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Countdown
von Anne Lay am 03.02.2012
Aufbereitung des Themas:
Ein Mann läuft durch die novemberkalten Straßen. Durch seine Gedanken bekomme ich Anteil an seinem Leben, seinen Plänen und seiner großen Niederlage. Düster, würde ich sagen, ist das Szenario schon, dunkel und rasant eher nicht. Die Perspektive von seiner Seite, die die langsame Zuspitzung vorantreibt, ohne dass zunächst klar ist, wohin die Reise geht, ist für mich ungewöhnlich und hält mich auf Distanz. Vielleicht auch, weil mir der Lebensentwurf dieser Bilderbuchfamilie so fremd ist.
Zusammenfassend:
Die Kurzgeschichte wirkt für mich fast wie ein Krimi verkehrt herum. Mir werden Motive präsentiert, ein Mensch, der ziellos durch die Straßen läuft, noch Zeit hat (wozu, bis zu welchem Ereignis?) und schließlich die Tat. Emotional nimmt mich die Geschichte nicht mit, vorstellen kann ich mir die Ereignisse, aufgrund der überwiegend ruhig gehaltenen Beschreibungen sehr wohl. Die Erfüllung der Kriterien müssen zum Glück andere bewerten. Ich wünsche dir viel Erfolg im Wettbewerb! LG, Anne
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Kurzschluss
von MissGlueck am 05.01.2012
Zusammenfassend:
Die Moralfrage mag ich mal außen vor lassen, da schenkt sich das Paar offensichtlich gegenseitig nicht viel. Interessanter finde ich die Beschreibung rund um Druck/Stress, welche der Hauptfigur das Leben schwer machen. Und die daraus sich entwickelnde Wut, das Ohnmachtsgefühl. Warum er allerdings seine Frau weder in flagranti noch eher in häuslicher Umgebung gerichtet hat, sondern mit großem TamTam in der Öffentlichkeit, das hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Muss es aber auch nicht, es sorgt ja schließlich für das große Finale in der Story. Klischees werden ja nicht ohne Grund zu Klischees - und nach eigener Erfahrung sind die Herren und Damen Berater in der Tat ein sehr spezielles Völkchen mit ganz eigenen Regeln - wie auch dargestellt. Sprachlich gefällt mir der 'Countdown' sehr gut. Spannend ist er ebenfalls :-) Ich wünsche viel Glück und Erfolg für den Wettbewerb :-)
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Aus und vorbei...
von Rebecker am 04.01.2012
Zusammenfassend:
Leider nur allzu realistisch dieser lesenswerte Beitrag um eine angeblich intakte Familie in ihrer kleinen, großen heilen Welt....Pustekuchen! ...Er ist ein egoistischer, schlagender und über den Kopf seiner Frau hinweg bestimmender Tyrann...dem ich ehrlich gesagt ein schlimmes Ende gewünscht hätte...Na ja, glücklich wird er nun auch nicht mehr, aber immerhin kann er künftig auf Kosten des Staates leben und hinter nordischen Vorhängen über sein eigensüchtiges, karrieregeiles und sowieso geiles Verhalten in der Vergangenheit nachdenken...Zeit wird er haben...Liebe Sanna, ein schöner Beitrag einer nicht ganz so trauten Bilderbuchfamilie...aber gut gemacht...Viel Glück für den Wettbewerb wünscht dir eine rachedurstige Rebecker
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Die Gier nach Karriere!
von Leeby81 am 04.01.2012
Struktur:
Den Switch zwischen Rotlichtviertel und den Gedanken von Wolfgang finde ich sehr gelungen. Während diese verlorene Seele von Club zu Club bummelt, erfährt der Leser häppchenweise, warum dieser Mann eigentlich so verstimmt ist. Zum Schluss kommt es dann zum grandiosen Finale.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist eher erzählerisch, was mir trotzdem sehr gut gefallen hat. Spnanung wird Stück für Stück aufgebaut. Besonders das Frankfurter Rotlichtviertel hast du mit einer imposanten Sprache beschrieben. Ich konnte mir die Lichter, die Nutten und versifften Straßen gut vorstellen.
Zusammenfassend:
Heile Familienwelt von wegen...! Der Mann setzt seine Frau unter Druck, schlägt sie und betrügt sie mit Bordsteinschwalben. Trotz der erzählerischen Sprache und der wenigen Dialoge konntest du mich an diese sehr lebhafte Geschichte fesseln. Auch wenn anfangs nicht viel passiert, liest man aus irgendeinem Grund immer weiter. Den Wechsel zwischen Rotlichtviertel und Gedanken Wolgangs halte ich für sehr gelungen. Die Geschichte endet mit einem Paukenschlag, den man nicht so erwartet hatte. Eines habe ich mich allerdings gefragt: Ist er am Anfang in einer Table Dance Bar oder in einem Bordell?
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Doch mine Fru die Isebill
von Silber am 03.01.2012
Zusammenfassend:
Da hat er alles, ist auf dem steilen Flug nach oben, aber die Frau Gemailin zieht nicht mit. Der Albtraum erfolgreicher Männer. Dieser hier greift zu altbewährten, wenn auch nicht gerade wohlgelittenen Erziehungsmethoden bei selbiger und bringt sie dazu, das zu tun, was er will, leider auch noch ein bisschen mehr davon, was ihm ein trauriges Ende einbringt. Gelungene Geschichte, gut dargestelltes Franklfurt bei Nacht.
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"Jeder ist seines Glückes Schmied"
von Lola_V_Abco am 03.01.2012
Zusammenfassend:
"Jeder ist seines Glückes Schmied" dachte ich, als ich die Geschichte zu Ende gelesen hatte. Wolfgang und Sandra haben ganz offensichtlich wenig Geschick beim Schmieden. Wolfgang hat einen unangenehmen Charakter, aber auch für Sandra verspüre ich wenig Sympathien. Ich frage mich, woher sie nach all den Jahren der Unterdrückung den Mut nimmt, eine neue Beziehung aufzubauen?
Ich wünsche Dir viel Erfolg bei dem Wettbewerb!
LG Lola Victoria
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Countdown
von LyFa am 03.01.2012
Zusammenfassend:
Eine spannende, düstere Geschichte, die die WB Kriterien erfüllt und mit einem wirklich unerwartetem Ende aufwartet. Ich hätte auf etwas ganz anderes getippt...Ja, wenn zu viele Enttäuschungen aufeinander kommen.Ich wünsche viel Glück im Wettbewerb.
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Countdown
von AnkeD am 03.01.2012
Zusammenfassend:
Ich muss schon sagen, rasant, super gut geschrieben mit einem überraschenden Ende. Da stören auch etwaige kleine Unstimmigkeiten nicht, die mir niemals aufgefallen wären, hätte ich nicht schon mal vorab in den anderen Rezis gespickt. Dafür gibt es von mir die volle Sternenzahl. Alles Gute im WB.
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Countdown
von vitello am 02.01.2012
Zusammenfassend:
Ich kann dir nur gratulieren, wie gekonnt du mich in diese düstere Geschichte hineingezogen hast. Mit jeder Seite steigerst du die Spannung und doch ist das Ende eine grosse Überraschung. Besonders Wolfgang Behrendt ist dir hervorragend gelungen. Ein gewaltbereiter Egozentriker im Mäntelchen des biederen, erfolgreichen Familienvaters. Sehr gut getroffen! Viel Erfolg damit!
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Unternehmensberatung
von YuutoNakamura am 02.01.2012
Allgemeines/Grundthese:
Etwas Allgemeines noch, hm, für eine Kurzgeschichte waren die Details mit den Erzählteilen gut ausgewogen.
Aufbereitung des Themas:
urban allemal, und auch realistisch, flott, hart genug, düstere City-Atmosphäre, und last but not least auch kriminell; minimale Detailkritik: Wenn Otello 2 3/4 Stunden dauert (und es um 19:30 Uhr beginnt, was ich vermute), dann bräuchten sie ggf. noch für den Weg aus dem Saal (ggf. mit längerem Applaus) und zum Mantel abholen ein paar Minuten länger, vielleicht eher 22:25 ... (aber das ist eigentlich auch egal)
Struktur:
In Frankfurt mit den Erlebnissen aus dem Ausland verbunden (ggf. könnte man hier noch ein Strukturelement einfügen, um die Städte noch klarer voneinander abzugrenzen)
Sprache/Duktus:
Eine flüssige Erzählung, gut vorstellbar, alles nachvollziehbar. Minimale Tippfehler (z.B. gekommen --> bekommen)
Zusammenfassend:
Frankfurt, nachts, Banken, Rotlicht, Unternehmensberater - das Verbrechen brodelt hinter der Fassade. Hier gibt es schon so manches Klischee, aber die Klischees sind hier durchaus zutreffend und gekonnt eingesetzt (Es könnte so passiert sein). Die angeführten Kleinigkeiten fallen bei dieser Tatentwicklungsgeschichte nicht weiter ins Gewicht und deshalb gebe ich hier 5*.
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global und Ressourcenallokation
von Ansgar am 02.01.2012
Zusammenfassend:
Dass ein gestandener Unternehmensberater zu den Stichworten "global und Ressourcenallokation" nicht auf Knopfdruck lossprudelt, halte ich fuer eine wuenschenswerte Maer (wuenschenswert, weil die meisten dieser Pfeifen brainwashed sind und sofort blubbern). Dass Sandra sich einerseits schlagen laesst, dann den Mumm zeigt, mit ihrem Tennislehrer ins Bett zu steigen, klingt einigermassen abenteuerlich. Soviel zum "Negativen". Ansonsten eine toll erzaehlte Story. Wunderbare Erzaehltechnik: Wolfgang, der wie ein Wolf (!) durch das naechtliche Frankfurt zieht (grandios beschrieben), dazwischen Rueckblenden zur verkorksten Praesentation und anderen Begebenheiten. Countdown, das erschliesst sich als Pointe erst zum Schluss, deshalb, weil Wolfgang eben nicht ziellos umherirrt, sondern ein ganz konkretes Anliegen hat...
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Cool!
von elenji am 02.01.2012
Zusammenfassend:
Ha, ich schreib so gern die erste Rezi! Gute, spannende Geschichte, die die WB Kriterien erfüllt, wenngleich es sich bei der Spannung hier eher um eine sehr atmosphärische Grundspannung handelt, als um eine linear ansteigende. Sehr dicht und atmosphärisch geschrieben, glaubwürdige Figurenzeichnung eines richtigen Arschloches (sorry ;0)) und ein konsequentes Ende - zumindest aus Sicht der Figur, für den Leser ist es durchaus überraschend. Prima gemacht, liebe Sanne: Alle Fünfe und viel Glück im WB!
Kommentar von Sanna am 04.02.2012
Hallo Anne, vielen lieben Dank für Deine Rezi! LG, Sanna