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Verlorene Ideale
von Ulder am 28.11.2011
Handlung:
Zwei befreundete Abiturienten in den Wirren des II. Weltkrieges und ihre Entwicklung.
Figuren:
Die beiden Hauptfiguren, Jugendfreunde mit gegensätzlichen Meinungen, Robert, ein überzeugter Nazi, Franz, der Sozialdemokrat.
Sprache/Duktus:
Flüssig und detailliert geschrieben bleibt es durchweg spannend. Die Schilderungen des Krieges zeugen von ausgesprochener Sachkenntnis. Der mehrfach kritisierte etwas distanzierte Schreibstil passt meiner Meinung nach gut zu diesem Thema.
Struktur:
Es werden zwei Handlungsstränge geschaffen, bedingt durch die unterschiedlichen Protagonisten, die gut miteinander verknüpft sind.
Zusammenfassend:
Ein wichtiges Thema, das nie in Vergessenheit geraten darf. Einwürfe wie 'nicht schon wieder' sind meiner Meinung nach völlig fehl am Platz. Mit jeder Geschichte zu diesem Thema wird gegen das Vergessen angeschrieben. Und das ist hier meiner Meinung nach gut gelungen.
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Lesenswert
von amalia am 28.10.2011
Zusammenfassend:
Dieses Buch sollte bald auf dem Tisch der Lektorin landen. Es ist flüssig zu lesen, gut strukturiert und hat eine Aussage, die einen nicht kalt lässt. Der Schreibstil ist souverän.
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Lesenswert
von amalia am 28.10.2011
Zusammenfassend:
Dieses Buch sollte bald auf dem Tisch der Lektorin landen. Es ist flüssig zu lesen, gut strukturiert und hat eine Aussage, die einen nicht kalt lässt. Der Schreibstil ist souverän.
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Schade!
von Leeby81 am 07.10.2011
Handlung:
Als ich die Handlung im Klappentext gelesen habe, musste ich direkt an die Serie "Fackeln im Sturm" denken. Da dort auch eine Freundschaft in den Wirren des Krieges zerstört wird. In der Serie kämpfte einer hinterher für die Nordstaaten und seine ehemaliger Freund für die Südstaaten. Hier liegt eine ähnliche Thematik vor.
Figuren:
Die Figuren haben mich leider kalt gelassen, was ich hauptsächlich dem Erzählstil anlaste. Bis auf das einer der Jungen begeisterter Nationalsozialist ist und der andere das Gegenteil, erfährt man leider nicht viel über die Wesenszüge der Protagonisten.
Sprache/Duktus:
Die Sprache und Erzählweise ist sehr trocken finde ich. Ich habe mich ehrlich gesagt die ersten Seiten etwas gelangweilt, da die Handlung doch ziemlich emotions- und belanglos dahinerzählt wird. Auf die Gefühle der einzelnen Figuren wird leider nicht eingegangen und auch die Dialoge wirken etwas steif.
Struktur:
Die Struktur ist ok! Ein gewisser Lesefluss war vorhanden!
Zusammenfassend:
Ich habe mir die Geschichte runtergeladen, weil mir der Klappentext sehr gut gefallen hat. Das Grundkonzept finde ich sehr gelungen, aber der etwas spröde Erzählstil hat meine Euphorie leider gebremst. Mein Fazit: eine wirklich interessante Idee aus der man allerdings mehr rausholen könnte.
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Überragend
von MWünsche am 29.08.2011
Zusammenfassend:
Vorab: Dieses Werk von Lukas sollte hier auf neobooks mehr Beachtung finden!
"Verlorene Ideale" ist ein Beispiel für eine gelungene, geschichtliches Aufarbeitung eines leider immer noch aktuellen Themas (Faschismus, "Flage dagegen zeigen", Toleranz und positiver Ungehorsam, "Arsch huh un Zäng usseinander"). Lukas gelingt es dank seiner Schreibfertigkeit sensibel und spannend zugleich zu erzählen und zu fesseln. Lukas will nachdenklich machen, Lukas macht nachdenklich. Wie würde ich mich positionieren? Stellung beziehen? Würde ich "Nein!" sagen? Mein Vater - geb.1902, mittlerweil seit gut zwanzig Jahren tot - "saß" als Widerstandskämpfer zehn Jahre im KZ. Das Thema erreicht mich daher nochmal ganz anderes, als jemanden der diese Zeit nur aus den Geschichtsbüchern kennt.
"Wehret den Anfängen!" und überlasst das Feld nicht der braunen Brut, das ist es, was man nach dem Lesen dieses wichtigen Romans konstatieren sollte.
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Vergangenheit
von /user/ am 17.07.2011
Zusammenfassend:
In Zeiten wie diesen, ist es sehr wichtig den Menschen vor Augen zu führen, zu was Ausgrenzungen und Schuldzuweisungen führen können. Immer wieder hört man: Das ist lange vorbei, wir müssen es endlich vergessen.
Nein, das darf niemals vergessen werden. Ich hoffe, dass du mit deinem Buch aufrüttelst, den Menschen die Augen öffnest und sie aus ihrer Gleichgültigkeit reißt. Das sie lernen politische Verantwortung zu übernehmen, zu wählen und zu verhindern, dass so etwas jemals wieder geschieht.
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Blindheit
von FiannaCessair am 15.07.2011
Zusammenfassend:
Hitler und seine Machenschaften. Du hast es aus der Sicht zweier junger Männer, fast noch Kinder beschrieben. Einer nimmt den Nationalsozialismus mit Begeisterung auf, der andere ist kritischer und muss schnell unter seinen Zweifeln leiden.
Ein tolles Thema nur leider ist "selber denken" bis heute nicht gerade gut angesehen. Wer dein Buch liest und versteht, ist von Haus aus nicht der Typ, der mit der Masse läuft.
Ich hoffe, viele werden es lesen!
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Nicht schon wieder... oder eben zum Glück doch
von murmelauge am 14.04.2011
Handlung:
Zwei Freunde in einer schwierigen und sich extrem verändernden Zeit machen zwei unterschiedliche Entwicklungen durch.
Sprache/Duktus:
Sprachlich ist hier sicher noch einiges rauszuholen
Zusammenfassend:
Wenn man eine Kurzabhandlung liest, neigt man zu eben jenem "nicht schon wieder". Gerade als junger Mensch denkt man allzu oft: jetzt muss es auch mal gut sein mit der Vergangenheit. Beschäftigt man sich dann wieder mit dem Thema, muss man doch erkennen, dass eben nicht vergessen werden darf. Und dafür ist dieses Buch sehr gut geeignet, eben weil es nicht mit dem moralischen Zeigefinger über die Zeit berichtet, sondern weil jeder Leser diese Zeit für sich erneut erarbeiten kann und jeder Leser für sich ein eigenes Fazit ziehen darf. Und deshalb mein Fazit: zum Glück eben doch!
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Verlorene Ideale
von mopebe am 13.04.2011
Handlung:
Zwei Junge Männer im Dritten Reich, zwei Schicksale, ein Buch. Das von Lukas verfasste Buch beschreibt typische Lebensabschnitte dieser Zeit, ohne dass ein großartiger Plot oder unerwartete Wendungen zu erwarten sind. Das Geschriebene ist dennoch fesselnd genug.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist einfach und schnörkellos gehalten; zuweilen begnügt sie sich mit der bloßen Beschreibung des Geschehens, so dass das ganze Drumherum aus der eigenen Vorstellungskraft generiert werden muss. Bisweilen eine Aneinanderreihung von Episoden - etwa so wie beim "Medicus".
Zusammenfassend:
Ich empfand den Roman als gelungen und habe ihn recht schnell durchgelesen. Das ist bei mir schonmal ein gutes Zeichen. Ich wäre sehr gespannt, wie´s mit den Beiden weitergeht. Die 50er und 60er hätten auch interessante Aspekte zu bieten.
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Verlorene Ideale
von emax05 am 10.04.2011
Figuren:
Die Figuren sind klar beschrieben. Die beschriebenen Charaktere sind lebensecht und wirken gut auf mich.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist der beschriebenen Zeit angepasst, selbst bei den Schimpfwörtern.
Der Text ist gut geschrieben und somit sehr flüssig zu lesen.
Struktur:
Eigentlich handelt es sich um zwei Bücher, welche den Werdegang und die Entwicklung zweier sehr verschiedener Jungen anschaulich darstellen. Durch den Wechsel der Kapitel bleibt die Trennung zwischen den beiden Personen dennoch übersichtlich.
Zusammenfassend:
Insgesamt ein Buch das weiterzuempfehlen ist und es verdient hat im Buchhandel zu erscheinen. Das Thema ist und bleibt aktuell.
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Verlorene Ideale
von jane am 04.04.2011
Handlung:
Durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges geraten die Ideale der beiden Protagonisten ins Wanken.
Kurz vor Ausbruch dieses Krieges beginnt der Roman. Robert und Franz, zwei Berliner Abiturienten sind befreundet. Der Eine, Robert, bringt dem national-sozialistischem System viel Sympathie entgegen, während sein Freund Franz dem eher ablehnend gegenübersteht ist.
Beide werden zum Kriegsdienst eingezogen und erleben an verschiedenen Fronten eine Wandlung ihrer Einstellung.
Robert sieht die Grausamkeiten des Krieges, auch an der Zivilbevölkerung, und beginnt an sich und am System zu zweifeln. Am Ende des Krieges ist er zum Gegner Hitlers geworden.
Franz dient bei den U-Boot-Fahrern, fühlt sich elitär und beginnt anders über sich selbst und das „Arischen-Sein“ zu denken. Nach einer schweren Verletzung meldet er sich freiwillig zur SS und kommt dem Regimes so noch viel näher.
Nach dem Krieg begegnen sich die ehemaligen Freunde ein letztes Mal wieder und müssen feststellen, dass ihre Freundschaft keinen Bestand mehr hat.
Figuren:
Zu den Figuren brauche ich wohl an dieser Stelle nicht viel schreiben (s. Handlung oder vorangegangene Rezensionen). Aber eins möchte ich kurz erwähnen: irgendwie ist es zwar auch hart, wenn man sich klar macht, dass die beschriebenen jungen Männer ungefähr so alt sind wie ich selbst als Leser. Aber das macht es auch besonders fesselnd und regt zum Nachdenken an - was ein gutes Buch meiner Meinung nach erreichen sollte.
Sprache/Duktus:
Ich kann an manchen Stellen wohl nicht ganz bewerten, ob die verwendeten Ausdrücke tatsächlich zeitgemäß (also passend zu der Zeit die beschrieben wird) sind, zumal ich relativ jung bin. Aber auf mich wirkt die gewählte Sprache authentisch.
Kleine grammatikalische Unsauberkeiten (Zeitenwechsel) hemmen den Lesefluss nicht und sind bestimmt relativ leicht korrigierbar.
Struktur:
Wenn eine Geschichte in einem Buch aus der Sicht von zwei verschiedenen Personen geschildert wird, könnte man befürchten, dass es etwas verwirrend oder holperig wird.
Durch die Art der Aufteilung (die Kapitel) ist dieses Problem hier aber gut gelöst - gefällt mir.
Ich bin nicht ein solcher Kenner der Materie, wie der Autor es scheinbar ist, deswegen fiel mir an einigen Stellen die räumliche und zeitliche Zuordnung der Geschehnisse schwer. Das könnte man ja aber auch als Anlass nehmen, sich näher damit zu befassen – und wenn ein Buch so etwas erreicht, dann ist das immer gut, finde ich.
Zusammenfassend:
Ich finde die Idee, die Schrecken des Zweiten Weltkrieges in dieser Form zu behandeln, sehr gelungen und gut umgesetzt.
Ich hoffe, dass man dieses Buch irgendwann mal in den Regalen einer Buchhandlung findet - denn auch wenn ich jung bin, bin ich nach wie vor ein Fan von gedruckten und gebundenen Büchern ;).
Ich denke das hier ist ein gutes Werk, eben auch für junge Leute, um sich mal abseits vom gewöhnlichen Geschichtsunterricht mit dieser Zeit zu beschäftigen.
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Verlorene Ideale
von Lothar60 am 07.03.2011
Handlung:
Zwei Freunde, die zusammen zur Schule gehen entwickeln sich in der Zeit des 3. Reiches sehr gegensätzlich. Nach dem 2. Weltkrieg treffen sich die Beiden wieder und müssen feststellen, dass sich ihre Ideale gegenläufig entwickelt haben. Der überzeugte Nazi wird zum Kriegsgegner, der Sozialdemokrat wird zum Verfechter des Nationalsozialismus. Aufgrund der gewandelten Ideale zerbricht deren Freundschaft.
Sprache/Duktus:
Der Autor hat eine klare, sachliche Ausdrucksweise, die Handlung ist spannend erzählt.
Struktur:
Die Kapitel wechseln sich mit den Handlungen der beiden Personen ab, so dass man den Faden nicht verlieren kann - gut verständlich gegliedert
Zusammenfassend:
Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Das Thema ist zwar nicht neu, aber ich finde es absolut empfehlenswert. Die Handlung ist interessant und die Personen sind sehr gut beschrieben.
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Verlorene Ideale
von Biathlet am 12.02.2011
Handlung:
Im wesentlichen dreht sich die gesamte Handlung um zwei Jungerwachsene (würde man wohl heute sagen), die in der Zeit des Nationalsozialismus ihr Abitur machen. Beide haben zum herrschenden System eine unterschiedliche Auffassung. Während der eine (Robert) mit viel Euphorie diesem System wohlwollend gegenübersteht, ist sein Freund Franz eher skeptisch bis ablehnend.
Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, müssen beide in den Krieg, erleben diesen aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln und ziehen, jeder für sich, sehr unterschiedliche Lehren.
Sie überleben diese furchtbaren Jahre und sind von ihren ehemaligen Idealen weiter denn je entfernt. Ihre ehemalige Freundschaft ist in die Brüche, wie auch das Tausendjährige Reich, in die Brüche gegangen.
Figuren:
Eigentlich handeln lediglich zwei Personen, Robert und Franz.
Ihre Entwicklung in diesem Roman ist glaubhaft und nachvollziehbar, obwohl, und das müsste noch klarer herausgearbeitet werden, nicht deutlich wird, worauf ihre anfängliche Freundschaft basiert.
Struktur:
Klare Gliederung, allein schon durch die Teilung der Handlungsstränge in Kapitel, die sich nur immer mit einem der Protagonisten beschäftigen.
Die ortswechsel und auch die Zeitsprünge haben mich keineswegs gestört, eher neugierig gemacht. Hin und wieder habe ich nachgeschlagen, ob die beschriebenen Geschehnisse stattgefunden haben, und Hut ab, man kann sich darauf verlassen.
Zusammenfassend:
Unbedingt empfehlenswert. Sicher, das Genre findet nicht soviel Interesse, wie Fantasy oder Thriller, und das ist eigentlich schade, aber für Geschichtsinteressierte sollte es nicht unbeachtet bleiben.
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Erzählsprache?
von Antonina am 05.02.2011
Zusammenfassend:
Obwohl ich mich sehr für die Geschichte dieser Epoche interessiere (und im letzten Jahrtausend Geschichte studiert habe ;-) ), konnte mich der Text leider nicht fesseln und zum Weiterlesen verführen. Dies lag vor allem an der mir seltsam unpassend scheinenden Erzählsprache. Ich vermisse einen einheitlichen (neutralen?) Ton des Erzählers. Die Figuren bleiben für mich zudem blass, ihre Dialoge plakativ, was sehr schade ist, weil das Thema wirklich Potential hat.
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Zeitgeschichte mal anders ...
von Marshall am 04.02.2011
Handlung:
Die Freunde Robert und Franz erleben den Krieg aus verschiedenen Perspektiven.
Figuren:
Die Hauptfiguren agieren in ihrer jeweiligen Welt, die sie sich nicht ausgesucht haben, und versuchen teilweise vergebens ihren Rhythmus zu finden. Das dies nicht gelingt, zeigt das Treffen der beiden Freunde nach dem Krieg ...
Sprache/Duktus:
Die Geschichte wird in ihrer Zeit gut erzählt, aber die Dialoge erscheinen mir ein wenig gekünstelt und nicht "aus dem Leben gegriffen". Die Überzeugung der Figuren kommt so nicht gut rüber und lässt sie Papiertiger bleiben.
Struktur:
Bedingt durch 2 Hauptfiguren springt der Autor zwischen den Kapiteln auch an den Orten hin und her, gern auch mal in die Vergangenheit, um Erinnerungen zu beschwören. Hier sollte ein kleiner Kunstgriff die Sprünge für den Leser reduzieren und die Geschichte mehr nach vorne ausrichten.
Zusammenfassend:
Zeitgeschichte mal anders, erzählt aus der Perspektive der beiden Studenten. So traurig dieser Abschnitt der Geschichte auch ist, in diesem Buch wird wenigstens nicht trocken erzählt und Daten aufgereiht, sondern die Konsequenz in einem "normalen" Leben gezeigt.
Die Figuren selbst haben mir in ihrem Ehrgeiz gut gefallen, die Geschichte drumherum hinkt aber ein wenig und kommt mit den Figuren nicht immer mit.
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Verlorene Ideale
von Rossini am 02.02.2011
Handlung:
Am Vorabend bevor der Wahnsinn losbrach sind Robert und Franz noch Freunde. Sie müssen in den Krieg ziehen. Nach dem Krieg treffen sie sich wieder –doch der Krieg hat sie als Freunde entzweit.
Figuren:
Robert und Franz sind von ihrer sozialen und politischen Auffassung sehr verschieden. Robert zieht mit Enthusiasmus für den Führer in den krieg, der andere, Franz zieht weil ihm nichts anderes übrigbleibt. Mit Abscheu.
Sprache/Duktus:
Spannende, der Zeit angepasste authentische Ausdrucksweise( größtenteils)
Struktur:
Perspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel, auch von Zeit und Raum, tut aber der Handlung keinen Abbruch. Die Handlung fordert den Wechsel.
Zusammenfassend:
Die Geschichte ist lehrreich und spannend. Verlorene Ideale der maßgeschneiderte Titel. Was ich aber ein bisschen bezweifelt habe ist, dass Franz und Robert überhaupt Freunde waren. Der Krieg war da wohl das Zünglein an der Waage der Erkenntnis. Es ist nicht meine bevorzugte Literatur, aber dennoch – es ist ein gutes Werk.
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Verlorene Ideale
von Zeitzeuge am 30.01.2011
Handlung:
Ich denke, dass ich zur Handlung nicht allzuviel sagen muss, meine Vorrezensenten haben alles nötige bereits beschrieben. Die Konzentration auf im Wesentlichen zwei Protagonisten dient sehr dem logischen Handlungsverlauf.
Zusammenfassend:
Ich bin Zeitzeuge dieser Ereignisse und auch aus diesem Grund, habe ich mich registrieren lassen. Dieses Buch rüttelt auf, hat mich aufgerüttelt. Ich dürfte etwas jünger sein, als Robert und Franz, hatte deshalb das "Glück", nicht in den Krieg zu müssen-ich habe ihn in Berlin erlebt.
Ich habe erleben müssen, wie in meiner Klasse plötzlich Plätze frei blieben und man uns erzählte, dass DIE in den Osten mussten, um dort zu arbeiten, welch eine infame Lüge.
Ich habe solche Jungs erlebt, die einerseits euphorisch jeden eingenommenen Ort in Russland feierten und andererseits die berechtigte Befürchtung hegten, dass der Krieg nach Deutschland zurückkehrt.
Ich habe erlebt, wie sie, je näher das Ende kam, ins Grübeln kamen. Ich habe erlebt, wie Ideale zusammengebrochen sind.
Ein Buch wider dem Vergessen und genau deswegen immer noch oder schon wieder hochaktuell.
Meine Hochachtung, auch davor, sich diesem schwierigen Thema genähert zu haben.
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wenig leidenschaftlich
von mandala am 25.01.2011
Handlung:
ich habe die abenteuer des werner holt mit leidenschaft gelesen und gehofft, auch von diesem roman gefesselt und in bann gezogen zu werden. es wird immerhin über eine zeit berichtet, deren auswüchse und unvorstellbare grausamkeiten rational kaum fassbar sind und man hofft immer auf beantwortung der frage: warum? wie kann so etwas in einer zivilisierten gesellschaft überhaupt geschehen?
Figuren:
robert, der überzeugte nazi, franz der standhafte sozialdemokrat. ein fanatischer studienrat mit dem bezeichnenden namen scharfschwerdt.
ich habe reichlich mehr als die avisierten 5 seiten leseprobe gelesen, danach aber immer noch mühe gehabt, robert und franz "richtig" zuzuordnen. dazu haben sich beide nach meinem dafürhalten zu wenig voneinander unterschieden.
Sprache/Duktus:
der autor kann ohne zweifel mit der sprache umgehen, wenn mir die szene im unterricht auch etwas steif rüber kam. auch der verbale austausch zwischen den protas verläuft in meiner leseprobe so gesittet, dass es einen nicht gerade vom hocker reißt.
Struktur:
ich geh davon aus, dass sich die geschichte strukturell genauso geradlinig fortsetzt, wie sie begonnen hat.
Zusammenfassend:
ich konnte mich nicht dazu durchringen, das gesamte werk zu lesen. sorry. dazu hätte es bei mir neben dem interessanten stoff und einer rational beachtlichen aufarbeitung etwas mehr leidenschaft bedurft. ich muss mit protas mitfiebern, mitleiden und mich mit ihnen mitfreuen können... das habe ich in den gelesenen 30 seiten leider nicht hinbekommen.
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Ein Rohdiamant
von tHEfOOl am 24.01.2011
Handlung:
Das ist ein ganz großes Thema und anhand der Fakten, die ich ohne Nachschlagewerk überprüfen kann, von den Handlungsumgebungen her auch gut recherchiert. Besonders die Schilderungen der die Handlung vorantreibenden Szenen (im Klassenraum bei der Vorstellung der Protagonisten, der Mob in Rage, Soldatenszenen, Soldatengespräche) zeigen einen leidenschaftlichen Erzähler, der an seinen Einfällen ebenso geschickt arbeitet, wie er seinen Protagonisten Profil verleiht. Das ist eine Herkulesarbeit, die Beziehung dieser beiden Freunde im Schatten der NS-Zeit einer Entwicklung zu unterwerfen und diese flüssig lesbar zu gestalten.
Figuren:
Robert Buhl und Franz Baumgart als Kinderfreunde, die im jugendlichen Sturm und Drang nicht nur durch die Erziehung im jeweiligen Elternhaus, sondern auch durch Vermögen und Unvermögen des einzelnen, Zusammenhänge zu erkennen, in eine fatale Krise geraten, über die sich nicht nur die allseits bekannte Geschichte, sondern auch Beziehungen von Freunden, Bekannten, Verwandten oder auch einander Wildfremden deuten lässt.
Sprache/Duktus:
Der Autor hat den Ton der Zeit getroffen und geht mit seinem Wissen sehr geschickt und professionell um. Ganz wenige Holperigkeiten werden mit Sicherheit von jedem Lektorat ohne Aufsehen entschärft oder ganz eliminiert … und es stört sich ja nicht jeder an dem, was mir auffällt. Grundsätzlich gibt es hier ein Extra-Lob, denn ich kenne das Manuskript auch in einer nicht so gut redigierten Version.
Struktur:
Die Handlungsstränge sind klar, der Aufbau ebenso. Robert und Franz sind ohnehin nur kurzzeitig als echte 'Freunde' dargestellt: rückblickend, die Kindheit und frühen Jugendjahre reflektierend. Die weitere Entwicklung wird stimmig eingefädelt und durchgeführt.
Zusammenfassend:
das, was die Vorkommnisse während dieser tausend Jahre Großreich anbetrifft: Ich glaube eine Diskussion wird nie enden. (Zumal keine "Epoche" nur für sich steht!) Aber es ist immer wieder wertvoll, wenn sich auch die Nachgeborenen mit dem befassen und intensiv auseinandersetzen, was deren Elterngeneration tatsächlich hautnah erlebt hat. Und umso mehr (eigentliche) Fiktion auf dem Buchmarkt erscheint, desto weiter dehnt sich das Verständnis für Wurzeln, Ursachen und Wirkung und auch die bis in unsere Tage hinein spürbare Folgen, deren Akzeptanz jeder neuen Generation (gerade in Deutschland) immer schwerer fällt.
Noch ein paar Arbeitsgänge Feinschliff, Kunstschliff und Endpolitur … dann sollte das wirklich ein ganz wertvoller Beitrag zum Thema geworden sein. Und ich wünsche mir, dass ein Verlag das erkennt … ohne an den noch vorhandenen Ecken und Kanten hängen zu bleiben. Aus diesem Grund auch -da es sich um einen Wettbewerbsbeitrag handelt- die Höchstnote … in der Hoffnung, dass diese verlorenen Ideale sie in absehbarer Zeit verdient haben und nicht mehr 'verloren' im Dschungel unbeachtetener und unerkannter Werke herumirren müssen!
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Verlorene Ideale
von Sumpfhexe am 20.01.2011
Handlung:
Robert und Franz sind gute Freunde. Allerdings entzweit sie ihre Auffassung zum politischen System Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, dem sie mit verschiedenen Meinungen gegenüberstehen. Die Sache spitzt sich zu, als Franz' Vater ins KZ Sachsenhausen deportiert wird und Franz wegen seiner kritischen Bedenken in die Wehrmacht eingezogen wird. - Hier beendete ich die Leseprobe.
Figuren:
Robert und Franz, die sich immer wieder ihre gegensätzlichen Meinungen darlegen. Vielleicht könnte man sie und ihre familiären Hintergründe etwas mehr beschreiben? Sie bleiben ein wenig - naja, blass ist nicht das richtige Wort. Aber ein wenig mehr Kontur, Individualität würde nicht schaden. Von ihren unterschiedlichen politischen Meinungen abgesehen erfahren wir nicht viel von den beiden. Vielleicht entwickelt sich das aber noch im weiteren Verlauf. - Weitere Personen sind eher Randfiguren, allesamt Nazis oder Befürworter des Systems. So, wie es eben damals war.
Sprache/Duktus:
Sehr angenehm zu lesen. Meine Vorgänger erwähnen immer wieder eine Distanziertheit und Nüchternheit in der Sprache, davon ist mir gar nichts aufgefallen. Wie die beiden Jungen am LKW vorbeikamen, auf den gerade die Juden eingeladen und übereinandergestapelt wurde - da lief es mir eiskalt über den Rücken. Ich fand es sehr passend, dass die beiden Jungs sich weiter unterhielten, als wäre nichts geschehen. Passt doch in die Zeit.
Struktur:
Chronologische Erzählung aus der Sicht der beiden Jungen Franz und Robert. Die Geschichte entwickelt sich langsam, Tempo fehlt völlig, aber das stört nicht.
Zusammenfassend:
Auch ich möchte dem Autor ein Lob für seinen Mut aussprechen, ein solch heikles Thema hier zu veröffentlichen. Und ich freue mich für ihn, dass große Kontroversen bisher anscheinend ausblieben. Was mir nicht gefällt, ist der Titel: er wirkt ein bisschen langweilig. Ich würde es auch nicht unbedingt als historischen Roman bezeichnen, da denkt man normalerweise eher ans Mittelalter. Aber egal. - Gab es zu dieser Zeit wirklich schon Sylvesterböller und Currywurststände? Mein geschichtliches Wissen diesbezüglich hält sich in Grenzen :-)
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Mutiges Thema
von Käferle86 am 15.01.2011
Handlung:
Eine Jungenfeundschaft in Zeiten des zweiten Weltkrieges.
Figuren:
Rober und Franz, Freunde, allerdings aber auch völlig unterschiedlich in ihrer Auffaassung bezüglich der politischen Überzeugungen.
Sprache/Duktus:
Passt für mich absolut in diese Zeit. Flüssig und gekonnte geschrieben, wie ich finde.
Struktur:
Was ich lesen konnte, gut. Ich gestehe, dass ich nicht bis zum Schluss gelesen habe, weil es mich an manchen Stellen erschlagen hat.
Zusammenfassend:
Mag sein, dass es nicht ganz meine Richtung ist, aber aus Neugier habe ich hineingelesen und bin für mich selbst überschand lange dabei geblieben. Alle Achtung, das schafft hier bei weiten nicht jeder. Einen Flieger gibts nicht, weil ich mir vorgenommen habe, nur denen einen zu geben, die mich auf den Rest so neugierig machen würden, dass ich wäre es wirklich ein Buch, es kaufen müsste. Ich mag die Schreibe, das Thema ist sehr mutig und ich denke, dass es Potential hat, daher vier Sterne.
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Lektion
von Verona Buchen am 15.01.2011
Zusammenfassend:
Wohl eines der wichtigsten Bücher hier auf diesem Literaturportal. Schade nur, dass der Wettbewerb ohne diese Buchlektion in Sachen 'Gegen das Vergessen' geendet hat. Leider war ich länger auf Dienstreise und komme so erst jetzt dazu meine Meinung abzugeben. Mich hat Lukas mit seiner 'Wahrheit' überzeugen können und sollte es hier u. da Ungereimtheiten geben, mir sind sie nicht aufgefallen. Robert u. Franz wurden vom Autor glaubhaft dargestellt und ich konnte die unterschiedlichen Wege der beiden Freunde gut miterleben. Ich werde dieses Buch weiterempfehlen.
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Verlorene Ideale
von Sabine am 15.01.2011
Handlung:
Wenn man es genau nimmt sind es zwei Handlungen. Beide Handlungsstränge beschreiben den Weg zweier Abiturienten am Vorabend des Zweiten Weltkrieges. Robert und Franz, die beiden Hauptprotagonisten sind Freunde, haben aber über das bestehende System unterschiedliche Auffassungen. Während Robert diesem Regime mehr als positiv gegenübersteht, ist Franz deutlich distanzierter. Seine fast ablehnende Haltung dokumentiert er auch in der Abiturprüfung, was ihn prompt durchfallen lässt.
Der Krieg trennt ihre Wege und die Erlebnisse lassen beide an ihren Meinungen (Idealen) Zweifel aufkommen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Nach dem Ende des Krieges begegnen sie sich nicht mehr als Freunde. Ihre Wandlung macht das unmöglich.
Figuren:
Robert und Franz, zwei Jugendliche, die in den Krieg ziehen. Der eine voller Begeisterung, der andere mit Ablehnung, aber ohne Wahl. Die Erlebnisse formen aus den Träumern nachdenkende Menschen, allerdings mit sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen.
Sprache/Duktus:
Flüssig geschrieben. Obwohl man in jedem Kapitel nur immer einen der Handelnden erlebt, bleibt es durchweg spannend. Die Schilderungen des Krieges sind detailliert und zeugen von ausgesprochener Sachkenntnis. In einigen Passagen hatte ich das Gefühl, zumindest in Gedanken, mittendrin im Geschehen zu sein.
Struktur:
Wie bereits erwähnt sind es zwei Handlungsebenen. Eigentlich sind es zwei Romane in einem. Von Kapitel zu Kapitel wird zwischen Robert und Franz gewechselt, immer unter dem gleichen Gesichtspunkt stehend. Lediglich im ersten und im letzten Kapitel sind die beiden im Buch vereint. Ich finde das ein hervorragendes Stilmittel, obwohl man sich nach jedem Kapitel sowohl zeitlich als auch örtlich neu orientieren muss.
Zusammenfassend:
Ich war und bin begeistert. Kriegsliteratur gibt es sicher en masse, aber ob sie auch alle dieses Niveau erreichen, wage ich in Zweifel zu ziehen.
Gut, ein Lektorat muss her, der Autor hat bisweilen die Zeiten nicht beachtet und auch nicht immer die neue deutsche Rechtschreibung beachtet (er ist 51 geboren und hat sicher schon diverse solcher Reformen erlebt. Kein Wunder, wenn er da durcheinander kommt)
Für jeden, der sich mit dieser Zeit beschäftigt Pflichliteratur. Gehört zweifelsfrei zu den Höhepunkten bei -neobooks- und ich hoffe, das Buch bald unter den ersten 10 zu finden.
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Ein Buch gegen die Dummheit
von Erhard Schümmelfeder am 13.01.2011
Zusammenfassend:
"Robert war jetzt sechsundzwanzig Jahre alt. Davon war er sechs Jahre im Krieg, Gefangenschaft nicht mitgerechnet. Sechs Jahre seines Lebens, für die er zunächst gekämpft hatte, die er anzuzweifeln begann und die er jetzt hasste." Zwischen dieser Situationsbeschreibung und der Schlussszene, in der Robert dem Sozialdemokraten Franz einen Vogel zeigt, hätte sich die verstandesmäßige Reflexion über das Naziregime und den Krieg ereignen müssen. Bei Robert aber fiel der Groschen nicht. Robert kehrte dumm aus dem Krieg zurück und blickte voller Verachtung auf Franz, der seine eigenen Lehren aus der geschichtlichen Katastrophe zog. - Das vorliegende Buch ist ein Anti-Kriegsroman, der versucht, den Irrsinn des Krieges mit den Mitteln des gesunden Menschenverstandes ad absurdum zu führen. Für mich persönlich ist dieser Versuch gelungen. Streiten ließe sich über die Frage,ob die psychologische Beschreibung der beiden Hauptgestalten des Romans genügend Tiefe besitzt,um auch den höchsten Anforderungen gerecht zu werden. Für mich gilt: Die Botschaft des Autors - Aufklärung durch Fakten - ist angekommen. Ob nun alle Details dieses sehr umfangreichen Romanwerks hundertprozentig mit der Geschichte übereinstimmen, ist vollkommen irrelevant. Das Wesentliche stimmt. Ich lese Bücher nicht, um kleinkariert darin Erbsen zu zählen. Aus literarischer Sicht ist zu bemerken, dass dieses Buch selbstverständlich ein Lektorat benötigt. Aber welches Buch auf der Welt benötigt kein Lektorat? Als bekennender Pazifist würdige ich das Buch als konstruktiven Beitrag gegen die Dummheit in der Welt. Dass es auch heute wieder zwanzigjährige Bengels gibt, die gedankenlos bereit sind, sich beim Militär zu verpflichten, um Ideale zu verteidigen, die sie nicht einmal definieren können, stimmt traurig und nachdenklich.
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super!!!!
von Galadriela am 09.01.2011
Zusammenfassend:
Das Buch ist sowas von lebhaft geschrieben, das ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Super gut geschrieben ein Muß für jeden Leser. ;D
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Verlorene Ideale
von muehle05 am 09.01.2011
Zusammenfassend:
Das Buch liest sich sehr gut und ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen.
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Bravo!
von marcelr am 03.01.2011
Zusammenfassend:
Endlich geschafft... Das Buch hat mich über die Feiertage getragen. Danke für die tolle Unterhaltung, auch wenn es mir zwischendurch hier und da bekannt vorgekommen ist - das Thema ist tatsächlich nicht neu, aber gut umgesetzt. Lieber Lukas, das ist genau eines der Werke, für die ich die Rezensenten bei Neobooks kritisiere. Nur wenige machen sich hier die Mühe, wirklich mal mehr als 10 Seiten zu lesen. Dabei widerspreche ich allen, die behaupten das sei online 'so schwierig'. Der Neobook-Reader ist phantastisch und macht das lesen sehr angenehm. Also; keine Ausreden! Gut, es mag noch etwas Arbeit und Veränderung in 'Verlorene Ideale' stecken, was aber absolut machbar wäre und wohl auch dazugehört. Dein Buch gehört definitiv viel weiter nach oben... Also. volle Punktzahl mit Turbo!
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Teilweise nicht korrekt
von Gänsekiel am 15.12.2010
Handlung:
Freundschaft oder Vaterlandstreue. Wenn es nach dem Regime ging, war die Antwort klar. Auch Blutsverwandtschaft hatte hinter Volksinteressen zurückzustehen, denn als solches wurde jedes politische Ziel verkauft. Erfolgreich, wie man sagen muss.
Der Umgang der Jungs miteinander erscheint mir glaubhaft. Das Verhalten der Elternhäuser, größtenteils durch Ratlosigkeit geprägt auch. Der Apparat, beginnend mit HJ und BDM hat funktioniert und auch die besten Beziehungen auf die Probe gestellt. Soweit so gut.
Figuren:
Ein Teil ist schon beschrieben. Die meisten, um diesen Sammelbegriff zu verwenden, Nazis erscheinen mir sehr klischeehaft. fAuch der Bösewicht muss Konturen haben, wenn er faszinieren soll. Es soll klar bleiben wer hier der Böse ist- aber deswegen muss er nicht flach sein.
Zusammenfassend:
Am meisten stört mich die Erwähnung von SA-Uniformen im Zusammenhang mit der Reichskristallnacht. Da ich selbst schon immer an der deutschen Geschichte interessiert war und seit über einem Jahr sehr konsequent recherchiert habe, bin ich mir sicher, dass wenn überhaupt - Uniformen während des Reichsprogroms nach dem Attentat auf den Legationsrat vom Rath, nur sehr, sehr vereinzelt zu sehen waren.
Im Speziellen die SA hatte strikte Anweisung vom Propapopogandamysterium^^, d.h. von Goebbels selbst, nicht in Uniformen aufzutreten. Ich bin sogar sicher das auch SS Einheiten von Himmler ähnliche Order hatten. Denn das Ziel sollte ja sein, diese Greueltaten, als das nicht zu verhindernde Ergebnis der kochenden Volksseele zu vermarkten und da hätten Uniformen ganz schlecht hineingepasst.
Das macht, so finde ich, einen immensen Unterschied und beim Umgang mit dieser Materie, die ich gerade auch verarbeite ist Sorgfalt einfach höchste Pflicht.
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Ein schwieriges Thema ...
von /user/ am 29.11.2010
Zusammenfassend:
Ich hab den Text an anderer Stelle schon mal gelesen und ich muss sagen, er ist nicht nur wegen der Detailtreue sehr überzeugend. Als ich den Text vor etwa zwei Jahren das erstemal, ich muss zugeben überflogen habe, war ich nicht sehr beeindruckt. Einzelne Details haben sich jedoch bis heute in meinem Gehirn festgesetzt. Obwohl der Text vermutlich hier untergehen wird - er ist fürs Internet zu lang (ich brauche für mehrere hundert Seiten eines realen Buches 3 Wochen), und die jüngere Leserschaft vermutlich auch noch nicht reif für die Thematik ist (leichtfertige Verdrängung der jüngeren Geschichte) weil der Bezug dazu fehlt, ist es ein wichtiger Text, und ein Thema, dem man sich nur schwer entziehen kann. Wer behauptet, dieses Massen-Phänomen des sogenannten Dritten Reiches hätte ihm in unserer aufgeklärten Gesellschaft nicht passieren können, dem möchte ich sagen, dass er sich irrt. Ich habe vor einigen Tagen folgendes (sinngemäß) gehört (ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat, ich glaube es war Gysy). "Ich habe den Film Cabaret mit Lisa Minelli gesehen und als ich das Stück Tomorrow Belongs To Me gehört habe, muss ich gestehen, dass ich auch mit marschiert wäre". Ich muss sagen, mir ging es genauso. Mein Vater hat früher immer gesagt: "wenn wir gewußt hätten, wie groß Russland ist, wären wir da nie hin marschiert." Wer sich ernsthaft mit der Thematik beschäftigt, muss mehrere Male lesen, und ich fürchte, das ist am Bildschirm schwer. Noch mal zum Text: Um alles zu erfassen, unbedingt downloaden und ausdrucken. Dann erst lesen, denn nur dann erschließt sich der Wert. Meine Meinung. Einer der wenigen Texte, die es verdient hätten, als Buch herausgebracht zu werden.
verdiente und ehrliche fünf Punkte und eine Empfehlung
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Politische Meinung spalten - bis heute.
von proll am 26.11.2010
Handlung:
Es geht um die Freundschaft zwischen Robert und Franz, die aufgrund ihrer politischen Einstellungen im Nazi-Deutschland beide um ihre politischen Ideale kämpfen. Diese Freundschaft zerbricht dann jedoch aufgrund dieser Ideale.
Figuren:
Robert und Franz. Der Konflikt zwischen ihrer Freundschaft und ihren widerstreitenden Idealen bestimmt die Hadlung.
Sprache/Duktus:
Etwas zu distanziert. Mit persönlich ist es schwer gefallen mich wirklich in die Personen hineinzuversetzen und ihre Entscheidungen nachvollziehen zu können.
Mein Hauptkritikpunkt an diesem Werk ist: Man wird einfach in die Handlung hineingeworfen. Für eine Kurzgeschichte wäre das ok, für einen Roman ist mir das aber irgendwie zu wenig. Ich hätte mir da noch etwas mehr Entwicklung dieser Freundschaft gewünscht bevor daraus eine Feindschaft wird.
Struktur:
ordentliche Sturktur. Durch die beiden Hauptpersonen werden zwei Handlungsstränge geschaffen die gut miteinander verknüpft sind. Einziges Manko: Der Autor hätte häufiger zwischen den beiden Handlungssträngen hin und her springen können, um noch mehr Spannung zu erzeugen.
Zusammenfassend:
Ein durchaus guter Roman, allerdings zu einem Thema zu dem es schon unzählige Romane gibt. Der 2. Weltkrieg ist sicherlich eines der wichtigsten historischen Ereignisse, aber da der Büchermarkt mit diesem Thema schon derart überschwemmt ist, müsste mich ein Roman zu diesem Thema sprichwörtlich vom Hocker reißen. Das ist hier leider nicht der Fall und deshalb gibt es von mir leider keine Empfelung.
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Verlorene Ideale - ein Thema, welches auch heute noch aktuell ist
von karen am 22.11.2010
Zusammenfassend:
Geschrieben in einer Zeit die nie vergessen werden darf, bietet das Buch auch Anreize für die heutige Zeit. Die Entwicklung der Hauptfiguren ist spannend geschrieben, das Thema rundrum für mich immer aktuell.
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Verlorene Ideale, Robert und Franz - lukas
von Paul56 am 07.11.2010
Zusammenfassend:
Dieses Buch ist total fesselnd und ichkann es nur jedem empfehlen, der sich für Antikriegsliteratur interessiert
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Verlorene Ideale, Robert und Franz - lukas
von SteinSohn am 03.11.2010
Handlung:
Es wird die unterschiedliche,durch die Lebensumstände und Zeitgeschichte, politische Entwicklung zweier Jungendfreunde erläutert.Die Erlebnisse im Zeitgeschehen sind so unterschiedlich,dass sie am Ende trotz Jungendfreundschaft sich wegen politischen Idealen aufgeben.
Figuren:
Die beiden Freunde Robert und Franz sind die Hauptfiguren in dem Buch. Sie sind politisch vom Elternhaus beeinflusst. Durch ganz eigene Lebensumstände, Erlebnisse und Entscheidungen, verläuft die politische Einstellung beider Jungen ganz anders als erwartet.
Sprache/Duktus:
Die Erzählweise des Buches ist klar und flüssig sowie spannend zu lesen.Ich hatte zeitweise probleme das Buch aus der Hand zu legen.Ich konnte mich sehr gut in die zeitgeschichtlichen Handlungen hineinversetzen.
Struktur:
Die Aufteilung der beiden Hauptfiguren in unterschiedliche Erzählphasen hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte leichter zugänglich erscheinen lassen.
Zusammenfassend:
Ich finde das Buch macht aufmerksam darauf wie Lebenseinflüsse , Umstände und Entscheidungen in der Lage sind unser "Sein" zu bestimmen. Das Buch ist sehr emfehlenswert,weil es uns anregt inne zu halten und uns und die Zeit zu überdenken.
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Verlorene Ideale, Robert und Franz
von heiko56 am 26.10.2010
Handlung:
über weite strecken ist die beschreibung so, dass man als leser das gefühl hat, es handele sich um eine biografie. einzelne details sind so farbig beschrieben, dass es nicht erdacht scheint.
Figuren:
die interlektuelle wandlung der beiden hauptfiguren ist schlüssig und durchgängig erzählt.
Struktur:
die aufteilung in 2 erzählstränge gefällt. leider sind an einigen stellen brüche, die nicht erklärt werden, das verwirrt und hat mich die stellen mehrfach lesen lassen, um den faden wieder aufzunehmen.
Zusammenfassend:
insgesammt sehr lesenswert und spannend, vor allem für heutige jugendliche! hier werden lebenswege gezeichnet, die sich unter widrigen bedingungen bilden (müssen). jugentliche sollten sich hier anreizen lassen, eigeninitiative zu ergreifen und nicht alles mit sich machen zu lassen.
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Konkurrenzfähig
von Martin Mehner am 24.10.2010
Handlung:
Der Autor beschreibt auf spannende Weise den Entwicklungsweg zweier junger Männer im 3.Reich. Spannend und neu finde ich in dieser Verarbeitung die Tatsache, WIE die beiden sich entwickeln. Denn das widerspricht der Erwartung, die ich als Leser hatte. Ich möchte anderen Lesern nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall geht es auch um Krieg und U-Boote und Technik und um grauenvolle Ereignisse, die einerseits abstoßend sind und andererseits, da historisch fundiert, auch mein Interesse hervorgerufen haben.
Letztlich bin ich sehr nachdenklich geworden, ob es wirklich passieren kann, dass die Erlebnisse in einem solchen System einen Menschen so grundlegend umkrempeln können.
Figuren:
Die Figuren Robert und Franz sind sehr plastisch. Zu Charlotte sage ich als Mann erst mal nichts, da wüsste ich gern die Meinung von Rezensentinnen.
Ein wenig fehlte mir die Vorgeschichte der beiden. Sie sind miteinander befreundet, aber der Roman beginnt bereits da, wo sie unterschiedliche Meinungen haben. Da kann man sich schon fragen, wie sie eigentlich Freunde sein konnten.
Sprache/Duktus:
Insgesamt gefällt mir der nüchterne Stil. Ich blieb als Leser immer ein wenig in der Distanz. Das ist aber auch okay so - zu viel Identifikation mit diesen beiden Helden hätte mich vielleicht schnell unwillig werden lassen, warum die nun so handeln. Als Mensch, der das nicht mehr erleben musste, glaube ich, es besser zu wissen, was sie hätten tun können.
Grammatisch ist noch einiges zu tun und es gibt gelegentlich Wortwiederholungen, die den Lesefluss behindern, besonders diesbezüglich ziehe ich einen Stern ab.
Struktur:
Es wird in langen Kapiteln gewechselt zwischen beiden Protagonisten. Man könnte vielleicht noch mehr an spannenden Stellen springen, um mehr Lesedruck zu erzeugen. Das Buch lebt ja von der Handlung und nicht so sehr von Reflexionen.
Das würde es auch vereinfachen, wieder anzuknüpfen. Ich hatte beim Kapitelwechsel manchmal etwas Mühe mit der zeitlichen Einordnung.
Zusammenfassend:
Gut, dass es hier vernünftige Bewertungskriterien gibt. Ich kenne diesen Roman schon lange, von einem anderen Portal, ich kenne ihn sogar sehr gut. Und nachdem ich mich hier umgeschaut habe, denke ich, das Werk kann auch hier bestehen. Dem Autor gelingt m.E. der Spagat, ein gut recherchiertes Thema spannend zu verarbeiten. Das ist bei historischen Romanen nicht ganz leicht.
Die Marktsituation für solche Literatur kenne ich nicht. Ich glaube aber, dass solche Romane eher zeitlos immer wieder Leser anziehen. Für mich entscheidend war, dass hier ein Thema behandelt wird, das mich eigentlich nicht (mehr) interessiert, und trotzdem bin ich dabei geblieben.
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Verlorene Ideale
von Fontibon von Xum am 20.10.2010
Handlung:
Zwei befreundete Abiturienten geraten in den Strudel des II. Weltkrieges. Ihre Erlebnisse lassen ihre Entwicklung gegensätzlich verlaufen. Als sie sich nach dem Krieg wieder treffen, müssen sie feststellen, dass ihre Freundschaft keine Basis mehr hat.
Figuren:
Der Roman wird im Wesentlichen von diesen zwei Personen bestimmt.
Robert Buhl, ein überzeugter Nazi entwickelt sich im Laufe des Krieges zu einem Regimegegner.
Franz Baumgart, eigentlich sozialdemokratisch erzogen, kommt zu einer vermeintlichen Eliteeinheit und wird Gefolgsmann Hitlers.
Sprache/Duktus:
Sehr flüssig und immer überschaulich. Obwohl ich diese Zeit nicht erlebt habe, konnte ich mich gut in die geschilderten Situationen eindenken.
Struktur:
Die ungewöhnliche Kapiteleinteilung hat mich positiv überrascht. Dadurch bleibt die Entwicklung jedes der Hauptdarsteller für sich und auch durch die Überschriften immer vergleichbar.
Zusammenfassend:
Ich hätte mir gewünscht, dieses Buch im Abitur als Argumentationshilfe zur Hand haben zu können.
Der Einfluss äußerer Umstände auf die Entwicklung junger unausgereifter Charaktere wird schön deutlich.
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Leider nichts Neues
von Kratzfeder am 19.10.2010
Handlung:
Zwei Freunde, deren Freundschaft im Jahr 1938 fast zerbricht, da sie unterschiedliche Meinungen zum herrschenden Regime haben. Nach dem Krieg, in dem jeder der beiden seine eigenen Erfahrungen gemacht hat, treffen sie wieder zusammen, um festzustellen, dass sich ihre Haltungen sehr konträr verändert haben.
Figuren:
Robert und Franz, beide aus dem Berliner Arbeitermilieu stammend. Die Figuren waren insgesamt relativ ähnlich gezeichnet, vielleicht dem Umstand geschuldet, dass sie einen ähnlichen Hintergrund haben.
Sprache/Duktus:
Insgesamt gut erzählt, sprachlich der Zeit angemessen.
Struktur:
Die Geschichte entwickelt sich an den verschiedenen Schauplätzen und wird anhand der beiden Charaktere Franz und Robert aufgerollt.
Zusammenfassend:
Man muss sich heute im Jahr 2010 fragen, was ein Kriegsroman heute noch soll. Auch – oder gerade – wenn er den Anspruch eines Anti-Kriegsromans erhebt. Sicher ist es wichtig, das Thema des Nationalsozialismus so aufzubereiten, dass es heutigen (jungen) Lesern nahe gebracht wird. Ich bin aber skeptisch, ob das in der vorliegenden Form gelungen ist. Die Entwicklung der beiden Protagonisten war mir persönlich viel zu oberflächlich, als dass ich sie als Leser mit Gewinn nachvollziehen konnte. Der Schwerpunkt der fast 500 Seiten lag in den Schilderungen von Krieg und Kriegsalltag. Die Diskussionen über den Nationalsozialismus waren mir teilweise zu schwarz-weiß. Vor allem der Schluss des Romans hat mich nicht überzeugt. Es ist ja nicht so, dass dieses Thema nicht oder noch nicht ausreichend behandelt wird/wurde. Ich hätte mir an dieser Stelle etwas Neues gewünscht. Einen neuen Blick auf die Zeit, spannende Charaktere irgendetwas, um das Thema von all den schon existierenden Büchern abzugrenzen. Das ist, denke ich, hier nicht der Fall. Schade, denn der Autor hat Ahnung von der Zeit und kann auch schreiben. Kleine Anmerkung: Konnopkes berühmte Currywurst gab es aber doch erst weit nach dem Krieg und noch nicht 1938! ;-)
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Verlorene Ideale
von arnoheinz am 18.10.2010
Handlung:
Es wird die Entwicklung zweier junger Menschen im Schatten des Zweiten Weltkrieges erzählt. Sie sind als Schüler gute Freunde, wenn auch mit unterschiedlichen politischen Ansichten. Der Krieg bringt für beide sehr verschiedene Erlebnisse und Erkenntnisse, so dass sie sich völlig gegenläufig entwickeln. Nach dem Krieg müssen sie feststellen, dass ihre Freundschaft nicht mehr aufrecht zu halten ist. Sehr fesselnd.
Figuren:
Die Haupthandlung wird von zwei Protagonisten getragen.
Robert Buhl und Franz Baumgart. Berliner Gymnasiasten, politisch noch nicht gefestigt und am Anfang noch eher als Träumer zu bezeichnen.
Die Erlebnisse des Krieges lassen sie schnell erwachsen werden und dieser Prozess ist hervorragend beschrieben und an jeder Stelle deutlich.
Die Darstellung der einzelnen Handlungsabschnitte lässt auf eine sehr gute Recherche schließen.
Sprache/Duktus:
Sprache und Absatzeinteilung erlauben das Lesen ohne Gefahr zu laufen, den Faden zu verlieren.
Schreib- und Tippfehler sind verzeihbar, genauso die kleinen grammatikalischen Unebenheiten.
Struktur:
Die Teilung der Kapitel war für mich Neuland und sehr attraktiv. Die Konzentration auf zwei Hauptfiguren ist trefflich gelungen.
Zusammenfassend:
Wertvoll, zumal immer ein Bezug zu den heutigen Vorkommnissen mit dem Neofaschismus zu spüren ist. Jeder junge Mensch sollte das Buch lesen.
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Verlorene Ideale
von Annalena am 18.10.2010
Handlung:
Zwei politisch unterschiedlich denkende, befreundete Abiturienten geraten in die Wirren des Zweiten Weltkrieges und nehmen eine sehr unterschiedliche Entwicklung. Die gemachten Erfahrungen lassen sie sich konträr entwickeln und schließlich zu Feinden werden.
Der Eine, als Abiturient ein überzeugter Nazi wird zum erbitterten Kriegsgegner, der andere, ursprünglich eher sozialdemokratisch geprägt, entwickelt sich zum Paladin des Regimes.
Figuren:
Die Hauptfiguren, Robert Buhl und Franz Baumgart, sind klar gezeichnet und in vielen Passagen des Buches wird ihre Wandlung bisweilen sogar körperlich spürbar.
Ihre Gedankengänge sind nachvollziehbar und klar strukturiert.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist sehr flüssig. Kleine Unzulänglichkeiten schmälern das Lesevergnügen keinesfalls, sind leicht korrigierbar.
Auch der Zeitgeist wird sprachlich sehr gut erfasst.
Struktur:
Mir gefällt die Kapiteleinteilung mit der jeweiligen Gegenüberstellung unter einer gleichlautenden Überschrift. Eigentlich handelt es sich um zwei Geschichten in einem Roman. Sehr gelungenes Stilmittel.
Zusammenfassend:
Der Roman bietet viele Parallelen zur Heut-Zeit. Einige Informationen hätte ich mir ausführlicher gewünscht (z.B. die Entstehung der Freundschaft), ist aber letztendlich unerheblich. Insgesamt ein Roman, der sehr weiter zu empfehlen ist und bei einem entsprechenden Lektorat es auch verdient, im Buchhandel zu erscheinen.
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Verlorene Ideale?
von Lucy am 17.10.2010
Handlung:
Zwei Abiturienten, zwei Menschen, deren viel ersprechendes Leben beginnen könnte. Doch alles kommt anders. Zwei Freunde, zwei verschiedene politische Überzeugungen. Die Umstände des Lebens prägen sie, lassen sie unterschiedliche Erfahrungen machen und letztlich ihre Überzeugungen verändern. Ihre Lebenswege gehen auseinander. Jahre verlieren sie sich aus den Augen und als sie sich wieder sehen ist nichts mehr so wie es war. Die Veränderung der beiden ist so groß, dass von ihrer Freundschaft nichts mehr übrig ist.
Figuren:
Die Figuren sind gut und glaubhaft dargestellt. Die jeweilige Veränderung kann gut nachvollzogen werden.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist der beschriebenen Zeit angepasst, selbst Schimpfwörtern. Kein modernes Wort wird verwendet. Die Dialoge geben desöfteren das Gefühl dieser Zeit wieder. Hier und da ein paar unglückliche Stellen, die ich gerne überlesen habe. Flüssig geschrieben und zu lesen.
Struktur:
An der Struktur ist nichts zu meckern. Übersichtlich. Sehr gute Kapiteldarstellung. Perspektivwechsel völlig unproblematisch. Ein Brief hebt sich in anderer Schriftform ab, gute Wirkung.
Zusammenfassend:
Hier ist die Gegenüberstellung zweier Charaktere, Robert Buhl und Franz Baumgartner, bzw. die Veränderung in ihrer Person durch verschiedene Lebenswege in den Kriegswirrungen sehr gut gelungen.
Das Thema des dritten Reiches bietet hier nichts wirklich Neues, dennoch ist die Erzählung eines Lebensabschnittes der beiden Haupt-Protagonisten eine wertvolle Darstellung und Anregung über dieses Thema nachzudenken. Vieles kann man daraus auf aktuelle Themen übertragen. Mindestens als Geschichte ist der Roman flüssig und kurzweilig geschrieben.
Lediglich das Ende, als die ehemaligen Freunde Robert und Franz sich wieder sehen, ist mir ein wenig zu schnell abgehandelt.
Ich gestehe, ich hatte den Eindruck, der Autor hat diese Zeit mit erlebt. Die Neugier ließ mich darauf hin sein Profil anschauen. Das Alter verriet sofort die Unmöglichkeit. Insofern ein Kompliment für die Darstlellung.
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