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Untrügliche Spuren, Ein Dresdner Weihnachts-Krimi - Andreas Henschel

Ein Antiquitätenhändler wird ermordet. Nach Spurenlage muss sich der Mörder noch im Haus befinden. Der junge Kommissar-Anwärter Leon traut dem nicht, ermittelt (nicht ungefährlich) auf eigene Faust ...

Der Antiquitätenhändler Elias Brodt wird am 2.Weihnachtsfeiertag in seinem Laden „Merlins Wunderland“ durch einen Schuss in den Rücken getötet. Nach Spurenlage muss sich der Mörder am folgenden Morgen noch im Haus befinden. So geraten der Hauseigentümer und sein Freund, ein Waffenhändler, besonders in Verdacht. Doch der junge Kommissar-Anwärter Leon traut dem nicht und ermittelt auf eigene Faust, wodurch er in eine höchst gefährliche Situation gerät …

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  • 5.00 Sterne

    Merlins Wunderland

    Von Ulder am 01.04.2013

    Handlung: Der Antiquitätenhändler und -liebhaber geht am Weihnachtsfeiertag aus seiner Wohnung in den darunter befindlichen Trödelladen, um nach dem Rechten und vermutlich hier die richtige Entspanung zu finden. Hier wird er von einer Kugel getroffen.
    Figuren: Elias Brodt, der leidenschaftliche Antiquitätensammler, seine Freundin Vanessa, die sich ob seines als Lebensunterhaltes getarnten Hobbys ein wenig vernachlässigt fühlt. Theo Wegner, Hauseigentümer, Börner, der Hausmeister. die Kriminalbeamten Risch, Lenk und Kästner. Alle Figuren sind sorgsam charakterisiert.
    Sprache/Duktus: Wie gewohnt eine erlesene, gehobene Sprache, die es versteht, sofort Bilder zu erzeugen.
    Struktur: Sauber durchstrukturiert mit wechselnden Perspektiven.
    Zusammenfassend: Eine sehr schöne Kriminalgeschichte, die ich seinerzeit bereits beim Weihnachtskrimiwettbewerb gelesen und rezensiert habe. Schade, dass man nicht mehr von Elias und seinem Wunderladen erfahren durfte.
    • Kommentar von ArnoldAndreas am 05.04.2013

      Hallo Ulder, deine nochmalige freundliche Rezension habe ich leider erst heute entdeckt, da ich hier nur noch sporadisch reinschaue. Nichts desto trotz ganz herzlichen Dank dafür. Es freut mich immer, wenn ich alte Bekannte hier wieder auftauchen sehe. Mit lieben Grüßen - Andreas

  • 5.00 Sterne

    Ein feiner Krimi

    Von MarionBecker am 01.04.2013

    Handlung: Der Mord an einem Antiquitätenhändler wird aufgeklärt.
    Figuren: Allein dafür, wie Andreas Henschel den Antiquitätenhändler vorstellt, hat er alle Sterne der Welt verdient. Ganz große Klasse!
    Sprache/Duktus: Ich weiß nicht, ob man das bei einem Krimi sagen kann. Dieser hier ist einfach schön geschrieben.
    Struktur: Andreas Henschel steigt ein, indem er den späteren Toten vorstellt. Dann gehen die Ermittlungen los, mit allem was dazugehört. Zu jederzeit nachvollziehbar.
    Zusammenfassend: Diesem Krimi bin ich im Rahmen des Weihnachtskrimi-Wettbewerbs begegnet. Er war mein absoluter Favorit. Das erste Kapitel geht allein sprachlich gesehen "runter wie Öl."
    • Kommentar von ArnoldAndreas am 01.04.2013

      Ganz herzlichen Dank, liebe Marion, für das nochmalige dicke Lob. Ich bleibe bescheiden und senke den Kopf. Sei lieb gegrüßt - Andreas

  • 5.00 Sterne

    Tod im Antiquitätenladen

    Von AnTh am 08.03.2013

    Handlung:

    Elias Brodt verbringt seine Zeit lieber mit seinen geliebten Antiquitäten denn mit seiner Lebensgefährtin Vanessa. Zumindest empfindet Vanessa das so. Diese 'Vernarrtheit' wird ihm eines Abends zum Verhängnis - als er zu später Stunde nochmals in seinem Ladengeschäft nach dem Rechten sieht, wird er erschossen. Von hinten. Der Tathergang kommt einer regelrechten Hinrichtung gleich. Nun fragt sich, wer hatte ein Interesse daran, Elias zu töten...die Sachlage wird noch kniffliger, wenn man bedenkt, dass der Täter in den Reihen der eigenen Hausgemeinschaft zu finden sein muss, denn: Schneespuren führen lediglich zu den Hauseingängen, aber nicht wieder weg.

    Figuren:

    Elias Brodt, Antiquitätenhändler und seine Lebensgefährtin Vanessa. Anhand von detailgenauen Schilderungen seiner Lieblingsstücke wird überzeugend und glaubhaft erkennbar, wie wichtig Elias seine Stücke tatsächlich sind. Dies wird zusätzlich auch daran ersichtlich, dass er spätabends nochmals in seinen Laden hinuntergeht und es dabei in Kauf nimmt, Vanessa gegen sich aufzubringen. Ihre Eifersucht wiederum ist grds. auch absolut nachvollziehbar. Vermutlich fühlt sie sich vernachlässigt und alleingelassen und reagiert darum mit verbalen Attacken. Die Bemerkung, die sie den ermittelnden Beamten gegenüber fallen lässt und wonach Elias sie aus den Fängen der/einer Hydra befreit habe, sorgt für zusätzliche Spannung und will geklärt werden. 

    Hausmeister Herbert Börner, der rüstige Rentner, der Frühaufsteher ist und zudem umsichtig genug, für alle Fälle gewappnet zu sein und darum die Nummer der Kripo bereits in seinem Kurzwahl-Verzeichnis stehen hat. Er findet die Leiche von Elias und liefert außerdem womöglich entscheidende Hinweise auf das Tatmotiv, indem er von einem schlimmen Streit zwischen Brodt und Blechschmidt berichtet.

    Grundstückseigentümer Theo Wegner und sein Freund, Ronald Blechschmidt. Letzterer ist Betreiber eines Geschäfts für neuere und historische Waffen und schon darum genau unter die Lupe zu nehmen. Zwischen Wegner und Brodt scheint zudem ein Zwist bestanden zu haben, der die Renovierung des Gebäudes anbetraf. Offenbar kam es sogar zum Prozess, den Brodt gewonnen hat. Dies dürfte das Eigentümer-Mieter-Verhältnis nicht gerade verbessert haben. Ein Motiv wäre hieraus also ersichtlich...

    Die Beamten: Hauptkommissar Walter Risch ('der Alte), der gerne gegen den Grünschnabel stichelt, nämlich gegen Kommissar-Anwärter Leon Kästner. Der liefert beste Steilvorlagen, indem er zu spät kommt und geradezu phantastisch anmutende Mutmaßungen anstellt (Flucht übers Dach).  Teamkollegin Sarah Lenk steht vermittelnd dazwischen.

    Sprache/Duktus:

    Eine absolut fehlerfreie Sprache, die wohlüberlegt eingesetzt wird, um die inhaltliche Seite bestmöglich zu transportieren. Auf Ausschmückungen und erzähltechnische Experimente wird demnach verzichtet, was im Krimi-Genre eigentlich auch das einzig Richtige ist. Liebevolle, aber stets kurze und präzise Detailbeschreibungen verleihen den Figuren Esprit und Leben - aus dem vorgegebenen, beschränkten Umfang ist (zumindest im Rahmen der Leseprobe) schon rein sprachlich das Beste herausgeholt worden. 

    -S.10: ...bemerkt der Alte, ironisch lächelnd. Na gut, hilft uns nicht viel. Aber ich lass es für uns gleich zweimal kopieren." => vor 'Na gut' müssten, so scheint es zumindest, der wörtlichen Rede wegen auch Anführungszeichen stehen.

    Struktur:

    Erzählsituation auktorialer/personaler Erzähler in der dritten Person Präsens, beginnend in medias res. Der Textkörper ist in gleichmäßig kurze Abschnitte aufgeteilt, die jeweils mit Datum und Uhrzeit überschrieben sind. Dies ist im Rahmen eines Kurzkrimis insofern eine höchst geschickte und praktische Vorgehensweise, da die einzelnen Abschnitte jeweils einen mehr oder weniger großen Zeitsprung enthalten können, ohne dass durch entbehrliche Füllsätze Raffungen zur Überbrückung des weniger Wichtigen vorgenommen werden müssten. Diese Technik erinnert ein wenig an ein Drehbuch - der Plot hangelt sich von Szene zu Szene, diese sind jedoch dergestalt verknüpft, dass man nicht das Gefühl hat, als würde einem durch die Auslassungen etwas fehlen.

    Zudem: Angemessene Einfügung von Beschreibungen. Informationsvergabe erfolgt in einem Moment, in dem sie natürlich und nicht künstlich dazwischengeschoben wirkt - so zum Beispiel, als Elias seinen Antiquitätenladen betritt und sich wie immer mit Besitzerstolz und Sammlerfreude umsieht. Oder aber, als er vor die Haustüre tritt, um einen Augenblick lang den Schnee zu genießen. Jetzt bietet es sich an, einen kurzen Abschnitt einzugliedern, der über örtliche Gegebenheiten aufklärt (wo befindet sich der Laden, welche Straße, wie sieht es da aus). Dieser Abschnitt ist kurz genug, um alles nötige zu beinhalten und dabei den Hauptfaden der Handlung nicht aus dem Blick zu verlieren. Insofern zweckdienlich, dabei sinnvoll und geschickt gelöst!

    Zusammenfassend: Ein Antiquitätenhändler wird in seinem Laden getötet. Der Täter befindet sich noch im Haus. Die Polizei muss nun klären: Wer hat ein Motiv? War ein Rechtsstreit Auslöser der Tat? Und was hat es mit dem Bild auf sich, das bei dem Toten gefunden wird und einen Fingerzeig in Richtung griechische Mythologie darzustellen scheint?...'Klassische' Krimi-Zutaten werden hier zu einem stimmigen Ganzen verwoben. Hinzu kommen eine gute Prise Lokalkolorit, Fachwissen über Antiquitäten und ein in jeder Hinsicht makelloser Schreibstil - fertig ist die kurzweilige (und obendrein noch informative) Krimi-Unterhaltung für zwischendurch!
    • Kommentar von ArnoldAndreas am 08.03.2013

      Hallo AnTh, ich bin einfach platt. Deine Rezension - so finde ich - ist nicht nur Spitze, weil sie so schön positiv ausfällt, sondern weil du Dinge erkennst und auf sie aufmerksam machst, die Handwerkliches betreffen. Das bleibt manchem verborgen. Alle Achtung. Für deine so präzise und durchdachte Rezension danke ich dir herzlich. Sie macht mich neugierig auf deine Arbeiten. Mit lieben Grüßen von Dresden nach München - Andreas

  • 3.80 Sterne

    Untrügliche Spuren

    Von michael bardon am 03.03.2013

    Handlung: Spannende Handlung die mich beim Lesen gefesselt hat.
    Figuren: Charaktäre sind gut beschrieben und man sieht sie förmlich vor dem geistigen Auge erscheinen.
    Sprache/Duktus: Toll erzählt. Lebhafte Sprache die mich in die Geschichte mitgenommen hat.
    Struktur:

    Klarer roter Faden, der durch die gesamte Leseprobe führt.

    Super  der Handlungsaufbau, man will einfach wissen, wie es weiter geht.

    Zusammenfassend:

    Toller Krimi, tolle Unterhaltung. Ich danke dir für knapp eine Stunde bester Unterhaltung und wünsche dir viel Erfolg mit deinem Buch.

    Natürlich bekommst du von mir zu den besten Wünschen, auch noch den Flieger.

    L.G. Micha

    • Kommentar von ArnoldAndreas am 03.03.2013

      Hallo Micha, vielen Dank für deine positive Bewertung und Einschätzung. Dir wüsche ich weiterhin Freude am Schreiben und Rezensieren. Mit herzlichen Grüßen - Andreas

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Andreas Henschel

Untrügliche Spuren

Untrügliche Spuren
3.8 Sterne
N/A
Seiten 20
ISBN-13 978-3-8476-2218-5
Veröffentlicht am: 30.10.2012

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Autor

ArnoldAndreas

Andreas Henschel

Mitglied seit 27.06.2011
4 Veröffentlichungen