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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Wirklich düster???
von vincent casca am 10.02.2011
Handlung:
G1 Ein frisch Blinder lernt das neue Leben.
G2 Abschied von einem Toten. Versagen und Nichtstunkönnen sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel und sehr wichtig, diese auseinander halten zu können. So liefert uns diese angeblich düstere Geschichte eine brauchbare Losung für den Alltag.
G3 Mann verarbeitet den Tod „seiner Frau“
G4 Die hebe ich mir auf!
G5 Eine Frau wartet auf ihre Ausreise/Einreise
G6 Friedhofsbesuche
Figuren:
G1 Der blinde Paul
G2 Die Abschied nehmende Frau(?)
G3 Der „Witwer“
G5 Die Mutter
G6 Die Friedhosbesucherin, Frau Linde
Sprache/Duktus:
Mal Ich-Erzählung mal Erzähler-Perspektive (Heißt das so?), eine schöne Abwechslung.
G1 Erzeugt die Sprache die Stimmung oder hat Marie die Stimmung so gut getroffen. Diese Geschichte ist das Gegenteil von düster, was auch immer das sein mag. Jede Zeile riecht für mich nach Hoffnung.
G3 Se. 12 Umarmt nicht die Dunkelheit die Buchstaben? An sich finde ich das Bild schön.
G5 Se. 22 mit oder ohne ihr und ihrer Tochter
G6 Die Stimmung auf dem Friedhof würde ich melancholisch nennen mit einem Zusatz von Unruhe. Sie hat zu viele Tippfehler. Auch wieder mit einem versöhnlichen Ende, der Trost spendet.
Struktur:
Entweder die Geschichten zünden oder sie tun es nicht. Ich glaube nicht, dass eine andere Anordnung die Chance auf Käufer erhöht oder verringert.
Das einzige, was ich mir gewünscht hätte, dass es bei jeder Geschichte um eine andere Sache geht, nicht so häufig der Tod im Mittelpunkt steht, also von jedem Thema eins vorkommt
Zusammenfassend:
Wer von Schicksalen nichts wissen will, der lässt besser die Finger davon? Nicht mal das würde ich unterstreichen. Düster finde ich die Geschichten nicht, düster würde ich eher auf Stimmungen beziehen als auf Inhalte, in diesem Fall eben die Schicksale.
Habe die Stimmung der Szenen noch hinter meinen Schläfen, so kommt der Flieger als papierernes Objekt daher.
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Gelungen trotz (oder wegen?) des Hangs zum Düsteren...
von Novalee am 26.01.2011
Handlung:
Sieben Stationen:
Paul verliert sein Augenlicht. Das Leben ist sinnlos seitdem, bis ihn Anna zu einem Baum führt, der zu seinem Zufluchtsort wird.
Figuren:
Sieben Stationen:
Paul - frisch erblindet
Der Baum - meiner Meinung nach die wahre Hauptrolle des Buchs. Und er hat es verdient. :-)
Sprache/Duktus:
Sehr elegante und detailfreudige Formulierungen, an manchen Stellen aber aufgrund eben dieser Besonderheit hin und wieder ein bisschen holprig zu lesen. Diese Tatsache wird aber schnell wieder ausgebügelt, wenn sich ein Satz dazwischen schiebt, in dem die Autorin eine Emotion oder eine Handlung besonders treffend formuliert.
Lieblingssatz:
"...angewiesen auf einen Stock, der im ersten Rasen stecken blieb."
"...die blecherne Rückwand des Briefkastens grinst sie höhnisch an."
Struktur:
Kurzgeschichten, die sich über wenige Seiten ziehen, in der Regel auf eine Person bezogen
Zusammenfassend:
Die Geschichten sind zwar wirklich gut geschrieben, aber die ein oder andere davon für mich ein bisschen zu düster. Daher richtet sich mein Augenmerk vor allem auf "Sieben Stationen". Außerdem sehr gut gefallen hat mir "Antrag auf Freiheit".
Zu Sieben Stationen:
Die Geschichte mit dem Fast-Selbstmörder Franz kommt für den Anfang, wo ich noch darauf aus bin, den Hauptcharakter der Geschichte kennen zu lernen, ein kleines bisschen zu ausführlich und sorgt dafür, dass ich kurzzeitig glaube, das Schicksal von Franz sei das Schicksal des Hauptcharakters. Andererseits ist gerade der Übergang "So wie Paul", gerade beim zweiten Lesen, sehr gelungen.
Fazit:
Wirklich sehr schöne Formulierungen, teilweise ein bisschen zu detailiert. An manchen Stellen stechen allerdings eben diese Details besonders positiv hervor und machen die Geschichte so besonders.
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Anleitung zur Depression
von Ansgar am 23.01.2011
Zusammenfassend:
Gekonnt erzaehlte Einzelschicksale. Frisch erblindet muss sich der eine in einer jetzt noch feindlicheren Welt zurechtfinden, die andere verliert ihren Ehemann durch Selbstmord, die naechste bedient in einer Kantine und traeumt vom Urlaub, der ihr nicht genehmigt wird, dann ein Grab...puh...jetzt ziehe ich mir die Red Hot Chili Peppers rein und trinke ein Glas Bordeaux. Zu viel Schicksal auf 20 Seiten, jedenfalls fuer mich.
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