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Liza ist zu Besuch in Berlin. Am Silvester Abend entschliesst sie sich spontan eine Bekannte zu besuchen. Aber der Abend ergibt sich anders als erwartet....
Liza ist zu Besuch in Berlin. Silvester Abend, beschliesst sie spontan eine Bekannte zu besuchen. Aber in dessen Wohnung befindet sich nur eine 82 jährige Frau. Die Alte Dame lädt sie zu einem Kakao ein und wünscht sich nichts weiter, als dass sie bleibt.
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Handlung: Zu Besuch in Berlin, will eine junge Frau den Silvesterabend nicht allein verbringen. Sie entschließt sich zu einem Überraschungsbesuch bei einer Zufallsbekanntschaft. Dort trifft sie jedoch nur auf eine sehr alte, einsame Frau. In der Hoffnung, dass ihre Freundin noch erscheint, wartet sie eine Zeit lang. Es entwickelt sich eine merkwürdige Beziehung zwischen den beiden völlig unterschiedlichen Fauen.
Figuren: Liza, eine junge Frau aus Spanien, die das erste Mal zu Besuch in Berlin ist. Äußerlich ein wenig zur Punk-Szene neigend, entwickelt sich im Laufe der Geschichte ein Charakter, der sensibel und mitfühlend ist. Sie bringt es nicht über´s Herz, die alte Dame am Silvesterabend allein zu lassen. Lieselotte Pohl, eine einsame alte Frau, die offensichtlich in der WG nur noch geduldet ist, und deren Leben daher nur noch in ihrem Zimmer stattfindet. Erfreut über die Abwechslung wagt sie es sogar, ihre gesteckten Grenzen zu überschreiten, um Liza zum Bleiben zu bewegen.
Sprache/Duktus: Die Sprache ist so gewählt, dass aus dieser Geschichte eine absolut runde Sache wird. Die anfangs so unterschiedlichen Charaktere nähern sich übergangslos aneinander an, sodaß das Finale, in dem jeder auf seine Art glücklich ist, eine logische Folge ist. Dem Leser erscheinen die Gefühle von Liza und Lieselotte nachvollziehbar und glaubwürdig. Hierzu mag die Authenzität ihren Beittrag geleistet haben. Ein paar Kleinigkeiten tun dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Die Sprache der alten Dame stört ein wenig den Lesefluss. Eine Eingangsbemerkung, dass sie mit langgezogenen Vokalen spricht, mit ein zwei Beispielen wäre mir hier lieber. "Ich konnte mich nicht erinnern, in Berlin eine so alte Frau gesehen zu haben" und der Folgesatz klingen etwas merkwürdig. Würde ich weglassen. "Über dem Tisch hing eine Lampe, die von der Decke baumelte" ist doppelt gemoppelt. "Über dem Tisch baumelte eine Lampe von der Decke" klingt besser. Das sind aber wie gesagt nur Winzigkeiten.
Struktur: Die Struktur wird von der Handlung vorgegeben. Erwähnenswert ist allerdings die souveräne Darstellung in einem Mix aus Dialog und Handlung.
Zusammenfassend: Eine Geschichte die Hundertprozentig in mein Lieblingsschema passt. Ich mag menschliche Protagonisten, bei denen der Schwerpunkt auf ihrer Gefühlswelt liegt. Die Darstellung menschlicher Empfindungen mit ihren zig-fachen Facetten, gehört meiner Meinung nach zur Hohen Schule des Schreibens. Der Autorin ist der Spagat mit den unterschiedlichen Empfindungen von jung und alt gelungen. Diese Empfindungen in einem Finale, in dem jede der Figuren auf ihre eigene Art glücklich ist, zusammenzuführen ist das Tüpfelchen auf dem i. Sehr schade, dass einzelne KG hier nicht erwünscht sind. Du musst also nachlegen, Jerry. Am Liebsten weiter authentisch. Ansonsten muss halt die Fantasie ran. Ich freue mich auf was Neues, und habe Bleibtreustr. 12 gern als Referenz für meine eigenen Texte genommen.
Handlung: Eine junge Frau trifft auf eine alte Frau an Silvester, zufällig / Sie verbringen den Abend miteinander. Trinken und singen.
Figuren: Zu der alten Frau möchte ich Folgendes sagen: In diesem Alter, um die 80, wird es sicher sehr verschiedene Ausprägungen der körperlichen und geistigen Fitness geben. Von sehr krank und einsam bishin zu Frauen, die in diesem Alter noch Geschäftsführerinnen sind und noch - dem Alter entsprechend - aktiv und leistungsfähig (und sogar manchmal Altersrekorde im Sport aufstellen). Das Gespräch ist insofern ein Spezialfall einer scheinbar eher einsameren alten Dame, die ziemlich seltsam redet (das machen nicht alle alten Menschen!).
Sprache/Duktus: Freundlich-rührseliger Tonfall. Die Sprache der alten Frau wird auffällig in die Länge gezogen.
Struktur: Es handelt sich um eine einzelne Kurzgeschichte und nicht um eine Sammlung.
Zusammenfassend: Für mich eine Kurzgeschichte, die ein bestimmtes rührseliges Klischee bedient, das aber durchaus öfter anzutreffen ist, wenngleich nicht immer in dieser Form. - Gut, alles kann man natürlich nicht in eine Kurzgeschichte packen. Von mir 4* für eine gute Kurzgeschichte, die das Miteinander beleuchtet und den Aspekt des Zeit-füreinander-habens hervorhebt. / Für die Bewertung der Sammlung fehlen mindestens noch zwei (Leseproben von) Kurzgeschichten, sodass ich für die Sammlung leider (auch im Vergleich zu den anderen Romanautoren) bei 2* als Wettbewerbsbewertung bleiben muss, da hier nur ein erster Ansatz einer Sammlung vorliegt. Bei Präsentation von mind. 3 Leseproben von Kurzgeschichten/Inhaltsverzeichnis ggf. auch mehr Sterne möglich, denn bei einer Sammlung hängt es ja auch von der Mischung der Geschichten ab, die ich nicht beurteilen kann - selbst wenn ich glaube, dass die Autorin es kann und ihr viel Erfolg wünsche.
Kommentar von Jerry Deia am 03.02.2012
Lieber Yuutu, Wenn du glaubst dass ich es kann, dann freut mich das sehr! Vielen Dank auch zur Aufklärung der Regeln bei Kurzgeschichten: Mindestens drei. Na dann werde ich das demnächst mal tun. Vielen Dank!
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Handlung: Die Schauspielschülerin Liza will in der Silversternacht unangemeldet ihr Bekannte Verena besuchen, die in einem alten Haus in Berlin lebt... Doch statt der Freundin trifft sie auf eine alte Dame im Alter von 82 Jahren, welche sich ganz allein in der riesigen WG aufhält... nach einem liebevoll zubereiteten heißen Kakao und anfänglichem Zögern..., möchte sie die hinreißende Omi mit den schneeweißen, langen Haaren nicht enttäuschen... und entschließt sich zum Bleiben... In Sektlaune und zu Gitarrenmusik wird gelacht, getanzt und geschwebt... Für die beiden unterschiedlichen Frauen wird es eine unvergessliche Nacht... Für die alte Dame wohl die Schönste der vergangenen 30 Jahre...
Figuren: Liza, eine Schülerin der Schauspielschule Berlin, die keinen Schnee kennt, da sie in Spanien aufgewachsen ist... Lieselotte Pohl, eine allein stehende alte Dame, die durch Liza die Nacht der Nächte erlebt.... Ohoh, hoffentlich gibt es am Neujahresmorgen keinen Kater (lach)... Ich sah Liza mit der Gitarre in der Hand spielen und ich schwebte mit Liese beschwingt und beschwipst durch den Raum... Sehr schön gezeichnete Figuren...
Sprache/Duktus: ganz leichte, sanfte Sprache, sehr fließend zu Papier gebracht...
Struktur: Eine Sylvesternacht wird zum Dreh und Angelpunkt der Geschichte... Alles spielt sich in dieser einen Nacht in einer Berliner Altbau-Wohnung ab... mit nur zwei Personen... Dennoch war ich faszieniert von der Spannung, die ich erlebte...
Zusammenfassend: Eine hinreißende Geschichte einer Sylversterfeier der ungewöhnlichen Art... Eine, die mich für den Rest des Tages glücklich macht. Ich stapfte mit Liza durch den Schnee und mied den Fahrstuhl wie sie... Und ich hätte NICHTS anders gemacht... wäre bei dieser bezaubernden alten Dame geblieben und hätte genau so mit ihr das Neue Jahr begrüßt... Vermutlich würde ich sie noch immer besuchen... Liebe Jerry, deine Geschichte erzählt genau wie meine (du weißt schon...) von einer liebenswerten alten Dame, die ich sogleich in mein Herz geschlossen habe... und natürlich Liza, die ihr eine glückliche und unvergessliche Nacht bescherte... Eine wundervolle Idee verdient himmlisch viele leuchtende Sterne und den kleinen Flieger... Herzliche Grüße Rebecker
Kommentar von Jerry Deia am 27.01.2012
Oh Rebecker, Vielen Dank für diese sehr schöne Rezension. Solche Worte geben viel Freude! Ich wünsche dir viel Glück für den Wettbewerb!!
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Zusammenfassend: Das Buch gefällt mir sehr gut. Die Personen sind sympathisch geschildert und man taucht direkt in das Berliner Leben ein. Die Schilderung, dass jemand keinen Schnee kennt, war aus meiner Sicht nicht denkbar, aber sehr interessant, so dass man sich direkt in diese Person hineinversetzen musste. Und SCHÖN, dass man mal wieder etwas von den guten, alten Talking Heads hört... KAUFEN !!!
Kommentar von Jerry Deia am 25.01.2012
Vielen Dank für den Kommentar und die positive Bewertung!
Zusammenfassend: ...sang Stephen Stills, im Gitarrenduell mit Jimi Hendrix. America, Horse with no name, ausnahmslos schoen, wenn man einen amerikanischen, schier unendlichen Highway gen unbekannt lang faehrt. Berlin, 70er oder 80er Jahre, wenn ich mich nicht taeusche, eine Spanierin, die noch nicht ganz angekommen ist, und eine alte, einsame, demente Dame. An einem Sylvesterabend wird ihr etwas geschenkt, was sie seit Jahren nicht mehr erfahren hat: Aufmerksamkeit und Interesse. Von einer jungen Frau, die einen ausgelassenen Abend verbringen wollte. Das ist schoen. In unserer schnelllebigen Zeit haben wir verlernt, mit der Langsamkeit angemessen umzugehen, alte Menschen und ihre Erfahrungen einzubeziehen. Eine tolle Message, die man sich zu Herzen nehmen sollte. Warum aber zieht mich die Geschicht nicht in ihren Bann, warum entfaltet sich nicht ihr Charme? Wahrscheinlich, weil ich schon eine Weile keine Grosseltern mehr habe, meine Eltern auf dem Sprung sind, dieses Alter zu erreichen, ganz andere alltaegliche Probleme mein Leben beschaeftigen und ich mir die notwendige Hippie-Romantik nur in weinseligen Momenten goenne. Fazit: Gut geschrieben, Message angekommen, aber ein Thema, das mich leider -zur Zeit- kaum beruehrt.
Kommentar von Jerry Deia am 22.01.2012
Lieber Ansgar: Heute beschäftigten tatsächlich „ ganz andere alltägliche Probleme“ unser Leben. Aber du hast wenigstens noch den/einen Sinn in dieser Geschichte gesehen, selbst wenn du nix damit anfangen kannst. Das ist wie ein kleiner Regenschauer über die Sahara und muss für mich schon als Erfolg gelten. Und genau dazu ist diese Geschichte „auch“ da. Vielen Dank für die Rezension und die ehrliche Meinung.
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Handlung: Wie immer Klappentext lesen, möchte mich nicht wiederholen!
Figuren: Zwei Figuren stehen hier im Mittelpunkt. Die Ich-Erzählerin und die alte Dame. Ich finde, dass dir die Charakterisierung der alten Frau besonders gut gelungen ist. Die Ich-Erzählerin hingegen fand ich ein wenig gedankenlos in ihrem Handlungsmuster.
Sprache/Duktus: Genauso wie die Geschichte ist auch die Wortwahl sehr einfach gehalten. Noch nicht ganz vollkommen dein Erzählstil, da ich über die ein oder andere Formulierung gestolpert bin. Hier 3 Beispiele: 1. "Wohnt hier Verena Schuster?" Ich grinste verunsichert. Mmh also wenn ich verunsichert bin, dann grinse ich nicht im Gegenteil ich fühle mich unwohl. 2. Sie musterte mich nachdenklich, so als ob ich ein bizarres Insekt sei. (Fand ich persönlich nicht ganz stimmig diesen Vergleich. Vielleicht besser "Sie musterte mich neugierig, so als ob ich von einem anderen Planeten kommen würde.) 3. "Aaalle sind se weg" sagte sie mit ihrer prononcierten Sprache.....(da du einen sehr schlichten Erzählstil verwendest sticht so ein Wort wie "prononciert" natürlich sofort heraus und fällt auch aus der Reihe) Das sind natürlich jetzt ganz persönliche Eindrücke von mir, deswegen hoffe ich, dass du dich nicht gegen den Kopf gestoßen fühlst. Es bleibt dir überlassen, ob du sie in deiner Überarbeitung berücksichtigst oder nicht. Nach so viel Meckerei muss ich dir aber auch ein Lob für die Atmosphäre aussprechen. Die halte ich nämlich für besonders gelungen. Auch die Dialoge haben mir sehr gut gefallen. Irgendwie fand ich die Redensart der Alten sehr sympathisch.
Zusammenfassend: Eine atmosphärisch und vor allen Dingen leise erzählte Geschichte. Sprachlich sind mir ein paar Fältchen aufgefallen, aber das passt ja gut zur alten Frau. Den Inhalt fand ich überzeugend. Es muss ja nicht immer Krachbumm sein, damit es gut ist und man es gern liest.
Kommentar von Jerry Deia am 22.01.2012
Herrje....jetzt krieg ich aber ein auf ´n Deckel....psychologisch, war gemeint....(nicht psicho)!
Kommentar von Jerry Deia am 22.01.2012
LEEBY 2 „Anderer Planet statt Bizarres Insekt“ hört sich vielleicht auch besser an. Nein, ich fühl mich nicht vor den Kopf gestossen, besonders nicht, wenn man die Dinge so nett und aufbauend ausspricht wie du. Ich finde dass auf dieser Plattform viele Profis unterwegs sind...Und ich will umbedingt lernen....Deshalb einen grossen Dank an dich für dein bemerken einiger „Fältchen“ und deine Interessante Rezension!
Kommentar von Jerry Deia am 22.01.2012
LEEBY 1 Hallo Leeby: Schöne Rezi! Bringt mich zum Nachdenken: Wenn du verunsichert bist, grinst du nicht? Nun, ich habe hier ja nicht dich beschrieben, sondern mich (Und bei gewisser Verlegenheit, grinse ich wirklich...Psichologisch gesehen: fühlt man sich wohl wie ein Depp und versucht es auf diese Art runterzuspielen) Vielen Dank für die Anregung zum Wort „prononciert“, da hast du wohl recht und ich werds auch wieder herausnehmen.
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Zusammenfassend: Ein schöner Silvesterabend den du uns hier schilderst. Angenehmer, ruhiger Erzählstil, passend zu dieser Geschichte. Zwei eigentlich Unbekannte, die sich verstehen und zusammen einen schönen Abend verbringen. Eine gefühlvolle Geschichte, die du lieb zu Papier gebracht hast. So etwas "Ruhiges" mag ich auch mal gerne lesen. LG Marion Brüning scottcr1
Kommentar von Jerry Deia am 21.01.2012
Liebe Marion, So etwas "Ruhiges" ist glaube ich, hier und da mal nötig. Ich lese gern Schümmelfeder, Schümmelfeder liest gern Marion Brüning, deshalb bin ich jetzt auch gespannt auf die "Einsicht"....Ha, so finden sich Texte und Leser. Deine positive Meinung zu dieser Geschichte, hat mich erfreut, vielen Dank!
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Zusammenfassend: Geschichten, in denen menschliche Erfahrungen reflektiert werden, haben mich immer interessiert. Jerry Deia liefert mit ihrer sensiblen Geschichte "Bleibtreustraße" ein gutes Beispiel für eine literarische Tradition, die in Deutschland fast ausgestorben scheint. Nur sehr wenige Autoren beschäftigen sich noch mit den elementaren Grunderfahrungen des Menschen. "Einsamkeit" ist eine solche Erfahrung". Jerry Deia hat das Thema gut behandelt. Verständlicherweise lässt sich aus diesem Stoff keinen atemberaubender Spannungsbogen gestalten. Aber die Grundbotschaft - ein Mensch Anteil nimmt am Erleben eines anderen Menschen - wurde überzeugend in Szene gesetzt. Dafür vergebe ich gerne 5 Sterne. Weiter so!
Kommentar von Jerry Deia am 21.01.2012
Vielen Dank Erhard, dass Du diese Geschichte gelesen hast. Vielen Dank für Deine Meinung und die gute Bewertung.
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Zusammenfassend: Eine wunderbare kleine Geschichte, mit viel, viel Feingefühl und sehr gekonnt zu Papier gebracht. Wie es bereits unten schon einmal steht, zwei Generationen, die sich vorsichtig annähern und dabei Gemeinsamkeiten feststellen. Die Personen sind wunderbar in Szene gesetzt, man sieht sie förmlich vor dem geistigen Auge agieren. Ich wünsche der Autorin, dass sie noch viel mehr Rezensionen bekommt. Alles Gute. P.S. Ich habe nach dem Lesen erstmal die alten America-Scheiben vorgeholt.
Kommentar von Jerry Deia am 19.01.2012
Liebe/r Sabata: (das klingt ja spanisch!)...Vielen Dank für diese netten Worte. Es freut mich, dass dir die Geschichte gefallen hat. Und ja...diese Platten...Die habe ich auf meinem Tisch "ganz vorne" liegen. Lieben Gruss! Jerry
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Zusammenfassend: ....schöne, einfühlsam erzählte Geschichte. Man fragt sich, ob sie erlebt oder "nur" ausgedacht ist. In einem mit Freude zu lesenden Erzählstil wird der Leser Beobachter eines ungewollten Generationentreffen, das beiden Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Eine sehr feinfühlige und bildhafte Sprache, die viel Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen erkennen lässt. Mir hat´s gefallen. Tolle Kurzgeschichte...
Kommentar von Jerry Deia am 07.01.2012
Die Adresse stimmt natuerlich nicht, GRINS....in der Bleibtreu. bin ich geboren.
Kommentar von Jerry Deia am 07.01.2012
Lieber HP: Vielen Dank! Mich freut es, wenn es Dir gefallen hat. Die Story habe ich erlebt. Sogar die Wohnungseinrichtung stimmt haargenau und auch die Beschreibung des Herrn Sell und alles andere, ist real. Erst nachdem ich “Kathedrale” von R. Carver las, eine faszinierend menschliche Geschichte, fand ich den Ansporn das hier zu schreiben. Herzlichen Gruss von Jirina
Handlung: Eine ziemlich junge Frau will am Silvesterabend eine kaum/wenig bekannte andere ziemlich junge Frau besuchen. Als Überraschung. Ohne weiter Überlegung macht sie sich auf dem Weg. Bei der angegebenen (!) Adresse angelangt, findet sie aber nur eine ziemlich alte Frau vor. Es scheint eine Art Wohngemeinschaft zu sein... die ziemlich alte Frau, die ziemlich junge Frau und ein nur erwähnter Herr Sell. Die Handlung ist bescheiden. Wohnungstür - Küche - Wohnzimmer... Reden. Die ziemlich junge Frau schafft es nicht, einfach wieder zu gehen. Die ziemlich alte Frau ist froh über jede Abwechslung. Es wirkt ein wenig wie betreutes Wohnen und die Wärter sind abgehauen. Zum Schluss sind beide ziemlich angetrunken.
Figuren: Eine ziemlich junge Frau als Besuchende. Eine ziemlich alte Frau als Angetroffene. Herr sell als Abwesender.
Sprache/Duktus: Lesbar. (Hier müssen mindestens 50 Zeichen hin, Mehr als die o.g. weiss ich aber nicht.)
Struktur: Glatter Handlungsverlauf. Keine Komplikationen. Ende nahezu mit Anfang identisch.
Zusammenfassend: Sinn und Zweck nicht erkennbar. Als Selbstzweck durchaus, aber für wen? Handlung weder geplant, noch erwünscht. Eventuell (!) aufkommende Spannung durch seltsame (?) Frau verpufft bald, da nichts hinzukommt. Am Ende ist alles so vorhanden, wie schon am Anfang, zuzüglich einem mittleren Haufen Worte. Statt dessen alles rein gefühlsbetont. Vermutlich ein klassischer Frauentext. Von Frau - für Frau. Was die vielfachen Mehrfachvokale sollen, erschliesst sich anscheinend nicht aus dem Text. Andererseits, wie bereits erwähnt... betreutes Wohnen. Ich weiss nicht, wozu dieser Text geschrieben wurde.
Kommentar von Jerry Deia am 07.01.2012
Leider hats Dich nicht erreicht......Vielen Dank!
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Zusammenfassend: Eine Geschichte der leisen Töne, die wie auf Zehenspitzen daherkommt. Die Autorin versteht es meisterlich, das Tempo zu verlangsamen und dabei den Text ausgesprochen intensiv wirken zu lassen. Die Begegnung zweier weit auseinanderliegender Generationen, ihre Annäherung, wird hier wunderbar stimmig in Szene gesetzt. Das Leben der alten Frau läuft beim Durchblättern der Fotosammlung wie ein Film ab. Toll dargestellt, wie sie durch diese Zufallsbekanntschaft aus ihrer Lethargie erwacht. Eine ziemlich schräge Wohngemeinschaft übrigens, die sich da gebildet haben muss. Ich glaube, die wäre eine weitere Geschichte wert. Liebe Jirina, mit deinem Werk "Der Ausländer" hast du mich schon einmal verzaubert, das ist dir jetzt wieder gelungen. Ich wünsche dir viel Erfolg mit deiner Geschichte und noch viele, viele tolle Rezensionen. Liebe Grüße, Udo
Kommentar von Jerry Deia am 07.01.2012
Lieber Udo! Das wir uns gegenseitig gern lesen erfreut mich! Vielen Dank, immer wieder, für Dein Einfühlen und die netten Kommentare! Jirina P.S Was sich so alles in WGs finden lässt ist manchmal unglaublich.
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Zusammenfassend: Sehr, sehr feine Geschichte. Ich durfte diese Erzählung bereits vor einiger Zeit lesen und sie hat auch bis heute nichts an Charme eingebüßt. Die Autorin versteht ihr Handwerk, baut einen soliden Spannungsbogen auf und hält den Leser bis zum Schluß im Ungewissen. Die Figuren sind klasse dargestellt, facettenreich und menschlich. Die Geschichte spielt in Berlin - ein weiterer Pluspunkt...treibe mich dort häufig herum :-) Hat mich mal wieder gefreut, und in diesem Sinne wünsche ich der verehrten Kollegin viel Erfolg mit der Bleibtreustraße 12! Beste Grüße Mathias
Kommentar von Jerry Deia am 05.01.2012
.....Huch!....Wer ist hier Martin? LIEBER MATHIAS! Entschuldigung...hab den Tag noch nicht so richtig im Auge...
Kommentar von Jerry Deia am 05.01.2012
Lieber Martin, Was machst Du denn in Berlin? Gibst Du Konzerte? Deine Meldung hat mich ganz doll gefreut! Auch Dir, Beste Gruesse! Wir lesen uns, gelle? Ji
Handlung: Wie das Leben so spielt - oder nach dem Motto: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Die Protagonistin Liza will eine Freundin, Verena, besuchen und landet stattdessen bei einer betagten und ganz offensichtlich einsamen Mitbewohnerin dieser recht bunt zusammengewürfelten Wohngemeinschaft, um schließlich mit ihr Silvester zu feiern. Der Ausgangspunkt der Handlung mutet indes etwas unrealistisch an. Es käme wohl kaum jemand auf die Idee, einem Freund oder einer Freundin an einem Silvesterabend einen Überraschungsbesuch abzustatten; denn die Wahrscheinlichkeit, dass der-/ diejenige nicht zu Hause ist, ist doch ziemlich groß, zumal bei jungen Leuten. In dieser Hinsicht verhält Liza sich etwas weltfremd. Tatsächlich trifft sie Verena nicht an, sondern stattdessen bei der 82-jährigen Frau Pohl, welche die unerwartete Besucherin gar nicht mehr weg lassen will. Am Ende wird Verena geradezu durch die alte Dame ersetzt.
Figuren: In dieser Geschichte treten zwei Figuren auf, einmal die Protagonistin Liza, dann Frau Pohl, die unerwartete Gastgeberin. Deren Sprache wird so authentisch wie möglich dargestellt; doch mir persönlich ist nicht ganz klar, worauf genau die Autorin mit den lang gezogenen Vokalen anspielt.
Sprache/Duktus: Die Sprache ist fesselnd und man kann kaum erwarten zu erfahren, wie diese unerhörte Begebenheit ausgeht. Die Autorin sollte indes etwas mehr auf die Orthografie achten, namentlich auf die Verwendung von ß und ss und des Kommas. Wenn man sich auf die Lektüre einlässt, ist man bereit - zumindest erging es mir so -, auch im Stile eines Mystery-Films einen ganz überraschenden Schluss zu erwarten. Am Anfang sind alle Möglichkeiten offen.
Struktur: Es handelt sich um eine Kurzgeschichte, die aus einem einzigen Handlungsstrang besteht. In einzelnen Schritten (Marianne Rosenberg, Fotos) nähern sich beide Protagonistinnen einander an, bis die eigentliche Freundin Verena schließlich fast vollständig in den Hintergrund tritt und verblasst.
Zusammenfassend: Die Geschichte ist durchaus lesenswert. Sie fesselt. Es lässt sich indes nicht ausschließen, dass der Leser einen Mystery-Knalleffekt erwartet und am Ende etwas enttäuscht ist; aber das wäre llein sein Problem.
Kommentar von Jerry Deia am 05.01.2012
INGO 2 Aber ich habe den Eindruck, dass Dir die Story doch noch gefallen hat. Vielen Dank für diese, sehr ausführliche Rezension!
Kommentar von Jerry Deia am 05.01.2012
INGO 1 Hallo Ingo, Der Mensch denkt und Gott lenkt...Was für eine schöne Formulierung! Zu Deinen Fragen: Manche Menschen nehmen es mit den Verabredungen/ Einladungen nicht so genau. Ist der eine nicht da, geht man zum nächsten. Bei uns damals, war das so. Und die langgezogenen Vokabeln waren tatsächlich die Aussprache der alten Dame. Habe einen spanischen PC, kein SZ, etc...manchmal schwer damit Kurzgeschichten zu schreiben...Erste Seite: Strasse.... Kommas, ein Desaster...
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Zusammenfassend: Was für ein wunderschönes Kleinod! Ich bin ja bekennender Fan von Jerry Deia und freue mich daher sehr, endlich etwas Neues vor die Brille zu bekommen. Die etwas andere Party zu Silvester wird hier geboten, aber nicht minder stimmungsvoll. Die Figuren (Ich-Erzählerin und die alte Dame) werden sehr warmherzig, niemals kitschig gezeichnet. Wie sie sich allmählich annähern und einen - auch feuchtfröhlichen - Jahreswechsel begehen, das wird in bester Erzählkunst dargeboten. Am Rande: In dieser Geschichte auch Marianne Rosenberg zu begegnen, hat mich höchst amüsiert, musste die Gute doch erst unlängst in einer meiner Geschichten mit genau jenem Song für Stimmung sorgen... Last but not least möchte ich hervorheben, dass hier keine "Muttersprachlerin" schreibt. Das - und wie sie es tut - finde ich auf das Äußerste bemerkenswert. Verbeugung!
Kommentar von Mart Wolff am 21.01.2012
Ich freue mich wie Bolle, den Beitrag heute Abend auf Platz 1 zu entdecken. Da gehört er hin! Congrats, what ever may happen!!! Herzliche Grüße, M.
Kommentar von Jerry Deia am 05.01.2012
Liebe Mart, Dir habe ich die "Abrundung" dieser Geschichte zu verdanken. Und trotzdem hab ich geschludert....Verzeih mir! Ganz großen Dank für Deine grosse Hilfe und Unterstützung. Mir hat es grossen Spass gemacht und ich freue mich aufs Nächste. Jirina
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Zusammenfassend: Es ist Silvester 2011, Neujahr 2012, 01:34 Uhr. Und ich bin dieser schönen, leisen Geschichte begegnet. Eine jener Geschichten, die einen so versöhnt und friedlich zurück lassen. Liebe Jerry Dela, ich heiße übrigens Pohl. Heike Pohl. Und ich tu es LSAnderson nach und trinke mein Glas auf die Autorin. Und auf Frau Pohl und dieses wunderschöne Lied from a horse with no name. Alles Gute für 2012 :-))
Kommentar von MissGlueck am 21.01.2012
21.01.2012 - und die Bleibtreustraße hat Platz 1 erreicht. Ein schönes Zeichen für das neue Jahr. Egal, wer und was da nun kommen möge, ich freue mich sehr, dass leise Töne gehört werden. Noch immer. Und immer auch wieder :-)
Kommentar von Jerry Deia am 01.01.2012
Liebe Heike Pohl! Auch ich habe ein Glas auf Frau Pohl getrunken und werd heut noch eins auf Dich trinken! Vielen Dank und auch Dir: Alles Gute für 2012.
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Zusammenfassend: Es ist Silvester 2011, 23 Uhr und ich bin an dieser netten, stimmungsvollen und auch ein wenig rührenden Silvestergeschichte hängen geblieben. Sie ist so schön erzählt, so tadellos geschrieben, wie ich es hier selten gefunden habe. Ich hebe mein Glas auf die Autorin!
Kommentar von Jerry Deia am 01.01.2012
Ein Prost auch auf Dich, LS. A! Vielen Dank und Alles Gute für 2012!
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Kommentar von Jerry Deia am 20.02.2012
Maestro 2 ******* Werde also das nächste Mal mehrere Erzählungen hochladen. Ich freue mich auf deine neuen Texte! (Mh...sogar ein Roman ist mit dabei!) Ich werde es lesen, sobald diese hartnäckige Grippe mich endgültig verlässt. Ganz herzlichen Gruss! J
Kommentar von Jerry Deia am 20.02.2012
Maestro 1 ****** Lieber Maestro, Vielen Dank für diese „zart beobachtete“ Rezension! Die langgezogenen Vokabeln werd ich verkürzen, da es viele Leser erwähnen. Absolut richtig: die Lampe! Oh Gott, fällt mir zum erstenmal auf....(Gut beobachtet!) Ja. Ich dachte: 30 Seiten Roman-Leseprobe seien equivalent zu einer 30 Seiten Erzählung. Ist aber nicht so, und bin erstmal aufgeklärt worden.