"Das begreifen die Leute nicht, das hört sonst nie auf." Wir erleben die letzten 30 Minuten im Leben eines jungen Mannes, der durch jahrelange Demütigung zu einem verstörten Individuum wurde. Und seine eigene Art der Rache gefunden hat.
In einer halben Stunde kommen meine Jungs. Man kann die Uhr nach ihnen stellen. Dieses Mal stehen sie nicht mehr auf. Wussten Sie, dass Fußballstadien erst drei Stunden vor Einlass geschlossen werden? Wir verstecken unsere Eisenstangen immer in der Südkurve, B-Block, erste Reihe, Mitte. Noch nie hat sie jemand gefunden. Und wenn doch: Keiner weiß, dass es unsere sind. Ein junger Mann, ein Zimmer, ein ausgestopfter Rottweiler. Das sind die einzigen Dinge, mit denen dieser psychologische Monolog auskommt. Und in sich eine ganze Welt entspinnt. Die Welt des jungen Mannes, in der Unterdrückung, Demütigungen und Gewalt alltäglich waren. Bis er sein Leben selbst in die Hand nahm.
Bookmarken bei Neobooks
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Buch
Rezension schreibenIn schockierenden Worten erzählt Eric von seinem Verhältnis zu anderen Menschen, wie er mit ihnen umgeht, wie er über sie denkt. Die Kälte ist mir unter die Haut gegangen. Die Figur erscheint vielschichtig.
Zentrale Figuren in seinem Leben sind neben seinen Kumpels auch seine Mutter und sein Bruder, von denen wir nur aus seiner Erzählung erfahren.
Der Text ist in Form eines Theaterstückes geschrieben, das ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber man kommt schnell rein. Die Worte sind sehr eindringlich, ich finde gerade kein anderes Wort dafür.
Schade, dass im Klappentext bereits verraten wird, dass "Eric" nur noch 30 Minuten leben wird.
Ich finde sonst nichts zu meckern!