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K E S S, Erzählungen - Erhard Schümmelfeder

Acht Geschichten über Menschen in ausweglos erscheinenden Situationen des Lebens

Wovon handeln die Geschichten dieses bunt schillernden Ebooks? - Ein verliebter Siebzehnjähriger bestiehlt seinen kranken Großvater. Ein junges Paar flieht vor seinen Vermietern. Zwölf übelgelaunte Leute treffen sich in einem kritischen Stuhlkreis. Ein Vater verfolgt den Freund seiner Tochter. Ein ahnungsloses Mädchen verliebt sich in einen zwielichtigen Mann. Ein diebischer Autor gerät während eines Amerikafluges in große Bedrängnis. Ein verzweifelter Schüler enttäuscht seine Lehrerin. Ein alter Mann belauscht durch die Zimmerwand seine neuen Nachbarn. - In 8 Geschichten beschreibt Erhard Schümmelfeder Menschen unserer Zeit in ausweglos erscheinenden Lebenssituationen. Immer müssen die „Helden“ versuchen, die Widrigkeiten des irdischen Daseins zu überwinden. In einigen Texten gelingt es den Protagonisten in der Tat, ein schlimmes Ende in ein gutes Ende zu verwandeln. Um welche Erzählungen es sich handelt, soll hier noch nicht verraten werden. Angemerkt sei aber dies: Alle Geschichten dieser Sammlung haben die pralle Wirklichkeit eingefangen und garantieren dem interessierten Leser spannende und zugleich nachdenklich stimmende Einblicke in das menschliche Miteinander auf der wildbewegten Bühne des Lebens. – Wieder einmal heißt es: Vorhang auf! Film ab! Gute Unterhaltung wünscht E.S.

3.9 Sterne N/A
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      70er Klettverschlüsse? Apollo 13???

      von emyshunter am 20.03.2013

      Handlung:

      "KESS" entführte mich in die Zeit der starken, mitunter beinharten Gefühle meiner Jugend. Die Leidensfähigkeit eines jungen Menschen ist beinahe grenzenlos. Und so mag diese kleine, sprachlich sehr fein gesponnene Geschichte zwar alltäglich daherkommen, sie endet doch mit einem ganz und gar nicht alltäglichen Gefühl des Herzschmerzes, der vergebenen, großen Chance des Lebens. Hätte Till eher in das Büchlein geblickt, wie anders wäre sein Leben womöglich verlaufen?

      Apropos anders: "Die 12 Geschworenen" blicken augenzwinkernd und m.E. eher an Kishons denn an Loriots Humor erinnernd auf eine Welt, in der es der Dreistigkeit und Fantasie bedarf, um etwas - in diesem Falle eine Kur mit dem Ziel der literarischen Erneuerung - zu erreichen.

       

      Figuren: Vor allem Till, Sylvia, Oppa, Herr Rose und Papa Doofmann. Ich jedenfalls sehe sie vor mir, in all ihrer Verwirrtheit, Kessheit, Alltäglichkeit, Traurigkeit. Mit all ihrer Hoffnung. Schön gezeichnet!
      Sprache/Duktus: Flüssig, angemessen, fehlerärmst, in der wörtlichen Rede gar ostpreußisch. Das ist gekonnt, in positivem Sinne professionell.
      Zusammenfassend:

      Nein, dieser Autor ist literarisch - anders als Frau Dingenskirchen - keinesfalls gestorben. Auch wenn er sich mit den Klettverschlüssen zeitlich vertan hat. Ich mag nicht entscheiden, wieviel Text der Geschichten autobiografisch ist. Oder beobachtet, fantasiert, erspürt, aufgeschnappt. Machte es denn einen Unterschied? Nicht für mich, das Lesevergnügen war - so weit die Leseprobe dies zuließ - ungetrübt.

      Dankeschön dafür und bitteschön für einen Flieger.

      • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 20.03.2013

        Lieber emyshunter, ich bedanke mich herzlich für diese schöne Würdigung meines Werkes. Übrigens: In meiner subjektiven Erinnerung waren es immer Klettverschlüsse. Objektiv befinde ich mich hier im Irrtum. Ich werde das noch korrigieren. Liebe Grüße aus dem verschneiten Westfalen sendet Erhard Schümmelfeder

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      Nightingales & Bombers

      von Rudy Namtel am 19.03.2013

      Sprache/Duktus: Eine Sprache zum Eintauchen. Und Tragen Lassen (nicht unbedingt Weg-... , aber das muss ja auch nicht sein)
      Struktur:

      Wie es bei Kurzgeschichten sein muss. Schnell zu erfassen.

      Zusammenfassend: Ich legte Nightingales & Bombers ein und war bei KESS in der Welt der 70er. Mit allen Höhen und Tiefen. Schön! Als Zugabe gab es die 12 Geschworenen und Mister Miller - beides mit Situationskomik und etwas Selbstironie - und einem Schuss Loriot. Alles in einer mitnehmenden Sprache. Kritikpunkte? Ja - die Klettverschlüsse und - wer schenkt seiner Freundin eine vier Jahre alte Single?? 1 verdienter Flieger (auch, damit neobooks sich was zum Thema Kurzgeschichten einfallen lässt)     :-)     LG Rudy
      • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 20.03.2013

        Thank you, lieber Rudy Namtel, für diese freundliche Stellungnahme. Ich werde über alle Hinweise nachdenken. Ich dachte anfangs, ich wäre der einige Frak aus den 70er Jahren. Nach und nach kommen aber immer mehr Indianer aus der Dunkelheit zum Lagefeuer. Tschüs bis neulich: E.s.

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      Schräge Geschichten

      von Alois am 13.03.2013

      Zusammenfassend:

      Nachdem ich nun einige Texte des Autors gelesen habe (u.a. "Das Klingeln des Telefons ..."), habe ich folgenden Eindruck gewonnen: E.S. hat fraglos einen Sinn für skurrilen Humor, schreibt in einem gepflegten Stil und hat einen Blick für schräge Typen. Allerdings fällt dieser Blick auch recht oft in den Spiegel, und so finden sich in den Geschichten viele autobiographische Elemente - so mutmaße ich jedenfalls. Als Zeitbild mag das manchmal noch ganz interessant sein, aber hier ist die Titel-Story doch etwas arg alltäglich und dafür etwas zu sehr in die Breite gegangen. Eher origineller fand ich die folgenden Geschichten. Erfreulich, dass versucht wurde, auch den Erzählstil zu variieren, wenn auch weiter über weite Strecken ein etwas starres Muster aus relativ kurzen Hauptsätzen dominiert. Eine ordentliche Straffung der Texte würde auch hier dem Erzähltempo zugute kommen.

      • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 13.03.2013

        Lieber Alois, danke für die Stellungnahme. Mit freundlichen Grüße: E.S.

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      Schöne Erzählungen für zwischendurch

      von Colin Joa am 11.03.2013

      Handlung:

      Viele schöne Kurzgeschichten, die es auf jeden Fall in sich haben. Den Inhalt jeder Einzelnen hier zu beschreiben würde deutlich zu lange dauern. Aber alle in sich sind vom Inhalt her sehr gelungen.

      Figuren:

      Die Personen sind realistisch und handeln tatsächlich wie im richtigen Leben, was der Autor ja auch beabsichtigt hat. Das hat mich wirklich schwer begeistert.

      Sprache/Duktus:

      Die Sprache ist flüssig und ohne Umschweife erzählt. Keine langen Sätze, keine schweren Wörter etc. Ich kam beim Lesen wirklich gut voran. Sehr professionell!

      Struktur:

      Die Geschichten sind alle in sich gut gegliedert und enden sogar oft in einer Pointe. Die Seiten hätte man durchaus noch etwas übersichtlicher gestalten können, aber das soll wirklich nur ein kleiner Kritikpunkt sein.

      Zusammenfassend:

      Schöne Geschichten für zwischendurch, die mich sehr gefesselt haben. Ich wünsche viel Glück für den weiteren Wettbewerb und verteile einen Flieger.

      • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 12.03.2013

        Liebe Brüder, danke für die Besprechung. Viel Glück mit Euren Thrillern wünscht E.S.

    • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

      Gekonnt

      von Andreas S am 09.03.2013

      Zusammenfassend: Erhard Schümmelfeder vermag zu schreiben. Und zu erzählen. Wo andere Werke nur ein traurig gequältes Abwenden des Kopfes verursachen, liest man bei ihm gerne weiter. Eine klare Empfehlung. Viele Grüße aus dem windigen und wortkargen Norden.
      • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 10.03.2013

        Lieber Andreas S, schönen Dankfür das Lob. Wir Westfalen sind auch zumeist wortkarg. Dafür reden unsere Frauen umso mehr. Einen angenehmen Sonntag wünscht Ihnen E.S.

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    K E S S
    3.9 Sterne N/A
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    Seiten 71
    ISBN-13 978-3-8476-2741-8
    Veröffentlicht am: 12.01.2013
    Aktualisiert am 27.03.2013

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    Autor

    Erhard Schümmelfeder

    Erhard Schümmelfeder

    Mitglied seit 20.11.2010
    17 Veröffentlichungen