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Fundsache, Eine Begegnung in Moabit - Petra Dieckhoff

Student Nico findet in der U-Bahn ein Handy. Er trifft Lea, die Besitzerin. Beim gemeinsamen Interesse für klassische Musik finden sie schnell zueinander.

Eine Kurzgeschichte. Student Nico findet bei seiner Reinigungs-Arbeit in der U-Bahn ein Handy. Es steckt eine Adresse im Futteral. Nico macht sich zu der Adresse in Berlin-Moabit auf und trifft dort Lea. Der erste Schrecken, dass die junge Frau im Rollstuhl sitzt- er hatte nie vorher direkten Kontakt mit einem behinderten Menschen-, ist schnell vergessen. Die lebensbejahende Lea ist ihm nicht nur sehr sympatisch, sie teilt mit ihm auch die Liebe zu klasssicher Musik. Spontan nimmt sie seine Einladung zu einem Konzert in der Philharmonie am selben Abend an. Die Geschichte ist erstmals erschienen im Dezember 2012 im Adventskalender der Landeszentralbibliothek Berlin zum Thema Begegnung in Berlin

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  • 3.60 Sterne

    Fundsache

    Von A B Exner am 20.11.2013

    Handlung: Nico, Student, findet Handy (mit Hinweis auf Besitzerin) - bekommt Korb von seiner Freundin Annika - ruft Handybesitzerin an, ist gern bereit ihr (Lea) das Handy zu bringen -
    Figuren: Nico - dezent naiver Student (glaubt, dass Rollstuhl immer gleich was mit geistiger Behinderung zu tun hat- Seite 7). Offener Charakter. Freundlich, hilflos - einerseits - hilfsbereit andererseits.
    Annika - dezent genervte Freundin - nur ganz kurz als paukende Studentin in einem Telefonat.
    Lea - offenes Wesen, unkompliziert, Opfer eines Motorradunfalls - seither Rolli! Die Frau polarisiert und fasziniert - nicht nur mich, sondern auch den etwas bisschen überforderten Haupthelden. - Schreib die Story weiter...
    Sprache/Duktus: Seite 6 - Langes, dunkles... da ist ein L in der verkehrten Zeile. Macht nix.
    Mir gefällt die Kürze der Beschreibung die für das Empfinden von Sympathie oder Ablehnung reicht. Toll gemacht. Für eine Handlung in Berlin dürfte es gern etwas mehr Jargon sein. 
    Saubere Arbeit - liest sich eben mal so weg.
    Struktur: Von Strukturerkennung auf sieben Seiten will ich mal nicht schreiben.
    Zusammenfassend: Das was ich las, könnte entweder das Ende einer komisch tragischen Story, oder aber der Beginn einer zauberhaften Liebesgeschichte sein. Du hast die Charaktere (Nico+Lea) klar umrissen, ihnen Leben eingehaucht. Mach mehr draus!
  • 4.60 Sterne

    Fundsache

    Von karianna am 19.11.2013

    Handlung: Zwei junge Menschen begegnen sich unter "ungewöhnlichen" Umständen. Die junge Frau sitzt im Rollstuhl. Wie geht man denn mit einem behinderten Menschen um? Und die verblüffende Antwort für den jungen Mann? Völlig normal.
    Figuren: Lea wohnt in Moabit, ist allein und querschnittsgelähmt.
    Nico, Student mit Nebenjob, findet Leas Handy und kommt erstmals mit einem behinderten Menschen in Kontakt.
    Sprache/Duktus: Gut erzählt, mit viel wörtlicher Rede. Dass bei einer so kurzen Geschichte die beiden Figuren nur ein schwaches Profil bekommen können ist logisch. Es ist erstaunlich, dass sie trotzdem schon so lebendig in der Geschichte einherkommen.
    Bitte einige Satzzeichen korrigieren. S.8 4.Zeile v.u. = ein 'das' muss weg. Das hat aber nichts mit meiner Bewertung zu tun. Fiel mir nur auf :-)
    Struktur: Einleitend lernen wir Nico kennen. Dann folgt der Grund, weshalb er - später - noch eine Konzertkarte für Lea übrig hat. Die Begegnung der beiden, zögerlich und doch sehr schnell locker und fröhlich. Das Ganze ist rund, die Erzählperspektive voll in Ordnung.
    Zusammenfassend: Eine Fundsache, die sich später zur Pfundssache entwickelt. Angereichert mit einer Prise Gesellschaftskritik. "Bisher hatte er aber alle (Behinderungen) in Verbindung gebracht mit geistiger Behinderung, hatte sie alle in eine Schublade gesteckt ..." Eine berührende zarte Geschichte.
    • Kommentar von soltar am 20.11.2013

      Danke karianna. Ich freue mich über die Einschätzung. Es ist meine erste Kurzgeschichte. Und danke auch für den Fehlerhinweis. MfG Petra Dieckhoff

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Petra Dieckhoff

Fundsache

Fundsache
3.6 Sterne
N/A
Seiten 12
ISBN-13 978-3-8476-6334-8
Veröffentlicht am: 19.11.2013
Aktualisiert am 28.11.2013

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Autor

soltar

Petra Dieckhoff

Mitglied seit 13.11.2013
2 Veröffentlichungen