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Wolke und seine Geschwister, Eine Erzählung aus dem wahren Leben von Stefanie Artz-Wohlfahrt (der Menschin) - steffi_aw

Mein Kater Wolke erzählt Episoden aus seinem Leben!

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    • Mich überzeugt's nicht.

      von Stefanie Maucher am 11.03.2012

      Handlung: Wie der Klappentext schon sagt: Ein(e) Mensch(in) schreibt aus Sicht einer Katze. Wer bislang noch nicht weiß, was mit dem Ausspruch "man solle seine Tiere nicht zu sehr vermenschlichen" gemeint ist, der kann hier viel lernen. Vor ein paar Jahren las ich "Felidae", ein Krimi, der ebenfalls aus der Katzenperspektive geschrieben war und in dem das erstaunlich gut funktioniert hat. Aber ohne diesen Krimi-Rahmen glaube ich, ergibt die gewählte Form am Ende nicht zwingend ein Buch für erwachsene Leser.
      Figuren: Hauptfigur ist Wolke, der Kater, "dessen" Erlebnisse, bzw. die Interpretation der Autorin vom Erlebnishorizont eines Katers, Kernthema des Buches sind.Natürlich hat Wolke einige Geschwister, z. B. Rudi-Trudi, Milchshake  und natürlich auch der Mensch und die Menschin, namentlich Udo und Steffi.
      Sprache/Duktus: Die Autorin erdichtet phantasievoll sogar Dialoge zwischen den Katzen, so dass ich das Werk fast schon als "Aristocats für Große und Kleine" katalogisieren würde. Die Sprache ist teilweise sehr naiv, sprach mich als erwachsenen Leser nicht durchgängig an und es mag an einem Mangel an Phantasie bei mir selbst liegen, oder einfach daran, dass dieses ganze Szenario eben nicht glaubhaft und authentisch wirkt, was mich am Ende nicht sonderlich vom Hocker reissen konnte,
      Struktur: Es scheint sich um eine durchgängige Geschichte, ohne irgendwelche Unterteilungen in einzelne Kapitel o.ä. zu handeln. Die LP endet nach Seite 15, bis dahin war, außer durch sinnvolle Absatzführung, von Struktur nichts zu sehen.
      Zusammenfassend:

      Niedlich fand ich den kleinen Katzenkopf, der jede Seite ziert. Und ich glaube wirklich, dass dieses Buch Potential hätte. Allerdings in anderer als der darliegenden Form. Als "tolles Buch" für mündige Leser würde ich das Werk wohl nicht weiterempfehlen. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es , vielleicht noch versehen mit tollen Illustrationen, das Zeug zum Kassenschlager für 6-10jährige Mädchen hätte. Früher hätte meine Tochter, die ich einen Testblick auf das Buch werfen ließ und die dem Werk, mit ihren heute 14 Jahren, einen "Mein Gott ist das albern Blick" schenkte, das Buch bestimmt mit Begeisterung gelesen.

       

      Zum Titelbild würde ich noch gerne anmerken, dass es ziemlich unscharf ist, sehr unprofessionell und wenig ansprechend wirkt und nichtmal den "Niedlichfaktor" mit sich bringt, den solch ein Titel eigentlich haben könnte. Hier würde ich nachbessern.

      Und den Preis von 1.99 für eine insgesamt nur 39 Seiten lange Kurzgeschichte (39 Seiten sind in meinen Augen noch kein Roman), halte ich für das Buch für zu teuer. Doch um ganz ehrlich zu sein, auch für 99 Cent hätte ich wohl nicht zugeschlagen.

      Ich meine das, was ich zum Buch gesagt habe, überhaupt nicht böse. Hier handelt es sich lediglich um meinen persönlichen Eindruck beim und nach dem Lesen und ich drücke der Autorin, die bestimmt eine sehr nette und tierliebe Person ist, die Daumen für ihr weiteres Schaffen.

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    Veröffentlicht am: 22.02.2012

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    Autor

    steffi_aw

    steffi_aw

    Mitglied seit 22.02.2012
    1 Veröffentlichungen