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Immer besser
von Scott am 14.04.2012
Zusammenfassend:
Ich habe schon die vorherige Version bewertet, deshalb fasse ich mich an dieser Stelle kurz:
Du hast an der Story gearbeitet, das merkt man sofort. Alleine das Thema ist schon mitreissend. Die Sicht des kleinen Konstantins macht das Ganze noch eindringlicher. Hervorragend herausgearbeite Charaktere und eine unglaublich gut eingefangene Atmosphäre im Chicago der 50er.
Dieses Werk sollte auf jeden Fall veröffentlicht werden, gerade weil das Thema Rassismus nach wie vor brandaktuell ist!
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Ja, bitte!
von Schlauchen am 14.04.2012
Zusammenfassend:
Ich habe dieses Werk gestern Abend gelesen und muss sagen, danach war an Schlafen kaum noch zu denken. Diese Geschichte ist eine von diesen Geschichten, die einen nicht mehr loslässt, über die man noch hinterher grübelt und die einen von innen heraus packt. Charaktere: Toll! Die Rückblenden sind super gelungen, die Themenwahl finde ich super (ich lese gerne auch in diese Richtung)...
Bitte, ich habe nichts auszusetzen, ich spreche gerne die Empfehlung und gebe fünf Sterne dazu! :-)
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Ein Werk, das gedruckt werden sollte!
von Lisa Leiteritz am 13.04.2012
Zusammenfassend:
Aus Zeitmangel - wegen des bald ablaufenden Wettbewerbs - habe ich es (leider!!) nur geschafft, dass erste Kapitel zu lesen. Aber das hat mich schon begeistert! Tolle Rückblenden und Träume, wunderbare Figurenbeschreibungen und Charakterzüge, eine flüssiger Stil, der einen gar nicht mehr merken lässt, dass man eigentlich liest und super ausgewählte Beispiele, die auf die Zeit hinweisen, in der die Handlung spielt (der junge Elvis Presley, Plattenspieler, Fernseher Emerson 610). Außerdem die Behandlung des heiklen Themas der Rassentrennung in der Zeit um 1955 haben mich gelockt und beeindruckt. Ich werde auf jeden Fall weiterlesen (ich möchte ja auch Mr. L (noch besser) kennen lernen^^) und möchte dir sagen, dass mir ein Werk wie deins in meiner neobooks-Sammlung noch gefehlt hat. Vielen Dank dafür! Viel Erfolg auf dem Lektorentisch! VlG, Lisa
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Wichtiges Thema
von Liana am 12.04.2012
Handlung:
Es ist schon so viel darüber geschrieben worden, dass ich mich hier auf folgende Bemerkungen beschränken möchte: Die Geschichte spielt in den 50ern ist aber brandaktuell. Wenn ich in der Zeitung lese, dass ein weißer Wachmann einen jungen Schwarzen erschießt, weil der einen Kapuzenpullover trägt und erst auf massive Medienberichte hin ein Verfahren gegen den Wachmann eingeleitet wird, dann könnte die Geschichte um Konstantin auch heute spielen.
Figuren:
Ich will mich hier auf Konstantin beschränken, der m. E. mit viel Liebe gezeichnet ist. Als Leser konnte ich mich gut in ihn hinein versetzen und mitfühlen. Auch die Annäherung an den weisen Mr. Lee ist sehr schön in Szene gesetzt.
Sprache/Duktus:
Locker, leichte Erzählstimme mit vielen stimmigen Bildern, die gut durch die Geschichte führt. M. E. muss der Autor aufpassen, nicht zu flapsig zu schreiben. Das sollte den Dialogen vorbehalten bleiben.
Es sind mir einige Rechtschreibfehler und Fehler in der Zeichensetzung aufgefallen. Einge Bilder sind auch etwas schief. Mir fällt jetzt nur der Magen ein, der rumort wie eine Fabrik.
Das sind allerdings Dinge, die durch ein professionelles Lektorat behoben werden können.
Zusammenfassend:
Wie ich schon unter "Handlung" ausführte, beschäftigt sich die Geschichte mit einem sehr wichtigen und immer aktuellen Thema: Rassismus. Verpackt in eine mal spannende mal anrührende Geschichte! Gerade, dass hier nicht gepredigt wird, und der Autor nicht versucht, uns Toleranz mit der "dichterischen Keule" einzubläuen, sondern im Plauderton erzählt, verstärkt die Wirkung.
Wegen manch sprachlicher Unebenheiten müsste ich einen Stern abziehen. Ich tue es trotzdem nicht, weil die Story mehr als fünf Sterne verdient hätte. Diese geschichte könnte ich mir gut als Schullektüre vorstellen. Ich wünsche die viel Erfolg damit. LG Liana
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Und dann das hier...
von Andreas Krusch am 12.04.2012
Zusammenfassend:
Mehrere Wochen habe ich nun hinter mir bei Neobooks, Wochen voller Vampire, Dämonen, mit Viren infizierter Teenager und Schwertkämpfern unter fremden Sonnen... und nun das hier. Eine Geschichte aus dem Amerika der 50er. Die meisten Dämonen hier sind weißhäutig, der Virus dieser Zeit nennt sich Rassismus... Der Autor führt uns leichtfüssig in diese Welt hinein, erzählt uns eine anrührende und spannende Geschichte um Freundschaft, Verständnis und Toleranz. Er zeigt uns interessante Schicksale und erschafft selbst mit Kleinigkeiten große Atmosphäre. Ich habe Respekt vor einem Autor, der nicht auf der Mainstream-Fantasy-Vampir-Mystery-Welle mitsurft, sondern den schwereren Weg geht, historische Realität für uns so lesbar und frisch zu verpacken. Ich drücke ihm alle Daumen, die ich finden kann!
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Wichtiges Thema
von Sabata am 09.04.2012
Zusammenfassend:
Also mir hat die Leseprobe sehr gut gefallen. Der Autor nähert sich einem wichtigen und schwierigem Thema mit einer gut zu lesenden, angenehmen Sprache. Er bringt witzige Vergleiche, die der Geschichte einen eigenen Klang geben. Die Atmosphäre des Amerika der damaligen Zeit kommt sehr gut rüber und auch die Hauptfiguren sind sehr schön gezeichnet. Ich wünsche dem Autor und seiner engagierten Geschichte viel Erfolg im Wettbewerb.
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Hin- und hergerissen
von Regina Mengel am 07.04.2012
Handlung:
Zur Handlung wurde schon viel geschrieben, deshalb gehe ich jetzt nicht näher darauf ein. Der Plot gefällt mir gut. Allerdings stolperte ich an einigen Stellen, weil ich mir nicht sicher bin, ob diese inhaltlich korrekt sind.
Aufgefallen ist mir der Fernseher - Anfang der 50er Jahre besaßen noch kaum Amerikaner einen Fernseher, erst Ende des Jahrzehnts gab es beinahe flächendeckend in den Haushalten Fernseher (knapp unter 90%, wenn mich Google nicht belogen hat). Ich tat mich demnach schwer zu glauben, dass die Familie Coleman Mitte der 50er Jahre bereits einen Fernseher hatte - zudem ein 'Erbstück'. Da es nicht undenkbar ist und Leeby das wohl auch recherchiert hat (sonst wüsste er sicher nicht die Marke des Gerätes zu benennen) fehlt mir die Erklärung dahinter. Ist der Großvater reich gewesen? Aber warum leben die Colemans dann in dieser schlechten Gegend.
Auch der Verkehrslärm machte mich stutzig. So laut, dass die Jungen sich kaum miteinander unterhalten konnten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Mitte der 50er schon so schlimm war, ich lasse mich aber gern eines besseren belehren.
Irritiert haben mich die kursiv gesetzten Rückblicke. Da hätte ich es als besser empfunden, wenn hier das Plusquamperfekt verwendet worden wäre - zumal sie manchmal zeitlich hin und her sprangen, so dass die chronologisch Einordnung nicht immer schlüssig war.
Figuren:
Ich weiß gar nicht, wie ich es annahmeverträglich rüber bringen soll. Für mich, bitte ganz subjektiv verstehen, bleiben sie blass. Ich habe lange darüber nachgedacht woran das liegt. Ich glaube mein Problem liegt in der Distanz, die die Erzählweise bei mir hervorruft. Ich kann den Figuren kaum folgen, weil sie mir so wenig von sich preisgeben - natürlich schreibt Leeby umfangreich über die Gefühle - aber ich spüre sie nicht. Teilweise liegt das daran, dass die Gefühle zwar aufgeschrieben sind, aber das Erleben nicht beschrieben wird. Wie fühlt sich Angst, Verzweiflung oder etwas anderes an? Beispiel: "Der Verzweiflung nahe blickte er abwechselnd den Mechaniker und seine Mutter an, ..." Das ist alles zu dem Thema, erst eine ganze Seite später, bei der Beerdigung weint der Junge. Dazwischen wird beschrieben wie das Leben weitergeht und es werden einige Rückblicke eingeschoben. Die Gefühle des Jungen, die Verzweiflung, die Trauer, die Angst, das Starksein müssen für die Mutter, das kommt mehr am Rande vor.
Die Geschichte ist in einem relativ berichtenden Stil geschrieben, die mich auf Distanz hält. Genau das hat aber wieder auch einen gewissen Charme, obwohl ich es teilweise als zu kindlich empfinde, wie der Junge denkt. Dann gibt es wieder Teile, die ich als zu hochgestochen empfinde. Es klingt immer ein bisschen wie ein Tagebuch, dass hintereinander das Geschehen abhandelt.
Insgesamt sind die Figuren für mich nicht richtig stimmig, es finden sich diverse Widersprüche, z.B. fühlt sich Konstantin in seinem Viertel total wohl, aber einige Absätze später, will er irgendwann mal fort aus diesem Viertel.
Sprache/Duktus:
Der lakonische Erzählstil, der teilweise wie ein kindliches Tagebuch klingt, ist nicht ohne Reiz. Manchmal gefiel er mir sehr gut, dann wieder konnte ich ihn nicht aushalten. Am Anfang hätte ich mir etwas früher das Einsetzen von Dialogen gewünscht, um die Geschichte etwas voranzutreiben, so dümpelt es schon ziemlich dahin. Wenn nach 20 Seiten noch immer nichts Wesentliches passiert ist, ist das meiner Meinung nach zu spät, weil dann die Gefahr besteht, dass der Leser aussteigt. Was schade wäre, weil der Autor etwas zu sagen hat. Der Tod des Vaters, könnte man einwenden, ist doch schließlich ein wesentliches Ereignis. Ja, stimmt, aber durch den berichtenden Erzählstil und die, wie unter Figuren beschriebene, mich gefühlsmäßig nicht mitnehmenden Figuren, geht dieser Teil der Geschichte in Beschreibungen des allgemeinen Lebens irgendwie unter.
Was mich richtig gestört hat, sind die Tempusfehler . Da stehen sie gerade (Seite 10) mit Lu am Grab des toten Vaters und im nächsten Absatz lädt der Vater Lu in der gleichen Zeitform zum Essen ein. Da braucht es das Plusquamperfekt - unumgänglich.
Außerdem gibt es viele falsche Bezüge. Manchmal wirkt der Text dadurch unfreiwilig komisch. Wenn zum Beispiel (Seite 14) Konstantin "jede Bewegung seines Vaters beobachtet hatte, während er den beiden jungen Männern ihre körperlichen Grenzen aufzeigte." Ich glaube kaum, dass Konstantin den Männern ihre Grenzen aufzeigte, das hat wohl sein Vater erledigt. Statt des 'er' wäre hier ein 'dieser' notwendig gewesen. Leider ziehen sich die fehlerhaften Bezüge wie ein roter Faden intensiv durch den gesamten Text.
Die Dialoge klingen für mich teilweise etwas hölzern.
Struktur:
Bis auf die gelegentlichen Rückblicke scheint sich die Geschichte chronologisch linear aufzubauen. Leider gelingt es dir nicht durchgängig die Erzählperspektive einzuhalten. Ich setze mal voraus, dass Konstantin der Erzähler sein soll. Immer wieder rutschst du aber auch in die Gefühlswahrnehmung von anderen. Ein wenig skuril empfand ich das auf Seite 17 bei den letzten beiden Absätzen. Hier rutscht du zunächst in die Perspektive des Obdachlosen, um dann aber im zweiten Absatz ab dem zweiten Satz mittels eines Bezugsfehlers zurück in die Perspektive des Jungen zu springen.
Zusammenfassend:
Ich glaube der Plot, der hinter dem Text steht, ist sehr spannend und interessant. Was es mir schwer macht, weiter zu lesen, ist für mich die fehlende Nähe zu den Figuren und der Erzählstil, der es mir persönlich unmöglich macht, das Ganze mitzuerleben - ich empfinde es als (unterhaltsamen) Bericht, der aber nicht in der Lage ist, mich dauerhaft zu fesseln. Ich würde mir mehr Gefühl wünschen und unbedingt zu einer Überarbeitung mit Hinblick auf Bezugs- und Tempusfehler raten. Aber wie immer, es handelt sich um eine subjektive Wertung - und, wie ich schon sagte, auf der anderen Seite hat diese etwas lakonische, distanziertere Erzählperspektive auch einen gewissen Charme. Es gibt sicher Leser, denen genau das gefällt. Ich wünsche dir viel Glück für den Wettbewerb.
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Rassismus
von Silber am 04.04.2012
Handlung:
Zwei Aussenseiter im Amerika der fünfziger Jahre treffen sich. Trotz verschiedener Kulturzugehörigkeit und völlig unterschiedlichem Alter freunden sie sich an. Die Freundschaft wird belastet durch den masssiven Rassismus, der damals in Amerika (vielleicht nicht nur dort) stark ausgeprägt war.
Figuren:
Natürlich Konstantin, der durch die Geschichte führt, hin zu Mitch, der sich einen bitterbösen Streich ausdenkt, passend zur Umgebung in einem unfreundlichen Akt gegen Mr. Lee Young-Jun, der sich trotzdem mit Konstantin anfreundet, auch wenn diese Freundschaft von Anfang an belastet ist.
Sprache/Duktus:
Klare offene Sprache ohne Schnörkel, witzige frische Vergleiche (ich fand die Sprachbilder im Gegensatz zu einigen Vorgängern außerordentlich gelungen), auch ein paar Fehlerchen, die untergehen in dieser tollen Geschichte
Struktur:
Chronologisch, beginnend kurz vor dem Tod des Vaters und mit einigen Rückblicken, die geschickt eingebaut wurden
Zusammenfassend:
Eine wichtige Geschichte, heute wie damals. Wie der Rassismus dargestellt wird im Chikago der fünfziger Jahre ist brilliant und ich frage mich, woher der Autor diese Bilder im Kopf hat, die er da beschrieb. Das war alleine schon eine tolle Recherche und 5* wert. Ich bin begeistert und gebe dafür natürlich eine Empfehlung ab. Viel Glück im Wttbewerb!
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Eine wichtige Geschichte - heute wie damals
von Jonathan Severin am 04.04.2012
Handlung:
Die Handlung wurde von den vorherigen Rezensenten schon ausgiebig und sehr gut beschrieben (hervorragend Arnold Andreas!), deshalb hier nur in Kuerze: Eine spannende Thematik - heute so aktuell wie damals in der 50er Jahren. The clash of the cultures findet nicht nur zwischen Orient und Okzident statt, sondern auch ganz profan zwischen Asien und Amerika. Es ist schon ein bisschen eine Tom Saywer und Huckelberry Finn Story... einfach schoen, spannend, lehrreich.
Figuren:
Die Figuren werden bis in eine romanwuerdige Tiefe beschrieben. Es spielen viele verschieder Protagonisten mit, die alle immer wieder irgendwo auftauchen und nicht verlohren gehen.
Sprache/Duktus:
Mit gefaellt die Sprache - trotz der untenstehenden Kritik - sehr gut. Sie ist klar und schnoerkellos, manchmal verliehrt sie sich ein wenig, was mir aber gefaellt weil es Raum fuer Phantasie gibt.
Struktur:
Da ich nur die Leseprobe gelesen habe, weiss ich natuerlich nicht wirklich wie das Ganze jetzt nun zu Ende gehen wird. Aber die Struktur ist logisch aufgebaut, gut lesbar, klar.
Zusammenfassend:
Eine schoene Geschichte, die noch kein ganzes Buch ist - aber mal eines wird! ...da bin ich mir ganz sicher.
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Ein wichtiges Werk mit guter Grundidee, das des Schliffs noch bedarf
von ArnoldAndreas am 03.04.2012
Handlung:
Anhand des Lebensumfeldes des zwölfjährigen Konstantin Coleman erhalten wir Einblick ins südlich gelegene Schwarzenviertel von Chicago. In den Blickpunkt geraten dabei zunächst des farbigen Jungen familiären Verhältnisse, sein Schulalltag, seine Freundschaft zum Klassenkameraden Mitch sowie seine (un)heimliche Verehrung der bildhübschen und klugen Maria. Die äußerlich bigotten Eltern geraten häufig in Streit, der Vater stirbt schließlich infolge eines Arbeitsunfalls. Initiiert von Mitch, verüben die beiden Jungen einen Lausbubenstreich, indem sie faule Eier auf das Haus eines Asiaten werfen, der nach Mitchs Meinung nichts im vorwiegend von Schwarzen bewohnten Stadtteil zu suchen hat. Konstantin bereut seine Mittäterschaft und entschuldigt sich bei dem Opfer, das sich als Mr. Lee Young-Jun, ein koreanischer Ladenbesitzer, entpuppt. Die beiden Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Hautfarbe kommen sich so näher, schließen Freundschaft. Im weiteren Verlauf der Romanhandlug beschreibt der Autor Konflikte zwischen den unterschiedlichen Kulturen, zeigt aber anhand der beiden Hauptprotagonisten zugleich Möglichkeiten ihrer Überwindung auf. Die Handlung spielt in der Mitte der fünfziger Jahre. Kritisch thematisiert wird somit auch der in den USA damals noch ziemlich ausgeprägte Rassismus.
Es ist höchst anerkennenswert, dass sich der Autor solch einer bedeutsamen Thematik widmet, die zudem gründliche Recherche zu Kulturen sowie Einfühlungsvermögen voraussetzt.
Figuren:
Konstantin Coleman // Mitch (Konstantins bester Freund) // Konstantins Eltern / Pfarrer James // Mrs. Sinclair (alte Frau) // Maria Luengo (von Konstantin geliebte Mitschülerin) // Lu (ein junger Chinese und Freund der Familie) // Helen (Großmutter) // Afu (Mathelehrer) // Mr Rodriguez (u.a. Politiklehrer) // Mrs. Bonnet (Geographielehrerin) // Mister Lee Young-Jun // etc.
Der Autor rückt Konstantin in den Mittelpunkt des erzählten Geschehens. Eine gute und richtige Entscheidung! Immer tiefer dringen wir so nach und nach in die Denkweise und Gefühlswelt des Hauptprotagonisten ein. Er gewinnt des Lesers uneingeschränkte Sympathie. Auch die weiteren oben genannten Figuren sind m.E. zumeist gut vorstellbar sin Szene gesetzt.
Etwas widersprüchlich scheint mir Konstantins Vater beschrieben. (Anfangs mischt er im Familienstreit heftig mit; - wesentlich später wird er von Konstantin als ruhiger, gefasster Typ erinnert!?) Etwas zu comicartig werden für meine Begriffe die beiden Polizisten (der Dicke / der Dünne) dargestellt. Maria bleibt (zumindest bis S.50) noch ziemlich blass. (Ich weiß nur: hübsch und Klassenbeste)
Sprache/Duktus:
Über Phasen imponiert mir Leebys lockerer Schreibstil! Wenn man – wie ich die ersten Seiten - laut liest, klingen die Sätze, haben ein angenehmes Timbre. Der Autor versteht es, mittels Sprache farbige, bewegte Bilder zu malen, ohne Effekthascherei zu betreiben. Nur ein Beispiel von einigen: S.16: „Wortlos gingen sie weiter durch den Dschungel aus Wohnblocks und Verkehrsschildern. Alte Männer spielten vor ihren Geschäften Karten. Frauen auf Bänken stillten ihre Babys. Jugendliche, die sich über Musik oder Mädchen unterhielten, bevölkerten die Straßenränder.“ (Prima Sprachrhythmen!)
Nun das Aber. Recht oft schleichen sich allerdings zu überdenkende Formulierungen oder RS-Fehler ein, die aber meinen positiven Gesamteindruck leider nicht selten beeinträchtigen. Nur typische Beispiele von S.11-16:
S.11: „…Schaufel, die ihm so schwer wie 100 Tonnen vorkam“ // S.13 „…rumorte es in seinem Bauch wie in einer Fabrik.“ // (unten): „Sein Vater half ihm auf die Beine.“ (Manchmal falscher Bezug! – nicht Sams Vater!) // S.15: „Allee aus Geschäften“ (?) // „pulsierenden Ort“ (Leben im Ort pulsiert) // „ausgezerrt“ > ausgezehrt // S.16 „Lustlos kickte eine leere Coladose vor sich her.“(„er“ fehlt! – Einige Flüchtigkeitsfehler!) // S.16: „Er wunderte sich, dass es überhaupt noch bewohnbar war.“ > bewohnt wird. // Manchmal Stellung der Satzglieder beachten, z.B. S.16: „…vor dem Haus, das jeden Moment drohte zusammenzubrechen.“ > zusammenzubrechen drohte // „baufällig“ > baufällig war / „Armee aus …Maisstauden“ (?) / S.35 „fast regungslos“ (Absoluta sind nicht einschränkbar) etc.
Struktur:
Ein außenstehender Erzähler berichtet im Präteritum über Konstantins Leben und zugleich dessen Sichten auf die Ereignisse. Daraus ergibt sich eine Art zweifache Erzählperspektive. Das finde ich machbar, für den Inhalt geeignet und interssant, wenngleich es bestimmte Formulierungen nicht leicht macht. Z.B. „… beschwichtigte seine Mutter sie.“ (3 Personen! – Wer ist wer?)
Bei einer möglichen Überarbeitung scheint es mir empfehlenswert, sich stärker auf die Hauptstränge der Handlung zu konzentrieren, sie vielleicht sogar etwas auszubauen. – Damit meine ich die besonders einschneidenden und damit zentralen, wichtigen Geschehnisse. (etwa Streit der Eltern [Gegenstand der Auseinandersetzung präziser fassen!]; Freundschaft mit Mitch [Tendenz?]; Vaters Tod und Begräbnis [einschneidende Erlebnis]; Überfall durch die aggressiven Obdachlosen / Penner; Begegnung, Freundschaft mit Mister Lee etc.)
Dazwischen plätschert mitunter wenig bedeutsamer Alltagskram dahin, der mein Interesse abkippen lässt und schlicht zugunsten der wichtigen Passagen gekürzt werden könnte. – Denn bei diesen zentralen Ereignissen bringst du auch deine sprachlich Stärken am besten, am deutlichsten zur Geltung! (Und der Leser bleibt mehr ans Hauptgeschehen gefesselt.) Beim Erzählen kleiner Alltagsdinge verlierst du dich m.E. manchmal zu sehr in weniger wichtige Einzelheiten. (Etwa muss ich nicht unbedingt wissen, dass die Mutter bei einer Frage die Ellenbogen auf die Tischkante stützte.)
Z.B. einen Haupterzählstrang verlierst du (zumindest bis S.50) völlig aus dem Auge: Wie entwickelt sich die Beziehung zu Maria?
Zusammenfassend:
Unter der Voraussetzung einer nochmaligen Überarbeitung, lieber Leeby, gehört dein vom inhaltlichen Anliegen so interessanter und wichtiger Roman unbedingt auf den Tisch des Lektorats !!! Zumindest ist das meine Meinung. An vielen Stellen blitzt dein Schreibtalent auf. Und auch eine großräumige Geschichte / Handlung kannst du gut entwickeln. Es bedarf aber großer Sorgfalt und Gründlichkeit, um die rechtschreiblichen Fehler und sprachlichen Unebenheiten auszumerzen. (Letztere betreffen leider noch eine ganze Couleur von sprachlichen Defiziten: unpassende Vergleiche oder Wortwahl, falsche grammatische Bezüge, Zeit- oder Konjunktiv-Probleme, Wortstellungen im Satz etc.) Pro fortlaufender Seite sind aus meiner Sicht im Durchschnitt zirka 10 oder mehr Passagen per Rotstift zu redigieren. (Ich hab das für mich mal an drei, vier Seiten exerziert.) Was ich oben unter Struktur schrieb, ist (nur) als Empfehlung zu verstehen.
Nichts desto trotz glaube ich an dein Werk, lieber Leeby, und wünsche dir unbedingt, dass du es mit der nötigen Energie zum Erfolg führst. Dafür drücke ich dir beide Daumen.
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Mr. Lee
von Eisgräfin am 27.03.2012
Handlung:
Die Handlung wurde schon ausreichend beschrieben, deshalb wiederhole ich sie jetzt nicht.
Figuren:
Hauptprotagonist ist der 12-jährige Konstantin. Dazu kommen seine Eltern, sein Freund Mitch, die Freundin Maria, der koreanische Immigrant Young-Jun Lee, der einen Lebensmittelladen hat und einige Randfiguren.
Sprache/Duktus:
Einige Fehler sind noch vorhanden. Mit der Kommasetzung stehst du ein bisschen auf Kriegsfuß. Ich empfehle dir, im Erzähltext so weit wie möglich auf umgangssprachliche Formulierungen zu verzichten. Auf diese Weise hebt er sich deutlicher von den Dialogen ab.
Struktur:
Chronologische Struktur mit einigen Rückblenden. Insgesamt schlüssig und gut aufgebaut.
Zusammenfassend:
Ich habe dieses Werk schon einmal rezensiert und muss sagen, dass sich die Überarbeitung gelohnt hat. Manche Bilder sind aus meiner Sicht zwar immer noch etwas schief, aber im Großen und Ganzen hat die Geschichte unheimlich gewonnen. Trotzdem würde ihr ein letzter sprachlicher Schliff gut tun. Lieber Leeby, vielleicht gelingt es dir auch, noch ein bisschen mehr Atmosphäre zu schaffen, damit man sich unverwechselbar in das damalige Chicago versetzt fühlt. Ich bin sicher, das wird dir gelingen. Bis dahin behalte ich ein Sternchen als Reserve in meinem Sternenkästchen. Der Flieger geht aber dennoch auf die Reise, um deine Idee und dein Talent zu würdigen. LG - Claudia
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Chicago 1950
von Ronja Lindgren am 19.03.2012
Zusammenfassend:
Die Geschichte des jungen Konstantin, die persönlichen Erlebnissen, der Tod des Vaters, die damals noch mehr als heute spürbare Rassendiskriminierung, all das wird gut eingefangen und hat mir gefallen. Der Autor erzählt ruhig, detailverliebt, beschreibt alltägliche Situationen so, dass man das 'alte Chicago' nicht idealisiert vorm lesenden Auge hat. Schon wieder ein sehr lesenswerter Text, den ich hier entdecke. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg für ihr Buch!
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zuerst gut, dann besser, jetzt top
von DominiqueB am 07.03.2012
Zusammenfassend:
Habe Mr.L schon einmal bewertet, der Autor hat sich noch einmal gesteigert// Top Thema das nie vergeht // Gute Protagonisten super und sauber ausgeführt // Gewalt Rassismus Rache alles drin // Der Autor hat einen eigenen Stil, der mir gefällt // Anspruchsvoller Plot...... könnte noch mehr aufzählen, verbleibe aber mit dem Wunsch es bald mal als Buch in der Hand zu halten um endlich den Rest zu lesen. Five Pounds und den Flattermann
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Schon wieder schwierig....
von missisabella am 03.03.2012
Handlung:
Chicago in den 50er Jahren. Rassismus ist Bestandteil des täglichen Lebens. Der 12-jährige Konstantin verliert seinen Vater und freundet sich mit einem koreanischen Einwanderer an.
Zusammenfassend:
...eine Rezension abzugeben. Ich habe dies bereits bei "Faro" geschrieben, allerdings aus anderen Gründen, da mich dort das Thema nicht interessiert hat. Bei Mr. L interessiert mich die Geschichte. Ich mag solche Bücher, die Gesellschaftsprobleme bearbeiten, ich liebe auch Filme dieser Art ( was durchaus heißen soll, dass ich finde, die Idee/Thema hätte sogar Verfilmungspotential). Aber, und leider ist dies ein dickes Aber, irgendwie reißt mich die Geschichte trotzdem nicht mit. Der Stil ist zwar gut, es gibt keine Wortwiederholung oder Monstersätze, aber es stört meinen Lesefluss, dass viele Dinge, die bereits beschrieben wurden, in einem Nachsatz nochmal verdeutlicht/erklärt werden. Ich denke, dass die meisten Leser auch ohne die Wiederholung verstanden hätten, was der Autor meint. Ein Beispiel findet sich auf Seite 21, dort wird mit mehreren Bildern beschrieben, dass Konstantin am Schreibtisch sitzen und lernen muss. Er fühlt sich wie ein Vogel im Käfig...ein Vogel, der seine Flügel nicht ausbreiten kann, er hatte das Gefühl, dass ihm die Decke auf den Kopf fiel, er sehnte sich an manchen Tagen so sehr nach Freiheit....Das gleiche auf Seite 28/29, wo die Freundschaft von Mitch und Konstantin beschrieben wird: sie verstanden sich auch ohne Worte prächtig...sie kannten sich schon lange....sie waren beste Freunde. Die Geschicht wird dadurch langatmig und der Leser wird nicht so mitgerissen, wie das Thema es eigentlich verdienen würde. Deshalb kann ich leider keine volle Punktzahl geben. Aber für die Idee gibt es 4 Sterne und eine Empfehlung, da ich denke, dass dies ein toller Roman werden könnte.
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Für mich leider noch nicht "publikationsreif"
von Kratzfeder am 01.03.2012
Handlung:
Wurde weitgehend schon geschildert. Mir ist aufgefallen, dass der Autor dazu neigt, in sehr redundanter Weise schon erzähltes wieder neu aufzunehmen. Dadurch ziehen sich einzelne an sich unwichtige Ereignisse in der Handlung teilweise recht lang dahin, ohne dass sie die Geschichte wirklich vorwärts bringen. Wie auch bei den Figuren, blieb für mich der gewählte Ort der Handlung blass und ohne Atmosphäre. Ich konnte weder die Stadt noch das Viertel riechen, schmecken, spüren, auch die Zeit nicht „greifen“. Insgesamt wirkten für mich die gelesenen Textstellen eher etwas unstrukturiert „dahinerzählt“.
Figuren:
Die Figuren … vor allem Konstantin … blieben mir seltsam blass und nicht greifbar. Zwar werden einzelne Personen „äußerlich“ kurz beschrieben, dennoch kann ich mir kein Bild machen. Als Beispiel: Der Autor schreibt zwar, dass die Familie in einem „Schwarzenviertel“ lebt … aber hätte ich den Klappentext nicht gehabt, hätte Konstantin durchaus auch ein Asiate sein können. Oder ein Weißer, ein Inder, ein Bayer. Ebenso wie Mitch ein „Weißer“ … oder Sam … Ich hatte kein Bild von der Mutter, auch nicht vom Vater. Alle irgendwie beliebig und nicht ansatzweise skizziert. Sicherlich schwierig das zu händeln, ich meine auch nicht, dass es hier unbedingt mit äußeren Beschreibungen funktionieren würde, aber wenn man sich solch einem Thema widmet, sollte man sich vielleicht auch überlegen, wie man die unterschiedlichen Charaktere auch „ethnisch“ zeichnen kann.
Sprache/Duktus:
Hier sind für mich die größten Baustellen. Ich muss gestehen, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen sollte, meine Notizen für die ersten 13 Seiten sind im wahrsten Sinne des Wortes „randvoll“.
Der neue Editor zwingt mich zur Kürze, von daher werde ich die Beispiele wieder rausnehmen:
Insgesamt gibt es meines Erachtens viel zu viele unnötige und teils übertreibende und übertriebene Adjektive. Zudem falsche/unschöne Sprachbilder: (5) „watschelte wie ein Pinguin“/„Horde gelb-violetter Pinguine“„schrie sich die Seele aus dem Leib“ ## ein vor „Fett triefender Imbiss“
Falsche Bezüge/unlogische Elemente/umgangssprachlich: (5) „diese Art von Predigt“ => was für eine Art?? ## „Worte, die er sowieso nicht verstand“ ==> warum nicht? Logik: Pfarrer James (Pfarrer oder Prediger, was nun?) … war zwar ein unscheinbarer und leicht übergewichtiger Mann … besaß aber eine flinke Zunge => was hat das eine mit dem anderen zu tun? ## „Flogen … hässliche Worte durch die Luft“ =>??
Mrs. Sinclair „rief die Polizei angeblich wegen des Lärms … . Zudem hatte sie … volles schwarzes Haar“ ==> was hat das eine mit dem anderen zu tun? =>Bezug (7) „anfing wie ein Wasserfall zu weinen“ # „Marmelade aufs Toast „klatschen“ # „spähte über die Zeitungsränder“ # (8) „singend nahm sie sich noch eine Scheibe Toast“ => jeden Morgen singt sie beim Toast nehmen??# „Oft hörte man Polizeisirenen aber trotzdem gefiel es Konstantin hier“ =>?? # „Obwohl sie in einem Schwarzenviertel lebten, kannten sie die Leute nur flüchtig…“ ==> Kennt man die Leute in diesem Viertel normalerweise einfach deshalb, weil man da wohnt? (10) „Seine Augen waren wässerig“ => ungeschickter Ausdruck # „in einem ähnlichen Dress gekleidet“ (Gramm. und Ausdruck) und so weiter und so weiter.
Struktur:
Über 95 Seiten (PDF) „plätschert“ die Handlung der vorliegenden Geschichte dahin, ein wirklicher Spannungsbogen/Handlungsaufbau war für mich leider nicht recht erkennbar. Die Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln erschienen mit unscharf und teils redundant. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass ich lediglich die ersten 20 Seiten intensiv gelesen habe. Danach habe ich geblättert und quergelesen, um nach Stellen zu suchen, an denen ich vielleicht wieder einsteigen kann. Dennoch scheint es ratsam, auf den Handlungsaufbau, die Gestaltung der Kapitel einmal ein besonderes Augenmerk zu richten.
Zusammenfassend:
(Meine Anmerkungen beziehen sich im wesentlichen auf die intensive Lektüre der Seiten 1-20 (PDF).
Der Klappentext der vorliegenden Leseprobe hat mich sehr neugierig gemacht. Sowohl die Zeit, der Ort als auch die angedeutete Problematik. Die vorliegende Leseprobe hat mich auf mehreren Ebenen enttäuscht. Hinsichtlich des eigenen Anspruchs des Autors (Klappentext/Handlung/Plot) aber vor allem und an erster Stelle auf sprachlicher Ebene. Entschuldigung, aber hier ist noch sehr sehr viel im Argen. Und ich meine nicht die fehlenden Kommas oder die grammatikalischen Unsauberkeiten, die sind in der Tat schnell durch einen gründlichen Korrekturgang zu beseitigen. Was mich einigermaßen irritiert und einigermaßen ratlos zurücklässt, sind die vielen sprachlich schlicht falschen Bilder, stilistischen Unsauberkeiten, Zeitfehler etc. etc. die den Text für mich fast unleserlich machen. Dazu kommen Formulierungsschwächen (Logik, Umgangssprachliche Wortbilder, die bei mir keinen Lesespaß aufkommen ließen.Da trägt dann die eigentlich gute Idee des Stoffs einfach nicht. Und das sind Grundlagen, die sich leider nicht so einfach durch einen Korrekturgang beseitigen lassen. Ich habe lange überlegt, wie ich diesen Text bewerten kann. Und offensichtlich stehe ich hier auch ganz alleine mit meiner Meinung. Aber auch nach mehrmaligem Mich-damit-auseinandersetzen … komme ich nur immer wieder zu dem gleichen Ergebnis. Eigentlich würde ich hier nur einen Stern vergeben, schlicht weil ich ihn noch lange nicht publikationsreif halte, nicht vom „Plotting“ her, aber vor allem sprachlich nicht.Die Idee dahinter gefällt mir sehr gut, das Chicago der 50er Jahre durch die sehr eigene Sicht auf einen schwarzen Jungen in seiner Beziehung zu einem asiatischen Freund scheint mir ein origineller Ansatz zu sein. Und dafür gebe ich gerne einen zweiten Stern. Vielleicht kannst du trotz dieser für dich sicherlich harten Kritik etwas mit dem Feedback anfangen.
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Wo kann man hier einen Zusatzstern vergeben?
von MarionBecker am 28.02.2012
Handlung:
Chicago in den 50ern. Konstantin wohnt mit den Eltern in einem Schwarzenviertel. Er verliert seinen Vater. Seine Mutter muss mehrere Jobs annehmen. Sein Alltag ist geprägt vom Rassismus.
Figuren:
Der 12jährige Konstantin, der Koreaner Mr. Lee, das Mädchen Maria, Konstantins Freund Mitch, seine Mutter, Großmutter, die White Knights, Tommy, Martin, dei Polizisten, die Frau, die in der Kirche umgekommen ist, der Verehrer von Konstantins Mutter und ein paar weitere Personen.
Sprache/Duktus:
Packend. Die Kapitel sind lang. Ich habe lieber kürzere, weil ich gern mal eine Pause einlege. Bei diesem Buch brauchte ich keine Pause. /// Du packst manchmal in Adjektiv vor ein Verb, wo das Verb allein viel mehr Kraft hat. Da ich auf dem iPad lese, kann ich Dir keine Seitenzahl nennen. Ich erinnere mich z.B. an eine Stelle, wo jemand mit der Faust auf den Tisch haut. Er oder sie schlug wütend mit der Faust auf den Tisch. So ähnlich. Da benutzt Du das Adjektiv wütend. Dort ist es überflüssig und nimmt dem Text die Kraft, die er bereits ohne das Adjektiv hat. Wenn man mit der Faust auf den Tisch schlägt, zumal in der geschilderten Situation, dann zeigt es perfekt, dass die Person wütend ist. // Es gibt noch ein paar falsche Kommas, aber die Lektoren müssen ja auch noch was zu tun haben.
Struktur:
Chronologisch Reihenfolge. Die Geschichte beginnt kurz vor dem Tod des Vaters. Es gibt einen Rückblick und mehrere Träume Konstantins. Normalerweise nerven mich solche Sequenzen. Hier nicht. Sie sind Dir einfach nur gelungen.
Zusammenfassend:
Warum hast Du noch keinen Verlag? Ich würde Dein Werk auf eine Stufe stellen mit dem Jungen im gestreiften Pyjama. Vorgestern habe ich hier schon so ein hammermäßiges Werk gelesen, allerdings für jüngere Kinder. Geschichte, Sprache, Spannungsbogen. Wer hier was zu meckern hat ... Tritt ihm in den Hintern. Das einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre das Alter von Konstantin. Am Anfang habe ich mich gefragt, wie alt er ist. Es hat eine Weile gedauert bis ich das entdeckt habe. Ich habe ihn Anfangs für 10 oder noch darunter gehalten. Dann steht ja irgendwo, dass er 12 ist. Da habe ich mich gefragt: Wer ist Deine Zielgruppe? Kinder haben ja gern einen Protagonisten, der so 2 Jahre älter ist als sie selbst. Dies ist nur ein Gedanke von mir, ändert aber nichts daran, dass Du mich absolut erwischt hast! Für meine Begriffe kannst Du den Roman auch an dieser Stelle beenden. Und das, was danach kommt, als 2. Band produzieren.
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Sehr gut gelungen!
von Stefanie Maucher am 28.02.2012
Handlung:
Konstantin, wächst auf in der Southside von Chicago, bei seine gläubigen Eltern, mit denen er den Gottesdienst besucht. Der Vater ist Automechaniker, die Mutter Kellnerin. Die Ehe der Eltern scheint zerrüttet. Auch in der Schule fällt Konstantin unangenehm auf, was ihn die harte Hand seines Vaters spüren lässt. Seine Noten sind ebenfalls im Keller. Sein Lichtblick scheint Maria zu sein, Tochter mexikanischer Einwanderer, die er im Unterricht heimlich anhimmelt. Es ist also nicht alles bestens, auch das Viertel in dem er lebt könnte besser sein, aber an sich geht es ihm nicht sooo schlecht. Zumindest beurteilt er selbst so die Lage....Dann trifft ihn ein schwerer Schicksalsschag: der Tod seines Vaters, bei dessen Trauerfeier man Lu, einen Mitarbeiter in der Autowerkstatt, kennenlernt und etwas über das Verhältnis zwischen Konstantins Mutter und deren Schwiegermutter erfährt. Die anschließende Trauerfeier ist nur spärlich besucht.Am nächsten Tag wird in einem Diner, das die Familie zu besonderen Anlässen besucht, gefrühstück und hier wird geschickt zu einem Ereignis zwei Jahre zuvor übergeleitet.Der Junge kann das Frühstück, aufgrund der Trauer, nicht so recht geniessen.Später, zu Hause, legt die Mutter sich ein wenig hin und er trifft sich mit seinem besten Freund Mitch. Sie wandern durch die Gegend, um sich den "Neuen" im Viertel anzusehen, einen frisch eingezogenen Asiaten. Hier wird ein sehr gutes Beispiel für das Problem der damaligen Rassentrennung erbracht.Mitch scheint vorurteilsbeladen, während Konstantin, aufgrund seiner Freundschaft mit Lu, aufgeschlossener ist. Auf dem Heimweg geraten sie mit zwei Obdachlosen aneinander, die nicht hinnehmen möchten, dass man ihnen kein Geld gibt. Die Jungen werden mit einem Messer bedroht und Konstantin sogar verletzt. Doch bevor es zu Schlimmerem kommt, taucht die Polizei auf.Auch hier tritt der Rassismus wieder zum Vorschein, wie man dem Gespräch der zwei weißen Polizisten in dem schwarzen Wohnviertel gut entnehmen kann. Es folgt ein nächtlicher Traum, die Routine des Essens, der nächste Schulgang, durchsetzt von persönlichen Eindrücken und bildhaften Schilderungen....Wieder daheim schläft er erschöpft auf dem Sofa ein, hat einen weiteren Alptraum, aus dem ihn aber ein Anruf von Mitch weckt.Sie gehen erneut zum Haus des Asiaten, wo sie auf Mitchs Drängen hin das Gebäude mit Eiern bewerfen und werden von dem wütenden Bewohner verjagt. Zu Hause wird Konstantin von Gewissensbissen geplagt. Damit endet das unterhaltsame erste Kapitel. Eine Zusammenfassung des zweiten werde ich nicht geben, denn was da passiert soll der nächste Leser ruihg selbst heraufinden.
Figuren:
Insbesondere dreht es sich in der Geschichte natürlich um Konstantin, aber auch andere Personen, wie seine Eltern, sein Freund Mitch, oder der Asiate Lu werden charakterisiert und gut beschrieben. Man hat die Personen förmlich vor Augen, wie sie sich durch ihren Alltag bewegen und auch mit schwierigen Situationen umgehen. Ihre Gefühle und Beweggründe werden hinreichend dargelegt. Vieles lässt sich aus den restlichen Beschreibungen oder Szenen (z.B. die Begegnungen mit der Polizei) gut herauslesen.Schon in den ersten Kapiteln wird auf die späteren Ereignisse wie Martins gewaltsamen Tod oder die Schutzgelderpressung hingearbeitet und ein glaubhaftes Umfeld geschaffen, in das diese Handlung absolut passte.
Konstantin selbst ist sehr gut getroffen. Er ist ein eigentlich anständiger, auch hilfsbereiter Junge, der sich um seine Mutter sorgt, die Welt mit aufgeschlossenen Augen betrachtet und mit einem funktionierenden Gewissen für seine Fehler einsteht, die er erkennt, obwohl nicht alles in seiner Welt so idealistisch und gut ist. Seine Gedanken und Gefühle kommen jederzeit gut zum Ausdruck und ich mochte ihn schon von den ersten Seiten an.
Sprache/Duktus:
S. 15 fiel mir ein Fehler auf: die Mutter müsste ausgezehrt, nicht ausgezerrt wirken.
Manche Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Z.B. Seite 74: "Seine Beine wurden immer schlaffer und er hatte das Gefühl, dass sein Körper ein Leck hatte, aus dem die ganze Lebensenergie herausströmte." Finde ich wunderbar formuliert. Dafür fand ich auf Seite 69 kleine Ungereimtheiten, die ich nicht ganz so gelungen fand: Da stehen trauernde Menschen um eine noch röchelnde Mrs. Brodek herum. Müssten sie nicht eher schockiert, aufgeregt...irgendwas? sein, statt schon in der Trauerphase? Ein Stückchen drunter stehen die selben Menschen dann "emotionslos herum". Zwar handelt es sich bei dieser Passage um eine Traumsequenz, aber trotzdem wirkt dies unschlüssig auf mich....Ein paar Sätze könnte man schon noch mal unter die Lupe nehmen, aber insgesamt finde ich die bildhafte Sprache, die du benutzt hast sehr gut.+S.20 z.B. Da schiebt eine alte Dame ihren Vorhang zur Seite, um verunsichert auf die Straße blinzeln zu können. Ich glaube sie tut es eher, um sehen zu können, was draußen los ist. Würde man das "um" vielleicht durch ein "und" ersetzen, hätte man die Schilderung auf die du sicher hinaus wolltest und keinen falschen Eindruck von dem, was sie wohl will. Aber das sind Feinheiten, die dem Gesamtlesegenuß keinen Abbruch taten.
Struktur:
Eigentlich chronolog, mit nur wenig Rückblenden. Die einzelnen Kapitel (drei an der Zahl) sind ziemlich lang (zumindest kam mir das beim Online-schmökern so vor), aber da der Text in schlüssige, kleinere Absätze unterteilt ist, kann man damit gut leben.
Zusammenfassend:
Mr.L. hat mir sehr gut gefallen. Der Autor malt das Bild eines von Rassismus geplagten Chicago in den 50 Jahren, zeigt soziale Brennpunkte auf und entführt gekonnt in die Kindheit des in dieser Zeit aufwachsenden Jungen Konstantin und seinen Erlebnissen geade auch in Hinblick auf diese Thematik. Ein Buch, das ich empfehlen würde!
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Tolle Überarbeitung
von Alegra am 28.02.2012
Zusammenfassend:
Hallo Leeby! Sorry, dass ich so lange gebraucht habe, um mir deine Geschichte noch einmal anzusehen. Beim ersten Einstellen bin ich ja nicht wo richtig damit warm geworden. Ich muss sagen, dass du eine beachtliche Überarbeitungsleistung erbracht hast. Entweder habe ich so ein schlechtes Gedächtnis, oder du hast einiges verändert. Auf jeden Fall hat mir die Geschichte nun viel besser gefallen. Ich schließe mich der Meinung an, dass diese Geschichte endlich ins Lektorat gehört! Konstantin ist jetzt viel lebendiger und greifbarer. Du hast die "gute" alte Zeit aufleben lassen, was einiges an Recherchezeit gekostet haben muss, es sei denn, du interessierst dich sowieso für die 50er Jahre in Chicago. Mein Fazit: eine starke und lesenswerte Geschichte! LG Alegra
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Mr. L
von Ulder am 28.02.2012
Zusammenfassend:
Eine tolle Geschichte zu einem Thema, das anscheinend nie seine Aktualität verliert. Einfühlsam und atmospärisch wird das Schicksal von Konstantin beschrieben. So schön geschrieben, dass die Protagonisten beim Lesen zu Leben erweckt werden. Über Inhalt und Vergleiche zu bekannten, verfilmten Dramen wurde bereits von meinen Vorrezensenten ausführlich geschrieben. Ich will mich deshalb auf die Empfehlung beschränken, damit diese wunderschöne Erzählung endlich verdientermaßen am Wettbewerb teilnimmt. Ich wünsche dir viel Erfolg damit.
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Tolle Geschichte
von Codename Kolibri am 26.02.2012
Zusammenfassend:
Hallo Leeby, ich finde diesmal hast du alles richtig gemacht. In der letzten Version waren noch einige sprachliche Mängel zu erkennen, weshalb du mich noch nicht ganz überzeugen konntest. Jetzt liest sich das ganze flüssig und runder. Die Geschichte selber ist toll und sehr einfühlsam beschrieben, dass hat mir sehr gut gefallen. Das ist einfach super erzählt und ich wünsche dir, dass du für diese wunderschöne Geschichte schon bald einen Verlag findest. Für den Wettbewerb drück ich die Daumen! Liebe Grüße, Marion
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Unbedingt zu empfehlen
von AnkeD am 18.02.2012
Zusammenfassend:
Ich kann mich noch daran erinnern, wie Du mich vor ewigen Zeiten fragtest, ob ich Lust hätte, einen Text von Dir, ein Drama, zu lesen, und ich Dir antwortete, dass es ein Drama mit dem Drama wäre. Ich mag noch nicht mal wirklich verfilmte Dramen. Doch dann habe ich die ersten beiden Kapitel von Dir bekommen, gelesen und war angenehm überrascht. Und nun habe ich zum zweiten Mal gelesen, und ich bin begeistert. Vor allem, ich erfuhr endlich, wie es weitergeht, zumindest ein wenig. Was soll ich noch lang und breit schreiben, Leeby. Meine geschätzten Vorrezensentinnen und –rezensenten haben alles bereits gesagt. Es ist ein wundervolles Buch. Ich würde mich freuen, es irgendwann einmal in Gänze lesen zu dürfen. Wenn es möglich wäre als Print. Ich wünsche Dir allen erdenklichen Erfolg. LG Anke
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Konstantin`s Leben
von LyFa am 17.02.2012
Zusammenfassend:
Ich durfte ja schon die vorher eingestellte Version lesen.
Bis auf ein paar kleine Fehler ist die Geschichte wirklich gelungen. Schon am Anfang als die Kirchengemeinde beschrieben wurde, war ich gefangen. Das war Kopfkino pur. Leeby81 besonderes Erzähltalent kommt da richtig zum Tragen. Die Atmosphäre in einer Gospelkirche bringt er perfekt herüber.
Diese Geschichte entführt gekonnt in das Chicago der 50er Jahre. Der einzigartige Schreibstil führt durch Konstantins Leben, dass ich ihn direkt vor mir sehen konnte..
Leeby81 schreibt so glaubwürdig von Leben der Menschen in den 50ern in den USA, von Rassenhass, Gewalt, Liebe und Freundschaft, als ob er dabei gewesen wäre. Der Rachefeldzug gegen die Rassisten, der grausame Tod von Martin, die Schikanen der Polizisten gegen Mr L. . Genau so erlebten es in dieser Zeit wohl viele Menschen. Die Weisheit Mr Ls `der Konstantin vermittelt, dass Rache zu einer Gewaltspirale führt und der ihn dadurch zum Nachdenken bringt. Der aber doch den beiden korrupten Polizisten ausgeliefert ist. Auch heute ist dieses Thema nach wie vor aktuell und wichtig. Was mir an dieser Geschichte besonders gefällt, sind auch die gelungenen Wortspiele und außergewöhnlichen Vergleiche, die eine Spezialität des Autors sind.
Mr L ist ein Buch, das ich mir gedruckt wünsche.
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Mr. L, die dritte
von Anne Lay am 15.02.2012
Figuren:
Konstantin ist in seiner Persönlichkeit nun deutlicher beschrieben. Seine Familie, seine Probleme in der Schule, sein Freund Mitch und die gemeinsamen Aktivitäten, dazu seine Träume. Er wirkt nicht mehr so blass, ist dreidimensionaler geworden.
Sprache/Duktus:
Einige Fehler und unglückliche Formulierungen sind mir noch aufgefallen, so z.B. "seine Mutter wirkte ausgezerrt" oder "er schmiss sich kraftlos auf's Bett". Entweder sinkt er kraftlos, oder er schmeißt sich frustriert, entnervt,.... "schmatzten die Worte aus Konstantin heraus" (?)
Zusammenfassend:
Dies ist eine Überarbeitung, die sich gelohnt hat. Konstantin ist erfahrbarer geworden, oder liegt es daran, dass er mir so vertraut (wieder) begegnet? Thema und Aufbereitung sind nach wie vor gut und wichtig und das Kopf-Kino funktioniert. Die letzten Fehler können auch noch beseitigt werden (ich finde es bei meinen Texten immer wieder erschreckend, wie betriebsblind ich meinen eigenen Fehlern gegenüber bin - da hilft nur eine Fremdkorrektur). Ich habe mich über das Wiedersehen gefreut.
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Immer noch nicht gedruckt?
von FiannaCessair am 15.02.2012
Zusammenfassend:
Deine Geschichte ist unglaublich toll.Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, warum dieses tolle Werk noch immer keinen Verlag hat. Eine hochaktuelle Problematik, eindringlich und einfühlsam beschrieben. Obwohl die Geschichte in der Vergangenheit spielt, erzeugst du eine nahezu beklemmende Realität. Dein Werk ist einfach nur toll!!!
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Vielschichtig
von MWünsche am 15.02.2012
Zusammenfassend:
Ja, auch ich musste während des Lesens ein paar Mal an Eastwoods "Gran Torino" denken, was kein Manko ist. Mir gefällt die Art, wie Du diese Geschichte erzählst - wie Du die Figuren, vorallem wie Du den vielschichtigen Mr.Lee angelegt hast. Der Plot ist schlüssig und packt und die Geschichte dahinter lässt nicht kalt. Wenn sie auch nicht neue ist, so bleibt sie wohl leider ewig aktuell. Aber Du schreibst auch von Güte und Freundschaft... .
Mein lieber Lee(by), hast ne tolle Schreibe und hier ne klasse Story abgeliefert. Ich bin ehrlich gespannt, wie Du sie weitererzählst!
Beste Grüße
Mathias
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Rassismus
von scottcr1 am 15.02.2012
Handlung:
Schön verpackte Handlung über Rassismus. Der zwölfjährige Konstantin, wohnt mit seinen Eltern im Schwarzenviertel von Chicago. Sein Vater stirbt bei einem Arbeitsunfall und der Junge lernt den Koreaner Young-Jun Lee kennen. Eine ausergewöhnliche Freundschaft beginnt, die mit Rassismus, Anschlägen, Vorurteilen und Geheimnissen behaftet ist.
Figuren:
Hauptprotagonist : Konstantin Coleman, seine Eltern, Mister L und viele mehr.
Hauptprotagonist Konstantin und Mister L werden bildhaftlich super beschrieben.
Sprache/Duktus:
Schöne verständliche Sprache. Schnelle Geschichte. Ein einzigartiger Erzählstil von Leeby.
Struktur:
Alles passiert in Chicago, mittendrin, drumherum. Der Autor geht einen geraden Weg und nimmt alles mit, was einen begeistern oder auch schocken kann, zu dem Thema Rassismus und allem was (leider) dazu gehört.
Zusammenfassend:
Ich wäre nicht eine gute, nähere Bekannte von dir, wenn ich nicht ehrlich zu dir wäre! Aber ich kann nichts negatives sagen. Du hast einen einzigartigen Erzählstil, der mir vom ersten Moment an gefallen hat. Der ganze Plot dieser Geschichte ist interessant, richtig packend. Du verstehst es auf wunderbare Schreibweise uns den Rassismus näher zubringen, mit all den Konsequenzen, über die wir wohl meist nicht nachdenken. Ich könnte mir dein Buch gut im Schulunterricht vorstellen, es hat was zum analysieren und zum nachdenken: ich werde zu gegebener Zeit meinen Bruder (Oberstudienrat im Gymnasium Trier) darauf aufmerksam machen :-) . Ich denke die gegebene Zeit wird bald kommen, deine Überarbeitung ist dir bis ins Tiefste wunderbar gelungen und ich wünsche mir so sehr, das deine Belohnung darin besteht, das es dein Buch MISTER L, bald auch auf dem Markt gibt. Ich freue mich schon jetzt darauf (natürlich von dir signiert), möchte dir auch nicht weiter Honig ins Ohr schmieren, wie du so schön sagst und hoffe du bleibst deinem Erzählstil weiterhin treu. Alles Gute :-) Marion
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Mr.L.
von /user/ am 11.02.2012
Handlung:
Während der 40 Seiten, die ich gelesen habe, besteht die Handlung hauptsächlich aus den Unternehmungen von Konstantin und Mitch.Der Tod des Vaters ist leider viel zu kurz erzählt. Insbesondere für einen zwölfjährigern Jungen bedeutet der Verlust des Vaters eine Katastrophe, die ich mir hier etwas auführlichrer dargestellt wünschte. Auch Konstantins Mutter, die leider keinen Namen hat, geht schnell zur Tagesordnung über. Selbst als Konstantin und sein Freund überfallen werden, reagiert seine Mutter erstaunlich gelassen.
Figuren:
Hauptprotagonisten sind der zwölfjährige Konstantin und sein Freund Mitch. Der Vater tritt bis zu seinem Tod hauptsächlich als ständig mit der Mutter streitender Mann in Erscheinung. Das widerspricht teilweise der Handlung, da Vater und Mutter ein wichtiges Ziel verfolgen, n#mlich die Wohngegend gegen eine bessere zu tauschen. Das Verhalten der Mutter ist widersprüchlich, da sie einerseits den Sohn täglich zur Schule begleitet, Konstantin andrerseits Freiheiten hat, die für sein Alter unangemessen erscheinen. Konstantins Ausdrucksweise ist für sein Alter unglaubwürdig. Ein Junge kommt sich nicht vor wie ein kleiner Psychopath, wenn er ein Mädchen aus seiner Klasse ansieht. Wenn der Großvater stirbt, macht ein Junge nicht die "zwanzig Zigaretten pro Tag" dafür verantwortlich."Gelegentlich war er sich vorgekommen wie ein Vpgel...die Gitterstäbe verhinderten das Ausbreiten der Flügel" sind Gedanken, die ich nur schwer mit einem Zwölfjährigen in Verbindung bringen kann. Der Chinese Lu sollte näher beleuchtet werden. Immerhin wird er zwei Mal pro Woche zum Essen eingeladen, obwohl er eigentlich in der Schuld steht. Zu dem Koreaner Mr. Lee kann ich nichts sagen, da er, so weit ich gelesen habe, erst kurz in Erscheinung tritt.
Sprache/Duktus:
Da habe ich ein Problem. Es ist mir durchaus nicht schwer gefallen, diese vierzig Seiten zu lesen. Die Geschichte geht recht zügig voran, und es kommt keine Langeweile auf. Der Text ist sehr gut geeignet, um darin zu versinken und erstaunt aufzublicken, wenn man auf die Uhr schaut. Und das obwohl die Beschreibung der Situationen und der Gedanken der Protagonisten in ganz erheblichem Maß unpassend, verwirrend und durch eine falsche Satzstellung schwer verständlich ist. Ein vor Fett triefender Imbiss in dem es nach ranzigem Popcorn riecht übersteigt meine Phantasie.Konstantin hasst Kirchenbesuche, sitzt aber grinsend auf seiner Bank. (Seite 5 letzter Absatz) "während sich seine Eltern verbal die Kehle zudrückten" (Seite 6) "Einem Schulausschluss konnte er nur umgehen, weil seine Mutter vor dem Rektor anfing wie ein Wasserfall zu heulen." Entweder: Einen Schulausschluss konnte er nur umgehen, oder besser: Einem Schulausschluss konnte er nur entgehen, weil seine Mutter vor dem Rektor wie ein Wasserfall heulte. Dieses "er/sie fing an zu... wiederholt sich leider häufig. Vor Trauer laut stöhnen (S 10) ist ebenfalls erwas unglücklich.
"Auf dem Tisch stand kein Frühstück und er befürchtete, dass die Fabrik den Betrieb nicht einstellen würde" ist sicherlich daraus entstanden, dass hier eine Textzeile fehlt.
Damit genug der Beispiele.
Struktur:
Gemäß Kurzbeschreibung folgt die Handlung einem vordefiniertem Handlungsstrang. Die leider manchmal etwas verunglückte Vorstellung von Konstantin und seinem Freund. Konstantins Eltern, wobei ich mir doch eine etwas genauere Beschreibung der Mutter (mit Namen) wünschen würde. Der Tod des Vaters, und dann das Erscheinen des Koreaners sind chronologisch geordnet Ich denke, dass der Autor auch im Folgenden den Faden nicht verliert.
Zusammenfassend:
Eine gute Idee, die ihren Ursprung wohl im Umfeld des Autors hat. Dass es sich hierbei um ein reines "Fantasieprodukt" handelt, erscheint mir unwahrscheinlich.
Ich bevorzuge jede Art von Text, der sich um "menschliche" Protagonisten rankt. Ich habe bei Seite 40 nur deshalb aufgehört zu lesen, weil ich diese Rezension schreiben wollte. Und zwar bevor die beschriebenen Fehler sich dermaßen häufen, dass ich nicht mehr weiß, welche ich beispielhaft nennen soll. Ich werde die LP auf jeden Fall weiter lesen, und würde auch den ganzen Roman gern lesen, wenn es denn möglich ist. In dieser Form ist er jedoch leider nicht druckreif. Daher kann ich leider keine Empfehlung geben, vergebe aber trotz etlicher Fehler vier Sterne, in der Hoffnung, dass der Autor meine Kritik versteht, und entsprechend nachbessert.
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Chicago Mitte der 50er....
von Rebecker am 11.02.2012
Zusammenfassend:
Bin echt unzufrieden mit diesem Ergebnis des 3. Kapitels... Nun weiß ich wieder nicht, welches Geheimnis Mr. Lee seit Langem mit sich herumträgt... Hm, Mist! ... Habe dieses Werk ja bereits zwei Mal gelesen und rezensiert... und war von Beginn an begeistert! ... Wie sagt Leeby immer so schön: "Seht euch den Klappentext an, dann wisst ihr worum es geht." ... Und genau das sage ich jetzt auch (grins) ... Das 3. Kapitel setzt fort, was die beiden vorherigen bereits ankündigten... Chikago in den 50ern... mittendrin der zwölfjährige Konstantin, ein farbiger Junge, der sich allein mit seiner Mutter durchs Leben schlagen muss und dessen bester Freund Mitch stets an seiner Seite steht... Gemeinsam erleben sie die alltägliche Grausamkeit von Rassismus Gewalt und Korruption... bekämpfen mit Freunden die White Knights und verlieren dabei einen guten Freund... Eine ganz besondere Verbindung entwickelt sich im Laufe der Zeit zu dem koreanischen Immigranten Mr. L, der einen kleinen Gemüseladen in dieser unbarmherzigen Gegend betreibt und der Schutzgeld an korrupte Polizisten zahlen muss... Lieber Leeby, ich habe gewusst, dass du die anfängliche Spannung und Faszination weiterhin aufrecht erhalten kannst... und zolle dir meinen allergrößten Respekt (verbeug)... Herzhaft lachen musste ich über die Äußerung: "...einem Mädchen Honig ins Ohr schmieren..." hihihi... eigentlich heißt es ja: "Honig um den Bart schmieren" ... Voller Sternenhimmel samt Flieger! Viel Glück und weiter so... Liebe Grüße Rebecker
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Top!
von YuutoNakamura am 11.02.2012
Handlung:
Chicago - ein Hexenkessel und Konstantin mittendrin. Der Autor baut eine immensen Erzähldruck auf - man muss wissen, was da pssiert, und es passiert so allerhand, ruhige, nachdenkliche Dinge, Rückblicke, aber auch Gewalttätiges, in der Erzählung mitreißend verpackt.
Figuren:
Konstantin, Mr. Lee, und sehr viele Freunde, Bekannte, Nachbarn, aus der Umgebung, dann die White Knights, kurz gesagt, alle Personen, denen Konstantin eben so begegnet, finde ich gelungen, möchte ich nicht ellenlang ausführen. (gelbviolette Pinguine erinnern mich etwas an Blues Brothers - wirklich alles dabei, was der Leser braucht)
Sprache/Duktus:
Eine tolle, authentische Erzählerstimme. hier wird nicht lange gefackelt, sondern erzählt, erzählt, erzählt. Toll! - Interessant, Stephen Kings "Der Anschlag" spielt auch erst im Jahr 1955 - dieses Buch hier wäre eine tolle Ergänzung dazu, um zu sehen, wie es in der Zeit in Chicago (also an einem anderen Ort) zuging. Sprachlich immer auch auslotend, was geht, ohne zu sehr abzudriften.
Struktur:
Drei Kapitel, eine Einführung der Umgebung, viele Eigenschaften und Begebenheiten, Detailreichtum, bis hin zum Hexenkessel Chicago.
Zusammenfassend:
Ich würde gerne noch viel mehr schreiben, aber der Autor nimmt es mit Filmen wie "Mississippi Burning" oder "Gran Torino" auf! Wer sich zurzeit mit Stephen King durch Maine oder Derry bewegt, kann sich auch locker mal von leeby81 durch Chicago führen lassen. Kann ich nur alle 5 geben und viel Erfolg wünschen. - Der Autor muss unbedingt signierte Exemplare für Rezensenten drucken lassen! :-) Das konsequente und kompromisslose Erzählen ist wirklich eine der Stärken des Autors! (Da käme es jetzt wirklich nicht auf Tippfehler oder so an, falls überhaupt welche vorhanden sein sollten, weil es einfach eine packende Story ist). Ein Buch, bei dem ich wirklch auf das dritte Kapitel gespannt war und es bringt so Einiges an Konfrontation in realer Umgebung mit sich.
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