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Mein Struggle, Ein Schwarz-Weiss-Buch - Chris Faschon

Was passiert, wenn man 1978 geboren wurde. Dann religionswissenschaftlich erzogen, mit jüdischen Vorfahren. Und dann stellt sich heraus, dass der nie gekannte zweite Grossvater eine Nazigrösse war? Ist man als Mischung aus schwarz und weiss grau?

Der Arbeitstitel kommt der Sache sicherlich am Nächsten. „Mein Struggle“, ein Schwarz- und Weissbuch. Alternativ dazu habe ich mich auch mit den Titeln „Balagan“ (Unordnung oder chaotische Verhältnisse in Hebräisch) oder „Gettho-Blaster“ angefreundet.

2 Sterne
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    • 2.20 Sterne

      Historie wo bist du?

      Von Farbenrausch88 am 13.02.2013

      Handlung: Alf hat Geburtstag, er wird oder ist 50, eine Party steht an. Leider erfahre ich nur aus dem Klappentext um was es hier eigentlich gehen soll. Wenig historisch erscheint mir das Werk auch. Es wird keine Jahreszahl genannt und auch erscheint mir die Geschichte nicht unbedingt in der Vergangenheit angesiedelt. Zumindes soweit wie es die Leseprobe zuließ.
      Figuren:

      Alf: Irgendwie erfährt der Leser nur sehr wenig von ihm, obwohl er doch eindeutig häufig genannt wird. Er ist mit seinem Leben unzufrieden und kann auch auf seine vergangene Lebenszeit nur mit Zweifeln zurückblicken.

      Alfs Frau: Sie erscheint nur ganz am Rande und spielt eigentlich überhaupt keine Rolle.

      Alles in allem sind die Figuren sehr blass gezeichnet und kommen wenig sympatisch rüber. Keine Tiefe, keine Merkmale, dass man erkennen würde um wen es sich handelt.

      Sprache/Duktus: Für einen 50 Jährigen kommen doch sehr merkwürdige Wörter wie Fete durch. Spricht so ein älterer Herr aus der Vergangenheit? Schließlich soll dieses Werk ja ein historisches Werk sein. Leider fehlt es mir komplett an Eindrücken von Früher. Wie gesagt, leider deutet nichts darauf hin, dass dieses Werk überhaupt in der Vergangenheit spielt.
      Struktur: Die Strktur ist angemessen, der Handlungsverlauf gradlinieg.
      Zusammenfassend: Leider fehlt mir in diesem Werk komplett die Historie. Nichts deutet darauf hin, dass dieses Werk in der Vergangenheit spielt auch ist die Sprache des 50 jährigen Protagonisten Alf sehr jung und flach. Passt leider überhaupt nichts zusammen.
    • 2.00 Sterne

      Leider nicht so spannend wie erhofft

      Von Daniela Faber am 07.05.2012

      Handlung:

      Ich habe nach dem vierten Kapitel aufgehört (obwohl die Kapitel extrem kurz sind), kann also dazu nicht viel sagen, außer daß die Handlung es nicht geschafft hat, in mir den Wunsch nach mehr zu wecken. Bis zum vierten Kapitel ist kein Mensch Jahrgang 1978 aufgetaucht, folglich frage ich mich, wann denn die Hauptfigur auftritt (es sei denn, es spielt ein paar Jahre in der Zukunft und der 50jährige soll 1978 geboren sein...)

      Bis zum vierten Kapitel zwei von vier Sternen.

      Figuren: Hauptfigur scheint Alf, 50 Jahre zu sein, ein Mann, der mir weder sympathisch noch unsympathisch ist, was nicht gut ist, denn er interessiert mich nicht wirklich. Wie die Handlung weckt auch diese Figur keine Neugier in mir auf als vier Kapitel. Seine Frau dagegen bleibt noch blasser und scheint nur Randfigur zu sein. Ich kann mich jetzt im Nachhinein nicht entsinnen, ihren Namen mitbekommen zu haben.
      Sprache/Duktus: Ich finde die Sprache teils zu jugendlich für eine 50jährige Figur, zu flapsig, zu umgangssprachlich. Um einen Jugendlichen von älteren Figuren abzuheben, kann man "n" in einen Dialog einbauen, finde ich, aber hier wird diese Umgangssprache im erzählenden Text benutzt. Äußerst unpassend. Ansonsten fließt der Text in weiten Passagen ruhig dahin, ohne zu holpern, ohne verkorksten Satzbau etc., aber trotzdem vermochte der Text mich nicht zu fesseln. Mir fehlte Spannung.
      Struktur: Die Kapitel sind zu kurz, meiner Mienung nach, da hätte man einige zusammenfassen können, die thematisch zusammenpassen. Und die Zwischentitel innerhalb der Kapitel haben mich sehr gestört, weil sie mich aus dem Lesefluß gerissen haben. Die würde ich komplett streichen.
      Zusammenfassend:

      Kein schlechtes Thema, könnte interessant werden, wenn an der Erzählweise/Schreibweise noch gearbeitet wird und die Figuren sich sprachlich deutlicher von einander unterscheiden, so daß man/ ich auch nach dem vierten Kapitel noch weiterlesen möchte.

      Eine überarbeitete Fassung würde mich interessieren!

    • 1.00 Stern

      Weltsicht ist keine Erbkrankheit

      Von Schmidt1 am 25.06.2011

      Zusammenfassend: Manche Bücher liest man immer wieder, andere legt man entsetzt nach den ersten Seiten weg und wieder andere schlägt man gar nicht erst auf. Da kann der Verfasser sein Handwerk noch so gut beherrschen, die Prämisse muss erstmal stimmen. Tut sie hier aber nicht. Ich bin ebenfalls 78er Jahrgang und ich kenne meine Großeltern väterlicherseits nicht. Was würde passieren, wenn sie sich als einstige Nazigrößen herausstellen? Oder als sonstige Verbrecher? Gar nichts. Selbst, wenn sie aktive Widerständler in der NS-Zeit gewesen wären, hätte das nichts mit mir zu tun. Stolz wäre ich im letzteren Fall auf sie, aber dürfte ich mir aufgrund ihrer Taten auf die Schultern klopfen? Nein, natürlich nicht. Sicherlich haben meine unbekannten Großeltern mir den einen oder anderen Charakterzug vererbt, aber an der Formung meiner Persönlichkeit und Lebenseinstellung hatten sie nun wirklich keinen Anteil. Lieber Autor, sollte dieses Werk autobiographische Züge tragen, kann ich Sie nur dazu ermutigen, sich nicht davon runterziehen zu lassen, was ein fremder Mensch, dessen Blut zufällig in Ihnen fließt, für Lebensentscheidungen getroffen hat!
    • 3.00 Sterne

      Wenig historisch, Genre: Familienabrechnung oder Lebensbeichte

      Von ChristineN am 15.06.2011

      Handlung: Alf ist 50 und hat Midlifecrisis. Er fährt nach Griechenland auf Urlaub und packt dort ausgerechnet ein Buch aus seiner Tasche, das sein Sohn geschrieben hat. Der will offenbar mit der Familie abrechnen. Raffinierte Idee, gefällt mir (4 Sterne).
      Figuren: Alf ist für mich lebendig. Er sucht nach dem Sinn in seinem Leben. Dass der Sohn aus der Ich-Perspektive schreibt, ist gut gewählt. Aber ich kann mich in sein Innenleben nicht hineindenken, zu viel Erzählung, zu wenig Szenen. (3 Sterne)
      Sprache/Duktus: Ich frage mich: Ist es die Absicht des Autors, Dialekt zu schreiben? Für mich klingen die durch "n" oder "ne" ersetzten unbestimmten Artikel merkwürdig. Die Dialoge sind leider manchmal recht belangloses Gerede, wie auf Seite 17 das Geschwafel etwas Kürzung vertragen würde. Die Sprache ist grundsätzlich sehr modern, lässig - kein Unterschied zwischen den Zeitebenen und Personen (für die Sprache leider nur 2 Sterne).
      Struktur: Etwas langweilig und verworren, die Gedanken purzeln wild herum (2 Sterne).
      Zusammenfassend: Interessantes Thema, flüssig geschrieben, aber für mich kein historischer Roman. Zwar habe ich aus Zeitmangel nicht bis zum Ende gelesen, aber die Hälfte genügte mir, um ein Urteil zu fällen. Mir fehlen die Feinheiten der Sprache zwischen den handelnden Personen und das Eintauchen in die Geschichte. Zwar wird der Großvater als Nazi beschrieben, aber ein wirklicher Sog entwickelt sich nicht. Die Erzählstimme dominiert zu sehr. Mit ein bisschen mehr Handlung, Beschreibung aus dem Kopf des Protagonisten heraus, damit meine ich nicht, einfach Gedanken runterzuschreiben, sondern die Person wirklich leben und handeln zu lassen. Sicher würde der Roman in einer anderen Genre-Lade besser zur Geltung kommen. Etwa: Die Lebensbeichte, oder die Abrechnung mit meiner Familie. Mit den Titeln kann ich leider nichts anfangen.
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    Chris Faschon

    Mein Struggle

    Mein Struggle
    2 Sterne
    Dieses Werk hat bereits am Wettbewerb teilgenommen.
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    Seiten 122
    ID 05704
    Veröffentlicht am: 23.05.2011

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    Autor

    cristo

    Chris Faschon

    Mitglied seit 18.04.2011
    1 Veröffentlichungen