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Mrs. Commingdale 3 - Scheinheilig - Jutta Wölk

Eine vergiftete Katze versetzt Margret Commingdale erneut in Rage. Sie muss dem Tiermörder seine gerechte Strafe zukommen lassen. Und das bedeutet nichts anderes, als seinen Tod.

Eigentlich hatte Margret vorgehabt, ein paar Monate ins Land ziehen zu lassen, bevor sie sich einer neuen Berufung widmen wollte, doch ein vergiftetes Kätzchen bringt sie dazu, sofort zu handeln. Da Margret den Katzenmörder bereits zu kennen glaubt, will sie ihn unter dem Vorwand, ihm einen längst fälligen Gegenbesuch abzustatten, aufsuchen. Aber er ist nicht in seinem Haus anzutreffen. Bei der Gelegenheit kundschaftet Margret die Umgebung seiner Bleibe aus und entdeckt ein Gewächshaus. Im Inneren des Glasbaus findet sie den Beweis für ihren Verdacht. Außer sich vor Rage beschließt Margret erneut, im Namen der Opfer Rache walten zu lassen. "Mrs. Commingdale 3 - Scheinheilig" gehört zu einer Serie. Die einzelnen Geschichten knüpfen zwar aneinander an, sind jedoch in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.

3.9 Sterne N/A
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      Böses altes Mädchen

      von Ulder am 31.03.2013

      Handlung: Mrs. Commingdale, alt und verschlagen, ist die selbsternannte Rächerin für Gerechtigkeit, zumindest ihren Vorstellungen entsprechend.
      Figuren:

      Das haben wir Mrs. Commingdale, alt, zierlich, auf den ersten Blick gebrechlich, aber das täuscht. Sie entwickelt ein erstaunliches Selbstwertgefühl. Der äußeren Beschreibung nach hätte ich sie älter als 65 geschätzt. Auf jeden Fall liebevoll gezeichnet.   Und haben wir als nächstes Opfer Pfarrer Johnson, der nach Mrs. Commingdale's Meinung eine Fehlbesetzung als Pfarrer ist. 

       

      Sprache/Duktus: Wie gewohnt sicher und stimmig. Die reife Erzählsprache lässt sofort die Bilder im Kopf laufen. Ein kleiner Holperer ist mr auf S. 7 aufgefallen. "Bis heute konnte sie sich rausgeredet." Das ist wohl durchgerutscht, tat dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.
      Struktur: Rückblenden auf vorherige Teile der Serie, das ist wichtig, ansonsten schnörkelos gradliniger Verlauf.
      Zusammenfassend: Böses, altes Mädchen, so nennt sich die Protagonistin am Anfang selbst, ru recht. Eine feine, kleine Satire in bestem englischen Humor. Sehr schöne Dialoge und Beschreibungen, die immer wieder zum Lachen reizen. Wirklich allerbestes Lesevergnügen.
      • Kommentar von Jutta Wölk am 01.04.2013

        Hallo Ulder, vielen Dank für deine netten Worte, über die ich mich sehr freue. Herzlichen dank auch für die Sterne und die Empfehlung, über die ich mich ebenso freue. LG Jutta

    • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

      Miss Marple mal anders...

      von graukopf am 22.03.2013

      Handlung: Mrs. Commingdale, eine ältere verwitwete Dame, äußerlich eher der Typ "Graue Maus", hat es faustdick hinter den Ohren. Nicht nur das sie Ehebrecher an den Pranger hängte, nein sie hat auch ihren verhassten Ehegatten unter die Erde gebracht. Nun gelüstet ihr nach weiteren "Morden der Gerechtigkeit". Ein Pfarrer wird wohl das nächste Opfer sein...
      Figuren:

      In erster Linie: Mrs. Commingdale.

      Sie dominiert (als Erzählerin) die Geschichte und drängt die anderen (wie hier z.B. den Pfarrer) in den Hintergrund. Das passt aber zur Geschichte. Eine sehr gute Darstellung dieser verschrobenen Person.

      Sprache/Duktus:

      Sehr gut zu lesen, selbst längere Satzkonstrukte gelingen der Autorin vorzüglich!

      Ein paar kleine Unstimmigkeiten:

      S.6: "Grinsen" hier etwas unschön (Lächeln?)

      "Eine Gänsehaut bildete sich" - das kann die Autorin besser! 

      S.8:  "4 Wochen zuvor ... "  "Gegenwart" das passt nicht so gut.

      "... was die abblätternde Farbe verdeutlichte." - ist hier eigentlich überflüssig.

      S.9:  "Das war ja absurd!" -  absurd ersetzen oder stattdessen: "Pfui Teufel!"

       

      Struktur: Eine gute Struktur, immer einige Schlenker in die Vergangenheit, liegt dann aber vor allem an der Fortsetzungsreihe, es ist okay.
      Zusammenfassend:

      Ich habe die ersten drei offenen Teile gelesen, der erste war noch etwas schwankend, doch die anderen beiden schon ganz prima!

      Sehr schön die Darstellung der Gedankenwelt der alten Dame, sozusagen eine Miss Marple der bösen Art.

      Sprachlich und formal nichts auszusetzen!

      Da wünsche ich mir nur (neobooks wird das wohl zensieren,oder?) eine leicht überarbeitete Gesamtfassung in gedruckter Form...

      • Kommentar von Jutta Wölk am 23.03.2013

        Hallo Graukopf, vielen Dank für die Rezension. Die Vorschläge überdenke ich gern. Und danke auch für die Sterne und die Empfehlung, über die ich mich sehr freue. Gruß Jutta

    • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

      Margrets nächstes 'Meisterwerk'

      von AnTh am 23.02.2013

      Handlung: Nachdem Margret während ihres vorübergehenden Aufenthalts in einem Seniorenwohnheim ihr "zweite[s] Meisterwerk" (S.06) vollbracht hat, genügt es ihr nicht mehr, zu ihrer angestammten Beschäftigung zurückzukehren und weiterhin mutmaßliche Ehebrecher zu überführen. Nein, Margret fühlt sich nun "zu Höherem berufen" (S.06). Dass der Pfarrer der Gemeinde ein ausgemachter Katzenhasser und wohl auch Katzenquäler zu sein scheint, kommt da wie gerufen. Margret beschließt, die lieben Tiere zu rächen...
      Figuren:

      Wie auch in den beiden vorangehenden Werken ist Mrs. Margret Commingdale die Hauptperson und steht somit im Zentrum der Handlung. Nach und nach scheint sie von sich, ihren Erfolgen und ihren Taten derart überzeugt zu sein, dass sie beginnt, ansatzweise 'Starallüren' zu entwickeln: Beispielsweise ist sie ihrer eigenen Meinung nach "eine geniale Schauspielerin" (S.05), wie oben schon erwähnt, bezeichnet sie ihre zweite Tat als "Meisterwerk" und sich selbst überdies als eine "selbst geschulte Meisterin" (S.07). Während im ersten Teil also noch abzulesen war, dass Margrets Selbstzweifel ob ihres Aussehens, ihr Schmerz ob der jahrelangen Demütigungen etc. Auslöser für ihre mörderischen Triebe waren, scheint sich nun langsam aber sicher ein Wandel abzuzeichnen. Denn innerlich zerfressen wirkt sie eigentlich nicht mehr - sie scheint, so auch ihre eigene Ansicht, ihre Bestimmung gefunden zu haben. Dafür ist sie ihrem Verblichenen schon beinahe wieder ein klein wenig dankbar...

      Desweiteren treten der Pfarrer samt Haushälterin in wichtigen Rollen auf - nämlich als potentiell nächste Opfer.

      Sprache/Duktus:

      Wie in den ersten beiden Teilen der Serie erscheint auch hier die Sprache über weite Strecken makellos, dem Inhalt angemessen und in sich stimmig. 

      Einige kleinere Anmerkungen:

      -S.05: Margrets Gedanken: "Vorausgesetzt man ist so eine geniale Schauspielerin wie ich." => mein Vorschlag wäre, hinter "vorausgesetzt" ein Komma zu setzen, da dies auch den Sinneinheiten des Satzes bzw. dem Redefluss entsprechen würde.

      -S.06 "An und für sich hatte Margret vorgehabt ein paar Wochen..." => Vorschlag, Komma nach "vorgehabt" (s.o.)

      -S.07: "Bis heute konnte sie sich rausgeredet..." => hier ist nicht ganz klar, was dieser Satz aussagen möchte. Vielleicht: "Bis heute hatte sie sich rausreden können..."?

      -S.08: "Dennoch traute es den Pfarrer fast keines seiner Schäfchen zu, dass er derjenige war, der..." => hier Dativ vonnöten => "traute es dem Pfarrer fast keines seiner Schäfchen zu..."

      Struktur:

      Im Gegensatz zum zweiten Teil wird hier zügiger in die Handlung eingestiegen. Die Weichen in Richtung nächster Fall werden rascher gelegt - was mir persönlich etwas besser gefällt.

      Davon abgesehen wird wiederum in medias res begonnen, die Vorgeschichte wird in bewährter Weise anhand von kurzen Rückblenden eingefügt.

      Zusammenfassend: Rache scheint wahrhaft süchtig zu machen - zumindest wenn es nach Margret Commingdale geht. Da sie beim Gedanken an ihren letzten Streich ein "Glückstaumeln" verspürt, ist es nicht verwunderlich, dass sie den nächsten Coup regelrecht herbeisehnt. Dieser findet sich auch - während Margret Katzen liebt, sind sie dem Pfarrer derart verhasst, dass er sie gleich reihenweise zur Strecke bringt. Das wiederum ist für Marget Anlass, ihn zur Strecke zu bringen...wie auch während der ersten beiden Teile ist und bleibt Mrs. Commingdale keine nette oder sonderlich liebenswerte Person. Im Gegenteil, dass sie allmählich sogar zur Überheblichkeit zu neigen beginnt, sich selber als 'genial' ansieht und höchstselbst mit 'Meisterin' tituliert, führt eher zu weiterem Sympathieverlust. Dennoch ist und bleibt sie eine höchst außergewöhnliche Figur - je tiefer man in die Abgründe ihrer Persönlichkeit hinabsteigt, desto verquerer wird es, aber auch desto spannender!
      • Kommentar von AnTh am 24.02.2013

        Hallo Jutta - gern geschehen :-)!! Nachdem ich einmal angefangen hatte, mich in die Welt von Mrs Commingdale einzulesen, musste ich mir die Geschichten in einem Rutsch zu Gemüte führen. Da war nichts zu machen... :) LG, Anke

      • Kommentar von Jutta Wölk am 24.02.2013

        Hallo AnTh, ob dieser 3. recht ausführlichen Beurteilung fehlen mir jetzt tatsächlich die Worte ... Vielen Dank! Liebe Grüße Jutta

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      Gemeiner, schwarzer Humor

      von Hundertwasser am 11.02.2013

      Handlung: Eine alte, unscheinbare, mitleiderregende und serienkillende Frau, die nur zur Show Ihre Krücken trägt um Ihren düsteren Gelüsten nachzugehen. Dieses Mal wird sie noch skrupelloser. 4 Sterne, wg. leichtem Sympatieverlust der Protagonistin.
      Sprache/Duktus: Frau Wölk versteht Ihr Handwerk, das steht ausser Frage! Nicht umsonst ist die Gute regelmäßig in den Top 10 vertreten. 5 Sterne
      Struktur: Sauber strukturiert, hier und da ein wenig zu viele Tippfehler bzw. Rechtschreibfehler. Deshalb hier leider nur 4 Sternchen
      Zusammenfassend:

      Ethisch und moralisch kontrovers, empfindet man doch Sympathie für eine Dame, die die Gesetze selbst in die Hand nimmt.In den ersten Teilen der Commingdale Reihe hat man wesentlich mehr Sympathie für die Dame empfunden. Wird hier bereits auf eine eventuelle Festnahme hingespielt? Will Frau Wölk uns mit dem 3. Werk ins Gedächtnis rufen, dass es sich um eine Serienmörderin handelt, und man soetwas normalerweise nicht unterstützen sollte?

      Trotzdem: Eine hervorragende und spannende Fortsetzung!

      Das Preis Leistungsverhältnis passt zu 100 %. Danke für die gute Unterhaltung, wir dürfen uns auf die am Ende bereits angedeutete Fortsetzung freuen. Ich bin gespannt, ob meine oben genannten Fragen dann beantwortet werden :-)

       

      • Kommentar von Jutta Wölk am 11.02.2013

        Hallo Herr Hundertwasser, ja, was Margret da auslebt, ist gesetzeswidrig, keine Frage. Aber sie sieht das nicht so, ist fest imGlauben, nur Gutes zu vollbringen. Wird man ihr auf die Schliche kommen? Vielleicht verrate ich etwas dazu im 4. Teil, der demnächst erscheint. Vielen Dank für die ausführliche Rezension! Und ein dickes Dankeschön für die Sterne und den Flieger. LG Jutta

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      ein Undercover in action

      von winterschlaefer am 13.11.2012

      Handlung:

      Erinnerungen an Miss Marple werden wach. Da ist so eine schrullige alte Rentnerin, welche die Szene mal so richtig aufmischt, gerade so, wie es ihr gefällt und prompt hat sie auch noch Erfolg. Wie soll die Männerwelt das verstehen? Mit einem unbestechlichen Gespür für Gerechtigkeit, sorgt sie überall für Ordnung, wo es ihrer Meinung nach nötig erscheint. Und siehe, sie trifft es immer richtig. Auch wenn man für ihre Dritten nur Corega Tabs empfehlen und auf das Funktionieren der Hüftprothese hoffen kann, so ist sie doch noch erstaunlich fit. Auch dieses Mal wird es den Katzenmörder mit aller Härte treffen, den sie schonungslos und mit kriminalistischem Scharfsinn überführt.

      Figuren:

      Ms. Cummingdale, als Original oder Antipode verkörpert in sich so ungefähr alles, wie ein versierter, rechtschaffende Detektiv nicht sein solle, aber gerade dadurch wird sie überaus liebeswürdig und  interessant, da man leicht zu Unterschätzungen neigt. In jedem Fall aber ist ihr ein unbestechliches Gerechtigkeitsgefühl zu bescheinigen

      Pfarrer Johnson, eine zwielichtige Type  und Muriel Bake, eine Nervensäge sind mit von der Partie 

      Sprache/Duktus:

      In leger schnodderigem Ton gehalten, ist diese kleine Satire überaus gelungen. Und wenn auch mit leichtem Augenzwinkern, nicht so ganz ernst zu nehmen, ist doch ein gewisser Hintersinn unverkennbar. Geradezu ein Muss für all Fans dieses Genres

      Struktur: geradliniger Handlungsablauf mit gelegentlichen Rückblenden , gelungene innere Monologe reflektieren ihre Denkweise und Motivationen, sind für den Leser gut nachvollziehbar und logisch stringent
      Zusammenfassend: nach bester britischer Manier verfasst, wird hier  typisch schwarzer Humor vom Feinsten serviert. Die Lachmuskel werden - wie kann es auch anders sein – auch in diesem Falle gehörig strapaziert, zumal die bildlichen Portrait- und Situationsbeschreibungen bis hin zu ihre Physiognomie der Prot. ausgezeichnet gelungen sind. Die originellen Dialoge verleihen dem Ganzen noch den letzten Pepp.
      • Kommentar von Jutta Wölk am 13.11.2012

        Hallo Winterschläfer, vielen Dank für die aussagekräftige Rezension! Es freut mich sehr, dass dir die Kurzgeschichte gefalen hat. Und ein großes Dankeschön für Sterne und Flieger. LG Jutta

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    Jutta Wölk

    Mrs. Commingdale 3 - Scheinheilig

    Mrs. Commingdale 3 - Scheinheilig
    3.9 Sterne N/A
    5 Empfehlungen
    Seiten 20
    ISBN-13 978-3-8476-2018-1
    Veröffentlicht am: 25.11.2012
    Aktualisiert am 05.01.2013

    Gelesen 938
    Verlag Jutta Wölk

    Autor

    Jutta Wölk

    Jutta Wölk

    Mitglied seit 30.09.2010
    8 Veröffentlichungen