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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Liest sich gut an
von Geist am 12.04.2012
Handlung:
Den Beginn der Leseprobe fand ich nicht ganz überzeugend, vielleicht wegen eines leichten Zuviel an Adjektiven. Als die Erzählung aber zu Harja schwenkt, wird die Geschichte lebendig. Ich habe mich allerdings gefragt, wieso der Leibeigene Harja es wagt, den Sohn eines Druiden tätlich anzugreifen, da ja an anderer Stelle erwähnt wird, dass auf so etwas der Tod steht. Mir fehlt da etwas die innere Auseinandersetzung Harjas mit der drohenden Strafe, denn er kann ja nicht wissen, dass in diesem Moment die Franken anrücken und sein Vergehen dadurch (zunächst?) ungesühnt bleibt.
Figuren:
Die Hauptfigur Harja wirkt lebendig und echt, wenn auch vielleicht nicht ganz in seiner Zeit - das Zweifeln an Göttern mutet mich etwas zu modern an.
Karl der Große bleibt für mich noch etwas blass, aber das mag an der Kürze der Probe liegen.
Sprache/Duktus:
Der Text liest sich flüssig und gut. Dem mit Blei übergossenen Himmel hätte ein "wie mit" ganz gut getan, und gerade am Anfang fand ich das ein oder andere Adjektiv zuviel, sodass es leicht ins Schwülstige abdriftete, aber im weitern Verlauf des Textes habe ich nichts dergleichen auszusetzen.
Zusammenfassend:
Das Thema an sich hat absolut Potential. Die Zwangschristianisierung der Sachsen ist eines der ganz dunklen Kapitel des frühen Mittelalters und fand bislang in der Belletristik wenig Beachtung. Die Leseprobe hat mir Appetit auf mehr gemacht.
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Furioses Kriegsspektakel!
von Leeby81 am 16.08.2011
Handlung:
Ein König mit Visionen. Er will gewaltsam sein Reich erweitern. Die Banden von Heiden und Ungläubigen zerschlagen. Entschlossen will er in die Schlacht ziehen in Gottes Namen.
Ich bin kein Historiker und will mich daher nicht zu der Korrektheit der Fakten dieser Geschichte äußern. Mich errinnert die Geschichte leicht an die Kreuzzüge.
Sprache/Duktus:
Die Entschlossenheit des Königs kommt in der Leseprobe besonders gut durch die Sprache zum Ausdruck. Durch viele Metaphern und detaillierte Beschreibungen kann man das Schlachtfeld geradezu riechen.
Zusammenfassend:
Hier hat der Autor ein spektakuläres Kriegsszenario geschaffen. Ein König, der vom Wahn die Welt vom Heidentum zu befreien befallen ist und blutrünstig dafür tausende von Opfer in Kauf nimmt, verleiht der ganzen Geschichte eine außergewöhnliche Würze. Ein Muss für alle die gerne Bücher über historische Schlachten lesen.
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hohe Ziele
von Neumann am 21.06.2011
Zusammenfassend:
Ich mag wechselnde Schauplätze mit Eigenleben. Wenn wirklich zwei oder mehr Storyfäden nebeneinander existieren können. Und die Zwänge des damaligen Lebens werden deutlich dargestellt, es wirkt sehr lebendig und der Leser ist sofort in der Geschichte drin. Auch wenn die Spannung nur langsam steigt, wenn die LP zuende ist, ist man überrascht dass es so schnell vorbei ging, ich mag auch mehr lesen.
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Handwerk gut - Story etwas too much
von Tony am 17.05.2011
Handlung:
Ein stolzer und mutiger König mit hochgestecktem Ziel: Das fränkische Reich zu einen und die Heiden zum Christentum zu bekehren. Während die Sachsen ein Fest zu Ehren ihrer Götter feiern, fällt die Frankenschar unter Karl über sie her und schänden ihr Heiligtum.
Figuren:
Karl (der zukünftige Grosse) in Kriegsvorbereitungen. Harja der Leibeigene mit seiner kleinen Familie. Und Thore, Sohn einflussreicher Eltern und Harja´s Feind seit seiner Kindheit.
Sprache/Duktus:
Wie habe ich mir einen mit Blei übergossenen Himmel vorzustellen?
Die Umwelt wird sehr klar und deutlich dargestellt, der Leser wird förmlich in das Setting eingesogen. Ohne zuviel beschreibende Wörter wirkt die Welt und die Charaktere lebendig und echt. Leider kann ich mich nicht mit den Kampfszenen anfreunden. Sie wirken zwar realistisch und sind überzeugend erzählt, auf mich wirken sie aber zu lang - trotz der unterbrechenden Perspektivwechsel.
Struktur:
Der Einstieg mit Karl und seiner Kriegsgefolgschaft wirkt mitreissend, der nachfolgende Part mit Harja bremst diesen Schwung jedoch gleich wieder aus. Der Spannungsbogen erreicht danach recht schnell ein hohes Niveau, und dieser schnelle mitnehmende Einstieg resultiert für mich im weiteren Verlauf zum Problem: Denn die Spannung kann nicht auf Dauer so weit oben gehalten werden. Mitten in der Schlacht bin ich noch genauso angespannt, wie vorher auch schon. Mir fehlt der "besondere" Höhepunkt sowie die höhepunktgebenden Zwischenphasen, welche den Leser auf das Großereignis (wie immer das aussehen mag) vorbereiten.
Zusammenfassend:
Nicht mein Genre. Nicht meine Zeit. Aber handwerklich betrachtet eine top Leistung. Die Erzählung wird sehr bildgewaltig transportiert. Auch die Charaktere haben Farbe und Dimension. Leider empfinde ich den frühen hohen Spannunglevel als zu anstrengend. Ich tue mich wirklich schwer, eine "richtige" Bewertung abzugeben ...
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Bitte mehr davon
von FiannaCessair am 25.04.2011
Zusammenfassend:
Unglaublich spannend.Gefallen hat mir die Beschreibung des religiösen Wahns, sowohl auf der Seite der Franke, als auch auf der Seite der Sachsen.
Die gesellschaftlichen Ränge zu dieser Zeit wurden gut verdeutlicht. Schnell wir klar, das jeder Tag in dieser Zeit ein Kampf ums Überleben ist.
Ich würde dieses Buch sofort kaufen. Weiter so!
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Toller Historienschmöker
von Muriel Preston am 24.04.2011
Zusammenfassend:
Sehr interessant gewählte Epoche und tolle Umsetzung des Stoffs. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen, auch der hohe Spannungsbogen. Ich würde das Buch auf jeden Fall kaufen, wenn es mir im Buchladen in die Hände gefallen wäre. Leider ist die LP recht kurz. Ich hätte gern mehr gelesen.
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Äußerst empfehlenswert!
von Olav Jost am 31.01.2011
Handlung:
Sehr spannender und schneller Einstieg in die Handlung, Vorstellung der Protagonisten, äußerst schneller Spannungsaufbau, der aber durchaus gehalten wird und neugierig auf den weiteren Verlauf macht.
Figuren:
Handelnde Personen sind sehr detailliert und treffend gezeichnet und geben dem Leser einen schönen Einblick in die Entwicklung der Geschichte.
Sprache/Duktus:
Geschliffene, treffende Sprache, die überaus flüssig zu lesen ist und sich wunderbar von dem ansonsten üblichen Einerlei unterscheidet.
Struktur:
Klare Struktur, allerdings ein wenig schwer zu beurteilen bei einer Leseprobe. Wird die Geschichte in diesem Sinne fort gesetzt, ein überaus empfehlenswertes Buch.
Zusammenfassend:
Eine der wenigen Leseproben, die so neugierig machen, wie die Geschichte weitergeführt wird, dass es beinahe ärgerlich ist für den Leser, dass sie plötzlich endet.
Äußerst empfehlenswert!
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Fesselnd
von Duke am 22.01.2011
Zusammenfassend:
Das Buch und die Story hat mich sofort gefesselt. Hätte gerne mehr gelesen und hoffe, es bald im Laden kaufen zu können.
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Nicht mein Genre ... und trotzdem. Super!!! ;-)
von Bloodymary am 21.01.2011
Handlung:
Die Handlung fügt sich aus mehreren parallel verlaufenden Perspektiven zusammen, in der ein Ereignis aus verschiedenen Sichten beleuchtet wird. Letztendlich wird ind er Leseprobe der Sturm Karl des Großen auf die Eresburg beschrieben. Im Zuge dessen lernen wir jedoch sowohl die eine, als auch die andere Seite kennen.
Figuren:
Karl der Große, ein beratender Geistlicher; Harja, Gerswina und Söhnchen Thetje, sächsische Lits, also Leibeigene und diverse Nebenfiguren. Das bemerkenswerte hier ist m. M. nach, wie anschaulich und dreidimensional jede einzelne Figur, mit wenig Worten eingeführt wird. Sie werden vielmehr über Handlung, als über pure Beschreibung gezeigt, was sie sehr greifbar und sympathisch bzw. unsympathisch macht. So soll es sein. Keine ellenlangen, den Leser ermüdeneden Beschreibungen, sondern Taten!!! Wurde hier super gemacht!!! Auch sehr schön, das Karl-"Bashing", indem dieser große, stolze Krieger/ König mit einer hohen Fistelstimme geplagt ist!
Sprache/Duktus:
Sehr feine, bildlastige, wuchtige Sprache. Der Autor schafft es, den Leser allein durch den Stil in jene Welt zu entführen. Die Modernismen haben mich persönlich nicht sehr gestört, im Gegenteil. So erschien mir alles etwas realistischer. Ich denke, dass auch die Leute damals durchaus mal "So eine Scheiße!" o.ä. gesagt haben. Teilweise waren die Bilder allerdings ein wenig "zu kreativ" ;-) Der mit Blei übergossene Himmel beispielsweise. Das sind jedoch wirklich nur verschwindend geringe Kleinigkeiten, die auf persönliche Präferenzen beruhen. Da keines der Bilder erzwungen oder gewollt wirkte, ist das völlig in Ordnung.
Struktur:
Mir haben die verschiedenen Perspektiven unheimlich gut gefallen. Sie brachten unheimlich viel Lebendigkeit und Spannung in den Text. Hat mich ein wenig an die Struktur erinnert, die Stephen King oft benutzt. Fand ich klasse!!! Mir war es auch nciht zu viel oder zu wirr. Allerdings frage ich mich nun, ob der Autor das den ganzen Text über so beibehalten will (dann sollte es nicht gar so oft springen und einzelne Passagen sollten länger beleuchtet werden) oder, ob er ohnhin jetzt vorhat, "einen Gang runterzufahren"?! Man darf gespannt sein ...
Zusammenfassend:
Dass der Autor schreiben kann, braucht man hier wohl nicht zu erwähnen. Er benutzt eine gewaltige, ungeblümte, direkte, bildhafte Sprache. Obwohl historische "Kampf"-Romane eigentlich so gar nicht mein Genre ist ("Die Säulen der Erde" - Weltbesteseller (!) fand ich sterbenslangweilig und kam nicht über S. 100), war ich von dem Text sofort gefesselt. Dem Autor gelingt die Mischung zwischen persönliches Schicksal und epischer Kampf. Ich wollte wegen des ungeliebten Genres ursprünglich nur vier Sterne vergeben, aber das wäre sehr subjektiv, da ich, beim erneuten Durchlesen meiner Rezi absolut nichts (Größeres) zu bemängeln habe. Daher: 5 * + einen *zuuuum*
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Hohl über dem Land
von LSAnderson am 19.01.2011
Handlung:
772 nach Christus. Während die heidnischen Sachsen ein Opferfest feiern, macht sich in der Nähe ein Reiterheer der christlichen Franken unter dem Kommando von Karl dem Großen zum Angriff bereit. Sie erobern die sächsische Eresburg. Ein sächsischer Leibeigener verliert bei dem Gemetzel seine Frau und (anscheinend auch) seinen kleinen Sohn.
Figuren:
Karl der Große, tatsächlich körperlich groß, mit dichten Bart, kriegerische Weltsicht aber auch fanatischer Christ. Zu seinem Leidwesen hat er eine Fistelstimme, die nicht zu seiner Erscheinung und seiner Persönlichkeit passt. – Ein namenloser geistlicher Berater Karls, pfäffisch und feige. - Harja, ein sächsischer Leibeigener, anscheinend ziemlich jung, liebt seine schöne Frau Gerswina (22) und seinen zweijährigen Sohn Thetje. Obwohl Gerswina als stolz, schön und sympathisch ausführlich in die Handlung eingeführt wird, kommt sie gleich bei dem Angriff der Franken ums Leben. - Einige unsympathische Sachsen: der junge Krieger Thore, Sohn eines Druiden, verwickelt Harja in eine Schlägerei;Thorkild, älter, betrunken, pöbelt Gerswina an.
Sprache/Duktus:
Das größte Kapital dieser Geschichte ist die Sprache, in der sie erzählt wird: wuchtig, düster, ausladend und sehr bildhaft verschafft sie dem frühmittelalterlichen Drama seine eigene Atmosphäre. Die Sprache wirkt so stark, daß man erst bei zweiten oder dritten Lesen des Textes zahlreiche Modernismen bemerkt (der Frankenkönig „blafft“ seinen Berater an; er will den Sachsen nicht nur die christliche Religion aufzwingen, sondern auch „den Fortschritt“ bringen und „christliche Zivilisation“; er erinnert sich, daß sein Großvater „die Muslime“ bei Tours und Poitiers besiegt hat; die Sachsen unter der Herrschaft der Franken werden „gesegnet mit Glauben, Wissenschaft und Fortschritt“ ; Harja sagt einmal, etwas gehe „jemand einen Scheiß an“ und ist nie mehr als „zehn Meilen“ von seinem Heimatort entfernt gewesen; er wird von „schweren Schuhen“ getreten), --- und schräge Bilder (der mit „Blei übergossene Himmel“; Reiter, die „ihre Ställe verlassen“; Pferde, die „schlagen“ und „beißen“; Häuser, die „leblos unter ihren Reetdächern liegen“; ein Wall, mit Palisaden „bedeckt“, die ihre Spitzen „in alle Himmelrichtungen recken“; menschliche Arme die „sich heben und zur Erde hinunter fallen“; der Waldboden, der „knirscht und furzt“; ein Schatten, „der sich aus den Bäumen löst“; Gesang, der „hohl über das Land schwebt“; die „Welt“ die vor Harjes Augen „zu einer lichtdurchzuckten Finsternis verschwimmt“; Lieder, die „einen blutenden Schädel eindrücken“; die „Knie“ von Reitern, „zwischen denen keine Handbreit Raum“ ist; „schwarzes Pech“), und einige andere Ausdrucksmängel.
Struktur:
In der kurzen Leseprobe wechseln mehrfach Handlungsorte und Perspektiven, was den Text sehr unruhig und unaufgeräumt macht.
Zusammenfassend:
Zu den sprachlichen Ungenauigkeiten kommen ein paar sachliche. Der Großvater Karls des Großen, Karl Martell, gewann in Tours und Poitiers nicht, weil er über eine Reiterarmee verfügte. Die wurde erst nach dem Sieg über die Araber aufgestellt. Metallpanzer und Kettenhemden waren im 8. Jahrhundert sehr selten und extrem teuer; die fränkischen Reiter trugen wahrscheinlich überwiegend Leder- oder Textilpanzer. Eine Kavallerieattacke bei Nacht ist unwahrscheinlich. Druiden waren keltische und keine germanischen Priester. Zur Zeit Karls des Großen gab es weder schwere Schuhe noch Sägen. Harje dürfte kein Sachse gewesen sein, sondern als Sklave wohl eher der Nachfahre von Kriegsgefangenen anderer Stämme; bei den Germanen gab es meines Wissens keine Leibeigenschaft innerhalb des eigenen Stammes. Wenn Harjes aber Sachse ist, dann ist seine skeptische Haltung gegenüber den sächsischen Göttern nicht plausibel, es sei denn, er ist schon zum Christentum übergetreten. Ohne Vergleichsmöglichkeiten ist er nicht in der Lage, seine religiösen Traditionen infrage zu stellen. Noch weniger plausibel ist seine Aufsässigkeit (oder die seiner Frau) gegenüber ihren sächsischen Herren; im 8. Jahrhundert haben als Sklaven Geborene keine Möglichkeit, ihre Leibeigenschaft anders als etwas Natürliches wahrzunehmen, und können gar nicht auf die Idee kommen, dagegen zu rebellieren. --- Was bleibt? Die Geschichte klingt besser als sie ist, und zu gut, um sie nicht gut zu beurteilen. Aber die Leseprobe ist zu kurz: von einem Roman, der im ersten Kapitel wie ein 800-Seiten-Wälzer daherkommt, sollten wenigsten 50 Seiten Leseprobe eingestellt werden. Also? Drei Sterne, bis ich mehr lesen kann.
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Weiter so...
von Antonina am 15.01.2011
Handlung:
König Karl greift die Sachsen an. Harja ein Leibeigener, wird auf dem Weg zu seiner Frau und seinem Sohn zusammengeschlagen und verwundet. Leider ist die Leseprobe viel zu kurz. Ich wüsste gerne wie es weiter geht und vor allem auch wie umfangreich das ganze Werk ist.
Figuren:
Franken und Sachsen. Beide Parteien werden neutral und ungemein wortgewandt beschrieben. Der Leser weiss sofort mit wem er es zu tun hat und taucht sofort in die Zeit ein.
Sprache/Duktus:
Erhaben, schwungvoll, souverän. Es wurde schon gesagt: Man nimmt dem Autor jedes Wort ab. Bemerkung am Rand: Harja sagt mehrmals "Verdammt". Ist dieses Wort nur in meinem Kopf "christlich" konnotiert? Müsste er nicht eher "Verflucht" oder so etwas sagen?
Struktur:
Chronologische Erzählung mit Perspektivenwechsel (mal aus Sicht der Sachsen, mal aus jener der Franken). Stört mich überhaupt nicht. Ich finde es, im Gegensatz zu anderen hier, eher spannungsfördernd.
Zusammenfassend:
Ich war sofort gefesselt. Das Gesamtpaket stimmt. Einziger Kritikpunkt: Die Leseprobe ist zu kurz. Ich sehe nicht, wo die Geschichte hinführt. Ich wünschte mir ein richtig schön langes Epos in diesem Stil. Ich kann keinen Flieger geben, wenn ich nicht weiss, ob die Story noch 50 Seiten umfasst oder 250. Bitte längere Leseprobe einstellen.
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Eine Geschichtsstunde voller Spannung
von Arne Becker am 12.01.2011
Handlung:
Spannung von der ersten Seite an.
Ein bedeutender Teil deutscher/europäischer Geschichte, verpackt in eine interessante Story und geschrieben in einem Ton, der aus jener zeit zu stammen scheint.
Figuren:
Jede Figur, von Karl und seinem feigen Priester, bis hin zu den einzelnen Sachsen wirkt plastisch und real. Man kann sich gut vorstellen, dass sie genau so damals gelebt, gedacht und gehandelt haben.
Sprache/Duktus:
Der rauhe Ton, wie er zu jener zeit wohl auch war, verleiht dem Text zusätzlich Intensität und Glaubwürdigkeit.
Anders dürfte man diese Geschichte auch nicht erzählen.
Struktur:
Der Aufbau ist strukturiert und ermöglicht so ein unkompliziertes Lesevergnügen.
Zusammenfassend:
Diese Geschichte hat mich auf den wenigen Seiten schon in ihren Bann gezogen, ich bin gespannt auf mehr.
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Gewaltig
von K Illing am 08.01.2011
Handlung:
Karl der Große überfällt und erobert mit seinen Kriegern die Eresburg der Sachsen und richtet ein Blutbad an. Harja wird bei einem Zweikampf mit seinem Erzfeind Thore schwer verletzt und bekommt von dem Überfall nichts mit.
Figuren:
Karl der Große, sein Berater, Harja, Gerswina, ihr gemeisamer Sohn Thetje, Thore und eine Vielzahl an Franken-Kriegern und Sachsen
Sprache/Duktus:
Schöner, lebendiger Erzählstil, der mir persönlich in der Eingangszene etwas zu adjektivlastig ist.Ich finde Formulierungen wie "ihr junger Körper" "sein junger Körper" überflüssig, wenn klar ist, dass die Figur jung ist. Gerswina wird als Schönheit eingeführt. Dann muss sie im späteren Verlauf der Handlung nicht noch mal als "junge Schönheit" betitelt werden. Aber das sind Kleinigkeiten. Und manches ist sicher auch Geschmacksache, wie z.B, der Waldboden "furzte", oder das für mich doch etwas schiefe Bild: "Starke Männer mit breiteren Schultern als der Alte lang war ..." Gestolpert bin ich ebenfalls über die Formulierung: "Die Welt flimmerte vor seinen Augen ... " "Die Welt verschwand vor seinen Augen..." Ist das nicht etwas zu global? Ist bei "jemand anderes" das "anderes" nicht überflüssig? So geht es doch genauso gut: "Hatte jemand den Blutpreis überboten?" Auch unschön: "Aus ihren ersterbenden Händen fiel ein Kind" Ersterbende Hände?
Der letzte Satz des Textes: "... etwas abseits lag ein Mann..." Mir ist nicht ganz klar, warum der Autor nicht schreibt "... etwas abseits lag Harja und träumte..." Fände ich besser.
Struktur:
Ich bin mit dem Wechsel der Perspektiven klar gekommen, finde aber nichtdestotrotz die einzelnen Passagen zu zerstückelt. Harjas Kampf mit Thore würde ich nicht in drei Teile zerpflücken, sondern in einem Stück erzählen. Dann würde ich die Szene mit Wachtposten folgen lassen. Die finde ich übrigens zu kurz. Die könnte durchaus etwas mehr Spannung haben. Dann könnte Gerswina am Lagerfeuer folgen. Ich glaube, es tut der Spannung keinen Abbruch, wenn der Autor die einzelnen Szenen nicht zerstückelt.
Zusammenfassend:
Der Autor kann's. Der Text ist lebendig, gewaltig. Die Figuren sind glaubhaft gezeichnet. Und - obwohl Historienromane so gar nicht meins sind und ich mich da überhaupt nicht auskenne - nehme ich dem Erzähler jedes Wort ab. So und nicht anders hat es sich zugetragen bei Schlacht von Karl dem Großen gegen die Sachsen. Hier und da sind ein paar Kleinigkeiten auszubessern, aber ansonsten gibt es nicht viel zu meckern. Es sind nur wenige Seiten, die der Autor hier eingestellt hat, man weiß also nicht, ob es dem Autor gelingt, den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Aber ich gehe mal einfach davon aus.
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Met her !
von Gänsekiel am 05.01.2011
Handlung:
Karl, der König der Franken verkündet die neue Religion mit dem Schwert. Er erobert die Eresburg und fällt eigenhändig die Irminsul, das zentrale Heiligtum der Sachsen. Aber die alten Götter zürnen dem Franken nicht.
Figuren:
In diesen ersten Seiten, eines wahrscheinlich umfangreichen Werkes, werden der Lit Harja, seine Frau und Karl (der Große) vorgestellt. Das funktioniert sofort.
Sprache/Duktus:
Man möchte am Lagerfeuer sitzen und ein Methorn halten:) Ton und Stil werden dem Thema sehr gerecht. Die Sichtweisen der Figuren glaubhaft und eindrücklich vermittelt. Das klingt episch - im besten Sinne. Man muss das mögen, um es schätzen zu können. Ich tu´s.
Struktur:
Wechselnde Perspektiven zwischen dem Lit Harja, dessen Weib und König Karl. Da passiert sehr viel auf wenigen Seiten. Normalerweise brauche ich länger um erst mal gefesselt zu werden. War hier nicht der Fall.
Zusammenfassend:
Einfach bitte genau so weitermachen! Der schnitzende Leibeigene und seine schöne Frau, der Kampf gegen die drei Edlinge, der von sich und seinem Auftrag erfüllte Karl. Ganz grossartig. Würde ja gerne einen Tipp geben, allein mir fällt nix ein:)
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schöner Schreibstil
von Laura am 05.01.2011
Handlung:
Verschiedene Charaktere werden eingeführt, gleichzeitig bekommt man ein gutes Gefühl für das Leben in der Zeit, in der die Geschichte spielt.
Figuren:
Die einzelnen Charaktere sind schön dargestellt, sie erscheinen schlüssig.
Sprache/Duktus:
Dein Sprachstil gefällt mir sehr gut, mehr als bei "Der Heldenkönig". Er ist gut gewählt und passt zu der Zeit, in der die Geschichte spielt. Die einzelnen Szenen erscheinen mir klar vor Augen.
Struktur:
Die Struktur gefällt mir eher weniger und hat auch dazu geführt, dass ich bei Seite 10 aufgehört habe zu lesen. Die einzelnen Passagen, in der die Figuren vorgestellt worden sind, waren mir zu kurz, sodass einfach keine Spannung aufkommen wollte. Man hatte zwar durch den schönen Schreibstil alle Szenen klar vor Augen, aber kaum hatte ich mich auf eine Figur eingestellt, wurde schon wieder die Perspektive gewechselt. Mir würde es viel mehr gefallen, wenn man ein paar Seiten mehr (wenn nicht sogar ein ganzes Kapitel) bei einer Figur bleiben würde, damit man richtig mit ihr warm wird. Aber so waren die Szenen nicht lang genug, dass ich mich gefragt hätte, wie es mit der einzelnen Person weitergeht und dann war die Szene auch schon wieder vorbei und die Person egal.
Zusammenfassend:
Ein sehr schöner, passender Schreibstil, der einem die einzelnen Figuren klar vor Augen erscheinen lässt, doch leider waren (für mich persönlich) die einzelnen Szenen zu kurz, sodass einfach keine Spannung aufkommen wollte. Ich will von den ersten Seiten eines Buches sofort gefesselt werden.. als action! Trotzdem für den Schreibstil, die Figuren und die "Welt" vier Sterne ;)
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