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Hasenjagd – Freiheit in der Schule – Viel Heimlichkeit in der…
von ArnoldAndreas am 09.09.2011
Handlung:
Der Autor erzählt eine turbulente kleine Geschichte über die „Jagd“ nach den entwichenen Zwerghasen. Am Ende machen Paul und seine Schwester Marie die Erfahrung, dass Jagen nichts bringt, um die schlauen Tiere zu fangen. Nur Ruhe und Bedächtigkeit hilft wirklich… /// An der zweiten Geschichte finde prima, dass Kinder in Gestalt einer lockeren Erzählung mit den Besonderheiten einer „Freien Schule“ vertraut gemacht werden. (Entscheidungshilfe!) I Gut: Lehrerin Heike gibt nicht den Kindern die Schuld für den unerlaubten Schnupper-Besuch… /// Sehr originell und flott in Erzählstil und amüsanten Dialogen kommt die Weihnachtsgeschichte daher. Das Zusammensuchen der Weihnachtsmann-Ausstattung ist ein hübscher Einfall und dürfte bei Kindern, wohl auch Jugendlichen, gut ankommen.
S.8 wieso mit 2 Personen? (Ronjas und Pauls Vater könnten helfen – die sind noch nicht weg, nur Ronja ging ins Haus…Oder hab ich da was überlesen?)
Figuren:
Paul (5 Jahre) / Theo (Pauls bester Kumpel) / Marie (Pauls große Schwester) / Ronja (steht auf Paul) / Pauls Papa (arbeitslos, Heimwerker) / Pauls Mama (mobile Krankenpflegerin) / Oma Grothke (Nachbarin) / Ronjas Vater Andreas / Frau Herbst (Erzieherin) / Lehrerin / Marc / Heike (als Heike erstmals benannt wird, müsste gleich deutlich werden, dass es sich um die Lehrerin handelt Z.B. Heike, die Lehrerin, …) Frau Weltzin / und so weiter …
Lebendig charakterisiert werden die Figuren besonders durch die Dialoge. Sie sind sprachlich gelungen, offenbaren kleine kindgemäße Reibereien, zeugen von Denkweisen, geistigen Auseinandersetzungen (etwa „Freie Schule“). In der Weihnachtsgeschichte begegnen uns auch recht pfiffige Dialoge. Hier und da könnten Personen, Handlungsorte klein wenig und kurz vom Äußeren her beschrieben werden.
Sprache/Duktus:
Insgesamt wird in einer klaren, sachlichen, leicht verständlichen Sprache erzählt, die dem Alter der Zielgruppe (ich denke 5 Jahre oder älter…) angemessen ist. (Bei der Hasenjagd könnten paar kürzere Sätze, Rufe etc. der Geschichte noch mehr Tempo, Dynamik verleihen.)
Folgende Überarbeitungsvorschläge bis S.20 betreffen zumeist Lappalien, ich erwähne sie dennoch:
S.7 „…rumzulöten“ (?) / S.8 „…heran gekommen“ > herangekommen und Komma danach / „…zusammen stoßen“ > zusammenstoßen / S.9 Gänse kreischen (?) (schnattern oder fauchen) / S.10 „…langsam mit Pauls Playmobil-Traktor…“ („mit“ streichen) / S.11 „…Löwenzahnblatt (in) Richtung“ („in“ einfügen) / S.12 „…hinterher ging“ > hinterherging / S.13 „…mit will“ > besser: mitkommen will, um… / Komma nach „beschloss“ / S.16 „…oder etwas Ähnliches“ > besser: oder dergleichen / S.17 „…farbigen Raum“ (etwas genauer oder: farbenfrohen) / S.18 „…der oder die“ > das / S.18 „Kann man hier eigentlich auch das Gehorchen lernen?“ (Für ein Kind etwas ungewöhnliche Frage. Schlichter! Etwa: Hier muss man wohl gar nicht gehorchen?) / S.19 „kennen lernst“ > kennenlernst / / S.21 Schlusssatz: „Zu dir hab ich schon Vertrauen.“ – würde ich doch etwas kindlich salopper formulieren. Etwa Dialog: Er: „Ich glaub schon, dass könnte was werden.“ Heike: „Was meinst du?“ Er: „Na das mit dem Vertrauen.“ ...
Struktur:
Die klaren zeitlichen Abläufe sind auch für Kinder der vorgesehenen Altersgruppe leicht erfassbar.
Zusammenfassend:
Ich gehe mal davon aus, dass die 14- bis 16jährige große Schwester nach einem Buch sucht, das sie ihrem jüngeren Bruder schenken oder vorlesen kann. Deshalb lasse ich die recht gelungenen Geschichten mal unter Jugendbuch durchgehen. Die recht originelle und abwechslungsreiche Erzählung übers Beschaffen der Weihnachtsmann-Klamotten dürfte auch bei 14+ Anklang finden. Das ist für mich das Zünglein an der Waage, um mich für (eben noch) fünf Sterne zu entscheiden. Insgesamt – so finde ich – wird uns hier ein hübsches Büchlein präsentiert, das man auch (laut) im Kreis der Familie vorlesen kann. (Damit ohne Altersbeschränkung!)
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Paul aus Vorpommern
von Antonina am 15.02.2011
Handlung:
Drei Geschichten um den fünfjährigen Paul und seine Familie. In der ersten hauen seine beiden Zergkaninchen ab, in der zweiten haut Paul selber auf einen Schulbesuch ab und in der dritten übernimmt er den Job des Weihnachtsmannes --- Soviel vorweg: Die dritte Geschichte war es, die mir "den Ärmel reingenommen" hat, will heissen, so überzeugt hat, dass ich den Flieger loslasse ;-).
Figuren:
Paul, der fünfjährige, gewitzte Bube (so einen hab ich auch zu Hause ;-) ). Seine grosse Schwester Marie, die Eltern und Grosseltern, sowie zwei Leute aus der Nachbarschaft.
Sprache/Duktus:
Einfach, schön, flüssig geschrieben. Zum Teil allerdings mit Wörtern, die vielleicht für Kinder noch zu schwierig sind (->Vorlesegeschichten), und die Mami oder Papi erklären müssen z.B. Löffel (nicht die zum Suppe essen ;-) ), löten, Weiterbildung. --- Insgesamt hatte auch ich als Erwachsene meinen Spass an den eingestreuten Witzen (frei vs. freiere Schule). --- Der erste Satz des zweiten Kapitels, könnte m.E. ersatzlos gestrichen werden.
Struktur:
Einfache, lineare Struktur, wie es für ein Kinderbuch angebracht und sinnvoll ist.
Zusammenfassend:
Ich hab die drei Geschichten ruck-zuck durchgelesen. Man spürt, dass der Autor selbst Kinder hat und mit ihrem Denken, Fühlen und Handeln vertraut ist. Die Geschichten geben auch für Erwachsene etwas her, was mich besonders gefreut hat. Lieblingssatz: "Meistens verstehen sich die Geschwister, ausser manchmal." Genau!
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Von Kindern für Erwachsene
von Marshall am 04.02.2011
Handlung:
Paul lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester in einem kleinen Dorf und erlebt dort einige amüsante Abenteuer.
Figuren:
Paul steht im Vordergrund und irgendwie hat man beim lesen das Gefühl, er wüsste das auch ... und nutzt es seinem Alter angemessen schamlos aus. Seine Schandtaten haben Spaß gemacht und man möchte glauben, dass er seinen Weg gehen wird, selbstbewusst, wie er nun einmal ist.
Sprache/Duktus:
Vielleicht nicht immer angemessen, dafür ist es aber auch ein Vorlesebuch, an dem der Vorleser / die Vorleserin ihren Spaß haben werden. Man darf nur hoffen, dass man mit diesem Buch bei den eigenen Kleinen keinen Grundstein für ähnliche Abenteuer legt, denn es wird von Junior sehr wohl verstanden, worum es bei dieser Geschichte geht.
Struktur:
Es wird erzählt, ein Ziel gesetzt und die Hauptfigur zieht alle anderen Figuren einfach mit durch die Geschichte, rücksichtlos, wie Kinder mit 5 Jahren nun einmal sind.
Zusammenfassend:
Hier lernen Kinder sehr gut, dass auch eigentlich lustige Abenteuer und klare Ziele Konsequenzen haben. Gerade in diesem Alter ist den Kindern nicht bewusst, dass andere Menschen eben anders empfinden und Situationen anders beurteilen. Ein kleiner Zeigestock, um zu sehen, was passiert, wenn man tut, was man will. Allerdings bleiben die Gedanken in diesem Altern gern an diesem Punkt stecken, eine Umsetzung ins reale Leben erfolgt nicht, ... es ist eben nur eine Geschichte. Deswegen sehe ich hier eine Geschichte für Erwachsene, die so vielleicht ihre Kinder und deren Motivation besser verstehen ... oder zumindest drüber nachdenken sollten.
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Wenn ich groß bin werd ich Weihnachtsmann
von Regina Mengel am 31.01.2011
Handlung:
Der kleine Paul und seine Familie leben in einem Dorf und teilen sich das Leben mit Tieren, Nachbarn, Freunden und viel Gemüse. Sehr liebevoll geschriebene Geschichten über das Leben eines kleinen Jungen. Besonders berührend empfand ich die Weihnachtsmanngeschichte und die Erkenntnis, dass die große Schwester den Bruder doch trotz Pub und Tät ganz dolle lieb hat. Gelungene Geschichten.
Figuren:
Ein richtiger kleiner Lausbub ist der Paul und dennoch will er gehorchen lernen. Lügen kann er auch, obwohl er schon ein schlechtes Gewissen dab ei hat. Der Sohn meiner Nachbarn ist fünf und der fände sich in Paul mit Sicherheit wieder. Alle Familienmitglieder sind liebevoll gezeichnet und stellen kindgerecht dargestellt die Menschen im Umfeld der Kinder dar. Macht Spaß. Dazu noch die Bilder und das ganze ist zauberhaft.
Sprache/Duktus:
Angenehm zu lesen und vorzulesen. Für Kindergartenkinder und sicherlich auch für Erstleser geeignet. Nette Formulierungen, die auch einmal nicht alltägliche Sprache (oftmals sind Kinderbücher sehr einfach gestrickt) für die Kinder bietet und vielleicht auch sprachlich etwas Neues lehrt.
Struktur:
Drei kleine Geschichten, die nicht direkt in Zusammenhang stehen, aber als roten Faden den kleinen Paul und sein Leben/Erleben zeigen.
Zusammenfassend:
Sehr gelungene Kindervorlesegeschichten, die auf einem angenehm hohem Niveau sind und die auch für ein Stadtkind interessant sind. Wer hat in der Großstadt schließlich noch Kaninchen im Garten und baut sein eigenes Gemüse an oder holt die Eier vom Nachbarn. Sehr schön, davon gibt es m.E. nach zu wenig. Das macht auch den Erwachsenen Spaß. Bitte mehr davon.
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Schöne Vorlesegeschichte
von MWünsche am 31.01.2011
Zusammenfassend:
Ich habe gerade mal Zeit! Diese MM Schlappohrgeschichte ist gelungen. Leider mangelt es nach meiner Erfahrung, an wirklich guten und neuen Vorlesegeschichten. Anscheinend finden Kinder unter sechs Jahren nicht statt! Doch hier wurde sehr liebevoll formuliert, mit sympathischen Menschen und Tieren und mit Moral, jedoch ohne den Zeigefinger. Diese Geschichte macht einfach Spaß und kann nach meiner Einschätzung auch Kindergartenkinder erreichen, mit dem Effekt, dass sie ans Lesen herangeführt werden und später selber zum Lesen kommen. Vorbildlich gemacht!
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Nicht nur fuer Kinder
von Ansgar am 30.01.2011
Zusammenfassend:
Leider sind meine Kinder schon zu alt, dass sie sich von mir noch etwas vorlesen lassen wuerden, aber den Paul aus Vorpommern haette ich ihnen nicht vorenthalten. Der ruhige Erzaehlton, die einfache und kindgerechte Sprache, beides wird konsequent durchgehalten, eignen sich hervorragend fuer die abendliche Bettlektuere. Und anschliessend laesst sich auch noch trefflich mit den Kleinen diskutieren. Die Idee, die Haeschen durch den Garten zu jagen, damit sie nicht in den Kochtopf kommen, ist koestlich. Die freie Schule wird auch nicht moralinsauer und besserwisserisch praesentiert, sondern humorvoll und lehrreich. Als extrem aengstlicher Vater haette ich mir allerdings in die Hose gemacht, wenn meine Kinder sich von anderen im Auto mitnehmen lassen, ohne dass weder meine Frau noch ich es wissen. Wenn die Bilder noch kommen, folgt der letzte Stern.
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niedlich
von Billie am 29.01.2011
Zusammenfassend:
süße, niedliche geschichte. so ein stück liebevolle, heile welt, in einer kindgerechten sprache geschrieben. die figur paul ist mir direkt ans herz gewachsen, pfiffiges kleines kerlchen. die paul geschichte würde ich wohl käuflich erstehen, um es an meine freundin weiter zu verschenken; da gibt es nämlich einen kleinen max, der fährt auf vorlesegeschichten ab...
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Nich in Topf kochen!
von Inga Hetten am 27.01.2011
Handlung:
Paul jagt mit Maria und anderen zwei ausgebüxte Stallhasen. *** Paul und Theo tricksen die Kindergärtnerin aus, sodass Paul am Besuch einer „freien“ Schule teilnehmen kann. (Vermutlich eine Waldorfschule - ein Schnuppertag für Fünfjährige ohne Begleitung der Eltern? - Nachtrag: Sehe gerade, es gibt auch andere "freie" Schulen.) *** Paul wird Weihnachtsmann - wirklich!
Figuren:
Paul, ein cleverer Fünfjähriger. Ich habe keine Ahnung von Kindern, sind die mit fünf schon so klug? So einfühlsam, dass Paul nicht stören will, als er Andreas mit Ronja ins Spiel vertieft vorfindet? So geschickt in der Planung der Amtsübernahme beim Weihnachtsmann? Andererseits ist Paul ja auch ein Held, die sind immer etwas größer. Und beim weinenden Weihnachtsmann passt es wieder. ;) Nachtrag: Lese, Paul könne auch sieben sein, dann passe aber die Einschulung nicht. Vorschlag: Paul könnte älter werden im Lauf der Geschichten. *** Die kleine Ronja, Pauls Spielkameradin *** Theo, Pauls Freund *** Marie, Pauls Schwester. Soll schon pubertieren, dann kann Paul aber nicht mitbekommen haben, wie sie eingeschult worden ist. *** Sympathische Autoritätspersonen, Eltern und andere Erwachsene *** Die Vorstellung der Protagonisten als gezeichneten Figuren mit kurzer Charakterisierung gefällt mir sehr gut. Liebe das bei den Asterix-Comics und in den Rabbi-Krimis von Kemelmann (dort natürlich ohne Zeichnung). *** Die Namen sind etwas altmodisch, andererseits bin ich nicht böse, dass mir Kevin-Lucas, Saskia-Birte und Frau Hauerheimser-Tütengesang erspart bleiben.
Sprache/Duktus:
Schöne Sprache! Kurze, kindereinfache Sätze, angenehm aber auch für erwachsene Leser. Der Ton ist wunderbar, nicht belehrend oder herablassend. Sehr schwierig, das so zu treffen! Die Hasenjagd wird sachlich geschildert, für den Zuschauer (Leser) ist das sehr lustig. Das Dorfleben wird plastisch, ich höre die Gänse zischen. *** Zu bekritteln gibt es nur wenig Kleinkram: S. 10 „schaute ihm dabei ganz verzückt zu, wie“ -> schaute ihm ganz verzückt dabei zu, wie - S. 13 „Das hatte sich so ergeben.“ Lese das mit Betonung auf dem „so“ und würde daher statt des Punktes einen Doppelpunkt setzen. – S. 13 „Mach ich gleich, Mama…“ -> Mama … - S. 17 „z.B.“ -> zum Beispiel – dito, „Hat jeder ein Kind von hier, der oder die sich um euch kümmert?“ -> Hat jeder von euch ein Kind von hier, das sich um ihn kümmert? Auf „oder sie“ würde ich verzichten, außer in "freien" Schulen wird so geredet. – S. 19 „seine neues Schwert“ -> sein – S. 23 „benehmen muss“, „kriegt“ -> benehmen musste, kriegte – S. 27 „daraufhin hatte Paul sie angeschrien“ -> schrie Paul sie an *** S. 33 „Ja“, sagte Paul, „heute klär ich das hier. (…)“ Köstliche Szene! *** S. 13 „Matschhose“, herrlich. Erinnert mich an „Schmierblatt“.
Struktur:
Drei in sich abgeschlossene Geschichten, denen der Hauptdarsteller gemeinsam ist. Halb spricht ein Erzähler, halb wird aus der Sicht des Kindes erlebt - Moment, der Erzähler zeigt sich so richtig glaube ich nur in "Dummerweise fing Paul jetzt auch noch an zu rennen." auf Seite 8.
Zusammenfassend:
Paul, ein Landkind, wächst in einer heilen Welt auf. Eine Packung Eier kostet einen Euro, an Weihnachten wird selbst gebacken. Erwachsene sind stets freundlich, reagieren nicht gestresst, sie machen sich Sorgen, werden dabei aber nicht hysterisch. Paul erlebt noch richtige Abenteuer, weil er niemals faul vor dem Fernseher herumliegt. Er besitzt auch keinen Kindercomputer oder ein Telefon. Meines Erachtens macht das Pauls Abenteuer für Erwachsene reizvoll – seine Welt erinnert sie an die eigene Jugend. Sie ist allerdings auch etwas zu idyllisch. Der Autor spricht im Forum von weiteren Geschichten. Ich wüsste gern, ob Paul dort auch mit Alltagstechnik, unfreundlichen Erwachsenen oder Ähnlichem klarkommen muss. Im Stillen Kämmerlein kam ich auf vier Sterne plus Flieger.
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Voila, der fehlende Flieger...
von Malu am 26.01.2011
Handlung:
Der fünfjährige Paul ist ein niedliches, aber auch ganz schön cleveres Kerlchen! Immer mal wieder trickst er die Erwachsenen aus, ob er heimlich zum Schnuppertag in die Schule geht oder aber Weihnachtsmann spielt.
Figuren:
Als da wären: Paul, seine Eltern, seine ältere Schwester Marie, Oma Grothke, die Nachbarin, die Kaninchen Knabbelinchen und Hoppelinchen- die hoffentlich am Weihnachtsfest nicht doch noch im Kochtopf gelandet sind...
Sprache/Duktus:
Der Autor bedient sich einer für Kinder einfachen, ruhigen, verständlichen Sprache, die sich zum Vorlesen eignet. Die Dialoge sind ebenfalls kindgerecht und gelungen.
Struktur:
Es gibt zwei Geschichten zu lesen, die beide mit gewisser Spannung von A nach B tragen.
Zusammenfassend:
Hach, was für eine schöne, heile Welt, wo Mutter auf Weiterbildungskurse- in ihrem sicher ganz wichtigen Beruf geht- und dennoch Kinder hat, Kaninchen, und noch dazu einen großen Garten mit allerlei Gemüse bewirtschaftet... Oder ist der Vater Hausmann? Der Rosenkohl war mir irgendwie zuviel, sorry, obwohl auf diese Weise Kinder ganz nebenbei etwas über verschiedene Kräuter und Gemüse erfahren. Gut gefallen hat mir die Vorstellung der Figuren zu Beginn des Büchleins, wobei leider noch die Bilder fehlten. Könnte aber am Umbau der neobooks-Seite liegen. Paul wächst in eben dieser Welt auf, wo jeder für jeden da ist, die Nachbarschaft sogar noch beim Kaninchenfangen hilft und wo natürlich auch die Lehrerin eine ganz Nette ist, von der Paul auch noch erfährt, was Vertrauen ist. Wenn Mutter am Morgen aus dem Schlaf geweckt wird, ist sie auch gleich ganz doll nett und gar nicht brummig. Zum Glück gab es einen doch leicht hintertriebenen Vater, der einen Trick anwendet, um die Kinder zum Füttern der Tiere zu bewegen: Er erklärt kurzerhand, dass er sie dick füttern will, um einen leckeren Braten zu kriegen und erntet natürlich Protest. Und zum Glück kam irgendwann die Stelle, wo Paul 'auf einmal Lust hatte, zu schubsen' . Hurra, ein richtiger kleiner Mensch! Würde mich freuen, wenn der Autor seine Figuren insgesamt noch ein klein wenig menschlicher, greifbarer machte. Das vertragen Fünfjährige schon gut, vor allem, wenn sie so gewitzt sind wie Paul. Pauls Ausdrucksweise empfand ich hier und dort als zu gehoben für einen (durchschnittlichen) Fünfjährigen, ebenso, dass er wie selbstverständlich frohe Feiertage wünscht oder sich als alten Mann bezeichnet, der kein ICE ist. Aber gut, das hat er wohl vom Vater gehört. Insgesamt hat mir die ruhige Erzählweise des Autors sehr gefallen, auch die Lektionen, die Paul zu lernen hat, wie z.B.: Ein Geschwisterkonflikt heißt noch lange nicht, dass man einander nicht lieb hat. Zum Lachen brachte mich der Ausdruck Pup and Tät: Eine Verkäuferin unseres Dorfes, die für Clearasil Pickelsalbe Werbung machte, pflegte nämlich stets zu uns Jugendlichen zu sagen: Die ist besonders gut in der Pubanität...
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Paulchens kleine Abenteuer!
von fraun am 26.01.2011
Handlung:
Pauls Zwerghasen Kabbeline und Hoppelinchen flüchten aus dem Kaninchenstall. Paul und seine Freunde müssen sie wieder einfangen. +++ Paul will auch in die Schule, genau wie Marie. Und zwar in eine freie Schule. +++ Paul will Weihnachtsmann werden (wenn er groß ist)
Figuren:
Knirps Paul, fünf Jahre alt, Marie, Ronja, Oma Grothke, Papa ... +++ Paul ist die Hauptfigur, um die sich alles dreht und wendet.
Sprache/Duktus:
Sehr schön geschrieben, in einfacher und kindhafter Sprache gehalten. Es soll ja was für die kleinen Leser sein. Die werden sicher ihre Freude daran haben. Die einzelnen Kapitel sind auch nicht zu lange, was ich besonders wichtig finde, damit die Kleinen beim Vorlesen nicht überfordert werden. Gefallen hat mir auch die leicht zu lesende Schrift in den großen Fettbuchstaben. Sprachlich sind mir keine Fehler aufgefallen.
Struktur:
Drei Vorlesegeschichten für Kinder. Einfacher Aufbau und klare Erzählweise, problemlos zu verstehen.
Zusammenfassend:
Gelungene Vorlesegeschichten für Kinder im Vorschulalter, um sie vielleicht an das Lesen zu gewöhnen. Kann ich mir auch sehr gut als GuteNachtGeschichten vorstellen. Bei der Hasenjagd musste ich schmunzeln und an die Zwerghasen von mir und meinem Bruder denken, die uns auch öfters ausgebüxt sind.+++
Ich denke mal, auf der ersten Seite kommen noch Bilder oder Zeichnungen rein. Vielleicht sind sie auch bei meinem Download verschluckt worden? +++ Insgesamt betrachtet sind Paulchens Abenteuer für mich 4 Sterne und eine Empfehlung wert.
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Weihnachten mit Paul
von Sylvia Dölger am 25.01.2011
Handlung:
Es dreht sich alles um den fünfjährigen Paul, der seine Welt auf Trab hält, ob er Hasen jagt, eine freie Schule für sich sucht oder Weihnachtsmann werden will.
Die Geschichten sind von der Handlung für Vorschulkinder geeignet, machen einfach Spaß oder wecken sogar die Lust auf die Schule, was mir natürlich besonders gut gefällt.
Ich nehme an, dass diese freie Schule nach dem Modell von Montessori gestaltet ist. Die Umsetzung und der Begriff gefallen mir gut. Meine Lieblingsgeschichte ist die Weihnachtsgeschichte. Wobei ich den Brauch nicht kenne, dass der Weihnachtsmann am Heiligen Abend erscheint sondern eher am Nikolausabend. Dann bin ich noch über das Fahrradfahren im Schnee gestolpert. Da würde ich noch mal drüber nachdenken.
Figuren:
Paul und Marie sind sehr liebevoll und authentisch gezeichnet. Ich kann sie mir gut vorstellen. Die Idee mit Pup and Tät ist genial. Vielleicht ist der Fünfjährige aber etwas zu clever, vor allem von seinem Ausdruck. Die Kinder in meiner Umgebung sprechen nicht so ein perfektes Deutsch. ;-)
Sprache/Duktus:
Die Kindergeschichten lesen sich leicht. Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob die Perspektiven stimmen. Also ob der allwissende Erzähler so passt. Dann sind mir einige Ausdrücke etwas zu gehoben für Kinder. Weniger ist mehr - meiner Meinung nach. Die Namen sind dafür sehr gelungen.
Struktur:
Jede Geschichte ist in sich spannend aufgebaut und gut nachvollziehbar.
Zusammenfassend:
Prädikat: Pädagogisch wertvoll. Zudem denke ich, dass diese Geschichten die Leselust wecken und dem jungen Leser eine Möglichkeit der Identifikation bieten. Deshalb empfehle ich das Werk gerne, ziehe aber einen Stern für die Sprache ab.
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Paule, Paule, was treibst’e den janzen Tach?
von /user/ am 22.01.2011
Handlung:
Zunächst muss der Junge seine entwischten Hasen einfangen. Langweilig? Nicht, wenn Paul das macht. Da passiert eine ganze Menge und die Nachbarschaft muss helfen. Knabbeline und Hoppeline – zum Verlieben schön die Namen. Der lötende Papa – super.
Dann kommt etwas, was es in meiner Familie auch schon gab. Ein kleiner Junge will freiwillig und vorzeitig zur Schule gehen, natürlich in eine besondere. Das geht schon mit fünf! Paul will dort gehorchen lernen, das ist nicht ohne! Die Weihnachtsmanngeschichte. Ich könnte mich schon am Anfang kringeln – Pup und Tät. Mama und ihr kleiner Strolch, Schwester Marie soll in sich gehen – herrlich geschrieben. Der Rest? Selber lesen!
Figuren:
Sehr schön finde ich die knappe Vorstellung der Hauptfiguren am Anfang. Mit den fehlenden Bildern dann sehr passend für ein Kinder- und Jugendbuch. Paul muss man mögen, aber auch die anderen Kinder, weil es eben Kinder sind (nein, weil die Figuren so geschrieben wurden, dass sie nichts anderes sein können – ganz großes Kompliment). Die Berührungspunkte zu den vorkommenden Erwachsenen sind so alltäglich, dass man gar nicht an ihrer Authentizität zweifeln mag.
Sprache/Duktus:
Sehr anrührend und warmherzig, wunderschöne Bilder erzeugend, die eigene Kindheit zurückholend. Seufz. Leider nur drei Geschichten, wenigstens nicht so sehr kurz, aber auch nicht länger sollten sie sein, wenn man sie vorlesen möchte. Und dafür sehe ich die Geschichten auch gedacht – eher nicht zum selber Lesen für (allein gelassene) Kinder, denn hie und da braucht es dann erklärende Worte. Zu „kritischen“ Formulierungen und weniger kindgerechten Satzstrukturen steht unten schon genug – einfach ändern und das Ganze wird rund, gesund, kunterbunt.
Struktur:
Einfach, geradewegs durchlaufend, sehr gut vorlesbar. Nur die Fußnote gefällt nicht.
Zusammenfassend:
Als Erwachsener, mit Wehmut an vergangene Zeiten erinnert worden, fand ich ein paar Dinge, die mir sehr, sehr bekannt vorkamen. Und so muss es auch in Kinderbüchern sein. Sie müssen so geschrieben sein, als hätte man es selbst erlebt. Diese Wirklichkeitsnähe kann man zwar durch Fantasie ausgeschmückt, aber Vorsicht. Gerade Kinder haben ein sehr feines Gespür dafür, wenn man übertreibt. Das passiert hier nicht, weshalb ich jederzeit diese Geschichten in einem Kindergarten vorlesen würde. Besonders freut mich, dass damit auch einige erzieherische Wirkungen einfließen, so ganz unbemerkt, still und heimlich, wenn die Kleinen beim Zuhören mit ihren großen Augen über Paul staunen (würden). Am liebsten möchte ich gleich losmachen ... Mein lieber Martin Mehner, das hast du sehr gut geschrieben. Setzen. Eins plus. Volle Punktzahl.
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Pup and Tät
von Sumpfhexe am 17.01.2011
Handlung:
Es werden einige Geschichten vom fünfjährigen Paul aus Vorpommern erzählt. Er jagt Kaninchen oder Hasen, möchte auf eine freie Schule gehen und Weihnachtsmann spielen.
Figuren:
Der fünfjährige Paul ist ein pfiffiger, lieber Junge, immer zu Streichen aufgelegt. Die sind aber in aller Regel harmlos, auch wenn er seine Familie dabei auf Trab hält. Andere Figuren sind seine Familienmitglieder, die wegen der Kürze der Episoden insgesamt mehr im Hintergrund bleiben. Ganz toll fand ich die Vorstellung der Mitwirkenden auf der ersten Seite. Gute Idee, würde bei vielen anderen Romanen oder Erzählungen ebenfalls Sinn machen.
Sprache/Duktus:
Im Allgemeinen schön und einfühlsam erzählt. Gelegentlich eine etwas unglückliche Formulierung "zog etwas sehr direkt an den Löffeln" - zog heftig bzw. ungeschickt an den Löffeln, fände ich besser. Allerdings ziehen sich die einzelnen Episoden etwas in die Länge, und ich vermisse so was wie eine Pointe, zumindest in den ersten beiden Geschichten.
Zusammenfassend:
Als Zielgruppe kommen für mich eher Erwachsene in Frage. Ob das was für Kinder ist, weiß ich nicht; wenn, dann mit Illustrationen. Was sind denn freie Schulen? Muss man die kennen? Kurzum: nette Erzählungen, aber mir fehlt ein wenig "Pepp" dabei. Für mich würden die Geschichten mit ein, zwei herzhaften Lachern dazwischen viel gewinnen. Die Weihnachtsmann-Geschichte finde ich mit Abstand am schönsten. Auch ich dachte zunächst an eine länger zurückliegende Zeit, wegen Vorpommern. Und war dann ganz erstaunt wegen dem Euro....
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Sehr schöne Kindergeschichten
von Florian Tietgen am 13.01.2011
Handlung:
Paul jagt seine Hasen: Durch ein Versehen entwischen beide Hasen aus ihrem Stall und müssen wieder eingefangen werden. Interessant hierbei vor allem, was alles nebenbei passiert und wie viele Personen beteiligt sind. ** Paul will in eine freie Schule: Weil sein Freund mit der Schule angibt, in die er kommt und es dort einen Schnuppertag gibt, schleicht Paul sich zu diesem mit. - Das Geschehen ist konzentrierter auf dieses Ereignis und Pauls Wunsch fokussiert. ** Paul wird Weihnachtsmann: Eigentlich sagt er es nur im Streit, mit seiner Schwester, aber dann entdeckt Paul in dieser Ankündigung die Chance, seine Schwester könnte endlich mal die Rute vom Weihnachtsmann bekommen und tut deshalb alles dafür, am Heiligen Abend der Weihnachtsmann zu sein. Das gelingt ihm, nur geht alles schief und am Ende stellt er fest, dass er seiner Schwester mit der Rute Unrecht getan hat.
Figuren:
Die Figuren sind alle liebevoll ausgestattet und stimmig. In den ersten beiden Geschichten erschien mir Pauls Schwester aber jünger, in der dritten wunderte mich die Pubertät deshalb ein bisschen. Sie bekommen durch Handlung oder direkte Rede Leben (etwa durch den Gänsebesen). Einige Personen, wie etwa Frau Herbst, die Kindergärtnerin, bleiben durch die Kürze des Auftritts etwas blass, was aber nicht störend ist. Sie erfüllen ihre Funktion.
Sprache/Duktus:
Da dies Buch zum Vorlesen für Kinder gedacht ist, sind in diesem Fall die Füllwörter hilfreich, da sie die Betonungen erleichtern. Einige "dass"-Konstruktionen würde ich gerade deshalb umformulieren. Sätze wie "Eigentlich war Paul sich sicher, dass sein Papa so was niemals tun würde, aber bei Erwachsenen konnte man sich ja nie richtig sicher sein" werden durch die vielen "s" beim Vorlesen gern zu Zungenbrechern, auch, wenn man weder lispelt noch nuschelt. Viele scharfe S-Laute machen die Sprache beim Vorlesen hart. Finde ich die Sprache gerade durch die Füllwörter auch grundsätzlich sehr kindgerecht, ist mir ein Satz in seiner Form ebenfalls noch negativ aufgefallen, nämlich "Als Paul schon dabei war, in die Hocke zu gehen, trommelte ..." - Bei solchen Sätzen frage ich mich immer, warum so indirekt? Da ist auch gerade beim Vorlesen der einfache Weg: Als Paul gerade in die Hocke ging, trommelte ... ** Auf solche Stellen und auf die vielen S-Laute vielleicht noch mal schauen. Vielleicht auch mal laut lesen und dabei aufnehmen. Dann hörst du sicher, was ich meine.
Struktur:
Die Struktur aller Geschichten ist chronologisch, es wird in 3. Person aus der Perspektive Pauls erzählt. Zum Vorlesen ist das ideal.
Zusammenfassend:
Die Geschichten sind liebevoll und kindgerecht und haben mir gut gefallen. Gerade weil diese liebevolle Ausgestaltung es so schön hergibt, ließen sich ganz sicher tolle Illustrationen dazu schaffen. Einzeln als Bilderbuch würde jede Geschichte noch viel besser wirken.
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Pup und Tät und viel Gefühl
von Oliver Fehn am 28.12.2010
Handlung:
Die ersten beiden Geschichten - von den entlaufenen Kaninchen und der "freien Schule" - waren gut, aber nicht so spektakulär. Dann las ich die Geschichte vom kleinen Paul als Weihnachtsmann - und war hin und weg. Schöner kann man die tiefe Zuneigung, die sich oft hinter Geschwisterrivalität verbirgt, kaum darstellen.
Figuren:
Ich beschränke mich mal auf die Weihnachtsgeschichte: Da sind die wichtigsten Figuren der kleine Paul (5), den der Autor vielleicht zwei Jahre älter machen könnte (was zu seiner Pfiffigkeit und Schläue besser passen würde), seine Schwester Marie, die bereits in der "Pup und Tät" ist, sowie einige andere Figuren aus der Familie und Nachbarschaft.
Sprache/Duktus:
Ein dichter Erzählstil, frei von Ballast und überflüssigen Adjektiven. Klar, das Buch ist für Kinder geschrieben - aber ich wünschte mir, auch manche Erwachsenen-Texte würden mit Wörtern so ökonomisch umgehen.
Struktur:
Lässt sich bei einer Geschichtensammlung schlecht definieren. Die Fußnote mit den Hasen bzw. Kaninchen ist verzichtbar, so was macht sich in belletristischen Werken nicht allzu gut.
Zusammenfassend:
Die Weihnachtsmann-Geschichte wäre bereits umfangreich genug für ein kleines Kinderbuch mit großzügigem Layout und Illustrationen. Ich glaube, dass sie mir als Kind sehr gut gefallen hätte. Als Erwachsenem gefällt sie mir nicht minder - und zwar, weil sie schafft, was viele Bücher nicht schaffen: Das Herz des Lesers zu berühren, ohne dabei kitschig zu sein.
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Paul aus Vorpommern
von Trompeter am 07.12.2010
Zusammenfassend:
Die Geschichten vom kleinen Paul sind zauberhaft. Besonders begeistert hat mich die Geschichte vom Weihnachtsmann. Für kleinere Kinder (aber auch für die "Großen") wären ein paar Zeichnungen noch nett.
Als Kritik möchte ich anmerken, dass ich den Titel nicht so ansprechend finde. Man vermutet nicht, dass sich dahinter drei wirklich liebenswürdige Geschichten verbergen.
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Sehr einfühlsame Kindergeschichten
von Birgit Böckli am 18.11.2010
Zusammenfassend:
Hallo Martin,
bin mal gespannt, ob sich meine Rezension diesmal abschicken läßt. Ich fand die geschichten um den kleinen Paul wunderschön erzählt, besonders die Weihnachtsmann-Geschichte hat mir gut gefallen. Ich hoffe, es gibt noch mehr von diesen Texten, dann könnte ich mir ein Buch damit durchaus vorstellen.
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gute Ansätze, aber ...
von Brigitte am 22.10.2010
Zusammenfassend:
Nette kleine Geschichten, aber z.T. mit Überarbeitungsbedarf. Obwohl sie ein bisschen auf die Tränendrüse drückt, gefällt mir die Weihnachtsmanngeschichte am besten. Sprachlich erschienen mir die Texte nicht immer sicher in der Wortwahl; inhaltlich teilweise eher zum Schmunzeln für Erwachsene, als zum Vorlesen für Kinder geeignet. Beispielsweise der Gag mit der Pubertät.
Die Schulgeschichte ist gut und weitgehend realistisch was das Verhalten der Jungs betrifft - die Erwachsen dagegen erscheinen mir zweifelhaft. (Die Ausführungen der Lehrein zur Schule eher wie "Werbung" für ein System, als dazu geeignet potentiellen Schülern etwas zu vermitteln).
Der Titel „Paul aus Vorpommern“ erweckt in mir die Erwartung eines Textes aus der Nachkriegszeit (ich hoffe, damit trete ich niemandem auf den Schlips) – und Vorpommern spielt eigentlich keine deutliche Rolle in den Geschichten (vielleicht in den Weihnachtstraditionen) – daher vielleicht noch mal überdenken.
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Ab in die freie Schule
von /user/ am 14.10.2010
Zusammenfassend:
Oje, wenn dieses Buch veröffentlicht wird, wollen bestimmt alle Kinder in die freie Schule und die gibt es doch gar nicht überall ;-). Paul ist toll - ein kleiner Junge mit eigenem Köpfchen. Die Sprache ist kindgerecht und doch mit manchen Ausdrücken und Beschreibungen (Variant-Diesel, Kaninchen-Hasen) eine kleine Herausforderung in positivem Sinn.
Jetzt noch ein paar schöne Illustrationen, dann ist es perfekt. Ein nettes Kinderbuch, natürlich, lustig und lebensnah.
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Sehr schön!
von Kratzfeder am 10.10.2010
Handlung:
Kleine Geschichten um Paul, seinen Alltag den er in einem Dorf erlebt, seine kleinen Sorgen und Streiche.
Figuren:
Paul ist sehr warm geschildert mit seinen Ideen und Gedanken, seinen Plänen und Umsetzungen. Auch die Eltern und Nachbarn, die Schwester und die Erzieherin von Paul bekommen in den kleinen Geschichten ihr Gesicht.
Sprache/Duktus:
Eine schöne, sehr kindgerechte Sprache. Manchmal holpert es noch ein wenig, so klingt nachgeahmte Kindersprache (wie bei Ronja) in der Verschriftlichung selten überzeugend.
Struktur:
Kleine, in sich abgeschlossene Erzähleinheiten. Von der Länge für 5-Jährige vielleicht fast ein wenig zu lang, aber das ist sicher auch individuell verschieden.
Die Themen sind sehr gut gewählt, kleine "Alltagsprobleme" wie das Hasenjagen, das Brechen von Regeln und die Konsequenzen (Freie Schule; Weihnachtsgeschichte)
Zusammenfassend:
Mir haben die Geschichten sehr gut gefallen. Vor allem der warmherzige Erzählton, die klugen Ideen von Paul, seine Pfiffigkeit und vor allem, die versteckten und so ganz ohne moralischen Zeigefinger gezogenen "Erkenntnisse", die Paul in und aus seinen Aktionen begreift.
Das war besonders schön in der Weihnachtsmanngeschichte.
Sicher wäre noch einiges zu tun, aber die Richtung passt! Meine Empfehlung.
Kommentar von Martin Mehner am 11.09.2011
Es ist ja nicht zu fassen, ArnoldAndreas. Jetzt nimmst Du Dir schon das dritte Werk von mir vor und gehst so behutsam und gründlich-liebevoll damit um. Ich habe sehr zu danken :)) Wenn dieses Wochenende rum ist, kriege ich auch wieder die Nase ein wenig über Wasser. Dann ist endlich mal was von Dir dran. Herzliche Grüße, Martin Mehner.