Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Bitte mehr davon
von
JuLie am
07.07.2012
Handlung:
Tina arbeitet als Songtexterin. Für die Band ihres Ex-Freundes soll sie einige Texte schreiben, doch ständig schleichen sich andere Wortfetzen in ihre Gedanken.
Die Geschichte beginnt sehr interessant und ich wüsste zu gerne wie es weitergeht.
Figuren:
Tina wird bisher am besten dargestellt. Sie ist die Hauptprotagonistin und da die Handlung stark von ihrer Gedankenwelt begleitet wird, kann man sich gut in sie hineinversetzen. Sie wirkt symphatisch und ihr Liebeskummer ist gut nachvollziehbar.
Über die anderen Protagonisten, wie Katja und Piet, kann ich mir bereits ein Bild machen. Ob sie allerdings wirklich so sind, wie Tina sie wahrnimmt bleibt natürlich fraglich.
Sprache/Duktus:
Gewohnte flüssige Sprache in der viel Gefühl mitschwingt. Die bisherigen Zeilen der möglichen Liedtexte haben mich berührt.
Einige Doppelungen würde ich rausstreichen (das mehrfache Fragen, woher die Textzeilen stammen, warum sie in ihren Gedanken sind).
Struktur:
Die Ich-Perspektive gefällt mir sehr gut. Es ist einfacher sich in die Protagonistin hineinzuversetzen.
Die Geschichte verfolgt einen roten Faden und ist chronologisch aufgebaut. Einzelne Rückblenden wirken nicht störend auf den Handlungsverlauf.
Zusammenfassend:
Was soll man noch sagen? Ich würde gerne weiterlesen, aber leider ist die Leseprobe schon zu Ende.
Nancy schreibt qualitativ gute Bücher in einem Tempo, dass mich immer wieder überrascht.
Ich bin überzeugt davon, dass auch "Das Luftblumenhaus" wieder wunderbar werden wird, wie z.B. auch "Unser sechszehntes Jahr" oder "Schlaflos im Tofuwürstchen".
Natürlich gibt es dafür 5 Sterne und einen Flieger.
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Sehr schöner Titel!
von
Schmettermaus am
05.07.2012
Handlung:
Eine Songwriterin zieht in ein Haus, in dem bereits jemand anderes wohnt: die Liebe. Diese beeinflusst nun stark ihr Leben und auch ihr Schaffen. Die Grundidee ist wunderschön, bedient die Assoziationen, die Cover und Titel wecken.
Figuren:
Die Figuren sind wunderbar getroffen. Manchmal an der Grenze dazu etwas kitschig zu sein, aber liebevoll gestaltet.
Sprache/Duktus:
Sprachlich finden sich wunderschöne Gedankenbilder, worauf der originelle Titel schon hoffen ließ. Der Stil der Autorin gefällt mir. Die Songtexte waren mir nicht so lieb, wie die erzählenden Passagen, auch wenn sie im Kontext und zum Beruf der Protagonistin gut passen. Die Grenze zwischen Poesie und Schmalz ist manchmal fliessend. Mir schien sie an der einen oder anderen Stelle etwas überschritten, was aber durch andere, tolle Formulierungen wieder gutgemacht wird.
Struktur:
Ein wenig Spannung wurde genommen, dadurch, dass man schon sehr viel über den Inhalt im Vorfeld erfährt. Ein subtilerer Text, der die Leser anlockt, wäre beim fertigen Buch zu wünschen.
Zusammenfassend:
Das Luftblumenhaus ist eine erfrischende, liebevoll aufbereitete Geschichte, bzw. ein gelungener Anfang einer solchen. Ich wünsche der Autorin, Nancy Salchow, viel Glück in diesem Wettbewerb und viel Erfolg für ihr Buch.
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Ein Pusteflieger für Nancy
von
Kratzfeder am
04.07.2012
Handlung:
Tina, eine Songwriterin. Zieht sich zum ruhigen Arbeiten, in ein kleines Ferienhaus zurück. Allerdings möchte sie dort auch ein wenig mehr Abstand zu ihren Gefühlen zu Piet bekommen. Piet, mit dem sie eine Beziehung hatte, hat sie wegen seiner Ex verlassen, die nun auch ein Kind von ihm hat. Beim Schreiben der Texte passieren Tina seltsame Dinge. Fast in einer Art „ecrit automatique“, schreibt sie nicht nur ihre Lied-Texte nieder, sondern Inhalte, von deren Ursprung sie keine Ahnung hat.
Laut Klappentext, scheint in dem Haus die „Liebe“ zu wohnen, inwieweit, dies einen Einfluss auf Tinas Leben hat, bleibt abzuwarten.
Nette Idee, zusammen mit der Liebe unter einem Dach zu wohnen :-) Aber dass Amor „Herzchen schießt“, war mir neu, ich dachte immer, er schießt mit seinen Pfeilen direkt IN die Herzen :-)
Figuren:
Tina, die Songwriterin, immer noch sehr verletzt, weil Piet sie verlassen hat
Sehr schön, S. 8f. Die Gedankenkette der ach-so-menschlichen-Verstrickungen von Menschen, die sich eigentlich nicht weh tun wollen und es dennoch tun.
Katja, die ehemalige Schulkollegin … schön in ihrer nervenden Dämlichkeit, für meinen Geschmack etwas zu viele Klischees … und dadurch schnell an der Grenze zum Unglaubwürdigen.
Piet, von dem man bislang eher nur indirekt etwas erfährt.
Sprache/Duktus:
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Tina erzählt. In leisen Tönen und teils wehmütigen Gedanken, wird der Leser mit in die Gdankenwelt von Tina entführt. Sehr schön.
Kleine sprachliche Unsauberkeiten, aber nichts Gravierendes. (Bsp. Neun Uhr = neun Uhr; ebenso: neun bis achtzehn Uhr „Nach einem flüchtigen Blick in den Spiegel, der nichts Gutes verhieß …“ Wer? Der Blick? Der Spiegel? +++ „Schien in ihrem Eifer nicht zu bremsen zu sein (klingt etw. holprig) ++ Man, du hast aber = Mann, du hast aber …)
Struktur:
Vom Prolog einmal abgesehen, entwickelt sich die Geschichte (bislang) langsam und leise, chronologisch, mit kleinen (gedanklichen) Rückblicken.
Schade fand ich, dass der Prolog (bzw. Auch der Klappentext) schon so viel vorwegnimmt und damit verrät. Denn eigentlich werden die nötigen Informationen doch sehr schön „bröckchenweise“ eingebaut, so dass ich als Leser neugierig auf mehr gemacht werde. Durch den Vorspann weiß ich nun schon alles … für mich wäre er ohne „Schaden“ völlig verzichtbar, ich meine sogar, der Text würde dadurch gewinnen.
Insgesamt fand ich die Leseprobe an manchen Stellen etwas zu redundant, vor allem, wenn z.B. Piet etwas erzählt, was gerade davor schon von Tina „gedacht“ wurde. Da wäre eine etwas straffere Führung sicher denkbar.
Zusammenfassend:
Auch wenn diese „typische“ Frauenliteratur und Liebesgeschichten nicht wirklich mein bevorzugtes Genre sind ;-) haben mich dieses Mal dieser unglaublich schöne Titel „Luftblumenhaus“ und auch das sehr stimmungsvolle Cover angezogen. (Wobei ich mich gefragt habe, ob es nicht doch ZU sehr schwedisch ist??) …Wie immer skizziert Nancy Salchow mit einer ihr eigenen Leichtigkeit den Anfang einer Geschichte hin, die – nach Abschluss – ganz sicher ihre Leser finden wird. Für meinen Geschmack war es noch etwas zu langatmig (durch die Redundanzen) und wirkt noch ein wenig zu sehr wie ein Anfang, von dem man nicht weiß, wo die Reise hingehen soll. Der Prolog/Klappentext verrät auf eine Art zu viel, auf eine andere Art bleibt es aber denkbar vage, was denn eigentlich geschehen wird/geschehen soll. Wegen diesem doch etwas vagen „Anfang“, der durch seine etwas überlang ausgedehnten Szenen auch noch wenig „bietet“ möchte ich gerne noch etwas abziehen, um Luft(sterne) nach oben zu haben. Dennoch denke ich, dass diese Art der Literatur, dass Nancy sicherlich ihre Leser hat und finden wird, deshalb gerne von mir vier* und eine Pusteblume dazu :-)
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Luftblumenhaus
von
Liana am
04.07.2012
Handlung:
Tina will Songtexte für die Band ihres (Ex)Lovers schreiben. Hier, wo sie auch ihre Kindheit verbracht hat, scheint jedoch nicht der rechte Ort zu sein, um professionellen Abstand zu gewinnen. Ob Tina diesen Abstand überhaupt sucht, sei dahingestellt. Ein Geheimnis um Mella wird angedeutet. Ich würde gern erfahren, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
Der Titel ist wunderschön. In jeder Buchhandlung würde ich das Buch allein deswegen aus dem Regal nehmen.
Das Cover ist ebenfalls schön, ließ mich allerdings sofort an Schweden denken. Aus meiner alten Heimat Schleswig-Holstein kenne ich diese roten Holzhäuser nicht. Da würde ich eher an Fachwerk oder Reet denken.
Figuren:
Die Figuren sind schön gezeichnet. Tina wird schon auf der ersten Seite lebendig. Katja in dorfschönem Joggingoutfit ... ein Highlight!
Sprache/Duktus:
Eine schöne Sprache, in der immer wieder so etwas wie Poesie mitschwingt.
Handlung, Dialoge und Gedanken sind gut dosiert. Das Lesen macht einfach Spaß.
Struktur:
Wir begleiten die Ich-Erzählerin Tina in ihren Arbeitsurlaub.
Zusammenfassend:
Ich habe das Werk erst jetzt entdeckt, sonst hätte ich schon früher gelesen. „Das Glück im Augenwinkel“ gefiel mir sehr gut. Ich wurde auch hier nicht enttäuscht. Von der ersten Zeile an wird der Leser mitgenommen. Tinas Gedanken, die Telefonate, ihre Begegnung mit Katja: Alles ist greifbar und glaubhaft. Das Geheimnis um Mella ist das Tüpfelchen auf dem i, um den Leser zu fesseln.
Für den Wettbewerb wünsche ich dir den verdienten Erfolg. LG Liana
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Ferienhaus mit Magie
von
Fladi am
04.07.2012
Handlung:
Tina, professionelle Texterin, hat sich von Piet, Gattung begabter Gitarrist, trotz ihrer noch nicht überwundenen Trennung, überreden lassen, erneut Songtexte für seine Band zu schreiben. Um Abstand und Ruhe zu haben, mietet sich Tina in einem romantischen Ferienhaus an der Ostsee ein, das sich in ihre Songtexte einzubringen scheint.
Figuren:
Bereits nach ein paar Sätzen kann man sich die Figuren gut vorstellen, jedenfalls so wie Tina sie sieht ... und hat nicht jeder schon mal eine Katja getroffen :-) (Das Joggingoutfit ist echt klasse!)
Tina selbst entsteht durch ihre Gedanken und Reaktionen, und das ist sehr gut gelungen.
Sprache/Duktus:
Flüssig und äußerst angenehm zu lesen. Tinas Gedanken, mal kurz und knapp, mal etwas länger, kommen, wie auch die Telefonate, sehr glaubhaft rüber. Bei den Songtexten bin ich etwas unschlüssig, vor allem bei den beiden kurz aufeinanderfolgenden Wiederholungen.
Struktur:
Klar, verständlich, fortlaufend; Ich-Perspektive, Tina erzählt die Geschichte mit Betreten des Ferienhauses, ihre Gedanken geben alle nötigen Informationen.
Zusammenfassend:
Ein schöner, einfühlsam geschriebener Beginn einer Liebesgeschichte, die hoffentlich noch einiges an Überraschungen birgt. 5*, mehr gibt’s nicht zu sagen, außer: LP zu kurz. :-)