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Ein Täterprofil vor der Tat
von MarionBecker am 26.02.2012
Allgemeines/Grundthese:
Tochter verpasst dem 86jährigen Vater eine Frau, die sich um ihn kümmern soll. Er sieht dies als Bevormundung. Ausserdem ist ihm die Frau unsympathisch.
Aufbereitung des Themas:
Die Autorin zeigt, wie man jemanden, der nicht der typische Mörder ist, so zermürben und reizen kann, dass er nicht nur auf dumme Gedanken kommen, sondern tatsächlich zur Tat schreitet.
Struktur:
Die Autorin lässt uns Gerd Vollmer, den zweifachen Witwer und Kriegsveteran als risikoscheu, mürrisch, eigenbrötlerisch und gegenüber seinen Ehefrauen unterdrückerisch kennenlernen. Er ist einer von denen, die man nicht unbedingt mit Sympathie überhäufen will, denen man aber keinen Mord zutraut.
Sprache/Duktus:
Eine Mischung aus Erzählung und Introspektion. Ich habe den Eindruck, dass ich den Protagonisten kennen gelernt habe.
Zusammenfassend:
Mir hat diese Geschichte gut gefallen. Die Idee, quasi ein Täterprofil vor der Tat vorzulegen, finde ich sehr spannend. Das ist für mich das Highlight der Geschichte. Obwohl kein Blut geflossen ist, fehlte außerdem nicht die Spannung. Ich war gespannt, wie der Mann die Nachbarin los werden würde. Er hat das ja dann auch eiskalt über die Runde gebracht. Nur eins hat mir gefehlt: Was hat er denn in den Schnaps getan?
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Vorsorge statt Fürsorge?
von Olaf_L am 06.02.2012
Allgemeines/Grundthese:
Eine kleine, gemeine Geschichte über eine überfürsorgliche Nachbarin und ihr Opfer - oder wer ist hier wessen Opfer?
Aufbereitung des Themas:
Ein Krimi zweifellos, und die 'Dynamik' passt sicher gut zum Alter der Protagonisten ...
Struktur:
Streng chronologisch und - bis auf die letzte Seite - immer aus der Sicht der Hauptfigur erzählt. Ein passendes Stilmittel, da es hier ja wohl eher darum geht, auf welche Weise die Hauptfigur zu seiner Tat getrieben wird, als um die Tat selber.
Sprache/Duktus:
Eher gemächlich - um nicht zu sagen gemütlich - erzählt, was zum Protagonisten passt; hätte meiner Einschäzung nach sogar noch etwas 'altväterlicher' sein können.
Zusammenfassend:
Wie gesagt: Eine gelungene kleine Charakterstudie. Hauptproblem ist meinem Eindruck nach die Figur des 'Opfers'. Mit jener Frau Stolz konnte ich nichts anfangen; worum geht es ihr eigentlich? Ist sie wirklich überfürsorglich? Dazu taugt ihre Charakterisierung als Kinderschreck kaum. Ist das pure Bosheit? Dazu ist sie eigentlich nicht gemein genug. Als Erbschleicherin oder so was taugt sie offenbar auch kaum. Ein Kontrol-Freak? Ich werde nicht schlau drauß! Auch ist es (glücklicherweise) nicht gar so einfach für Kinder, ihre alten Eltern in ein Heim zu stecken, als dass sich jener offenbar noch recht rüstige Rentner davon schrecken lassen müsste.
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blutarm, trotzdem so gut!
von Mephista am 01.02.2012
Allgemeines/Grundthese:
Das Leben könnte doch so schön sein, wären da nicht diese Zipperchen und eine aufdringliche Nachbarin, die einfach nicht die Finger vom Allerheiligsten lassen will.In zunehmendem Maße geht unserem Gerd Vollmer die, von der Tochter zur Aufsicht beauftragte Nachbarin auf die Nerven und er heckt einen Plan aus.
Sprache/Duktus:
In angenehmer, unaufdringlicher und trotzdem ausgesprochen schön formulierter Sprache nimmt uns die Autorin mit und lässte uns gekonnt Einblick nehmen in den etwas schrulligen alten Kriegsveteranen, der sich mehr als nur bedrängt fühlt.
Zusammenfassend:
Nachdem ich im Forum von Neobooks nach einer Beschreibung gesucht habe, die erklärt, was denn die Grundvoraussetzungen für einen Krimi sind, darf ich nun kräftig kopfnickend behaupten, dass nicht immer Blut, Mord und Kriminalogen erforderlich sind, um dem Genre zu entsprechen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Der Autorin darf ich mit diesem gelungenen Beitrag alles Liebe und Gute wünschen, vorallem viel Erfolg im laufenden Wettbewerb!
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Welches Gift war denn drin?
von Stefanie Maucher am 25.01.2012
Sprache/Duktus:
Sprachlich konnte mich die Geschichte voll und ganz überzeugen. Las sich flüssig und gut und bis auf kleine Flüchtigkeitsfehler konnte ich nichts finden, worüber ich hier meckern müsste.
Zusammenfassend:
Ein paar Kleinigkeiten hab ich gefunden, die ich bemängel, aber insgesamt fand ich die Geschichte sehr gelungen. Man hatte den alten Mann gut vor Augen, dem es den Rest gibt, daß die unerwünschte Nachbarin auch noch seinen Schnaps wegtrinkt, nachdem sie ihm den Aufenthalt in seiner eigenen Wohnung ohnehin schon zur Hölle macht.
Die Kleinigkeiten sind: Man hätte doch einen mobilen Pflegedienst damit beauftragen können, ab und an nach dem Alten zu sehen. Und die Tochter ist nicht konsequent: Mal dreht sie am Rad, wenn ihr alter Herr nur ne Stunde allein spazieren geht (obwohl sie ihn bis dahin relativ bedenkenlos alleine wohnen ließ), ruft dreimal an, aber am Ende beunruhigt es sie kein bißchen, die mit der "Pflege" beauftragte Person ewig nicht mehr erreichen zu können. Sie ist ein wenig enttäuscht, widmet sich aber seelenruhig ihren Eheproblemen...
Ich verstehe, daß das notwendig war, um zu diesem Ende zu kommen, welches mir auch super gefallen hat (Fliegen und so), aber dann hätte sie anfangs vielleicht nicht ganz so energisch gezeichnet werden dürfen.
Finalerweise bleibt mir nur noch, viel Glück zu wünschen und neugierig zu fragen: Was hat er denn reingemischt, in den Schladerer?
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Der alte Mann und das... Nachbarmonster!
von elenji am 23.01.2012
Zusammenfassend:
Was ist es denn nun? Mord oder Beihilfe zum unbeabsichtigten Selbstmord? Frau Rechtsanwältin, bitte aufklären! Sehr schöne und schön geschriebene Geschichte, in der es in meine Augen um weit mehr geht, als nur einen Krimi. Es geht darum, was aus einem (gemacht) wird, wenn man einmal in das Alter kommt, in dem einem andere nicht mehr zutrauen, das Leben selbst in der Hand zu haben. Nach einem langen, selbstbestimmten Leben ein bitter Schlag gegen das Selbstbewusstsein und das Selbstbild. Sehr einfühlsam und nachvollziehbar geschrieben und anrührend komisch. Spannend, düster und urban? Hm - nicht wirklich. Aber eine gute Geschichte, die großen Lesespaß gebracht hat. Deshalb vier Sterne und alles Gute für den Wettbewerb!
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Der alte Mann und die Wärterin
von volkerhesse am 20.01.2012
Zusammenfassend:
Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin den Frust des Kriegsveteranen, der durch die von seiner Tochter - sicher in guter Absicht - engagierte Aufpasserin hervorgerufen wird. Tatsächlich fängt man an, mit dem Mann zu leiden. Ich konnte es mit bildlich vorstellen, wie die alte Vettel mit einer Tupperschüssel in der Hand und einem im höchsten Falsett gekrähten "Guten Morgen" den Alten in Unterhosen erwischt. Klasse beschrieben! Daran ändert auch nicht die eine oder andere Interpunktion oder, dass "Plan B" eigentlich die zweite Alternative beschreibt. Egal.
Sehr liebevoll gemacht und sehr schwarz im Ende!
Viel Grlück im Wettbewerb!
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Ein Weltkrieg und zwei Ehefrauen
von Engel333 am 19.01.2012
Allgemeines/Grundthese:
Tolle Geschichte eines alten mannes, der sich gegen die Bevormundung seiner Nachbarin wehrt. Ich fürchte, solche Fälle gibt es tatsächlich mehr als genug. Über die Lösung musste ich herzhaft lachen, auch wenn sie tragisch endet. Der Erzählstil hat mir besonders gut gefallen.
Zusammenfassend:
Mir hat besonders gut das Klack, Klack, Klack und Tock, Tock, Tock gefallen, während der alte Mann die kasseler Straßen abmarschiert, um von diesem Monstrum von Frau Nachbarin wegzukommen. Ab einem gewissen Alter scheint man wirklcih ausgeliefert zu sein, das wurde in der Geschichte besonders gut rübergebracht! Sehr schöne Geschichte! Viel Glück beim Wettbewerb.
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Aufdringliche, diebische Nachbarin
von Alexx am 16.01.2012
Zusammenfassend:
Zunächst hat man für den alten, etwas brummigen Herrn so recht kein Verständnis, ABER von Zeile zu Zeile wächst die Sympatie. Nicht nur seine Ruhe, nein auch die Privatsphäre und dann auch noch sein Schladerer wird ihm von der allzu aufdringlichen Nachbarin geklaut - da hört sich doch Alles auf. Die Situation spitzt sich bis zum Unerträglichen zu und.....der so "gefolterte" alte Herr sinnt auf Befreiung.
Der Spannungsaufbau ist gut gelungen.
Man kann offenbar auch einen spannenden Krimi schreiben, ohne dass am Ende das große Blutbad kommt.
LG Alexx
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;)
von Sanna am 16.01.2012
Zusammenfassend:
Über diese Geschichte und insbesondere über Gerd musste ich schmunzeln. Sprachlich gut gemacht führt die Erzählung zu Gerds Befreiung von Frau Stolz - man nehme sich vor diesem alten Herrn in Acht! Die WB-Kriterien sind fast alle erfüllt, nur düster fand ich es ganz und gar nicht :) ... aber das ist das Problem der Jury. Mir gefällt die Geschichte als solches und ich drücke ganz fest die Daumen für den WB! LG, Sanna
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dauergewellte Betonfrisur
von herby101 am 16.01.2012
Zusammenfassend:
Zu dieser Story gibt es nicht viel zu sagen. Sie spricht für sich. Ganz tolle Erzählstruktur.
Lebensechte Personen und lebensechte Gedanken. Sehr gut eingeflochtene Details und gutes Spannungspotential (... gelingt ihm der Befreiungsschlag?)
Zu dieser Geschichte drücke ich die Daumen und wünsche viel, viel Erfog beim Wettbewerb.
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Aufrecht gehen
von Erhard Schümmelfeder am 16.01.2012
Zusammenfassend:
"Er konnte noch aufrecht gehen, wenn auch am Stock, nur die Augen spielten nicht mehr so richtig mit." Mit diesen Worten wird Gerd, die Hauptgestalt in Frau Silbers Geschichte, treffend beschrieben. Die Beschreibung pass auch auf mich zu. Solchen Typen ist ALLES zuzutrauen. Für diese finstere Story vergebe ich reinen Gewissens 5 Sterne.
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kein Krimi nach klassischem Muster
von Mona Frick am 15.01.2012
Zusammenfassend:
einen Krimi stellt man sich anders vor, mit Tat, Analyse und Auflösung des Mordes bzw. Raubes, also wird eigentlich dem Krimi-Genre nicht ganz entsprochen. Das soll die Jury klären.
Geschrieben ist der Text sehr gut, die Handelnden sind gut beschrieben, die Gedankengänge nachvollziehbar. Erfreulich finde ich auch die "Blutarmut" des Krimis. Einen halben Punkt ziehe ich aber ab für die Vorhersehbarkeit der Tat. Man ahnt es von Anfang an, wie es enden wird.
Auch wird der Weltkrieg und die beiden Ehefrauen ein oder zweimal zu oft zitiert. Ansonsten mag ich den Text und den "Opa" und seinen Plan sehr. Viel Erfolg!
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Einfach umwerfend gut
von nena am 14.01.2012
Allgemeines/Grundthese:
Wenn der Typ auf dem Cover Gerd Vollmer sein sollte.... dann traue ich ihm alles zu.
Das Cover passt wie die Faust aufs Auge zu der Geschichte. Ich habe sie morgens beim Kaffee gelesen und mich köstlich amüsiert. Die Geschichte ist wunderbar aufgebaut, sehr menschlich und gut nachvollziehbar. Beide Charaktere sind gut gezeichnet, vor allen Dingen die von Gerd Vollmer. Diese Figur war mir von der ersten Zeile an ans Herz gewachsen. Wie soll ein so "harmloser alter Mann" in Ruhe seine Zeit verbringen, wenn es der dummen Tocher und der "lieben"Nachbarin" nicht gefällt.
Diese Geschichte könnte so oder etwas anders passieren.... jedem von uns, oder?
Zusammenfassend:
Handwerklich sehr gut gemacht, nachvollziehbar und der Aufbau ist fließend.
Viel Glück beim Wettbewerb.
Diese Geschichte ist ein MUSS, dafür 5 leuchtende Sternchen
LG Nena
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Wer nervt und stiehlt, ist selbst schuld, wenn…
von ArnoldAndreas am 14.01.2012
Allgemeines/Grundthese:
Die Idee zu dieser Story ist originell und in ihrer Ausführung lebensnah zugleich. Es passiert kein brutaler Mord. (Das gefällt mir schon mal.) Von der weit entfernt wohnenden Tochter wird des alten Gerd Vollmer nervige Nachbarin Renate Stolz beauftragt, sich um den Vater zu kümmern, da er partout nicht nach Jever ziehen wollte. Schön wird seine sich steigernde Abneigung gegen jene Xantippe beschrieben, die schließlich von seinem Schladerer Obstwasser nascht und gar noch Scheinchen vom Ersparten stielt. Nein, zum Mörder wird er nicht… (Sehr düster ist der Krimi freilich nicht.)
Im Fall einer Veröffentlichung würde ich – ehrlich gesagt – den Titel noch mal überdenken!
Aufbereitung des Themas:
Gerd Vollmer (86 Jahre; mit 17 Kriegsverletzung in Stalingrad ) // seine Tochter (deren Mann und missratener Sohn) // Renate Stolz (Nachbarin)
Der alte Vollmer mit seinen Schrullen und seinem Begehren nach Eigenständigkeit ist gut vorstellbar beschrieben. Das gilt auch für die Nachbarin Renate Stolz. Z.B. S.5: „Dieser Blick, der umrahmt war von grauen, in alle Richtungen abstehenden, dauergekrausten Zwirbellocken, jagte ihm eisige Schauer über den Rücken.“ Ein gelungener Vergleich S.11: „Wie ein Blutegel hatte sie sich an ihm festgesaugt und würde ihr Opfer niemals mehr loslassen.“ Die teils negative Zeichnung der Tochter, ihres Mannes und Sohns halte ich nicht zwingend für notwendig.
Struktur:
Die Konzentration der Shortstory auf im Wesentlichen zwei Akteure finde ich angemessen, weil das Raum schafft, um die schrittweise Steigerung seiner Abneigung gegen die aufdringliche Nachbarin zu schildern, somit seinen Entschluss „reifen“ zu lassen. Sinnvoll kurz gehalten ist das Wirken der Tochter und ihrer Familie, ist freilich für den Gesamtaufbau der Geschichte unverzichtbar. Mitunter könnten mehr eingeflochtene kurze Dialoge Vollmer – Stolz die Story noch beleben.
Sprache/Duktus:
Der teils sachliche, teils lockere Erzählstil imponiert mir, weil er zur Geschichte passt und zumeist recht natürlich wirkt. Hübsch auch, Geräusche des Gangs sprachlich erlebbar zu machen. Z.B.: S.9: „Und so fing er an, sich einen Plan auszudenken. Dabei half ihm das rhythmische Abschreiten seiner Runde. Dieses Klack, Klack, Klack seiner Schuhe auf dem Asphalt, ergänzt durch das Tock, Tock, Tock seines Stockes versetzten ihn fast in Trance.“ (aber Komma nach „Stockes“!) // Schön auch S.13: „Aber dann hatte er sich an die alte Kriegsweisheit erinnert: Töte den Feind, sonst schießt er dir in den Rücken.“ // S.13 „…Dank der vielen Fußmärsche“ > dank //
Paar Formulierungen empfehle ich zu überdenken. Kaum Korrekturbedarf, auffällig nur Getrennt- und Zusammenschreibung:
S.4 „nahe gelegt“ > nahegelegt // „dahingeschieden“ (klingt etwas antiquiert) // S.5: „wie sie ihn…“ ? ihm // „würdigen Aufgabe“ (kann eine Aufgabe würdig sein?) // S.6 „vorbei zu bringen…“ > vorbeizubringen // „weiter ging“ > weiterging // S.8 „diese Aussicht reichte zum Verstummen“ (??) // „…das Zepter bei den Frauen…“ (?) // S.9 „… erschreckte sich …“ > erschrak // „…diese Frau los zu werden“ > loszuwerden (auch S.11) // S.10 „…brauchte er seiner …gar nicht erst kommen.“ > brauchen mit „zu“ > zu kommen // S.12 „…ließ neben seinen Beinen…“ (besser: außer) // S.12 „…da sei, der auf ihn Acht gebe“ > Acht gibt oder achtgibt / „…mit einem Notfallknopf versorgen …“ (versorgen?) //
Zusammenfassend:
Vielleicht ist die Idee in der Krimi-Literatur nicht ganz neu. Aber wie sie hier erzählt, in eine Geschichte gepackt wird, halte ich für gelungen. Auch wenn hier und da eine Formulierung überdacht werden sollte, habe ich in stilistischer Hinsicht einen guten Gesamteindruck. Wirklich originell finde ich die Idee: Was kann der alte Vollmer dafür, wenn… Positivum: Unterhaltsam auch ohne Abschlachten und Gemetzel! Eine schöne Botschaft hat die Geschichte: Nerve nicht und klaue nicht, sonst richtest du dich womöglich selbst! (ethisch astrein)
Trotz geringfügigen Überarbeitungsbedarfs entscheide ich mich für 4,5 Leuchtkörper, runde auf und wünsche dir viel Erfolg beim Wettbewerb.
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Unterschätze nie das Alter
von Heike Wolter am 13.01.2012
Zusammenfassend:
Oh ja ... Menschen wie Frau Stolz dürften die "Freude" vieler Betroffener sein. Ich kann sie nicht leiden, die feiste Dame ... und gönne ihr insgeheim, was passiert. Eine Geschichte, wie sie im wirklichen Leben garantiert auch passieren könnte. Gut und flüssig geschrieben, die Charaktere klar und sauber gezeichnet. Streetview hat auch genug Futter bekommen ... und außerdem hat's mir kurzweilige Minuten des Lesens verschafft. Ob der Spannungsfaktor der Jury ausreicht, vermag ich nicht zu beurteilen ... ich fand's jedenfalls richtig gut. Also bleibt mir nur, für den Wettbewerb die Daumen zu drücken und meinen kleinen Sternchenobulus dazulassen. Liebe Grüße, Heike :o)
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86
von YuutoNakamura am 13.01.2012
Zusammenfassend:
1978 gab es im Spiegel mal etwas zu Digitalis-Überdosen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40693812.html Für mich etwas zu langweilig und vorhersagbar für einen flotten Krimi (Ein alter Mann wird drangsaliert und will wieder seine Ruhe haben). / Kinder können alte Menschen nicht einfach in Heime stecken und bevormunden, und Nachbarn dürfen auch nicht einfach fremde Wohnungen gegen den Willen der Person betreten. Ob er da nun 20, 50 oder 86 ist, spielt gar keine Rolle. Wenn er die Polizei rufen würde, würde die ihm ganz schnell seinen Schlüssel wieder zurück geben. Warum ruft er nicht einfach die Polizei an? Da müsste er gar keinen Mord begehen. Klar, die Geschichte übertreibt da absichtlich etwas, aber ein echtes Mordmotiv fehlt eigentlich, auch wenn ihm sein Obstwasser heilig war.
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Wie im wahren Leben
von Jutta Wölk am 13.01.2012
Zusammenfassend:
Ich hasse Dragoner wie Frau Stolz, die sich in die Angelegenheiten andere einmischen, sich "Hilflosen" gegegnüber wie Diktaroen aufführen und sich auch noch ihrer Habseligkeiten bedienen. Aber solche gibt es, und ich kann nur hoffen, dass mir im Alter so etwas nie passiert. Sollte es dennoch dazu kommen, habe ich ja, dank der Autorin, schon einen vorgefertigten Plan, den ich dann nur noch umsetzen muss.
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Super!
von scottcr1 am 13.01.2012
Zusammenfassend:
Die Unterhaltung ist hier gegeben. Mein erster Gedanke war, das ich eine Selbstschußanlage hinter die Tür gebaut hätte, um die Ziege los zu werden. Die urbane Seite hast du geschickt mit einfliesen lassen. Wirklich gut gemacht und manchmal musste ich richtig schmunzeln. Ach je, nischt einfach gute Rezensionen zu Kurzkrimis zu schreiben: schließlich will man ja nicht verraten. :-)) LG Marion Brüning scottcr1 und natürlich viel Glück im Wettbewerb.
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Das ist doch einen Asbach uralt wert (oder so)
von Alegra am 13.01.2012
Zusammenfassend:
Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mir die Situation richtig vorstellen. Ein bisschen mehr wörtliche Rede hätte ich noch schöner gefunden, aber die Idee an sich verdient schon den vollen Sternensegen. Einfach köstlich (auch wenn der Herr lieber Obstwasser trinkt). Ich denke, jeder Leser kann Gerd verstehen und wird ihn nicht allzu hart verurteilen, obwohl er es faustdick hinter den Ohren hat. Einige Fragen, die ich mir gestellt hatte (Auswechseln des Türschlosses, Pflegedienst usw.) wurden beantwortet. Ein gelungener Beitrag! LG und viel Glück für den Wettbewerb! Alegra
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Mit 86 ist noch lange nicht Schluss
von Nelli am 13.01.2012
Zusammenfassend:
Eine sehr raffinierte Story, über die ich mich ganz köstlich amüsiert habe. Wenn man zwei Weltkriege überlebt, steht man auch ganz was anderes durch. Astreiner und flüssig zu lesender Text. Gefallen haben mir auch die gut gezeichneten Charaktäre, in die man sich sehr gut einfühlen kann. Eine Geschichte die fünf Sterne verdient. Viel Glück für den Wettbewerb. LG Nelli
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Richtig gut
von LyFa am 13.01.2012
Zusammenfassend:
Richtig gut, Gerd gefällt mir, er lässt sich nicht unterkriegen. Altenheim nein danke und wen ihm da die Tochter als Aufpasserin vor die Nase setzt...das geht gar nicht. Im Prinzip ist die liebe Renate ja auch selber schuld. Die bildhafte Beschreibung der Charaktere ist herrlich. Frau Stolz kommt mir irgendwie bekannt vor....
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Klasse
von patza am 13.01.2012
Zusammenfassend:
Einen Weltkrieg und zwei Ehefrauen hat er überlebt, dann wird er das Übel mit Namen Stolz auch noch überleben. Absolut gelungene Geschichte, bei der mir der Schreibstil besonders gut gefallen hat. Ich drücke die Daumen und wünsche viel Erfolg im Wettbewerb.
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Auf Frau Stolz bin ich gar nicht stolz!
von Leeby81 am 12.01.2012
Zusammenfassend:
Ich würde sagen bei Schladerer Obstwasser hört die Freundschaft auf. PROST! Ich finde deine Geschichte klasse. Eine wirklich dicht erzählte Story. Zwar sind die Dialoge rar gesät, aber dein stiller und interessanter Erzählstil gefallen mir gut. Irgendwie fand ich den alten Kriegsveteran mörderisch niedlich. Einzig die ganzen Straßennamen bei seinen täglichen und immer länger werdenden Spaziergängen haben mich gestört. Da ich mich in Kassel nicht auskenne, konnte ich damit nicht viel anfangen. Ingesamt klack klack tock tock schüttel ich mal 5 Sterne aus meinem Spazierstock.
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Subtile Spannung
von Ulder am 12.01.2012
Zusammenfassend:
Ein Krimi auf leisen Sohlen, aus dem mit Absicht die Geschwindigkeit herausgenommen scheint und der den Leser mit seiner subtilen Spannung mehr und mehr einfängt. Mit präziser Sprache wird man durch die Handlung geführt und leidet mit dem armen Gerd mit, der einen einsamen Kampf gegen das drohende Altersheim und Bevormundung führt. Als dann auch noch sein Schladerer Obstbrand immer weniger wird, ist das Maß verständlicherweise voll. Mehr als einmal denkt man, 'nun zieh dem Besen doch eins über', aber nein, das ist hier viel eleganter, weiblicher gelöst. Eine Geschichte, die ohne plakative Gewalt auskommt und trotzdem rabenschwarz ist, ebenso wie der versteckte Humor darin. Mir hat es sehr gut gefallen, gerne gebe ich dafür alle Sternchen und wünsche viel Erfolg im Wettbewerb.
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Der rüstige Rentner
von Coccinella am 12.01.2012
Allgemeines/Grundthese:
Zwei Sachen, liebe Silber, sind mir aufgefallen. Zum einen schreibst du, dass der Ehemann der Tochter ein Versager ist und dann etwas später liest man, dass er erfolgreich ist. Natürlich ist die Aussage "Versager" eine Einschätzung von Gerd, aber trotzdem bin ich als Leser darüber gestolpert. Die andere Sache ist, dass du mehrmals wiederholst, dass Gerd einen Kopfschuss in Stalingrad erlitten hat. Aufgrund der Kürze des Krimis kann der Leser das so schnell nicht vergessen. Vielleicht hättest Du eine andere Umschreibung verwenden können.
Sprache/Duktus:
Der Krimi liest sich angenehm leicht und schnell. Sehr gut gelungen sind die Beschreibungen seiner Tochter und seines Schwiegersohns. Man merkt förmlich, wie sehr die Familie ihm am Herzen liegt :)
Zusammenfassend:
Wunderschön, einfach herrlich und endlich mal ein Krimi, den man abends vor dem Schlafengehen lesen kann, ohne Albträume zu bekommen. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen und bekommt natürlich einen vollen Sternenhimmel. Viel Glück für den Wettbewerb.
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Schladerer Obstwasser!
von Rebecker am 12.01.2012
Zusammenfassend:
Der sympatische 86-jährige, verwitwete Kriegsveteran Gerd Vollmer lebt zufrieden allein in einer gemütlichen 2-Zimmer Wohnung in Kassel. Mit großer Leidenschaft schreibt er seine Kriegsmemoiren aus der Zeit in Stalingrad...Seine weit entfernt lebende Tochter sorgt sich um sein Wohlergehen und besorgt ihm die resolute, übel riechende und äußerst unangenehme Renate Stolze als Betreuerin, die in seinem Wohnhaus direkt über ihm lebt...und welche ihm fortan das Leben zur Hölle macht :-( nicht nur, weil sie ihn bevormundet, demütigt und bestiehlt, sondern auch weil sie wie ein ekeliger Blutegel an ihm haftet...Während eines ausgiebigen Spazierganges hat Gerd eines Geistesblitzes zufolge...und vielleicht auch wegen des einen oder anderen kleinen, getrunkenen Schladerer Obstwassers, eine grandiose Idee, die mir ein überaus freudiges und verständnisvolles Lächeln auf mein Gesicht zauberte :-) Liebe Ev, mit sehr viel Wortwitz und Charme hast du hier einen überaus genialen Beitrag zum urbanen Wettbewerb geliefert, der meine Hochachtung verdient... Ein sehr sympatischer älterer Herr bekommt von seiner um ihn besorgten Tochter eine äußerst unangenehme Zwirbellocken-Schnepfe als Feldwebel vorgesetzt, die ihm seinen Verstand, seine Lebensfreude und auch noch das Schladerer Obstwasser raubt...das kann nicht gutgehen...da sinne ich als Leser schon auf grausame Rache (grinserle) ...Toller, grauer, nicht ganz düsterer Schmunzelkrimi, der mir trotz des leicht tragischen Ausgangs für eine bestimmte Person riesigen Spaß bereitete und den restlichen Tag versüßen wird...Prost! ...Wünsche dir für den WB ganz viel Glück. Herzlichst, deine Rebecker :-))))
Kommentar von MarionBecker am 26.02.2012
Das habe ich doch glatt überlesen. Oder nicht kapiert.
Kommentar von Silber am 26.02.2012
Liebe Marion, herzlichen Dank für die sehr schöne und ausführliche Rezension! Es war das Digitalis von Seite 13 Mitte, das er aufgrund des guten Trainings nicht mehr einnehmen musste!