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Haltet den Dieb!, 12 diebische Kurzgeschichten - Olaf Lahayne

12 Geschichten um Diebstähle: Diebstähle aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, spannend, humorvoll bis satirisch, märchenhaft bis politisch. Geklaut werden Gut, Geld und Gold, aber auch Daten, Autos, Weihnachtsbäume, Fische - und eine ganze Welt!

Kriminalgeschichten drehen sich bevorzugt um Mord und Totschlag - aber was könnte langweiliger sein als etwas so Endgültiges wie Mord? Was könnte destruktiver sein, als jemandem das Leben zu nehmen? Ihm dagegen sein Eigentum zu nehmen, das ist eine Herausforderung! Die Sammlung enthält 12 Kurzgeschichten um Diebstähle: Diebstähle aus Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, spannend bis kurios, humorvoll bis satirisch, märchenhaft bis politisch. Geklaut werden Gut, Geld und Gold, aber auch Daten, Autos, Weihnachtsbäume, Fische - und eine ganze Welt! Einige Geschichten wurden bereits in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht; die übrigen sind Erstveröffentlichungen. Die ersten drei Geschichten sind gesondert als Gratis-Leseprobe erhältlich. (2., ergänzte Auflage)

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  • 3.60 Sterne

    Sehr anspruchsvoll

    Von MarionBecker am 17.03.2013

    Handlung:

    Der Autor hat sich eine Reihe intelligenter Diebstähle ausgedacht, die von Personen mit auffälligen Namen an nicht alltäglichen Orten begangen werden. Diese Diebstähle werden hier auf anspruchsvolle Weise literarisch vorgestellt.

    5*

    Figuren:

    Die Figuren tragen teilweise sehr ungewöhnliche Namen und stammen oft aus fernen Ländern, manchmal auch aus anderen Zeiten. Das ist eines der Markenzeichen dieses Autors, glaube ich. Zumindest ist das auch in 7 mal 70 so. Bis dahin bin ich begeistert.

    Es geht in den Geschichten nicht um die Figuren. Deshalb dürfte ich m.E. nicht auf diesem Punkt herumhacken. Ich mach's trotzdem, weil ich finde, dass es auch in Kurzgeschichten wichtig ist, wenn der Leser sich mit den Figuren identifiziert oder mit ihnen mitfiebert - was immer der einzelne Leser braucht. Für mich ist eine Geschichte, in der keine Figurenentwicklung stattfindet, keine Geschichte, sondern - wie in diesem Fall - eine amüsante Abhandlung über das Thema Klauen in unterschliedlichen Kontexten. Ich habe die ersten beiden Haltet-den-Dieb-Geschichten über mehrere Tage gelesen und dann nochmal am Stück. In einem Test mit Fragen zu den Figuren wüsste ich nicht viel zu berichten. 3 *

    Sprache/Duktus:

    Der Autor schreibt auf eine bestimmte Art und Weise. ZEIT-Leser werden sie mögen. Ich fand das Lesen sehr anstrengend und ich habe mir das Maß an Intelligenz gewünscht, über das der Rezensent verfügt, der die Geschichten vor dem Einschlafen konsumiert. Ich fühlte mich in Studienzeiten zurückversetzt, über einem Luhmann-Werk brütend.

    Liebhaber der Wortschlachten, die der Autor so vorzüglich beherrscht, kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich mag sie auch, doch mir waren es zu viele davon. Bei der dritten Geschichte bin ich nach dem ersten Absatz endgültig ausgestiegen. 3 *

     

    Struktur: Als Leser muss man schon zu jeder Zeit aufmerksam sein. Sonst weiß man sehr schnell nicht mehr, ob man wirklich begonnen hat, diese Geschichte zu lesen. Während des Lesens habe ich mehrmals gedacht, das ein den Geschichten vorangestellter Intelligenztest oder ein Test, der meine geistige Aufnahmekapazität checkt, hilfreich gewesen wäre. Ich sehe mich außerstande zu beurteilen, ob die Struktur intelligent ausgetüftelt ist oder ob der Autor den Leser einfach nur bis an dessen geistige Maximalgrenze fordert. 3 *
    Zusammenfassend:

    Vielleicht geht es seit dem letzten runden Geburtstag einfach nur mit meinen grauen Zellen bergab. Diese ausgetüftelten und sprachlich wie strukurell kunstvoll zelebrierten Kurzgeschichten übersteigen dieses Mal leider mein Fassungsvermögen.  Zusammenfassend 4 *

    • Kommentar von Olaf_L am 17.03.2013

      Danke! Hm, so anspruchsvoll sollten die Geschichten eigentlich gar nicht geraten, sondern eher unterhaltsam. Mit einem gewissen Niveau, versteht sich ...

  • 4.20 Sterne

    Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

    Was man doch so alles klauen kann !

    Von ArnoldAndreas am 12.03.2013

    Handlung:

    1. Das Ehepaar Ph. und I. Heider betreibt in ihrem Berliner Fan-Artikel-Shop und übers Internet einen regen Handel mit Souvenirs von berühmten Sportlern. Die Raritäten erbeuten sie wohl auf keineswegs legale Weise. So geraten sie während der Fußball-EM in Kiew (Ukraine) ins Fadenkreuz eines polnischen Ermittlers. Aber auch diesmal erweisen sie sich dank eines raffinierten Plans als clever… (Ganz hübsch ausgedacht, aber: Ob das wohl in praxi so funktionieren würde?)

    2. Die notorische Diebin Chela rettet auf einer besonderen Diebestour (auf Geheiß des Lamas) die Welt. – Eine „märchenhafte“ Geschichte …

    3. Die (diebische) Befreiung von Bernardo de Barcelona, ohne dabei den Fisch zu verletzen, ist unbestritten eine technische Meisterleistung. Und dann plumpst er auch noch zielgenau in den Tankwagen usw. Na ja, immerhin eine ethisch erfreuliche Botschaft geht von der wundersamen Geschichte aus. (****)

    Figuren:

    1. Herr Philipp Heider und Frau Ippolita Heider // Lech Meyer (Ermittler) // …

    Bezüglich ihrer äußeren Erscheinung werden die zentralen Personen kaum beschrieben. Aber aufgrund der Dialoge kann ich mir als Leser durchaus ein Bild von diesen Typen machen.

    2. Chela // Teschu Lama // Mahbub // Sikander // der Meister

    3. Ich-Erzähler(in) // Frieder (ihr Bruder) // Pablo // Bernardo de Barcelona – der letzte rote Thunfisch //

    Auch hier erschließen sich die agierenden Typen vor allem aus den Dialogen. (****)

     

    Sprache/Duktus:

    Ich treffe auf eine solide, angenehm zu lesende Sprache. Erreicht wird dies durch wohlbedachte, dem Inhalt angepasste Rhythmus-Wechsel. Der klare Schreibstil erzielt Wirkung, ohne auf Effekthascherei bedacht zu sein. In der ersten Story herrscht mir etwas viel Gewirr unterschiedlicher Sprachen, das aber grundsätzlich zum geschilderten Geschehen passt. In der zweiten Geschichte tendiert der Stil zu einer typischen Märchen-Erzählsprache. Die dritte Erzählung liefert u.a. etwas schlaue Sprachakrobatik vermittels Wortspielen, die sich m.E. aber teils – im Verhältnis zur Geschichte - etwas verselbständigen.

    Orthografie und Grammatik sind weitestgehend fehlerfrei. Nur ganz selten sind Flüchtigkeitsfehler zu entdecken, die offenbar beim Korrekturlesen übersehen wurden. Z.B. S.12 / Ende 3.Abs.: „Sind si doch ebenso winzig …“ > sie // gleiche Seite unten „… zum zigsten male …“ > Male // S.14 (1.Zeile) „… herab lassen…“ > herablassen // S.16 (oben) „nieder fällt“ > niederfällt // 4.Absatz „zurück zieht“ > zurückzieht // etc.

    Vor allem Getrennt- und Zusammenschreibung noch mal überprüfen! (*****)

    Struktur:

    1. Die Aufteilung der ersten Geschichte in vier Szenen finde ich zweckdienlich und in der Ausführung recht gelungen. Das Mitdenken und die Phantasie des Lesers wird auf diese Weise gefordert. Allerdings ist bei solcher Stringenz darauf zu achten, das kein wichtiger logischer Zusammenhang verlorengeht. Etwa: Wer produzierte jene Filmaufnahmen? Und wie (von wem initiiert) wurden sie zum Beweismittel? – Im Zusammenhang mit Ippolitas Bruder ist dann von einer Fernsehübertragung die Rede …

    2. Struktur ähnlich in Szenen gegliedert und im Präsens erzählt. / Die Spannung hält sich für mich in Grenzen.

    3. Vom Ich-Erzähler durchgängig im Präsens dargeboten. Das verstärkt den Live-Eindruck. Etwas unverbunden „reingebaut“ erscheint mir die Auseinandersetzung mit dem Franco-Regime, den Nazis überhaupt. (****)

     

     

    Zusammenfassend: v

    Mehrere „Langfinger-Storys“ in einem Erzählband! – Eine gute Idee, aber auch kein leicht zu meisterndes Unterfangen, da immer wieder neue Ideen zum gleichen Thema sprudeln müssen. Auf alle Fälle weist der Autor die sprachlichen Fähigkeiten auf, um dies zu meistern. Soweit sich das aufgrund der Leseprobe beurteilen lässt, erscheint mir die inhaltliche Zusammenstellung etwas heterogen, wenngleich sie mancher auch als „abwechslungsreich“ empfinden und bewerten kann. Ich favorisiere die erste und dritte Geschichte, die letztere mit den o.g. kleinen Abstrichen. (****)

    Für den Wettbewerb und den ‚Absatz‘, lieber Olaf, wünsche ich viel Erfolg!

    • Kommentar von Olaf_L am 12.03.2013

      Danke! Obwohl ich mich durchaus zu ein wenig Effekthascherei bekenne ...

  • 4.60 Sterne

    Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

    Toller Sprachwitz

    Von peter nimsch am 08.03.2013

    Handlung:

    Ich beziehe mich bei meiner Rezension auf die ersten von drei gelesenen Kurzgeschichten. 

    Das Ehepaar Heider steht auf Klauen und schon allein die Ideen, was dieses Ehepaar schon alles sich einverleibt hat, verdienen fünf Sterne. 

    Die Handlung ist kurz und knapp und auf den Punkt gebracht.

    Figuren: Philipp und Ippolita Heider, die beiden „Schwerverbrecher” aus der ersten Kurzgeschichte sind mit wenigen Strichen gezeichnet. Manchmal hätte m.E. noch ein kleines schräges Wort, die so oft in diesen Geschichten vorkommen, etwas noch lebendigeres aus den Figuren gemacht. 
    Sprache/Duktus:

    „... offenbar hörte er, wie diesen gerade die Augen auf den Kopf fielen....”, diese Sprache gefällt mir so gut!

    Die ist eins von vielen nennbaren Beispielen, die ich in diesen Geschichten gefunden habe.

    Mit einfachen Worten so viel Sprachwitz zu erzeugen verdient einfach 5 Sterne!

    Struktur:

    Die Geschichten sind ohne Lücken nachvollziehbar. Die oft so witzige knappe Sprache passt sehr gut zu diesen knappen Geschichten, Kurzgeschichten eben. 

     

    Zusammenfassend: Was soll man hier noch zusammenfassen. Die von mir gelesenen Geschichten sind einfach in einer solch tollen und oft witzigen Sprache geschrieben, die ich hier nicht so oft gefunden habe. Hatte schon vor längerer Zeit hier mal reingelesen, bin heute wieder an diesem so tollen Cover hängen geblieben und möchte mit meinen fünf Sternen Olaf Lahayne etwas Bonus geben, da diese Geschichten sich von man anderen sehr positiv abheben.
    • Kommentar von Olaf_L am 08.03.2013

      Danke! Freut mich, wenn's gut unterhalten hat - und ev. beim Einschlafen geholfen; siehe die vorige Rezension ...

  • 4.00 Sterne

    Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

    Würzig, knapp ^^

    Von Jacque am 08.03.2013

    Zusammenfassend: Gute Kurzgeschichten. Leichte Kost. Etwas was man kurz vor dem Schlafen gehen, noch einmal liest, um mit einem Schmunzeln einzuschlafen :)
  • 4.40 Sterne

    Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

    Diebesgut

    Von LaureenSt am 07.03.2013

    Handlung:

    Ehepaar Heider klaut den EM-Pokal...

    Unterhaltsame Kurzgeschichten mit Pepp!

    Figuren: Die Figuren sind richtig gut beschrieben und ausgearbeitet. Man reist gern mit ihnen mit.
    Sprache/Duktus: Eine sehr gute Sprache, die einen mitreißt. Flüssig und schnörklellos, oft direkt, was zu den Storys passt.
    Struktur: Eine gute Einteilung. Die Geschichten haben gute Längen.
    Zusammenfassend:

    Super Kurzgeschichte zum Thema Diebstahl. Auf gekonnte Weise erzählt und sehr unterhaltsam.

    Viel Erfolg weiterhin!

Alle Rezensionen
Olaf Lahayne

Haltet den Dieb!

Haltet den Dieb!
3.7 Sterne
N/A
Seiten 120
ISBN-13 978-3-8476-2625-1
Veröffentlicht am: 01.01.2013
Aktualisiert am 06.04.2014

Geklickt 2006

Autor

Olaf_L

Olaf Lahayne

Mitglied seit 04.08.2011
5 Veröffentlichungen