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Doppelkinnbonus, Gesamtausgabe - Nancy Salchow

Traummann oder Traumfigur - das ist hier die Frage.

Romy hatte schon immer ein paar Pfund zu viel auf den Rippen und träumt solange sie denken kann von der perfekten Bikinifigur. Umso unfassbarer erscheint ihr ihr Glück, als sich ausgerechnet der gutaussehende Alexander trotz ihrer Kurven für sie interessiert. Frisch verliebt verfällt sie ungeplant dem Klischee, gerade in der Anfangszeit ihrer Beziehung fast nur noch von Luft und Liebe zu leben. Die Zeit mit Alexander ist so aufregend und neu, dass die Pfunde praktisch von allein purzeln. Romy ist selig: Mit der Figur, die sie sich immer gewünscht hat und dem Mann ihrer Träume scheint ihr Leben perfekt. Doch ihr Glück gerät ins Wanken, als Alexander ihr gesteht, dass er sie mit ihrer neuen Figur sehr viel weniger attraktiv findet als vorher. Sein Geständnis erschüttert Romy umso mehr, als sie erkennt, dass er die Beziehung mit ihr ernsthaft in Frage stellt. Völlig überfordert steht sie vor der Entscheidung: Traummann oder Traumfigur?

2.8 Sterne N/A
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    • Ein Bonus zum Streiten

      von Monika am 04.04.2013

      Handlung:

      Die 29jährige mollige Romy lernt ihren Traummann Alexander in einer Apotheke kennen. Er; schlank und rank, athletisch. Sie; mollig kurvig mit weichem Kinn(Doppelkinn). Anfangs schien das Glück perfekt, doch schon nach 5 Monaten herrscht Funkstille. Der erste Streit. Romy kann es nicht begreifen, dass sich ihr (angeblicher Traummann) Alexander nicht für sie freuen kann, als sie es schafft sich von ein paar Pfunden zu verabschieden. Genau die Pfunde, die eine wunderbar röllchenfreie Taille verwehrten. Sie fühlte sich wohl. Zum ersten Mal fühlte sie sich anzüglich und vorzeigefähig. Das ihre beider Meinungen derart auseinander gehen konnte sie nicht ahnen ... sollte sich jetzt alles zwischen ihnen ändern? Bisher glaubte sie, dass er sie allein ihrer Persönlichkeit wegen liebte. Sollte die Beziehung wegen ein paar Röllchen zu wenig auf der Taille und dem fehlenden weichen Kinn auseinander gehen?

      Figuren:

      29jährige Romy, Hauptfigur und Ich-Erzählerin, Romys Traummann Alexander, Romys Cousin Maik und ihre Freundin Veronika.

       

      Sprache/Duktus: In der Ich-Perspektive erzählt. Im ganzen flüssig und flott zu lesen. Kurze Rückblicke geben wenig Einblick über ihre Person. Auf Grund der mir vorliegenden Leseprobe, will ich nicht ausschließen, dass der weitere Verlauf der Geschichte dem Leser einen tieferen Einblick gewährt. Über die Grammatik möchte ich kein Kommentar abgeben, da ich nicht Firm genug darin bin, um hier zu urteilen.
      Struktur:

      Romy erzählt in der Ich-Form. Lässig und gut strukturiert. Durch Rückblicke wird der Leser mit einzelnen Informationen  gefüttert, jedoch nicht gänzlich gestillt. Ich würde mir hier mehr Rückblicke wünschen, um den Leser mit mehr Hintergrundinformationen einzelner Figuren zu füttern.

      Zusammenfassend: Die Geschichte ist im großen und ganzen flüssig zu lesen. Eine super Idee Nancy, durch Gewichtsabnahme den Stand einer Beziehung zum Kippen zu bringen. Mit deiner spritzigen und humorvollen Art, dazu etwas mehr tiefere Einblicke, könnte dies durchaus ein wunderbarer Roman werden. Dazu wünsche ich dir viel Erfolg, liebe Nancy.
    • Humorvoll und nachdenklich

      von LaureenSt am 17.03.2013

      Handlung: Romy lernt in einer Apotheke den Atlethen Alex kennen. Die ist nicht gerade dünn, aber nach ein paar Monaten hat sie viel abgenommen und stellt fest, dass Alex ihren Pfunden wohl nachtrauert...
      Figuren: Die Figuren sind frisch und lebendig gezeichnet, sie gefallen mir überaus gut in ihren Rollen.
      Sprache/Duktus: Eine Sprache, die die Geschichte vorantreibt, man schwimmt mit ihr durch den Text ohne dass es langweilig wird.
      Struktur: Ich finde die Texteinteilung und den Ablauf der Geschichte gut, es gibt nichts zu meckern.
      Zusammenfassend:

      Eine Geschichte die tragisch und humorvoll zugleich ist. Ich finde sie gekonnt erzählt. Weiter so!

       

      LG

    • Plötzlich schlank

      von Fyona am 23.09.2012

      Handlung: Romy, knapp 30 (der ganze Plot spielt in ein paar Wochen vor ihrem 30.), wurde zwar offenbar nach Romy Schneider benannt, hatte aber kaum deren Sissi-Traumfigur. Die Betonung liegt auf hatte: Denn zu Beginn der Handlung passt sie plötzlich in Größe 38 (statt 44). Doch anstatt dass sich ihr neuer Freund Alexander darüber freut, trauert dieser den verlorenen Pfunden hinterher.
      Figuren:

      Hauptfiguren sind natürlich das Hop-on-hop-off-Paar Romy und Alex(ander). Er ist offenbar Profi-Koch und Restaurant-Besitzer mit einer Tendenz zum Kontroll-Freak, sie ein Ex-häßliches-Entlein, dass zum schönen Schwan mutiert - der auch noch quaken-, äh, singen kann! Daneben treten noch die alleinerziehende, toughe Freundin Veronika und der Cousin Maik als wichtige Nebenfiguren auf.

      An Romy hat mir gefallen, dass sie nach der (vorläufigen (?)) Trennung von Alex eine (vorerst bescheidene) Sängerinnen-Karriere startet; das gibt ihr etwas mehr Profil, nachdem sie vorher hauptsächlich über ihr Äußeres und ihre Beziehung zu Alex definiert wurde. Aber warum taucht das so spät im Text auf? Zumindest in der Leseprobe sollte es mit angedeutet sein; dann hätte mein Vor-Rezensent ev. auch weitergelesen ...

      An Alexander irritiert mich sein irgendwie unerklärliches Verhalten: Seine Vorliebe für Pummelige wäre nachvollziehbar, wenn er die Figur von Maik hätte. Da er aber ausdrücklich als Athlet bezeichnet wird, wirkt seine Vorliebe für rundliche Formen unlogisch. Man häte das ev. motivieren können, indem man ihm eine rundliche Mutter verpasst. Aber da geht wohl wieder die Freud-Verehrerin mit mir durch ...

      Sprache/Duktus: Über dieses Buch bin ich während der Lektüre der Beiträge zum Chick-Lit-Wettbewerb gestoßen, und dazu passt es stilistisch auch recht gut. Es ließt sich flott runter, ist mit einigem Witz geschrieben, der allerdings manchmal etwas bemüht wirkt. (Das mit dem "Hüftrollenflüsterer" habe ich nicht verstanden.)
      Struktur: Erzählt wird alles in der Ich-Form von der Hauptfigur Romy und streng chronologisch. Eingestreut sind Rückblicke auf das erste Treffen mit Alexander. Ein paar mehr Rückblicke auf das 'Vorleben' der Hauptfiguren hätte das Buch wohl noch vertragen; es hätte ihnen mehr Profil verschaffen können.
      Zusammenfassend: Die Idee 'Erst Fett weg, dann Freund weg' ist derart skurril, dass man daraus durchaus einen Roman machen kann, und das Chick-Lit-Genre passt dazu natürlich wie die Faust aufs Auge. Freilich schreit das andererseits auch wiederum nach einer mehr satirischen Herangehensweise, wo Schlankheits-Wahn, Diät-Irrsinn und verlogene Schönheitsideale ihr Fett abbekommen, um im Bild zu bleiben. Alexanders Job als Koch passt eigentlich dazu, und ansatzweise findet sich das ja auch im Text, wenn etwa Alex versucht, seine Romy klammheimlich zu mästen. Mehr davon würde dem Buch mehr, nun ja, Biss und literarischen Nährwert verschaffen; dafür könnte man einige von Romys Selbstgesprächen streichen.
    • Liebesverlust wegen Abspeckens

      von ArnoldAndreas am 13.09.2012

      Handlung:

      Beim Kauf von Hämorriden-Salbe in stickiger Apotheke lernte die damals noch füllige Romy ihren „Traummann“ Alexander, einen „gutaussehenden Athleten“, kennen, sah ihn zumindest erstmalig. Fortan (auch in der kurzen Gegenwartshandlung) dreht sich alles um Körpermaße, entsprechende Essgewohnheiten und Kleidung. Zum Zeitpunkt des Kennlernens war Romy beleibt mit Doppelkinn. Nun (wohl nach fünf Monaten) hat sie eher „zufällig“ arg abgenommen (Konfektionsgröße 38), worauf des athletischen Traummanns Gefühle für sie stark nachlassen. Nach den gratis lesbaren 13 Seiten (eigentlich acht) entstand bei mir kein Kaufbedürfnis, zumal ich dem Klappentext entnahm, dass vermutlich auch auf den folgenden rund 100 Seiten ausgiebig über Romys Körpervolumen und davon abhängiges Liebesleben geredet wird.

      Figuren:

      Romy (Ich-Erzählerin „Romy-Pummelchen“) // Alexander („Traummann“, „tollster Mann aller Zeiten“ ?) // Maik (Romys Cousin)

      Zumindest nach Alexanders Meinung ist Romy „witzig, klug und charmant“, doch diesen Eindruck von der Ich-Erzählerin gewinne ich als Leser nicht. Ihre geistigen Regungen scheinen nur um ihre Konfektionsgröße, Fummel und ihren „Traummann“ zu kreisen. Nach ihrem Abspecken wirkt sie laut A. „dürr und ausdruckslos“. Nach meiner Wahrnehmung bleiben die drei Akteure (einschließlich Maik) auf ihre Körpermaße reduziert. Nur von Romy und Cousin Maik erfährt man darüber hinaus, dass sie beide alte Krimis und Pizza mögen.

      Sprache/Duktus:

      Das Positive zuerst: Orthografie und Grammatik weisen nur sehr wenige Fehler auf. Der Text liest sich zwar ziemlich flüssig (manchmal unnötige Absätze), was jedoch bei dem mäßigen inhaltlichen Anspruch auch zu erwarten ist.

      Einige Textpassagen sollten m.E. jedoch noch einmal überdacht bzw. überarbeitet werden. Dafür nur ausgewählte Beispiele:

      S.7: Beider „Vorstellungen driften so weit auseinander wie die Hosenbeine meiner alten Jeans“ (abnormer Vergleich!) / S.8 „… Wehmut … wach werden lassen“ (?)  //  „Seufzend antwortete ich ihm.“ (Seufzen und das Antworten funktionieren nicht gleichzeitig.)  // „Um Sieben“ > sieben //  Taxi … leitet den Abend ein (?)  // unschöne, unnötige Wiederholung der Nebensatzeinleitung mit „dass“ //  „… alles zwischen uns …“ (höchst allgemein, unpräzise) // S.9 – „… tollsten Mann aller Zeiten …“ (?) // „… hätte Lächeln nicht von einem Stirnrunzeln unterscheiden können (Na, so was!) // S.10 „… Schönheitsideale sagen …“ (Ideale können nichts sagen.) // S.11 „nahe kommen“ > nahekommen // „auf Null“ > auf null  // „antworte ich schmallippig“ (wie sieht sie das?) // „solange ich denken kann“ (Kommata! –eingeschobener Nebensatz) // „plagt“ sich mit „Wohlfühlbauch“ (?) // etc.

      Struktur:

      Im Text wechseln Gegenwart und Rückblenden. Das geht so. Aber inhaltlich fallen mir einige Ungereimtheiten auf. „Unser Fünfmonatiges“ (S.13) deute ich dahingehend, dass sich Romy und Alexander seit fünf Monaten kennen. Eine so starke körperliche Veränderung in solch kurzer Zeit (auch noch so zufällig, absichtslos!) halte ich für sehr unwahrscheinlich. Ein Doppelkinn verschwindet auch bei Gewichtsabnahme nicht wirklich ganz. (Damit wackelt auch der ohnehin nicht so originelle Drei-Worte-Titel.) Liebe – so scheint mir – ist in der Geschichte primär von Äußerlichkeiten abhängig. Zudem ist m.E. des athletischen Alexanders Begehren, sie möge füllig bleiben, schwer nachvollziehbar. Zumindest bis jetzt ist mir in keiner Weise klar, was die beiden einander Liebenden noch so verbindet …

      Zusammenfassend:

      Sicher finden sich Leserinnen und Leser, die solche leicht zu lesende, aber wenig anspruchsvolle Literatur mögen und großzügig über einige Ungereimtheiten hinwegschauen. Problemlos und rasch zu schmökern ist der Text allemal. Meine Ansprüche an Literatur erfüllt der gratis zugängliche Teil des Romans jedoch nicht. Etwas mehr möchte ich durchaus geistig gefordert werden. Auf alle Fälle empfehle ich eine Überarbeitung des Textes auch mit dem Ziel, die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten etwas gründlicher auszuleuchten und somit lebendiger erscheinen zu lassen. Dafür, liebe Nancy, wünsche ich dir viel Erfolg!

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    Nancy Salchow

    Doppelkinnbonus

    Doppelkinnbonus
    2.8 Sterne N/A
    0 Empfehlungen
    Seiten 134
    ISBN-13 978-3-8476-2043-3
    Veröffentlicht am: 05.12.2012

    Gelesen 2504
    Verlag neobooks Self-Publishing

    Autor

    Nancy Salchow

    Nancy Salchow

    Mitglied seit 09.03.2012
    11 Veröffentlichungen