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Ich fröstele
von Geist am 25.04.2012
Allgemeines/Grundthese:
Ein zehnjäriges Mädchen erfährt, dass es "nur" adoptiert wurde. Es ist weniger dieser Satz, der sie aus der Bahn wirft, als vielmehr das Verhalten der Adoptiveltern, als sie mit der Frage konfrontiert werden, was das bedeute.
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass ein schon vorher nicht von Liebe erfülltes Zuhause von da an für das Kind die Hölle wurde. Immer wieder läuft sie weg, wird zwischen Jugendamt und Adoptivfamilie hin und her geschoben. Sie fühlt sich ausgestoßen und ungeliebt, und das treibt sie schließlich in die Arme eines kommenden Stars am Musikerhimmel. Die inzwischen Dreizehnjährige erlebt ihr erstes Mal als notwendiges Beiwerk zu den Streicheleinheiten und dem Gefühl von Geborgenheit, das der Mann ihr für eine Nacht gibt.
Kurze Zeit später reißt sie endgültig von zu Hause aus. In Amsterdam gelingt es ihr, sich als Zimmermädchen eines Stundenhotels durchzuschlagen, doch schon bald rutscht sie in die Prostitution ab.
Aufbereitung des Themas:
Man merkt dem Text an, dass die Autorin hier aus eigener Erfahrung spricht. Ihre Erlebnisse und Gefühle haben auf mich sehr unmittelbar gewirkt. Die Form der Erzählung hat mich mit auf die Reise in den Abgrund genommen.
Struktur:
Der Text der LP ist in zwei Kapitel unterteilt. Die langen Passagen ohne wörtliche Rede oder Absätze haben gut zum Text gepasst; ich habe mich vom Inhalt mittragen lassen.
Sprache/Duktus:
Die Sprache wirkt sehr jugendlich, was gut zum damaligen Alter der Erzählerin passt. Ich würde mir wünschen, dass sich dieser Sprachstil im Verlauf des Buches ändert, dem jeweiligen Alter angemessen.
Orthographie und Grammatik müssten allerdings gründlich überarbeitet werden, es hat mich bei diesem Text allerdings viel weniger gestört, als bei vielen anderen.
Zusammenfassend:
Ich hätte mir gewünscht, dass die LP länger wäre. Die Geschichte war so spannend, die Erlebnisse des jungen Mädchens so realistisch geschildert, dass ich mich hinein gesogen fühlte.
Besonders das zweite Kapitel hat mir Gänsehaut gemacht. Obwohl nicht besonders lang, hatte ich beim Lesen doch das Gefühl einer unendlich langsamen Rutschbewegung auf den Abgrund zu. Das ahnungslose Mädchen wird zum Schluss abrupt mit der harten Wirklichkeit konfrontiert, die durch den letzten Satz einen erschreckenden Höhepunkt findet.
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Das dunkle Ich, Weg einer Hure
von karljune am 25.04.2012
Allgemeines/Grundthese:
Weckt viele alte Erinnerungen und läßt sich gut lesen.
Struktur:
Kann ich nix gegen sagen. Ist vielleicht die angemessene Kritik
Sprache/Duktus:
absolut verständlich, wenn ich bei diesem Erzählstil auch Worte wie "mega" weglassen würde.
Zusammenfassend:
Man erkennt vieles wieder, was man "aus der guten alten Zeit" kennt. Der Anfang ist genau richtig, man bekommt Lust weiter zu lesen. Das viele Klischees verwendet werden (schlagender Stiefvater, einschlafender Liebhaber...) hat leider nichts mit Einfallslosigkeit zu tun, sondern nur mit guter Beobachtug der Realität. Die Leseprobe hat einige Längen die sich ein Buch aber durchaus erlauben kann. Insgesamt ein schöne Beschreibung und glaubhafte Entwicklung. Vielleicht findest du ein wenig Unterhaltung bei meinem Werk: Allein in Österreich. Würde mich sehr freuen über eine schonungslose Kritik :)
karljune
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Das dunkle ich,Weg einer Hure
von cyberzirtze am 13.02.2012
Aufbereitung des Themas:
Ihr Art gefällt mir, es so offen und frei und doch auch locker rüber zu bringen.
Zusammenfassend:
ich bin von dem Buch beeindruckt, die Sichtweise und den Weg den Sie gegangen ist.
Nichts als die Warheit fällt mir da nur ein. Ein Tolles Buch.
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Tagebuch
von Mona Frick am 18.12.2011
Zusammenfassend:
vorweg: ich habe Schwierigkeiten, den vorliegenden Text zu bewerten. Es ist definitv kein Roman, sondern ein Tatsachenbericht, ähnlich einem Tagebuch. Und Tagebücher sind natürlich nicht nach gleichen Kriterien zu bewerten. Es geht nicht um Spannungsbogen, Plot und Dialoge. Also kann ich nur bewerten, wie sehr mich das Thema beschäftigt und berührt. Da kann ich 5 Sterne geben. Und die Empfehlung dafür, weil du den Mut hattest, mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehn. Es bricht einem das Herz, mit welcher Naivität das 13 jährige Mädchen die ersten Schritte zur Prostitution beschreitet, und gleich dem brutalen Freier in die Arme läuft, der sie vergewaltigt. Nun wäre zu überlegen, was du mit dem Text bezweckst. Du hast offensichtlich bewusst die emotionslose Darstellung gewählt, wobei die Gefühle das Geschriebene wiederum für den Leser nachvollziehbarer machen würden.Und in Form eines Romans könnte man natürlich eine größere Leserschaft ansprechen, würde aber sicherlich die Glaubhaftigkeit, und damit eventuell die Möglichkeit zur Aufklärung über das Milieu verlieren...Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg. Liebe Grüße. Mona
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Das dunkle ich Weg einer Hure
von schagalla am 18.12.2011
Allgemeines/Grundthese:
Nach dem Lesen musste ich ert einmal vom Rechner weg. mir das alles duch den Kopf gehen lassen. Das hast Du bestens geschrieben. Wirklich gut.
Aufbereitung des Themas:
Der Stil ist sehr beeindruckend. Die sachliche Form der Wortwahl spiegelt Deine Vergangenheit wieder und gibt dem Leser Anzeize zum Denken.
Struktur:
Die Kapitelwahl ist gut gelungen. Ich bin nun nicht solch ein Profi der beurteilen kann ob es gut oder weniger gut ist. Für mich zutreffend: Ich bin beeindruckt.
Sprache/Duktus:
Darauf kommt es an. Auf der ersten Seite sofort - bekam eins auf die Fresse -
Dem Sinn entsprechend ausgedrückt.
Zusammenfassend:
Wer Vorurteile hat, eine Hure sei ein schlechter Mensch, der sollte sich die wenigen Seiten durchlesen. Der Text sagt viel aus, ist diese Frau aus Geilheit in dieses Rolle geschlüpft oder war es das Schicksal was so viele treffen kann? Keine Führung von den Eltern (Addoptiveltern) keine Halt seitens der Gesellschaft. Ist es das welches die Verantwortung tragen muss ? Oder ist es einfach nur der Weg welcher vorbestimmt ist.
Dieses Buch wirft Fragen auf die Antworten fordern.
Sehr, sehr gut gemacht.
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Ergreifend
von Jobst Zuso am 14.12.2011
Allgemeines/Grundthese:
Ein kleines Mädchen wird zur Prostituierten. Das Erschütternde an der Erzählung ist, dass die Autorin ihre eigene Geschichte erzählt.
Aufbereitung des Themas:
Kurz, bündig und sachlich. Der Leser weiss nach Klappentext und Titel worum es geht und eine große Einführung bleibt daher zurecht weg.
Struktur:
Die Ich-Erzählerin gibt nach einem Prolog Einblick in Stationen ihres Lebens. Die Kapitel beschreiben jeweils in sich geschlossene Erlebnisse.
Sprache/Duktus:
Das Werk ist im Erzählstil geschrieben, Dialoge als solche kommen nicht vor. Kurze Sätze und wenig deskriptiv.
Zusammenfassend:
Eine schreckliche Geschichte, allerdings so, wie sie passiert sein könnte. So, wie man sich vorstellt, dass Menschen abrutschen. Leider war die Probe viel zu schnell vorbei aber die hatte es auf jeden Fall in sich. Viel Erfolg beim Weiterschreiben!
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.... und ging nicht hin
von scottcr1 am 13.12.2011
Zusammenfassend:
...und ging nicht hin, sind die Worte, die mir mein Herz schwer werden lassen wie Blei und die ich doch so verstehen kann. Ich sitze hier und staune, schwanke zwischen Tränen für dieses kleine Mädchen, das es wirklich einmal gab und zwischen der Wut, auf diese Pflegeeltern. Liebe Gräfin, ich nenne dich jetzt einfach mal so. Wohl kein anderes Buch hat hier in den letzten Tagen so viel Aufmerksamkeit bekommen wie deins. Ich gehöre auch zu den Neugierigen, die "So etwas" natürlich lesen müssen.
Emotionslos geschrieben, hatte ich manchmal den Eindruck, doch dann waren es genau solche Stellen: ... und duschte so lange, bis die Mitbewohner vor der Tür Radau machten. Ich war dreizehn an diesem Tag.... In diesem :Ich war dreizehn an diesem Tag, genau hier liegt die Emotion von Die Gräfin, sie kann es bis heute selber noch nicht fassen. Ich denke, bei dieser kurzen Leseprobe ist es schwer eine Bewertung abzugeben, die die schriftstellerische Fähigkeit der Autorin bewertet. Ich versuche es hier anders: Für ihren Mut, für die Ehrlichkeit mit der sie uns ihr Leben offenbart und dafür das sie auf diesem Weg ihre, sagen wir es so wie es ist: Scheißvergangenheit, verarbeitet hat sie auf jeden Fall eine Rezension verdient. Sprachlich kann sie sicher noch einiges heraus holen; bin aber genauso überzeugt davon, das sie in ihrer Biografie keine schönen Wiesen und Landschaften beschreiben wird oder sonst etwas. Das würde hier auch nicht hin passen. Liebe Gräfin, ich ziehe nur einen Stern ab, in der Hoffnung, dass du diesen bestimmt emotional harten Weg weiter gehst, damit deine Seele Platz hat für Neues und Schönes. Ich wünsche dir viel Glück... LG Marion Brüning scottcr1
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Schicksalsweg
von Alegra am 13.12.2011
Zusammenfassend:
Liebe Christel, ich finde es gut, wenn du dich schriftstellerisch mit deiner Vergangenheit auseinandersetzt. Wenn dich das Schreiben befreit, solltest du unbedingt weiter machen. Diese Leseprobe ist recht kurz. Ich hätte mir mehr Altersangaben gewünscht, da ich nicht sicher war, wie alt die Protagonistin genau zum Zeitpunkt des Geschehens ist. Am Anfang ist sie zehn, am Ende dreizehn Jahre alt. Das erfährt man aber recht spät. Das die Blutung bei dem Treffen mit Jhonny nicht die erste Periode ist, kann man nur erahnen. Es hätte ja auch so sein können, also, dass er mit ihr rummacht und dann das Blut sieht, als er sie auszieht. Aber ich denke schon, dass du damit die Entjungferung meintest. Mel Sondocks kenne ich auch noch aus dem Radio und er kommt in einer meiner Geschichten ebenfalls vor. Das Schicksal der Protagonistin (ich nenne sie jetzt mal weiter so) ist traurig und berührt, auch durch die Erzählweise. Ich hätte mir nur noch mehr Details zu ihrem Leben gewünscht. Ist der Bruder älter oder jünger? Was für ein Verhältnis hat sie zu ihm? Wie war das Verhältnis zu den Eltern vor dem Bekanntwerden der Adoption? Hatte das Jugendamt wirklich kein Verständnis für die Situation des Mädchens, oder hat sie dich denen nicht offenbart (geschlagen werden)? Da fehlt mir noch etwas. Ich kann verstehen, dass das für dich beim Schreiben nicht wichtig war, weil du die Geschichte ja kennst bzw. erlebt hast. Ich finde es sehr traurig, dass niemand dem Mädchen geholfen hat und alle sie immer nur zurück zu den "Eltern" brachten. Vielleicht schreibst du erst einmal alles so runter, wie es dir einfällt und schaust dann später noch mal, wo du ausführlicher werden möchtest? Das musst du selbst wissen. Auf Fehler habe ich nicht groß geachtet, aber ein Wort hat mich geradezu angesprungen und zwar gleich im Prolog. Dort steht "blutgetrieft". Wie wäre es stattdessen mit "bluttriefend"? Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass du weiter schreibst und wenn es auch nur für dich selbst sein sollte. Ein Sternchen behalte ich, wegen der Kürze der LP und dem noch zu überarbeitenden Part. Wenn du dazu Hilfe brauchst, schreib mir einfach eine PN. LG Alegra
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Gerade die Sachlichkeit berührt
von s1koch am 13.12.2011
Allgemeines/Grundthese:
Gerade das Sachliche/Schnörkellose, fern von jeder Senstationshascherei macht diese ersten Seiten eines hochspannenden Buchprojektes doch auch, denn gerade durch diesen Schritt knallt der letzte Satz besonders rein.
Und vielleicht von der Gräfin gar nicht gewünscht, zeigt schon der Anfang einmal mehr: Niemand wird als Hure geboren, sondern durch das Leben dazu gemacht.
Aufbereitung des Themas:
In der Einfachheit liegt der Zauber! Gerade heraus, klare Sprache, keine Schnörkel. Ich denke, eine perfekte Wahl für so ein brisantes und schwieriges Thema.
Struktur:
Saubere Gliederung in kurze Kapitel. Mehr gibt es dazu an dieser Stelle nicht zu sagen, auch wenn es 50 Zeichen sein sollen :-)
Zusammenfassend:
Ich würde gern mehr lesen, besonders, wenn die Autorin trotz allem sich den Humor bewahrt hat und Mutterwitz, der Frauen zu eigen ist, darin zu lesen sein wird. Viel Erfolg!!!!
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Das dunkle ich, Weg einer Hure-Die Gräfin
von soyo am 12.12.2011
Allgemeines/Grundthese:
Eine spannende Leseprobe.
Eine Erzählung, so als ob man mit einer Bekannten beim Kaffe sitzt und sie fängt an, über ihr Leben zu erzählen. Aus einer Sicht, als wäre sie Aussenstehend und hätte ihre Emotionen schon bearbeitet.
Es ist spannend und berührt.Lässt Nachdenklich werden. Wie oft werden die Prostetuirten verurteilt, ohne das wir wissen, warum sie das tun, was sie tun- ihren Körper einsetzen-
Ich habe das Gefühl, genau das ist das Ziel der Gräfin,(einsuggerierte Schulgefühle loslassen) denn sie wurde von Klein auf klein gehalten, durch ihr Umfeld.Ihr VERTRAUEN wurde zerstört, Sie fühlte nur MISSTRAUEN und fühlte sich allein. Angenommen sein, gewollt zu sein, geliebt zu werden all das hat sie überall und in jedem gesucht.
Die LIebe und da die Liebe strahlt wie ein Licht, war die Lichterwelt von Amsterdam so eine magische Anziehungskraft(nicht alles was glänzt ist Gold)
Sie suchte die Nähe,sie ist auf der Suche. Auf diesem Weg wurde sie zum Kamelion....um dazuzugehören, verließ sie ihr wahres Ich. Vater schlägt, Männer wollen nur den Körper....was soll so ein Kind dann glauben?Wie soll es reagieren?Sie ist doch durch die Macht -machen- der Männer machtlos, denn Ablehnung ist wie Klebstoff!
Also ich finde,das Buch so gut geschrieben,denn man denkt über diese Mädchen nach auch über die Hilflosigkeit des Kindes ect.,dass man gespannt ist, wie es weiter geht.
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Zusammenfassend:
Ausserdem finde ich es gut, das die Gräfin sich durch das Schreiben selber therapiert
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Wirkt erschreckend authentisch
von Ansgar am 11.12.2011
Zusammenfassend:
Gerade die vermeintlich emotionslose Distanz, mit der die Autorin die Geschehnisse schildert, laesst den (leider noch zu kurzen) Text besonders stark auf mich wirken. Frei von jedem Voyeurismus werden ihre Entjungferung und die Vergewaltigung erzaehlt, gespickt mit Humor, von dem man nicht weiss, ob er zum Lachen oder Weinen fuehrt. Das abrupte Ende jeder Teenager-Romantik, als der erste Lover sein Bein abschnallt, ist nur ein Beispiel. Die Sprache passt: Hier erzaehlt kein Schoengeist, sondern eine erfahrene Frau, ohne Fingerzeig und ohne zu beschoenigen. Das kann ein tolles Buch werden! Wegen der Kuerze und einiger Fluechtigkeitsfehler ziehe ich ein Sternchen ab. Viel Glueck!
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Ein Satz entscheidet die Richtung
von LyFa am 11.12.2011
Zusammenfassend:
Manchmal entscheidet ein gedankenlos gesprochener Satz, um das Leben eines Menschen in eine andere Richtung zu lenken. „Du gehörst nicht zu uns, du bist nur adoptiert“. Noch nicht einmal der ältere Bruder, der Sohn des Onkels sagt ihn. Verstört fragt das Mädchen die Eltern und statt das Kind aufzuklären, reagieren diese so falsch und hilflos wie nur möglich. Der Vater schlägt das Kind, das meint „adoptiert“ sei etwas Schlimmes, etwas Negatives.
Fehlendes Verständnis, fehlende Anteilnahme, Hilflosigkeit, viele Faktoren kommen zusammen, so dass es nicht verwundert dass für das Mädchen so alles schief läuft.
Die emotionslose Sprache passt. Nüchtern werden schreckliche Dinge erzählt, die nicht weiter ausgeführt werden. Über einige Formulierungen würde ich nachdenken. zB: „Kriegte ich als Antwort paar auf die Fresse“ Besser vielleicht: „Doch statt meine Frage zu beantworten, schlug der Vater als er am Abend nach Hause kam auf mich ein…“ „Nach Tante Margaret zu fahren..“ besser „Zu Tante M…“....
Die Schläge, auf Grund der Frage nach Adoption waren eine unbegreifliche Reaktion von ihrem AdoptivVater…warum schlägt er sie wegen so einer Frage? Warum adoptierten sie überhaupt ein Kind? War der ältere Bruder auch adoptiert oder das eigene Kind?
Dieser Johnny , der mit einer 12 Jährigen nach Hause geht , diese missbraucht, anders kann man es nicht nennen, wird sich kaum herausreden können, sie hätte wie 18 ausgesehen. Auch spricht es schon für ziemliche Vernachlässigung, wenn die Eltern das Mädchen in diesem Alter sich tageweise selbst überlassen. Ihr Klassenkamerad Oliver war mit auf dieser Disco. Zumindest der Junge wird kaum viel älter ausgesehen haben. Konnten sie so einfach dort hingehen und wurden eingelassen?
Was ist mit dem älteren Bruder, der am Anfang einmal erwähnt wird?
Im Namen des Vaters und auf seine Rechnung Getränke bestellt, mit 12? Das ging so einfach? Ein Mädchen in diesem Alter einfach so vor die Tür zu setzen? In Amsterdam kann sie einfach arbeiten, sich einmieten mit 12-13? Keiner fragt nach?
Mir fehlt ein bisschen mehr Hintergrund.
Nach sprachlicher Überarbeitung und Lektorat kann ich mir bei diesem Manuskript ziemlich gute Vermarktungschancen vorstellen.
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Das dunkle Ich
von Ulder am 11.12.2011
Allgemeines/Grundthese:
Hier wird der typische Weg in die Prostitution beschrieben. Von den Eltern verstoßen, eine unsympathische Adoptivfamilie bis zur Flucht nach Amsterdam.
Struktur:
Nach einem kurzen Prolog in Form eines philosophischen Verses beginnt die Erzählung in der Ich-Perspektive. Es folgen sehr kurze Kapitel, die das Leben der Protagonistin schlaglichartig beleuchten.
Sprache/Duktus:
Eine einfach gehaltene, prägnante Sprache, die gut durch die Geschichte führt. Das Kopfkino hat jedenfalls funktioniert. Vereinzelt sind mir kleinere Flüchtigkeitsfehler aufgefallen, die den Lesefluss aber nicht gestört haben.
Zusammenfassend:
Mich hat die emontionslose Erzählweise nicht gestört, im Gegenteil. Meiner Meinung nach funktioniert diese Art der Erzählung, weil gerade durch den distanziert lakonischen Ton nicht so schnell die Gefahr besteht, ins Klischeehafte abzudriften. Etwas länger hätte die Leseprobe ruhig sein können, aber das schmälert nicht ihren Wert. Gern vergebe ich dafür die vollen Punkte und den Flieger. Ich wünsche der Autorin alles Gute.
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Das dunkle Ich...
von Frieda Y am 11.12.2011
Struktur:
Die Geschichte ist optisch gut gegliedert. Kurze Zeilen sind optimal für das Lesen am Bildschirm geeignet. Auch die Einteilung in kurze Kapitel finde ich gelungen. Nach einem knappen Prolog geht die Geschichte recht geradlinig und in hohem Tempo voran.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist leicht lesbar und gut verständlich, stellenweise doch sehr drastisch ("ein paar auf die Fresse). Kleinere Fehler sind noch drin ("zu seiner Wohnung vor"), stören aber den Lesefluss nicht.
Die Geschichte wird recht rasch erzählt. Gerade über den unvermittelten Übergang zwischen Entjungerung und der Party am nächsten Tag bin ich gestolpert. Wenn man sich erst einmal eingelesen hat, ist der flotte Stil ganz gut lesbar. Auch der Cliffhanger am Ende ist gut gewählt.
Zusammenfassend:
Es fällt mir immer schwer eine Biografie zu beurteilen. Es ging mir beim Lesen ein wenig wie Fianna. Ich fand die Sprache sehr emotionslos, da passieren schreckliche Dinge auf die nicht weiter eingegangen wird. Ist das ein Stilmittel, um Erlebtes besser zu verarbeiten? Geht es gerade darum der "Sensationsgeilheit" der Menschen NICHT zu entsprechen? Ich weiß es nicht... Inhaltlich spricht die Geschichte mich emotional an, weil Dinge geschehen, die einem Kind nicht geschehen sollten, aber auf sprachlicher Ebene bleibt es doch sehr kühl. Aufgrund dieser Distanziertheit bleibt es für mich dann doch eher auf der Ebene dieser Tatsachenberichte, von denen die Autorin sich laut Kurztext distanzieren möchte. Von dem "ich" kommt noch sehr wenig rüber, was aber auch an der Kürze der Leseprobe liegen mag. Ich finde dieses Werk ist ein interessantes Projekt, das auf jeden Fall weitergeführt werden sollte - und wenn es nur ist, um der Autorin zu helfen ihre Gefühle und Gedanken aufzuarbeiten. Aber für eine Lektoratsempfehlung finde ich es noch verfrüht - was auch der Kürze der Leseprobe geschuldet ist. Ich wünsche dennoch viel Erfolg mit dem Werk!
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Emotionslos
von FiannaCessair am 11.12.2011
Zusammenfassend:
Ein brisantes Thema, dass sicherlich mit einigen Vorurteilen aufräumen könnte, aber für mich persönlich viel zu emotionslos. Da ist eine Zwölfjährige, die entjungfert wird und sie feiert am nächsten Tag eine Party? Sie wird in Amsterdam vergewaltigt und man spürt nichts von der Verzweiflung und dem Ekel, den dieses Kind gehabt haben muss, nachdem es "benutzt" wurde.
Ist das Selbstschutz oder Verdrängung?
In der jetzigen Form berührt der Text mich nicht. Mir fehlt die Persönlichkeit der Autorin, sie ist nicht zu spüren. Es macht auf mich alles einen viel zu kalten, abgeklärten Eindruck, dabei bietet diese Geschichte genügend Potential für Gefühle.
Zwei Sterne für diese LP, mehr see ich da nicht.
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Das dunkle Ich
von Anne Lay am 11.12.2011
Zusammenfassend:
Nachdem ich jetzt eine Nacht darüber geschlafen habe, melde ich mich doch zu Wort: Der Text hat mich berührt, trotz des distanzierten, leidenschaftslosen Stils. Ich hätte weitergelesen, wenn die Leseprobe länger gewesen wäre. Die formalen Anmerkungen hatte ich schon als PN verschickt, der Blocksatz lässt sich zudem schnell ändern, wenn das gewünscht wird. Das Tempo, in dem der Werdegang der Protagonistin erzählt wird, ist bisweilen atemberaubend. Auch diese Atemlosigkeit kann als Stilmittel eingesetzt werden, wobei ich mich frage, ob ich selbst dieses Tempo ein ganzes Buch lang mithalten kann, wenn ich nach den ersten 16 Seiten schon Zeit brauche, dies zu verdauen. Die distanzierte Schreibweise deute ich als Versuch, die damaligen Ereignisse zwar zu beschreiben, aber sich diese eben dadurch vom Leib zu halten. Trotz oder gerade deswegen erreichen mich die Schilderungen. Oder ist es meine Sensationslüsternheit, die angesprochen wird? Auch 24 h später vermag ich darauf keine Antwort zu geben. Antworten oder Empfehlungen kann ich nicht geben, es ist zudem die erste Biografie, die ich rezensiere. Aber ich sehe noch Baustellen, für die ich einen Stern abziehe. Der Autorin wünsche ich Mut und die Kraft, dieses Projekt abzuschließen.
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wie ist es heute
von DidiNRW am 11.12.2011
Zusammenfassend:
Sie haben mich neugierig gemacht.Wieso fühle ich soviel obwohl Sie ohne Gefühlregung schreiben? Hätte gerne mehr gelesen.Nur Mut! Mein Interesse ist geweckt.
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Ungeschminkt
von MissGlueck am 10.12.2011
Zusammenfassend:
Aufgrund der Kürze der Leseprobe eine Zusammenfassung:
Das eine ist es, eine ungewöhnliche Biographie zu haben, einen ungewöhnlichen Lebensweg eingeschlagen zu haben. Das andere ist es, das sprachlich und inhaltlich so umzusetzen, dass man damit Leser gewinnen und überzeugen kann. Das eingangs erwähnte 'dunkle Ich' - es hat bei mir die Vorstellung erweckt, hier schriebe eine Frau, die zu ergründen sucht, weshalb sie aus einer inneren, aus einer ich-motivierten Sicht den Weg in die Prostitution gewählt hat. Binnen der ersten Seite wird jedoch klar, dass da ein Mädchen Opfer seiner Naivität wurde, und Opfer seiner familiären Umstände ist. Ich möchte nicht die Intention des Textes in Frage stellen, dass die Autorin damit versuchen mag, ihr Leben aufzubereiten. Das aber kann sie auch für sich selbst tun, muss es vermutlich sogar tun. Kaufen würde ich mir das nicht, ebenso wenig wie den Roman, der dieser Tage durch die Medien geprügelt wird und das Bekenntnis einer ehemaligen Kokain-Dealerin und Ex-Inhaftierten ist. Vor meiner Rezension hat mich das Profil der Autorin interessiert und ich bin dem Link zu Facebook gefolgt. Dort finde ich ein Adelswappen, eine Christel von Rothensteyn und die Erwähnung eines Projektes - dieses Projektes - bei neobooks. Vielleicht würde eine authentische, eine reale - eine wie steht da oben - ungeschminkte Selbstpräsentation der Autorin, gerne auch unter Pseudonym, eher helfen, dieses 'Projekt' zu verstehen und zu unterstützen. Mich überzeugt es bisher nicht. Dennoch oder gerade deshalb wünsche ich der 'Gräfin' viel Glück auf ihrem Weg zu einem Buch. Ich gebe drei Sterne zur Motivation.
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hätte ich das buch ...
von pepsi carola am 10.12.2011
Zusammenfassend:
... im laden angelesen, ich hätte es gekauft. deine leseprobe hat mich überzeugt. der inhalt verspricht eine spannende lebensgeschichte, dein schreibstil ist schnörkellos geradeaus. das mag ich. viel erfolg! lg pepsi
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Zu kurz diese Leseprobe
von AnkeD am 10.12.2011
Allgemeines/Grundthese:
Naive Göre vom Dorf kommt nach Amsterdam und ist geblendet vom Glanz und Glamour der Hurenwelt.
Aufbereitung des Themas:
Die Autorin will ihre Vergangenheit aufarbeiten, die sie als Adoptivkind und später als Hure verbracht hat. Auch wenn ich nicht weiß, wie lang dieses Buch werden soll, muss ich dennoch sagen, dass es alles etwas zu schnell geht. Vielleicht sollte sich die Autorin ein wenig mehr Zeit lassen, damit der Leser die Hintergründe für das, was noch kommen wird, besser verstehen kann.
Struktur:
Beginnend mit der Erkenntnis als 10-jährige, dass ihre Eltern nicht wirklich ihre Eltern sind, haut die Ich-Erzählerin mehrfach ab, hat ihr erstes sexuelles Erlebnis mit Johnny Wakelin, bis sie mit 13 Jahren in Amsterdam landet, wo sie geblendet vom Geld als Nutte endet.
Sprache/Duktus:
Da es sich um eine Biografie handelt, wird aus Sicht der Autorin erzählt. Einfache, gut lesbare Sprache mit vereinzelten Fehlerchen. Das mit den ein paar auf die Fresse bekommen am Beginn war für mein Empfinden etwas zu rüde, aber das ist natürlich Geschmackssache. Insgesamt noch nicht wirklich rund.
Zusammenfassend:
Ich habe diese LP gelesen und mich schon während der Lektüre gefragt, ob ich überhaupt eine Rezi dazu schreiben will und kann, denn ich weiß nicht so recht, wie ich diesen Minieinblick bewerten soll. Die LP ist ziemlich kurz, insgesamt noch nicht einmal 8 Seiten. Zu wenig für einen WB-Beitrag. Deshalb auch keinen Flieger von mir. Bei der Vergabe der Sterne tue ich mich ebenfalls schwer. Ich will jedoch den Mut der Autorin, ihr Leben hier aufzuarbeiten und offen zu legen, nicht schmälern. Für den Anfang 2.
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Das dunkle Ich!
von Rebecker am 10.12.2011
Allgemeines/Grundthese:
Die überaus traurige Geschichte ist ein schrecklicher Leidensweh eines kleinen namenlosen Mädchens, welches niemand haben und schon gar nicht lieb haben will...Von den leiblichen Eltern verstoßen, gerät sie in eine Adoptivfamilie, die es auch nicht gut mit ihr meint..Weggerannt, verstoßen, ungeliebt landet sie schließlich im Kloster der Schwestern der christlichen Liebe, deren Name der blanke Hohn ist, wenn man diese Geschichte gelesen hat und erfahren muss, dass Kinder dort keineswegs liebevoll betreut werden...da war sie zehn Jahre jung...Mit dreizehn haut sie ab nach Amsterdam und lernt Johnny kennen, mit dem sie ihr "erstes Mal" erlebt..Sie findet Unterschlupf in einer Jugendherberge und durch eine Freundin einen harten Job als Zimmermädchen...Auf der Suche nach Liebe und Zuneigung lässt sie sich immer häufiger auf Bekanntschaften mit Männern ein und saugt deren Aufmerksamkeit wie ein durstiger Schwamm auf...Mit Alkohol btäubt sie sich und spült das Gefühl der Scham weg.....
Aufbereitung des Themas:
Ein ungeliebtes Kind wird geboren und zur Adoption frei gegeben...Über ein nicht kindgerechtes Aufwachsendürfen gerät die Protagonistin in einen Strudel bestehend aus Selbstzweifel, Angst, Hoffnung, Freiheit und Prostitution, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint...
Struktur:
Über einen kurzen, prägnanten Prolog aus der Ich-Perspektive, welcher einen nachhaltig faden Geschmack in meinem Mund hinterlässt und mich sehr nachdenklich stimmt "Gefangene deiner selbst", gelangt der Leser zu den Erinnerungen eines 10-jährigen, unglücklichen Mädchens, das sich überall ungeliebt und fremd fühlt...Immer wieder versucht sie disem Teufelskreis des Nichtbeachtens zu entfliehen und flüchtet sich bereits in verdammt jungen Jahren in den Alkohol...
Sprache/Duktus:
Sehr klare, aussagekräftige Sprache...teilweise nahezu nüchtern und sachlich erzählt, ohne jegliche Gefühlsregung...und dennoch spüre ich den Tiefgang dieser Biografie, die mich vielleicht gerade wegen ihrer ungeschminkten Nüchternheit einen unheimlichen Tiefgang spüren lässt, der die rücksichtslose Wahrheit dieses Leidensweges ans Tageslicht bringt und mich völlig aus derselben...Mein Empfinden sagt mir, dass nicht ein einziges Wort in dieser Geschichte zuviel ist, sondern das alles hier nieder Geschriebene unbedingt gesagt werden muss...
Zusammenfassend:
Ich muss dieses Werk einfach empfehlen, weil es mich sehr stark beeindruckt hat und weil ich großen Respekt vor dieser Autorin habe...Normalerweise schaue ich bei Biografien erst einmal auf den preis, den der Autor für sein MS verlangt...Da es zum Nulltarif angeboten wird, wurde ich neugierig und bin froh, dass ich die wenigen Seiten gelesen habe....Liebe Gräfin, Du hast mit Deiner Lebensbeichte mein Herz berührt und ich zolle Dir meine Hochachtung für diesen eingeschlagenen Weg...die Vergangenheit aufzuarbeiten und um hoffentlich endlich zur Ruhe zu kommen...Aus dem Kurztext konnte ich entnehmen, dass Du mittlerweile deinen Beruf an den Nagel gehängt hast und vermutlich Deinen Platz im Leben gefunden hast....ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute und hoffe, dass dieses nicht Dein letztes Werk ist...Viel Glück und eine besinnliche Weihnachtszeit wünscht eine nachdenklich verbleibende Rebecker
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