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TRISTRAMS HANDY, Zwei Erzählungen mit überraschendem Ausgang - Erhard Schümmelfeder

Zwei Geschichten über ungewöhnliche Begegnungen und erschütternde Todesfälle

Tristram, ein ehemaliger Landrat, erschießt sich an seinem Schreibtisch. Eines Nachts klingelt das Telefon des Toten. Marlen, die Frau des Verstorbenen, schleicht durch die dunkle Wohnung, um den Anruf entgegenzunehmen. Diese Begegnung mit Tristram wird Marlen niemals vergessen ... Das Ebook enthält die Erzählungen "Tristrams Handy" und "Beiseitetreter". * Beide Werke wurden entnommen aus "Brain" und gehören zu den Siegerbeiträgen im 8. Neobooks-Wettbewerb.

4 Sterne N/A
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    • Schadenfreude...

      von Rebecker am 16.03.2013

      Handlung: Nach dem Suizid ihres Mannes Tristan, verspürt Marlen ein Gefühl von unbändiger Freiheit. Auch seine Ankündigung sie auch nach seinem Tod weiterhin zu kontrollieren, tangiert sie nur perifär. Seinen von Befehlen strotzenden Abschiedsbrief nimmt sie mehr als nur einmal genießerisch zur Kenntnis und freut sich über das Klingeln seines Handys (grinserle)... , ... Herr Stoffmann erschwert sich durch komplizierte Denkweise das Leben unnötig. Trotzig pocht er insgeheim auf sein angebliches Recht, den Bürgersteig vorzugsweise und allein benutzen zu dürfen. Widersprüchlich in seinem Denken und Handeln, möchte er sich nur zu gern Konfrontationen stellen und übersieht das Wesentliche...
      Figuren: Tristan, dahingeschiedener Landrat a.D., sturköpfiger Tyrann, launisch und herrisch... Marlen, seine nicht aufmuckende, gehorsame Ehefrau... Hermann Krämer, pensionierter Regierungsdirektor, kunstliebhabender Autosammler... , ... Herr Stoffmann, mangelndes Selbstbewusstsein und Unzufriedenheit machen aus ihm einen komplizierten Menschen... , ... Kaum ein anderer mir bekannter Autor ist in der Lage, seine Figuren ohne große äußerliche Beschreibung derart leben zu lassen, wie es bei E.S. der Fall ist. Seine Protagonisten glänzen durch ihre ausgefallenen und ausgefeilten Charakterzüge... Mehr geht nicht...
      Sprache/Duktus: Listige, flüssige und leicht bekömmliche Sprache, stets mit einer ordentlichen Portion Satire und dem unabdinglichen dunkelgrauen Humor, der sich in vielen seiner Geschichten seinen Weg bahnt...
      Struktur: Die Cover des E.S. haben es mir stets angetan, unaufdringlich aber aussagekräftig, so wie ich es liebe;-)  Direkt und unverblümt werden dem Leser zwei Geschichten erzählt, bei denen ich mir ein gewisses Gefühl der Schadenfreude nicht verkneifen konnte... selbst schuld, gelle;-)  Spannung ist hinreichend vorhanden, denn das Ende kommt meist überraschend und anders als vermutet... hihi;-)
      Zusammenfassend: Ich liebe und genieße seinen schwarzen Humor. Eine Auskoppelung aus dem Werk Brain, von dem ich bislang nur die erste KG kannte. Klar, dass die zweite auch gelesen werden wollte... Lieber Erhard, du verblüffst mich stets aufs Neue und erinnerst mich immer wieder daran, dass man auch beim Lesen eine gewisse Boshaftigkeit und Schadenfreude empfinden kann... Ein angenehmes Wochenende und liebe Grüße an die werte Frau Gemahlin, wünscht eine heitere Rebecker;-)))
      • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 16.03.2013

        Liebe Renate, danke für das schöne Lob. Meine Frau schläft gerade. Ich werde die Grüße gerne ausrichten. Morgen werde ich Deinen letzten Thriller einmal kritisch unter die Lupe nehmen. ein sonniges Wochenende wünscht Erhard.

    • Wenn das Handy des toten Gatten klingelt...

      von Lisa Fink am 20.02.2013

      Handlung: Marlen wird nachts vom Klingeln des Handys ihres toten Gatten geweckt. Wir erfahren, wie sehr sie unter der Fuchtel des kleinen Diktators gestanden hatte und von ihrem heimlichen Widerstand...
      Figuren:

      Tristram, den wir nur aus der Erinnerung Marlen's kennenlernen, ist ein richtiges Ekelpaket. Ein "feiner" Landrat, der von seiner Frau absoluten Gehorsam fordert.

      Marlen, die sich nicht immer an seine Befehle gehalten hat...

      Sprache/Duktus:

      Der Autor geht gekonnt mit der Sprache um:

      Tristram - ihr tristes Leben / Es roch tristramisch / und dann seine Befehle im gesprochenen Abschiedsbrief, toll!

      Auch kommt eine bedrohliche Atmosphäre auf, als Marlen sich von seinem Geist verfolgt fühlt.

      Ein kleiner Schreibfehler: "ein dienem Schreibtisch."

      Einzig komisch finde ich die Wortkreation "blauklarer" Himmel...

      Struktur: Wechsel zwischen der erzählten Gegenwart und Marlens Erinnerungen. Passt alles!
      Zusammenfassend:

      Auf wenigen Seiten wird sehr dicht erzählt, die Geschichte liest sich in flott und wartet mit einem überraschenden Ende auf.

      Kompliment!

    • Wer schon Tristram heißt ... einfach herrlich!

      von Monique am 02.02.2013

      Handlung: Marlen, die Witwe des verstorbenen Landrates a.D. wird durch das Klingeln seines Handys geweckt. Als sie sich in sein Arbeitszimmer schleicht, spürt man ihre Beklemmung, weil Tristram ihr in seinen (auf Band gesprochenen) Abschiedsworten zu verstehen gegeben hat, dass er auch nach seinem Tod immer bei ihr sein, alles sehen, hören und wissen werde. Er hinterließ ihr auch Anweisungen, wie sie sich weiter zu verhalten habe. Doch daran hält sich Marlen mitnichten.
      Figuren:

      Marlen kann nach dem Tod ihres Mannes erstmals frei durchatmen, denn zu seinen Lebzeiten waren alle ihre Handlungen darauf ausgerichtet gewesen, seine mürrische Laune in für sie erträglichen Grenzen zu halten. Das ist nun vorbei!

      Tristram (was für ein Name! Eine Mischung aus der Sagengestalt Tristan und Griesgram? Herrlich! Darauf muss man ja erst einmal kommen!) wird als rechter Widerling geschildert, der seine Mitmenschen traktiert und kontrolliert.

      Nachbar Krämer. Ein Ruhestädler, der es mit der Gartenpflege (und überhaupt) nicht sonderlich genau nimmt. Dessen genießerischer Müßiggang war dem Pedanten Tristram natürlich ein Dorn im Auge.  

       

      Sprache/Duktus: Ich habe zwar bis jetzt (wird sich aber ändern!) nur die Leseprobe unter die sprachliche Lupe genommen, aber die hat auch erst einmal genügt, um meinen "Senf dazugeben" zu können: Wir haben es hier mit einem Autor zu tun, der es mit seiner lebendigen, bildhaften, einfachen (aber nicht primitiven!) und soooo stimmigen Sprache versteht, die Leser in seinen Bann zu ziehen. Einfach großartig. Ich habe hier bei nb noch nichts Besseres gelesen.
      Struktur: An der Struktur gibt es überhaupt nichts zu mäkeln.
      Zusammenfassend:

      Eine Geschichte, die mich vom ersten bis zum letzten Buchstaben überzeugt hat. Wunderbar erzählt, so dass man alle Figuren vor sich sieht und Marlen sehr gut verstehen kann, wenn sie ... aber nein, die Pointe möchte ich doch hier nicht verraten.

      Ich wünsche Erhard Schümmelfeder noch viele so tolle Einfälle und eine weiter stetig wachsende Fangemeinde! Ich zähle mich ab sofort dazu. 

    • Tristrams Handy

      von wille am 27.01.2013

      Handlung: Marlen erwacht und treibt sie an den Schreibtisch ihres Mannes. Den weiteren Lauf belässt E.Schümmelfeder in der Schwebe und führt den Leser bis zur Lösung gekonnt in die Irre.
      Figuren: Die Figuren sind durch Schümmelfeders Sprache und Beschreibungen voller Leben. Der auf das Telefon gesprochene Monolog Tristams entlarvt facettenreich sein Wesen und lässt Marlens Handeln im hellen Licht erstrahlen.
      Sprache/Duktus: Die Sprache Schümmelfeders besticht wieder einmal durch Präzision und dem Stoff angepasste Eigenart. Umso erstaunlicher war der Bruch in der Erzählstruktur, der mir auf der Seite 5 Abs. 5 auffiel: " Wie sehr Marlen.....unfrei war, wurde ihr bewusst, ..... Richtiger wäre: "Wie sehr sie.... unfrei war, wurde ihr bewusst,.... ." Diese kleine Meckerei sei mir erlaubt, denn diese Erzählung, die Beschreibungen der Figuren und der überraschende Schluss leben ja erst durch Schümmelfeders einzigartige Sprache.
      Struktur: Das Surreale der Situation hat Schümmelfeder hervorragend durch Form und Sprache herausgearbeitet.
      Zusammenfassend: Diese Erzählung besticht durch Sprache und Form und sollte unbedingt gelesen werden.
      • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 28.01.2013

        Lieber Herr Wille, danke für die Besprechung meiner Story. Vviel Glück für Ihre Werke wünscht Ihnen E.S.

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    Erhard Schümmelfeder

    TRISTRAMS HANDY

    TRISTRAMS HANDY
    4 Sterne N/A
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    Seiten 16
    ISBN-13 978-3-8476-2789-0
    Veröffentlicht am: 18.01.2013
    Aktualisiert am 20.02.2013

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    Autor

    Erhard Schümmelfeder

    Erhard Schümmelfeder

    Mitglied seit 20.11.2010
    17 Veröffentlichungen