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Gestopft, Ein Weihnachts-Thriller - Andreas Henschel

Am 1.Weihnachtsfeiertag will Ottmar Dornbusch, ein Produzent von Gänseleberspezialitäten, in der Firma nach dem Rechten sehen. Alles erscheint ihm unheimlich. Eine Weihnachtsüberraschung? – Der Schein trügt. Tatsächlich muss er Schreckliches erleben…

Am Heiligabend geht der Unternehmer Ottmar Dornbusch, in dessen Betrieb Enten- und Gänseleberpastete hergestellt wird, gegen Mitternacht zu Bett. In einem kurzen Gespräch teilt er seiner Frau noch mit, dass er am ersten Weihnachtsfeiertag im Unternehmen nach dem Rechten sehen muss… Einen Tag später ist es schon dunkel als er seinen Kontrollgang antreten will, und alles erscheint ihm unheimlich, anders als gewohnt. Als eine weiße Gestalt – halb als Gans, halb als Engel verkleidet – auftaucht, glaubt er zunächst, seine Angestellten wollen ihn zum Fest mit einem Geschenk überraschen. Doch das erweist sich als folgenschwerer Irrtum. Schreckliche Ereignisse nehmen ihren Lauf …

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  • 4.20 Sterne

    Otmar der Gänsestopfer

    Von Inga Hetten am 28.07.2013

    Handlung:

    Handlung siehe Trailer. Klasse Idee! Erster Lacher: Keulen an Blautanne. Spontane Idee dazu: Was auch immer geschieht - es war Der-den-Baum-geschmückt-hat.

    Nicht neu, aber im Ehebett-Dialog unterhaltsam umgesetzt die einander widersprechenden Sichtweisen des erlebten Abends.

    Skurriles ereignet sich bereits auf der Fahrt zur Fabrik. Noch lacht Leserin mit Ottmar ... könnte spannend werden.

    Figuren:

    Ottmar Dornbusch (der Flammende?) und seine Hildegard, ein Fabrikantenehepaar. Villenatmosphäre und altväterliche Namen, Haarnetz und Bartbinde erinnern mich, warum auch immer, an Fabrikant Diederich (widerlich) Heßling und seine Guste (Heinrich Mann). Laufreifen für die Kinder? - Nee, PC & Mountainbike.

    Der Gänseengel. Auf witzige Art beknackt, aber offensichtlich das richtige Mittel, um Otmar in die Falle zu locken.

    Das Tribunal. Nimmt das Bild der zu groß geratenen Krähen auf (gutes Omen!). Im ersten Moment lächerlich. Doch mit zu Unrecht entlassenen Angestellten ist nicht zu spaßen, das erfuhr auch weiland Diederich.

    Sprache/Duktus:

    Whisky, auf den Hieb geschluckt. Sowas freut mich.

    Präsenserzählung. Angenehme Sprache, passt zu den Namen. Exotisch wirken Euro, PC und Bike. Wie hineinmodernisiert. Warum das auf mich so wirkt, kann ich an nichts festmachen. Es braucht keine PETA, um Ottmar für strafwürdig zu befinden, die Geschichte kann auch lange vor deren Zeit spielen.

    Struktur:

    Heiligabendausklang in der Villa, tags darauf der Kontrollbesuch in der Fabrik. Auf die unerwartete Wendung muss Leser nicht lange warten. Dünkt mich eine gelungene Struktur, wird auch im bezahlten Teil eine sein.

    Erzählt wird erst aus Otmars Sicht. Die PETA-Gerichtsverhandlung dann unpersönlich, Otmar von außen betrachtet.

    Soviel zur frei verfügbaren Leseprobe.

    Zusammenfassend:

    Mein Weg hierher: Eine "Nachts"-Kurzthriller-Persiflage falsch zugeordnet und daher "Gestopft" gefunden. Trailer gelesen - haha, hinein!

    Unterhaltsames Lesehäppchen, gut gewähltes Thema. Dem Gänsestopfer von mir noch eins extra. Diederiche, will sagen: widerliche Praxis, aber der Verbraucher frissts ...

    • Kommentar von ArnoldAndreas am 28.07.2013

      Liebe Inga, verirrt, Fehlfund geschluckt, nett rezensiert. Danke! - LG Andreas

    • Kommentar von Inga Hetten am 28.07.2013

      Liefere ein "t" nach, für den übersehenen "Otmar". Mir saß wohl ein Otfried im Kopf.

  • 4.00 Sterne

    Gestopft

    Von RGloeck432 am 28.04.2013

    Handlung: Die Handlung ist schlüssig und die Rache der "Gefeuerten" gipfelt in einer Gerichtsverhandlung, in der ihm deutlich wird, dass hier im Auftzrag von PETA gehandelt wird, Leider bleibt etwas im Dunklen, aber dieser Mensch, über den zu Gericht gesessen wird, hat so einiges auf dem Kerbholz
    Figuren:

    Ottmar, der Inhaber der Gänseleberproduktionsfirma, ein "Harter Knochen", der mit seinen Mitarbeitern wie mit einer beliebigen Nummer umgeht

    Ina, seine Beischlafsekretärin, die aus dieser Beziehung Vorteile für sich zieht und
    seine Frau, völlig normal und in einem Bereich des Nichtverstehens angesiedelt ist

    Sprache/Duktus:

    Die Sprache ist flüssig und nicht ohne Steigerungen ins Irreale

    Macht Spaß, es zu lesen.

    Struktur: Sehr gut aufgebaut und stimmig und durch den zügigen Ablauf der kleinen Geschichte sehr klar
    Zusammenfassend: Das ist eine (vielleicht etwas kurze) Geschichte, die mir sowohl Lächeln als auch ein wenig Gänsehut verursacht.
    • Kommentar von ArnoldAndreas am 28.04.2013

      Hallo Rolf, es freut mich, dass dir das Lesen Spaß gemacht hat. Dank auch für dein freundliches Feedback! (Die Kürze war einst der Zeichenvorgabe in einem Wettbewerb geschuldet.) Aber Lächeln und Gänsehaut - das ist doch schon was... LG Andreas

  • 5.00 Sterne

    Gestopft, geköpft, gefressen

    Von Lucie am 30.03.2013

    Handlung: Der Stofleberproduzent und alternder Fremdgeher, ottmar Dornbusch hat seinen Pförtner, einen alten Mann wegen irgendwelcher Nichtigkeiten gefeuert. Der neue Wachdienst kommt erst im Neuen Jahr. Es ist Weihnachten, und Ottmar muss wohl oder Übel die Paar Tage, bis der "neue" kommt selbst überbrücken.  Also schingt er sich in seinen luxuriösen Cadillac und fährt zu seinem Werk. Dort erwartet ihn ein böse Überraschung....
    Figuren:

    Ottmar Dornbusch, der miesepetrige, rücksichtslose und wie es scheint auch absolut unsoziale Unternehmer, seine Sekretärin Ina, mit der er ab und an, den außerehelichen Besischlaf vollzieht, seine ahnungslose, biedere, bessere Hälfte, Hildegard, mit der Schafstimme, die Ottmar Dornbusch gewaltig auf den Senkel geht.

    Willy Storm, der alte, entlassene Pförtner

    Das weinachtliche Tribunal bestehend aus drei schwarz Verkleideten, die Ottmar vor nicht allzulanger Vergangenheit gefeuert hat und die ihn jetzt im Keller seiner Firma an einen Stuhl gefesselt halten und über ihn zu Gericht sitzen. Ich würde mir noch ein paar Facetten mehr für die Beschreibung der Charaktere wünschen.

    Sprache/Duktus: Zügig, flüssig, leicht zu lesender - mit Witz ausgestatteter Schreibstil - authentische Dialoge.  
    Struktur: Sich schnell entwickelnder Plot, der bereits auf den wenigen, zur Verfügung stehenden Seiten der Leseprobe, dramatisch an Spannung gewinnt. Aus der Sicht des allwissenden Erzählers, im Hier und Jetzt angesiedelt, lässt die Handlung den Leser teilhaben. 
    Zusammenfassend: Beinahe freut man sich, dass diesem Ekel Ottmar der Prozess gemacht wird -aus Sicht eines Vegetariers aus ethischen Gründen, allemal, und Letzterer bedauert es sehr, nicht mehr erfahren zu können, ob Ottmar jetzt vielleicht endlich mal die Wonnen des Stopfens am eigenen Leib erfahren darf. Sehr gute Idee; leider ist das Trextangebot zu kurz -doch allein für den Plot und die tadellose Verarbeitung und in der Hoffnung, das der Autor auch den großen Rest ebenso souverän meistert, volle Punkte. 
    • Kommentar von ArnoldAndreas am 31.03.2013

      Hallo Lucie, vielen Dank für deine zustimmenden Worte. Ja, die Zeichenzahl war im KG-Wettbewerb leider auf 20.000 begrenzt. Und mach dir keinen Kopf, - Flieger gibt beim selfpublishing ohnehin nicht. Mit lieben Grüßen - Andreas

    • Kommentar von Lucie am 30.03.2013

      Ohje, jetzt habe ich Dir den Flieger nicht gegeben, wie ich es vorhatte - vielleicht lässt sich das noch nachträglich über neobooks bewerkstelligen? Lg Lucie

  • 4.40 Sterne

    Gestopft

    Von Lisa Fink am 25.02.2013

    Handlung:

    Auch wenn Weihnachten vorbei ist, musste ich zumindest die Leseprobe lesen, nachdem ich über das schreckliche Bild mit der Stopfgans gestolpert bin!

    Der Gänseleberspezialitäten-Fabrikant Ottmar überprüft am ersten Weihnachtsfeiertag seine Firma, weil er den Pförtner gefeuert hat. Dort erwartet ihn eine ganz besondere Überraschung ...

     

    Figuren:

    Ottmar, aus dessen Sicht die Leseprobe geschrieben ist, verkörpert den grantigen, egozentrischen Erfolgsmann, der ohne Rücksicht sein Ding durchzieht. Und dann hat er auch noch eine Geliebte, der Herr Saubermann...

    Seine Frau (köstlich, ich muss immer an ihre Stimme denken - blök, blök), eine eher gutmütige Frau, der die Familie wichtig ist.

    Seine Entführer: Von ihnen bekommt in der Leseprobe noch nicht viel mit, aber die wissen, was sie wollen.

    Sprache/Duktus:

    Beeindruckt hat mich ganz besonders die Sprache. Ich kann das kaum in Worte fassen. Da steckt so ein trockener Humor dahinter, einfach klasse!

    Gänsekeulen aus Plastik am Christbaum - die sehe ich direkt vor mir... Achja, und die Bartbinde...

    Einzig im ersten Absatz hat mich "der nagelneuen, edlen 999 Euro teuren Beschallungsanlage" irritiert. Das sind ein bisschen viele Adjektive, oder Absicht? Jedenfalls habe ich erst nicht verstanden, worum es geht. Aber das klärt sich ja schnell.

     

    Struktur: Die Geschichte wird chronologisch in kurzen Kapiteln erzählt. Das passt alles.
    Zusammenfassend: Als Vegetarierin aus Überzeugung liegt mir das zugrundeliegende Thema natürlich besonders am Herzen. Dass es hier eher humorvoll behandelt wird, ist mal eine andere Möglichkeit als der ewige moralische Zeigefinger. Ich hoffe, Ottmar kriegt noch sein "Fett" weg!
    • Kommentar von ArnoldAndreas am 26.02.2013

      Hallo Lisa, hätte die neue Rezension beinahe übersehen, da ich nur noch sporadisch bei NB reinschaue. Ja, Dornbusch kriegt noch sein Fett weg, und da geht es ganz schön zur Sache ... Vielen Dank für deine Rezension samt freundlicher Einschätzung! LG Andreas

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Andreas Henschel

Gestopft

Gestopft
4 Sterne
N/A
Seiten 17
ISBN-13 978-3-8476-2212-3
Veröffentlicht am: 29.10.2012

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Autor

ArnoldAndreas

Andreas Henschel

Mitglied seit 27.06.2011
4 Veröffentlichungen