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Oh Schreck
von Florian Tietgen am 31.07.2011
Handlung:
Tim wacht nach einer durchzechten Nacht auf, vor sich Leo, ein Mann, der sich mit Honigmelonen unter dem BH zur Frau stilisierte. Die Frage, wie betrunken man sein muss, um das nicht zu merken, stellt sich nicht nur der Protagonist. Im weiteren Verlauf kommt es zu allerhand Missverständnissen, die alle mit diesem Erwachen zu tun haben. Die Nachbarin, auf die Tim scharf ist, sieht die beiden beim Abschiedskuss, immer selbstverständlicher geht Tims Umfeld von dessen Homosexualität aus, jedes Dementi verschlechtert seine Lage nur. Das ist ein typischer Screwballstoff, der für alle witzig und komisch ist, die nicht dazu neigen, sich fremdzuschämen. Das meine ich nicht despektierlich.. Es basieren so viele Komödien darauf, dass ein einziges Wort zu Beginn im Grunde den ganzen Witz überflüssig machen würde, dass es an mir liegen muss, wenn ich damit nichts anfangen kann.
Figuren:
Die Figuren dienen dem Zweck den sie für die Geschichte haben. Tim erfüllt die homosexuellen Klischees, wo es nötig ist, sein Freund Benno den Macho. Sind die Klischees in den Figuren eher hinderlich, wird auf sie verzichtet, etwa bei der lesbischen Nachbarin. Auch das meine ich nicht böse oder kritisch. Es ist eine Kunst, Figuren so zu kreieren , dass sie der Geschichte komplett dienen. Und humoristische Geschichten müssen und ihre Charaktere müssen so konzipiert sein.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist locker, zu Beginn empfand ich sie allerdings auch zu übertrieben schwülstig, selbst, wenn ich in Rechnung stellte, dass dadurch die Halbschlaffantasie Tims unterstrichen werden soll. Manche Vergleiche finde ich unangemessen (Augen groß wie Bambi z.B.) Allgemein positiv fällt die geringe Fehlerquote auf. Honigmelonen, die fortkullern, wenn sie zu Boden gekracht sind, erscheinen mir allerdings selbst im unreifen Zustand unwahrscheinlich. Eher platzen sie.
Struktur:
Auch in der Struktur ist die Geschichte wie eine Verwechslungskomödie aufgebaut. Aus einer relativ banalen Handlung ergeben sich immer mehr Verwicklungen und steigern das Geschehen abwitzig und für die Figuren der Geschichte ins Unerträgliche.
Zusammenfassend:
Leider finde ich diese Geschichte unerträglich. Ich bin zu mitleidend für solche Plots ausstaffiert, kann mich zu gut in den armen Tim versetzen. Dabei ist der Plot ja durchaus geeignet, sich gleichzeitig über schwule Klischees und über Schwulenfeindlichkeit und Pseudotoleranz lustig zu machen. Es hat ja durchaus etwas, wenn alle betonen, nichts gegen Schwule zu haben, Tim aber gar nicht zuhören. Andererseits beschleicht mich auch bei dieser Art von Humor immer ein komisches Gefühl, weil es mal wieder die Fummeltrine ist, die für den Klamauk und die Ängste sorgt. Tja, wie bewerte ich das jetzt? Viele meiner Bedenken haben weniger mit der Geschichte als mit mir zu tun. Die inhaltlichen Vorbehalte gegenüber dem Witz aber nur zum Teil. Technisch ist die Geschichte sauber und erfüllt genau den Zweck, den sie erfüllen sollen. Sie unterhält. Ich lege also eine alte Schallplatte der Kinks auf, führe den Tonarm zu "Lola" und vergebe drei Sterne und eine Empfehlung.
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Ambivalent ...
von Bloodymary am 14.07.2011
Handlung:
Tim Gerngroß wacht neben einer vermeindlichen Sexbombe auf ... entpuppt diese sich doch als Kerl. Hauptsächlich scheint es in dem Text um Männer und ihre Gedanken am Anfang des Frühlings zu gehen ... und ich stelle mir die Frage, Oh my godness, denken Männer wirklich so??? Vermutlich nicht, denn der Text scheint bewusst überzogen und satirisch! Puh!, denkt die kleine Mary Poppins in mir. ;-)
Figuren:
Insgesamt werden die Figuren über Handlung, statt über Adjektive gezeichnet - gefällt! Allerdings (vielleicht passend zur Satire) auch arg überzeichnet - gefällt net so +++ alles in allem doch recht klischeehaft - was allerdings zur Art der Story passt.
Sprache/Duktus:
Ich denke, es würde der Geschichte gut tun, wenn sie nicht gaaanz so gewollt lustig bzw. überzogen geschrieben wäre und wenn etwas mehr Rafinesse reingebracht würde - ich weiß, der Autor kann das. +++ Das bedeutet, alles etwas weniger platt und mehr Stil. Damit meine ich die Namen und die gehäuften vulgären Ausdrücke und Beschreibungen. Das täte dem satirischen Charakter sicher keinen Abbruch.
Zusammenfassend:
Ich bin zwiegespalten ... teilweise fand ich es lustig, teilweise war es mir aber auch etwas too much ... ob ich vielleicht falsche Zielgruppe bin?! Insgesamt würde ich einen Gang runterfahren und etwas mehr sprachliche Feinheit reinbringen, damit mein sich schnell pikiert sein fühlendes Ich nicht laut aufschreit. Was mir gut gefällt, ist dass man hier mal die Sicht eines Mannes hat, in einem Genre, das hauptsächlich von Frauen dominiert wird (da ist es dann meist eine weibliche Prota, die ihre missglückten Liebschaften mit der holden Männerwelt beschreibt). Wegen des Zwiespalts leider nur 3 der Scheinenden, aber einen Fliegenden, weil der Autor definitiv das Handwerk beherrscht und es für solche Stories sicher einen Markt gibt. Ab die Post in den Wettbewerb! Liebe Grüße, Mary (Poppins) :o)))
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Tim Gerngroß
von Puristin am 12.07.2011
Handlung:
Kann man mit so einem Namen Erfolg bei Frauen haben? Tim jedenfalls ist statt mit einer vollbusigen Blondine mit einer aufgetakelten Transe nach einem Barabend im Bett gelandet. Aber vielleicht kann ihm sein Freund Benno, der Frauenversteher, ja ein paar Tipps geben.
Figuren:
Tim und Benno sind sehr plakativ, um nicht zu sagen platt gezeichnet. Ein paar Ecken und Kanten mehr dürfen sie schon noch haben.
Sprache/Duktus:
Simpel, teilweise schreiend komisch, immer haarscharf an der Grenze
Zusammenfassend:
Nette, lustige Story, die mich sehr an Tommy Jaud erinnert. Würde gerne wissen, ob die Figuren noch ein bissl mehr ans Schärfe gewinnen, daher hier auch nur 4 von 5 Sternen.
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das Leben kann hart sein ;-)
von Brigitte am 11.07.2011
Handlung:
Sex und ... ähm ... noch mehr Sex. Unterbrochen und garniert von und mit peinlichen Momenten. Da müsste inhaltlich vielleicht noch ein Tick mehr rein, um mich restlos zu begeistern.
Figuren:
Tim Gerngroß, ein sympathischer Verlierertyp; sein bester Freund Benno Brumm, ein großmäuliger Aufreißer; eine Frau Namens Klara Fall - die nur eine Nebenrolle zu haben scheint ... (an dieser Stelle die kleine Kritik: die Namensgebung ist echt platt und mir fast ein bisschen zu viel) - dann Marie, die heiße und und etwas zu leidenschaftliche Nachbarin; Leonie/Leonhard, die mir in dem ganzen Chaos direkt normal vorkommt ... ein Chef, eine Praktikantin ...
Sprache/Duktus:
teils ein bisschen sehr derb und vulgär - aber damit eben auch dem Thema angepasst. Sicher nicht jedermanns Sache und über die großzügig verteilten Adjektive könnte man auch diskutieren - muss man aber nicht. Ich sehe sie als Ausdruck Tims subjektiver Wahrnehmung und überdrehter Phantasie und darum sind sie völlig richtig so.
Struktur:
geradeaus im Schlingerkurs mit Tims verkaterten Gedanken
Zusammenfassend:
ich habe mich prächtig amüsiert - und das war ja wohl der Sinn der Übung. Kleine Einschränkung bei der Empfehlung: 124 Seiten ergeben vermutlich noch keinen vernünftigen Buchumfang, daran könnte Tims Siegeszug zunächst scheitern ... vielleicht könnten auch noch ein paar Infos mehr zu Tim mit hinein, Rückblicke in sein Leben ... kein aufgesetzter Tiefgang (!) nur etwas mehr Story. Wie soll ich sagen? Eine Hintergrundgeschichte, die Tims unfreiwillige Abenteuer trägt. Ich bin unentschlossen, weil es dieses "Thema" ja vielleicht auch gibt und ich es in der Leseprobe vor lauter Grinsen übersehen habe, andererseits ist mir nur Sex echt zu wenig und ich bin sicher, du, lieber Autor, hast noch mehr drauf ... Kompromis: Empfehlung - aber nur drei Sterne. Verkaufen lässt sich Tim ganz sicher: Sex sells - und die Welt ist reif für "freche Männer"-Bücher! Viel Glück!
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Richtig viel gelacht
von Regina Mengel am 08.05.2011
Handlung:
Tims Wochenende ist gelinde gesagt, bescheiden. Er wacht er mit der schönsten Blondine der Welt neben sich auf, um gleich darauf festzustellen, dass sich bereits ein Bartschatten im Gesicht der Dame abzeichnet und die drallen Möpse nichts anderes als angetackerte Honigmelonen sind. Und schon sind die Mißverständnisse vorgezeichnet. Ausgerechnet die angebetete Nachbarin beobachtet ihn und die Transe und dann erzählt sie auch noch seinem besten Freund in aller Öffentlichkeit die 'Neuigkeiten'. Tims Bemühungen auf das Mißverständnis hinzuweisen, verlaufen im Sande. Wahrscheinlich hilft jetzt nur noch auswandern, aber dann kommt es doch noch ganz anders... ***Eine sehr spaßige Geschichte, deftig geschrieben, ich habe mich an manchen Stellen vor Lachen kaum halten können.
Figuren:
Tim Gerngroß, Benno Brumm, Klara Fall. Hier hat sich der Autor O. Schreck ;-) wohl ein wenig hinreißen lassen. Mir hat's gefallen, andere könnten die Namensgebung aber als ein wenig dick aufgetragen empfinden. Die Figuren sind gut gezeichnet, ich sehe sie förmlich vor mir, den gebeutelten Tim, Benno gutmütig, großzügig aber ein Klotz, Marie die hübsche Nachbarin mit ihren Tiefen und Untiefen, Leo mit Bartschatten und Perücke. Insgesamt sehr gelungen.
Sprache/Duktus:
Passend zur Geschichte gewählte Sprache, an den richtigen Stellen deftig ohne allzusehr in Klischees abzudriften oder schlüpfrig zu werden. Sehr witzier Schreibstil, ich habe mit Tim mitgelitten und seine Gefühle nachempfinden können. Es liest sich flüssig weg, mir wären keine nennenswerten Fehler aufgefallen.
Struktur:
Die Geschichte beginnt quasi mittendrin, als Tims 'schöne Nacht' dem beginnenden Tag weicht. Kurze Rückblicke, wie ist Leo eigentlich in Tims Bett gekommen? Was ist in der Bar vorgefallen? klären die Sachlage. Ab da rollte es sich chronologisch auf.
Zusammenfassend:
Ich hatte richtig viel Spaß. Mehr davon. Diese Geschichte hätte ich gern zu Ende gelesen. Natürlich sind bestimmte Geschehnisse vorprogrammiert. Es wäre ja auch zu einfach, wenn Tims Protest, er sei nicht schwul, sofort auf Anklang stieße. Das tut dem Lesespass aber keinen Abbruch und zum Ende der Leseprobe kommt es durchaus auch noch zu einigen überraschenden Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Das lässt für den Rest des Buches auf einiges hoffen. Ich würde es gern zu Ende lesen. So habe ich die Leseprobe zunächst in einem Rutsch heruntergelesen. Ein schönes, unterhaltsames Stück Text für einen sonnigen Samstag-Nachmittag im Garten.
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Shit happens
von gerry am 16.04.2011
Handlung:
Tim war heftig feiern und wacht am Nächsten Morgen neben einer Transe auf, die sonstwas mit ihm angestellt hat. Und auch danach geht alles nur noch schief: Seine heisse Nachbarin sieht die Transe beim Verlassend der Wohnung, erzählt die Geschichte zufällig mitten im Cafe auf dem Markt seinem besten Freund, der das lautstark herausposaunt. Und dann erzählt die heisse Nachbarin noch, dass sei auf Frauen steht, weil Männer so nervig sind...
Aber zum Glück kenne ich ja schon die erste Fassung und weiss, dass Tim noch bekommt, was er wirklich will...
Figuren:
Tim, im Flirten noch nicht so gut
Benno, sein bester Freund, zwar nicht ansehnlich, aber Meister im Flirten
Marie, die heisse Nachbarin
Leonie, nachts noch Blondine mit großen Möpsen, die sich am nächsten Morgen als
Melonen herausstellen - und er als ziemlich haarig
Nachbarn
Heisse Schwarzhaarige - Date von Benno
Sprache/Duktus:
Routiniert und augesprochen humorig, ich verschlang sie so schnell,dass ich fast einen Schluckauf bekam.
Struktur:
Chronologisch aufgebaut mit kurzen Rückblenden in die Nacht zuvor
Zusammenfassend:
Die überarbeitete Fassung ist noch besser als die erste, aber dafür fehlt der Schluss (hechel - lechz, der war echt gut).
Was hier so alles schiefgeht, ist echt zum Brüllen!
Ich weiss nicht mehr genau, was anders als in der ersten Fassung war, aber es war eindeutig NOCH besser.
Kritikpunkte: Wassermelonen als Möpse können einfach nur extrem unbequem sein und sind im Bett vermutlich auch nicht zu handeln. Vielleicht doch Implantate???
Auf Seite 16: "knappe Körperkleidung" - das ist fast so exotisch wie die Wortschöpfung meiner Tochter mit 3 Jahren: "Schulterhöschen" für BH. Also lieber Knappe Kleidung oder knappe Röckchen.
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Nicht richtig witzig.
von MCErfurth am 14.04.2011
Handlung:
Tims Black-Out am vorigen Abend sorgt für eine Serie von Missverständnissen und eine Verkettung richtig mieser Umstände.
Figuren:
Der ziemlich doofe Tim - hat offenbar keine Möglichkeiten, sich so auszudrücken, dass man weiß, was er sagen will. Der allzeit joviale Freund - laut, polternd, gut meinend und null zuhörend. Der Transvestit, den nix außer knackigen Hintern interessiert. Die scharfe Nachbarin, die sich irgendwie gar nicht so verhält, wie ich nach der Beschreibung dachte.
Sprache/Duktus:
Locker und schnell, aber nicht ganz so witzig rüberkommend - zumindest bei mir - wie sie vielleicht soll. Ein wirklich fetziger Satz allerdings auf Seite 33: "...und ließ eine Stimmung zurück, wie bei einem gemeinsamen Abendessen zwischen einer Gruppe Israelis und Palästinensern". Ansonsten vielleicht etwas zu platt - nicht im Stil, finde, dass fraun eine Sprache drauf hat, die einen schnell und in einem Rutsch durchlesen lässt - sondern inhaltlich. Beispielsweise zuviel "furzen" am Anfang. Für mich ein echter Spaßkiller.
Zusammenfassend:
Ein Text, der wohl für Männer gemacht ist, aber auch nicht voll an Frauen vorbei zielt. Mich hat am meisten die Story an sich gestört - erinnert mich zu sehr an Gabi Hauptmanns "Suche impotenten Mann fürs Leben" (ich hasse das Buch) an der Stelle, als sich Marie als Hetero und Tim ebenso outet. Fand ich nicht so prickelnd - bisschen zusammenhanglos und ohne rechten "Plotgehalt". Dann verstehe ich bei solchen Storys immer nicht, warum die Leute nicht einfach reden und Missverständnisse klarstellen. Nervt mich total, dass Tim es nicht schaffen sollte, Benno davon zu überzeugen, dass er von Leonie nichts will. Soll sie doch einfach wieder ausladen. Ist nicht glaubwürdig. Wie bei Krimis, wenn ein Unschuldiger eine Leiche findet und sie versteckt, anstatt die Polizei zu benachrichtigen. Bissle mehr Realismus, muss ja trotzdem nicht gleich ein Sachbuch werden - dann gibt's die volle Punktzahl. Bis dahin funkeln 3 Sternchen auch ganz schön hell.
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Ein lustiger Zeitvertreib
von CBBach am 12.04.2011
Handlung:
Tim erwacht neben einem Transvestiten, den er in der letzten Nacht für eine Frau gehalten hat. Aber damit geht der ärger erst los, und ein desaströs lustiges Wochenende nimmt seinen Lauf. Man muss es einfach selbst lesen, hier noch mehr zu erzählen wäre quatscht.
Figuren:
Tim: Ein nicht ganz attraktiver Kerl, der in diesem Buch von einem Unglück ins nächste stolpert "Blöd gelaufen" eben. Leohnard Löddel, Tims männliche Erungenschaft der letzten Nacht, Marie, Tims Nachbarin, ein flotter Feger auf die er schon seit Monaten steht aber sicht nicht traut sie richtig anzusprechen. Benno, Tims obligatorischer bester Freund.
Sprache/Duktus:
Locker flockig, flüssig. Wie es sich für eine Komödie gehört, stören auch hier kaum einmal verquere Satzkonstruktionen. Die Sprache ist dem Genre entsprechend einfach gehalten, was den Pointen sehr zu Gute kommt und dem Leser daher umso mehr Spaß machen kann beim Lesen. Einzig die auf einen Fleck konzentrierten Personenbeschreibungen, gefallen mir persönlich nicht so gut, aber das ist eine Empfindung, die nicht geteilt werden muss und für diese Geschichte sicher auch nicht die schlechteste Wahl ist.
Struktur:
Durchgehend linear, wobei sich der Protagonist natürlich hin und wieder Fragen muss was in der letzten Nacht passiert ist. Aber auch diese extrem kurzen gedanklichen Rückblenden stören den Lesefluss nicht.
Zusammenfassend:
EIne nette, humorvolle, teils derbe Geschichte, die sich kurzweilig zwischendurch lesen lässt. Mich hat sie hin und wieder zum Lachen gebracht und das soll sie ja auch. Von daher, würde ich sagen eine gelungene, und durchaus runde Sache die von mir mit 4 Sternen und einer verdienten Empfehlung versehen wird. Vielen Dank für den lustigen Zeitvertreib für zwischendurch.
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deftige Männergechichte
von Ikondrar am 12.04.2011
Handlung:
Tim erwacht nach einer ausgedehnten Kneipentour mit einem riesigen Kater und einer schrecklichen Überraschung. Die vollbusige Superfrau, die er glaubt, die Nacht zuvor abgeschleppt zu haben, entpuppt sich als haariges männliches Wesen, dass sich nun neben ihm im Bett räkelt. Doch dies ist nur der Anfang einer turbulenten Beziehungskömödie, die mit jeder Menge (zum Teil auch geschmackloser) Späße aufwartet.
Figuren:
Tim Gerngroß – der vom Unglück verfolge Hauptprotagonist, Leonhard – Tims unfreiwillige Eroberung, Marie – Tims wunderschöne Nachbarin und sein bester Freund Benno.
Sprache/Duktus:
Der Autor benutzt eine einfache, bisweilen durchaus adjektivverliebte Sprache. Diese passt hervorragend zum humorvollen Text, der sich sehr flüssig liest. Die Dialoge sind gut ausformuliert und illustrieren perfekt die überzogen entwickelten Figuren.
Zusammenfassend:
„Tim Gerngroß – Blöd gelaufen“ ist eine humorvoll und gut verfasse Männergeschichte, die mir persönlich jedoch etwas zu deftig daherkommt. Einige Stellen erscheinen mit zu sehr auf die Spitze getrieben, so dass der eigentliche Effekt für mich verpuffte. Das ist natürlich Geschmackssache, denn gerade humorvolle Texte brauchen ihr eigenes Publikum.
Obwohl der Text durchaus Assoziationen zu „Der bewegte Mann“ aufkommen lässt, ist der Humor ein anderer. Die Ur-Vorlage von Herrn König ist ein fein umgesetzter „Literatur-Comic“, der auch die subtileren Töne des Humors nutzt.
Trotz der aufgeführten Kritikpunkte habe ich das Manuskript mit einem gelegentlichen Schmunzeln im Gesicht gelesen. Geschrieben ist es nämlich ausgezeichnet.
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Amüsant
von Sumpfhexe am 07.04.2011
Handlung:
Tim Gerngroß hat einfach kein Glück beim anderen Geschlecht. Die rassige Blondine von gestern nacht entpuppt sich als Transe, und als er endlich bei seiner rattenscharfen Nachbarin landet, läuft es auch ganz anders als er sich das vorgestellt hat.
Figuren:
Ich glaube, die meisten von uns erkennen sich selbst ein Stück weit in Tim Gerngroß. Viele Frösche müssen geküsst werden, bevor endlich der Traumprinz daherkommt. - Ob Tim dieses Glück noch zuteil wird, steht am Ende der Leseprobe noch nicht fest. - Tim als Hauptprotagonist sowie die anderen Personen sind mit viel Witz und Liebe gezeichnet, die Figuren sind allesamt gut gelungen. Auch ich musste an den "Bewegten Mann" denken.
Sprache/Duktus:
Unterhaltsam und flüssig zu lesen. Allerdings wird für meinen Geschmack häufig zu viel beschrieben, gerade das Aussehen der Protas z.B. das von Marie auf S.10, da sollten einige Adjektive gestrichen werden: schulterlang, mattbraun, makellos, strahlend etc. Da darf der Fantasie des Lesers ruhig etwas mehr Raum gelassen werden. Sonst wirkt das zu beschreibend. - S.46 beisst Marie in "etwas" hinein, als wäre es ein Apfel: käme da nicht eine Banane besser als Vergleich?
Zusammenfassend:
Auf neobooks lese ich häufig in Genres, um die ich in einer Buchhandlung eher einen Bogen mache. Dies ist so ein Fall, und ich bin immer wieder positiv überrascht, wie gut sich manche Sachen lesen, von denen ich das nicht gedacht hätte. Nun, ich will ehrlich sein: kaufen würde ich eine solche Lektüre wie Tim Gerngroß nicht. Aber um es hier am Bildschirm zu lesen, ist es bestens geeignet, meine Laune zu heben und mir den Vormittag zu versüßen. Was die Zielgruppe betrifft, bin ich nicht sicher, ob es eher was für Frauen oder Männer ist. Da bin ich mal gespannt, was andere Leser noch dazu meinen. Ich habe mich auf jeden Fall köstlich amüsiert.
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Köstlich!
von Rasi am 04.04.2011
Handlung:
Tim Gerngroß wacht neben seiner Traumfrau auf. Zumindest hat er das gedacht. Doch die Traumfrau entpuppt sich als ein Mann in Frauenkleidern. Blöder Start ins Wochenende, dem sich weitere Missgeschicke anschließen.
Figuren:
Tim, die Hauptfigur - Benno Brumm, sein bester Freund - Leonhard Lödel, die Transe - Marie, die hübsche Studentin - eine Taube - - die Figuren sind allesamt sehr anschaulich beschrieben, sie wirken aber hauptsächlich durch ihr Tun.
Sprache/Duktus:
Sehr lustig geschrieben aus der Sicht von Tim, ob Fehler in der Sprache sind, ist mir nicht aufgefallen, da die Geschichte einfach so witzig ist, dass evtl. Fehler nicht auffallen. Vor allem die Dialoge sind sehr lebendig und spritzig.
Struktur:
Rasanter Einstieg in den Roman mit einem Anfang, der einfach zum Weiterlesen anregt. Wirklich sehr witzig, da gebe ich Ansgar zu 100 % recht.
Zusammenfassend:
Superlustig geschrieben, es reiht sich eine alberne Situation an die andere. Ich musste wirklich viel lachen und habe mich wahnsinnig gut unterhalten. Eine wirklich leichte Lektüre zum Abschalten. Nichts tiefsinninges, aber toll zum Lesen.
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Filmreif
von Ansgar am 02.04.2011
Handlung:
Nur aus Zeitmangel habe ich mir lediglich die ersten 3 Kapitel gegoennt. Was bis dahin passiert ist? Der arme Tim ist im Suff auf eine Transe hereingefallen und hat die Nacht mit ihr verbracht. Vermutlich ist ihm die Rosette versilbert worden, weswegen ihn im weiteren Verlauf Flatulenzen plagen. Dabei begehrt er doch seine Nachbarin Marie, die, wie sich spaeter herausstellt, lesbisch ist. Vermutlich entwickelt sich aus dieser Anfangskonstellation eine muntere erotische Komoedie.
Figuren:
Prima, wie O.Schreck seine Figueren zeichnet. Beilaeufig beschreibt er sie, unaufdringlich. Sehr schnell wirken sie lebendig.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist der Story angepasst: Leicht und locker, keine Stolpersteine. Ausgewogen, erzaehlende Passagen und Dialoge. Letztere sind im uebrigen sehr realitstisch, plastisch, bei den Maennergespraechen fast schon derb. Wie im richtigen Leben eben.
Struktur:
O. Schreck hat sein Werk in kurze Kapitel gegliedert, chronologischer Erzaehlstil in der 3. Person, aus der Perspektive des Hauptprotagonisten. Das macht O. Schreck gekonnt, ohne Fehl und Tadel.
Zusammenfassend:
Witzig! Sehr witzig! Steht dem 'bewegten Mann' in nichts nach und wuerde sich bestens als Filmdrehbuch eignen. Maennliche Leser finden sich sehr schnell in den Gedanken Tims wieder. Frauen sollten den Text nicht bierernst nehmen. Sie lernen viel ueber das wahre 'schwache Geschlecht'.
Kommentar von fraun am 08.08.2011
Dass du kaum Fehler gefunden hast, ist mir genug Lob. Der Inhalt der Geschichte ist nicht jedermanns Humor.