Der Racheengel mit den Krücken hat erneut zugeschlagen! Dieses Mal bekommt eine Altenpflegerin Margret Commingdales tödlichen Zorn zu spüren.
Margret Commingdales Passion liegt im Maßregeln. Sie handelt im Namen von Opfern, die in ihren Augen gerächt werden müssen. Dabei schreckt sie auch vor Mord nicht zurück. Die Gründe für das bizarre Hobby der 65-jährigen englischen Witwe erfährt der Leser im ersten Teil: „Mrs. Commingdale 1 – Rache macht süchtig“. Die weiteren Episoden knüpfen zwar an den 1. Teil an, sind jedoch keine Fortsetzungen, in sich abgeschlossen und unabhängig voneinander lesbar. Inhalt: Margrets inneres Fass läuft über, als sie von einer ehemaligen Nachbarin erfährt, wie diese von einer Altenpflegerin behandelt wird. Aus diesem Grund beschließt Mrs. Commingdale vorübergehend in das Seniorenheim zu ziehen, in dem ihre ehemalige Nachbarin lebt. Wie vermutet bekommt auch Margret das zu rabiate Verhalten der unsensiblen Angestellten bald zu spüren. Mrs. Commingdale fällt ein Urteil. Ein Todesurteil!
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Rezension schreibenDie schrullige alte Mrs. Commingdale ist wieder im Einsatz. Dieses Mal führt ihre Spur in ein Seniorenheim ...
Insgesamt finde ich die Idee, eine Serie über Mrs. Commingdale zu schreiben sehr gut. Die alte Dame erinnert in ihrer Art, ihre Umwelt an der Nase herumzuführen an Mrs. Marple. Aber die Zeiten von Mrs. Marple sind vorbei, ihre Nachfolgerin könnte Mrs. Commingdale werden.
Die alte Dame ist glaubhaft gezeichnet. Es macht Spaß ihr bei der Arbeit zuzusehen und somit ist sie auch in den Top-Ten der Bestseller bei neobooks zu finden.
Dennoch: Die anderen Figuren kommen zu kurz und die Übergänge sind aufgrund der Kürze des Textes teilweise zu brüchig.
Die Sprache ist sehr geübt. Die Feder fließt ... meistens
Meistens bedeutet, dass die Feder bei Mrs. Commingdale fließt, bei den anderen Figuren nicht so sehr, obwohl diese die richtigen Plätze in der Geschichte einnehmen.
Kommentar von Jutta Wölk am 17.04.2013
Vielen Dank für die aussagekräftige Rezension, über die ich mich sehr freue. Dieser Teil wurde aus dem Wettbewerb genommen, da Kurzgeschichten nicht mehr daran teilnehmen dürfen. Daher kann auch keine Empfehlung mehr vergeben werden. Nochmals vielen Dank fürs Lesen und Rezensieren. LG Jutta
Kommentar von Jutta Wölk am 17.04.2013
Die ersten drei Teile waren als Kurzgeschichten geplant, der 4. umfasst 66 Normbuchseiten, geht also über eine Kurzgeschichte hinaus. Wie ein weiterer Teil aussieht ,,, ich denke darüber nach.
Kommentar von Jutta Wölk am 17.04.2013
Hallo amkaltmark, ich fühle mich geehrt, dass Dich Mrs. Commingdale an die legendäre Miss Marple erinnert. Noch mehr fühle ich mich geehrt, dass Du dir Mrs. Commingdale als deren Nachfolgerin vorstellen kannst. Wie es weitergeht, kann ich jetzt noch nicht sagen.
Kommentar von amkaltmark am 17.04.2013
Das Formular hat leider keinen Flieger vorgesehen, sonst hätte ich den Haken dort gesetzt. Ist es in einem Wettbewerb?
Mrs. Commingdale, eine ziemlich eigenwillig-kauzige ältere Dame, ist fest entschlossen, selber für Ordnung zu sorgen.
Die bereits erwähnte Dame, bösartig, kauzig, sehr gut getroffen, ein richtiges Original
Perfekte Erzählsprache, die richtig Spaß macht, innerer Monolog, passende Dialoge, alles stimmig.
Absätze und kurze Rückblenden, alles verständlich und sinnvoll aufgebaut.
Eine böse, kleine Geschichte, hat jemand vor mir geschrieben. Ich würde noch ergänzen, eine tolle, böse Geschichte. Hat mir richtig Spaß gemacht. Viel Erfolg damit.
Kommentar von Jutta Wölk am 27.03.2013
Hallo Reyana, vielen Dank für die Rezension. Es freut mich sehr, dass Dir meine Geschichte gefallen hat. Und danke auch für die Sterne. LG Jutta
Kommentar von Jutta Wölk am 27.03.2013
Hallo Bina, vielen Dank für deine netten Worte. LG Jutta
Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Mrs. Commingdale fühlt sich berufen, die Sünder dieser Welt (na, wenigstens aus ihrem Umfeld) zu bestrafen. Ihr treuloser Mann hat dafür gesorgt, dass aus ihr mit den Jahren eine frustrierte Rachegöttin wurde. und so hat er sich wohl auch nicht ganz freiwillig unter den Zug gelegt ...
Nun hat die alte Dame ein neues Opfer gefunden, Schwester Rabiata, die mit ihren Schutz- und Pflegebefohlenen im Altersheim auch nicht immer zimperlich umgeht ... Das hat sie nun davon ;-)
Die alte englische Witwe Margret Commingdale ist mit ihrer eigenwilligen Auffassung von Verbrechensbekämpfung so herrlich skurill gezeichnet, so lebendig in ihrer Tücke und ihrer "Schauspielkunst" und mit all ihren Schrullen, dass ich sie leibhaftig vor mir sah.
Von den Nebenfiguren wird nur Schwester Rabiata etwas stärker beleuchtet, aber vollkommen ausreichend, so dass M.Cs. Vorgehen nachvollziehbar wird.
Die Sprache ist wunderbar einfach, genauso, wie man es von guter Unterhaltungslektüre erwartet. Auch die Tempi und die Dialoge stimmen. Die stilistischen Mittel und Möglichkeiten sind dem Genre gemäß bestens genutzt.
Bei so einem kurzen Text gibt es nicht so viel zu strukturieren.
Die Absätze sind jedoch an den richtigen Stellen, wenn ein Gedanke oder Schauplatz gewechselt wird
Das ist jetzt der 3.Versuch, eine Rezi zu diesem Werk zu schreiben, die beiden Vorgänger sind im Nirgendwo verschwunden.
Also: Lange bin ich um Mrs. Commingdale herumgeschlichen, immer fehlte die Zeit. Vorgestern habe ich mir selbige einfach genommen, die kleine Geschichte für kleines Geld erworben und hatte dafür großes Lesevergnügen. Danke Jutta Wölk, durch Deine Geschichte war mein Tag gleich wieder heiterer. Bei solchen Geschichten werde ich zum Wiederholungstäter -leser, meine ich natürlich) Ach, eins noch: Mrs. Commingdales Art würde ich niemals an der Realität messen. Sie erinnert mich an Ingrid Noll, die ihre Protagonisten auch nach Herzenslust morden kässt ...
Kommentar von Jutta Wölk am 24.03.2013
Hallo Monique, ich danke Dir! Ich freue mich, dass Dir meine etwas eigenwillige alte Dame gefällt. Noch mehr freue ich mich darüber, dass ich Dir mit dieser Geschichte den Tag ein weinig erheitern konnte. Und herzlichen Dank für die Rezension, die Sterne und die Empfehlung. LG Jutta
Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Mrs. Commingdale, eine 65jährige englische Witwe als Hauptfigur.
Obwohl ich den ersten Teil nicht gelesen habe und der Text hier etwas knapp ist, reicht es der Autorin erstaunlicherweise aus, um diese Person glaubwürdig zu beschreiben. Eine Mischung aus schrullig-sympathisch bis verrückt- gefährlich.
Einige Nebenfiguren, die aber in der Kürze des Textes noch keine große Rolle spielen.
Sehr routiniert wirkt das, angenehm zu lesen. Vielleicht manchmal ein erklärendes Wort zuviel, da wünschte man sich etwas mehr Geheimnisvolles - was doch Krimis eben auszeichnet...
Ansonsten gute Beschreibungen, passende Wortwahl. Sehr schön kommen die Gedanken und Denkensart der Dame rüber, eine überzeugende Charakterdarstellung.
Ein so kurzes Stück zu beurteilen, macht mir etwas Kopfzerbrechen, weil der Vergleich zu längeren Texten natürlich hinken muss. Trotzdem - und auch wenn man sich die eine oder andere Frage stellt: Woran unterscheidet die Dame Ehebrecher von normalen Liebespaaren ? Wie schafft sie es, ständig zu hinken (gibt normalerweise neue Beschwerden) ? Wieso wird sie nicht als Urheberin von öffentlicher Verleumdung gesucht (was ist mit den Betroffenen?) muss man den Roman loben. Die Antworten sind ja womöglich im ersten Teil oder der verschlüsselten Fortsetzung zu finden...
Ein sehr stimmiges, gut zu lesendes Werk. Spannungsfaktor nicht so hoch, trotzdem immer unterhaltsam, erinnert eher an englische Krimis mit schwarzem Humor.
Kommentar von Jutta Wölk am 19.03.2013
Hallo pumuckl, vielen Dank für diese ausführliche Rezension. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Gruß Jutta
Kommentar von Jutta Wölk am 24.02.2013
Nochmals: Hallo AnTh. Auch hier möchte ich mich für die umfassende Rezension herzlich bedanken: Dankeschön! Über die Straffung am Anfang denke ich gerne nach. Ich bin ein wenig sprachlos od der ausführlichen Beurteiling und weiß gar nicht so recht, was ich noch dazu sagen soll. Vielen Dank dafür, auch für die Empfehlung. Ich freue mich sehr darüber. Liebe Grüße Jutta