folgte dann FRAG MUTTI – DAS SPARBUCH. In diesem Buch sind Tipps enthalten, wie junge Menschen sinnvoll sparen können.


Und die digitalen Werke verkaufen sich doch: als Printprodukte oder als E-Books…

Einige Werke, die zu Beginn online oder als Print-on-Demand veröffentlicht waren, sind bei Droemer Knaur bereits erfolgreich verlegt worden – und waren der Ausgangspunkt für die Überlegungen zu neobooks. Ein Beispiel: „Lucy im Licht“ von Markloff H. Niemz erschien zuerst im PoD-Verfahren, bevor es bei Droemer Knaur verlegt wurde. Blickt man auf die Websites zahlreicher Verlage und Agenten findet sich kein Hinweis darauf, dass nur unveröffentlichte Texte angenommen werden. Auch für Droemer Knaur ist das kein Hinderungsgrund. Dass online publizierte Projekte auch trotz ihrer Zugänglichkeit im Web auch im Buch oder E-Book funktionieren, liegt neben den geeigneten Inhalten vor allem im Mehrwert der lektorierten Version begründet. Die Texte wurden von erfahrenen Verlagsmitarbeitern lektoriert und konkretisiert und dadurch besser lesbar. Denn: Eine Idee ist noch kein Werk und ein Manuskript noch kein Buch oder E-Book. Das wisst ihr doch auch, oder? ;-) Deswegen dürfte das Thema Ideenklau auch kein Thema mehr sein… Nicht überzeugt? Hier kommen weitere Argumente:
1. Mit dem Upload wird durch Logfiles festgehalten, wer was wann veröffentlicht hat, d.h. es kann sogar ein Beweis sein, für die eigene Urheberschaft.
2. Alles, was online veröffentlicht ist, kann nachvollzogen werden. Das beste Beispiel ist Helene Hegemann mit „ihrem“ Werk „Axolotl Roadkill“, die mit ihrem Teil-Plagiat letztendlich aufgeflogen ist.
3. Jeder Autor stellt soviel von seinem Text ein, wie er möchte.
4. Für den Download gibt es ein DRM-System.
6. Wir wollen in Zukunft auch anbieten, dass Autoren für Ihre Werke auch optional einen Preis festlegen können, d.h. die Werke stehen nicht kostenlos im Netz. Nur für das Lektorat sind die Werke dann kostenlos einsehbar.
Weitere Vorteile des Buches sind: Ein Buch hat einen Anfang und ein Ende, man kann sich nicht durch Links unbewusst ablenken lassen. Der Leser klickt nicht einfach weiter, wenn er das Buch in der Hand hat – und das empfindet er, zumindest bei belletristischen Texten, als angenehm. Weitere Vorteile insbesondere des gedruckten Buches sind die Möglichkeit des Verschenkens oder die allgemeine, noch immer hoch geschätzte Haptik des Buches – dass es sich gut anfühlt und gut riecht. Dazu weist das Buch dem Internet gegenüber allgemeingültig höhere Wertigkeit auf – und es lässt sich besser ins Regal stellen.


Neue Zielgruppen…

Nicht zuletzt lassen sich mit einem professionell vertriebenen E-Book oder Buch, weitere, dem Internet nicht allzu vertraute Zielgruppen erschließen, die aber dennoch am Inhalt des Werkes interessiert sind. Warum? Verlage erreichen eine viel breitere Leserschaft – da freuen wir uns zwar über jeden Fan des Autors, aber die Leute, die es online auf neobooks gelesen haben sind nur ein Bruchteil der Leute, die es später kaufen werden. Wir bereiten das Werk optisch – z. B. durch ein ansprechendes Cover oder einen gut lesbaren Satz – und inhaltlich so auf, dass es ein Lesegenuss wird – darin sind wir Profis – egal, ob im E-Book oder Print.

… und ein treuer Fanclub!

Ein ganz anderer Vorteil, sein Manuskript oder Teile davon bereits vor Druck online zu stellen, ist zudem, dass man die Leser an der Entstehung des Buches teilhaben lassen kann – das bindet. Häufig zeigen sich schon zu diesem Zeitpunkt die Leser begeistert und kommentierten, dass sie es nicht erwarten können das Buch oder E-Book zu erwerben. Das kann man in Kommentaren vieler Blogs, die zu Büchern gepostet wurden, nachlesen. Nutzt die kostenlose Version eueres Werkes als Marketinginstrument – das machen sogar einige Bestsellerautoren und verkaufen ihre Bücher und E-Books dennoch – oder gerade deshalb?!? ;-) Man macht also die Leser mit einem Medium des Alltags auf sich aufmerksam und kann sie zu Fans werden lassen. Und dadurch könnt ihr auch die Lektoren auf euch aufmerksam machen. Damit ihr jedoch nicht in der Flut von Websites untergeht gibt es neobooks – hier sitzt ihr ganz nah an den Lektoren.
Ihr seht – es lohnt sich eure Werke online zu stellen!

Übrigens: Dieser Artikel wurde federführend von unserer Kollegin Anne Müller verfasst, die sich bereits in ihrer Magisterarbeit „Das gedruckte Internet – nutzergenerierte Webinhalte in Buchform“ mit dem Thema beschäftigt hat – sogar die Wissenschaft setzt sich also inzwischen mit Büchern oder E-Books auseinander, die zunächst im Internet veröffentlicht wurden. ;-)

Das Exposee

So mancher Autor findet es schwieriger, den Inhalt seines Werkes auf drei Seiten zusammenzudampfen, als fünfhundert Seiten Roman zu schreiben. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ein Exposee aufgebaut sein kann und welche Bestandteile es enthalten sollte.

Warum überhaupt ein Exposee?

„Warum soll ich ein Exposee schreiben? Um meinen Roman in seiner Gesamtheit beurteilen zu können, muss man ihn komplett gelesen haben!“ So denken nicht wenige Autoren, und drücken sich damit um eine wichtige Aufgabe. Denn was sie dabei vergessen: Auch der Tag eines Lektors hat nur vierundzwanzig Stunden und selbst bei höchster Lesegeschwindigkeit dauert es einfach ziemlich lange, einen kompletten Roman zu lesen. Deshalb erleichtert es die Begutachtung eines Werkes enorm, wenn ein gutes Exposee mitgeliefert wird.
Aber ihr macht nicht nur den Lektoren das Leben leichter, sondern auch euch selber: Denn wenn es euch gelingt, euer Werk auf kleinsten Raum schlüssig und ansprechend zu präsentieren, dann könnt ihr davon ausgehen, dass euer Werk eine gute Struktur und einen ansprechenden Spannungsbogen hat. Klar im Vorteil seid ihr, wenn ihr in der Konzeptionsphase bereits eine Plotskizze oder eine Stufendiagramm angefertigt habt – dann habt ihr schon den größten Teil des Exposees fertig! Idealerweise schreibt ihr euer Exposee, BEVOR ihr mit dem Schreiben beginnt: Dann kann es euch als wichtiges Arbeitsinstrument dienen. Und die gute Nachricht: Das Exposee ist in erster Linie ein Hilfsmittel, ihr müsst euch beim Schreiben nicht sklavisch daran halten, was im Exposee steht. Wenn ihr beim Schreiben merkt, dass ein Handlungsstrang besser anders gestaltet werden sollte, ist das völlig in Ordnung!

Aufbau und Formales

Ein Exposee sollte maximal drei Seiten lang sein (max. 5.000 Zeichen) und im Präsens abgefasst sein. Berichtet sachlich und werten und werbt nicht (also nicht: „Der überaus spannende Roman besticht durch seine klare Gliederung und seine witzige Sprache“) – zu diesem Schluss soll der Lektor nach Lektüre des Exposés und einer Leseprobe selbst kommen. Erzählt einfach und kommentiert nicht, vermeidet Redundanzen. Aber trotzdem schadet es natürlich nichts, wenn ihr einen fesselnden, ungewöhnlichen und anschaulichen Einstieg wählt, der neugierig macht.
Wenn ihr nur eine Leseprobe einstellt, sollte auch die Angabe zum geplanten Umfang in Normseiten (eine Normseite = 30 Zeilen á 60 Zeichen = 1.800 Zeichen inkl. Leerzeichen) nicht fehlen. Das Exposee sollte folgende Elemente beinhalten:

Handlung

Bei www.neobooks.com sind es im Feld Exposee die Angaben zur Handlung, auf die es ankommt! Die meisten anderen wesentlichen Informationen könnt ihr in den entsprechend gekennzeichneten Feldern platzieren. Zeichnet die Grundzüge des GESAMTEN Handlungsverlaufs nach. Ein Exposee ist KEIN Klappentext: Skizziert den kompletten Handlungsverlauf und brecht nicht mit Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen ab, wenn es spannend wird! Nebenfiguren, Nebenhandlungen und Dialoge solltet ihr unberücksichtigt lassen.

Und wie erzählt man nun dreihundert Seiten in hundert Worten? Haltet euch an die magischen fünf W’s: Wer? Wie? Wo? Wann? Warum? – dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen!

Protagonisten

Bezeichnet und beschreibt eure Protagonisten, ihre Ziele und Motive ihres Handelns. Achtung: Bei www.neobooks.com gibt es für die Angaben zu den Protagonisten aus Gründen der Übersichtlichkeit ein eigenes Eingabefeld. Wenn ihr mehr zur Ausgestaltung eurer Protagonisten erfahren wollen, lest hier weiter.

Angaben zu Genre und Zielgruppe

Auch diese Angaben gehören in ein klassisches Exposee. Bei www.neobooks.com gibt es für diese Angabe gesonderte Eingabefelder. Die Angabe zum Genre ist wichtig, damit die Leser gleich erkennen, ob der Text in sein Interessensgebiet passen könnte. Und je genauer ihr eure Zielgruppe beschreiben könnt, desto besser, denn dann weiß man, welche Käufergruppen man werblich gezielt ansprechen muss.

Hintergrund

Je nach Genre, zum Beispiel bei historischen Romanen oder in der Fantasy, ist es sinnvoll, den historischen Hintergrund, den Schauplatz oder die Welt, in der der Titel spielt, zu schildern, damit der Leser des Exposees die Handlung leichter einordnen kann.

Alles klar? Dann nichts wie los! ;)