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Wer bin ich?
von Coccinella am 02.04.2012
Handlung:
Charlotte wird auf dem Weg zu ihrem Auto niedergeschlagen. Was als Gewaltverbrechen beginnt entpuppt sich später Überlebenskampf nach einem Schlaganfall.
Figuren:
Der Leser lernt Charlotte durch ihre Empfindungen, ihre Schmerzen und ihre Ängste sehr gut kennen. Ich hätte mir gewünscht, dass man in einem Kapitel vielleicht auch auf die Gefühle, Fragen und Hoffnungen der Familie (Vater und Sohn) eingegangen wäre.
Sprache/Duktus:
Es sind noch einige Rechtschreib- und Kommatafehler vorhanden. Der Erzählstil hat mich nicht so gepackt, wie ich es mir gewünscht hätte, da er oft zu einfach gehalten ist. Andererseits wenn man es zu komplex schreiben würde, würde es wahrscheinlich nicht die einfache Denkweise, zu der die Protagonistin nach dem Anfall nur fähig ist, widerspiegeln.
Struktur:
Die Aufteilung der Kurzgeschichte in die zwei Teile "Gefangen" und "Stimmen" hat mir gut gefallen.
Zusammenfassend:
Das Thema der Erzählung ist sicherlich sehr interessant, allerdings müsste es anders verpackt werden. Ich empfand es lediglich als eine Erzählung des persönlich erlebten. Was durchaus nicht schlecht ist. Aber als Leser erwartet man etwas mehr.Mir hat die Kurzgeschichte nicht so gut gefallen, trotzdem habe ich bis zum Ende gelesen :o)
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Angst!
von melania am 04.03.2012
Handlung:
Charlotte will am Abend nach Hause fahren, als sie plötzlich einen Schlag auf den Hinterkopf spürt und sie ohnmächtig wird. Als sie wieder aufwacht liegt sie an eine Pritsche gefesselt in einem dunklen Raum. Ihre Entführer quälen sie und sie glaubt, dass sie nicht die Einzige ist, die gefangen gehalten wird, da sie die Schreie einer anderen Frau hört. Zwei Entführer reden ihr gut zu, halten ihre Hand und sie fühlt sich bei ihnen wohl... Mit der Zeit klärt sich ihr Blick wieder, die Dunkelheit und die Entführer verschwinden. Es kommt heraus, dass sie einen Schlaganfall erlitten hat und das alles nur in ihrem Kopf passiert ist. Hier geht es mit STIMMEN weiter. Nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, beginnt sie plötzlich Stimmen in ihrem Kopf zu hören. Sie streiten sich und sie glaubt, dass sie verrückt wird. Als plötzlich Ruhe einkehrt und die Stimmen sich nicht mehr melden, traut sie der Ruhe nicht. Zu Recht, denn am Ende überreden beide Stimmen sie zum Selbstmord.
Figuren:
Charlotte, die einen Schlaganfall erlitten hatte und erst von einer Entführung fantasiert; Mann und Sohn, die in Charlottes Vorstellung zunächst die netten Entführer sind; das Krankenhauspersonal
Sprache/Duktus:
Die Sprache passt super zum Thema und hat mich gefesselt.
Struktur:
Zwei Bereiche. GEFANGEN umschreibt die Halluzinationen, die Charlotte in den ersten Tagen nach dem Schlaganfall hat, STIMMEN schildert die Zeit danach. Die einzelnen Bereiche sind wieder unterteilt (Gefangen 1, Stimmen 1 usw.), wobei ich erst daran dachte, dass die Zahlen den Tag angeben, aber so war das vermutlich nicht gemeint...
Zusammenfassend:
Die Geschichte hat mich echt gefesselt und auch verstört. Erst dachte ich, dass die Entführung Wirklichkeit ist und das Charlotte dieses Grauen wirklich durchleben muss. Als dann aber herauskommt, dass sie "nur" einen Schlaganfall erlitten hat, war ich echt überrascht. Die Geschichte nimmt an diesem Zeitpunkt eine, für mich, unerwartete Wendung - an diese Möglichkeit hätte ich nie gedacht... Die Geschichte ist eindringlich, wird mir im Gedächtnis bleiben und regt, zumindest mich, zum Nachdenken an. Entspricht der Inhalt der Wahrheit? Können Schlaganfälle wirklich zu solchen Vorstellungen führen?
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Die Täuschung ist gelungen
von MarionBecker am 27.02.2012
Handlung:
Auf dem Heimweg von der Arbeit kriegt Charlotte einen Schlag auf den Hinterkopf. Als sie wieder aufwacht, ist sie an eine Pritsche gefesselt und hört und sieht etwas, ohne es zuordnen zu können. Sie hat eine WahnsinnsAngst. Glaubt, sie sei entführt worden. Als sie einigermaßen zu sich kommt, erfährt sie, dass sie nicht von Verbrechern entführt wurde, sondern mit einem Schlaganfall im Krankenhaus liegt. Nach der Entlassung hört sie Stimmen in ihrem Kopf.
Figuren:
Charlotte, ihr Mann, ihr Sohn, Krankenhauspersonal.
Sprache/Duktus:
Gut lesbar geschriebene Geschichte, die ich erst für zwei getrennte Geschichten hielt. Beim Lesen hatte ich ein beklemmendes Gefühl. Hast Du gut hinbekommen ;-)
Struktur:
Nach einer kurzen Einleitung, in der die Welt noch in Ordnung ist, geht der Horror los und endet nicht wieder.
Zusammenfassend:
Wenn Du Deine Leser miterleben lassen wolltest, wie man sich nach einem Schlaganfall fühlt, dann ist Dir das gelungen. Ich hatte zwar noch keinen Schlaganfall, aber ich kenne das Erwachen nach einer Narkose und fühlte mich sofort in den Aufwachraum versetzt. Ich will nicht sagen, dass ich das schön fand, aber Du erreichst eine Wirkung mit Deinen Worten. Als dann die Stimmen kamen, war das natürlich genau mein Thema. Diese in der Regel vorübergehenden Stimmen im Kopf nach einem schweren Schlag oder einer Entzündung entsprechen haargenau einem Symptom der Schizophrenie. Sehr gelungen, wie Du Charlottes Empfindungen auf Deine Leser überträgst.
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Gefangen
von /user/ am 12.12.2011
Handlung:
Liebe Rebecker, nachdem ich deine Geschichte gestern schon gelesen hatte, kann ich sie nun endlich auch rezensieren. Sie hat mir - wie ich dir schon per PN gesagt hatte - sehr gut gefallen, die Idee hinter deinem Werk ist in meinen Augen sehr genial. Charlotte bekommt einen Schlag auf den Kopf und befindet sich nach ihrem Aufwachen in einem Alptraum, der sich vor allem in ihrem Kopf abspielt.
Figuren:
Charlotte, die Hauptperson, erfährt man vor allem durch ihre Gedankenwelt, während die anderen Personen hinter ihren panischen Gedanken im Hintergrund bleiben. Die Situation deines Hauptcharakters ist hierbei sehr schwer und was mir etwas gefehlt hat, war an dieser Stelle eine gewisse Verbindung zu Charlotte. Ich lausche zwar ihren sehr intensiv geschilderten Gedanken, kenne sie aber nicht wirklich als Person, was ich teilweise etwas schade fand. Es störte mein Leseempfinden aber nicht sehr.
Sprache/Duktus:
Die Sprache fand ich sehr passend und anschaulich geschildert, sodass man das Gefühl hat, mit der Hauptperson in ihren Gedanken zu versinken. Ich fand sie sehr passend, das hat mir gut gefallen.
Struktur:
Von der Struktur her fand ich die Geschichte in Ordnung, ich mochte die Einteilung in die beiden Parts hier sehr gern und fand sie auch passend und stimmig.
Zusammenfassend:
Das war eine sehr verstörende und eindringliche Geschichte, liebe Rebecker. Du verarbeitest hier ein sehr interessantes Thema und es gelingt dir wirklich gut, es auf anschauliche Weise darzustellen. Eine wirklich wunderbare Geschichte - zumindest wunderbar umgesetzt, der Inhalt dagegen ist nur erschreckend eindringlich. - Liebe Grüße, Marie
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Gefangen im Geist
von Ulder am 03.12.2011
Handlung:
Charlotte meint, einen Schlag auf den Kopf bekommen zu haben und findet sich in einem Alptraum wieder.
Figuren:
Charlotte, die nicht näher beschrieben wird. Ist hier aber auch gar nicht nötig. Durch ihre panischen Gedanken, die sehr nachvollziehbar beschrieben werden, kann man sich diese völlig verängstigte Person sehr gut vorstellen.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist einfach ( in diesem Fall nicht abwertend gemeint ) und prägnant gehalten. Ich bin ebenfalls ( wie schon jemand zuvor ) der Meinung, dass die Erzählung im Präsens vielleicht noch etwas mehr Dichte bekommen könnte. Aber das ist wahrscheinlich nur eine Geschmacksfrage, sehr atmosphärisch ist die Geschichte ja ohnehin bereits.
Struktur:
Die Unterteilung in zwei Bereiche, dem subjektiven Empfinden des Gefangengehaltenwerdens und der Aufklärung des Lesers, hat mir sehr gefallen.
Zusammenfassend:
Eine atmosphärisch sehr gelungene Geschichte, ein klaustrophobischer Alptraum, dem man sich nicht verschließen kann und der beim Lesen Beklemmungen hervorruft. Nach der Aufklärung musste ich an Demenzkranke denken. Bei ihnen dürfte in bestimmten Situationen sich ein ähnlicher Film im Kopf abspielen. Ein sehr sensibles Thema, gekonnt in Szene gesetzt.
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Angst
von Silber am 21.11.2011
Handlung:
Eine Frau auf dem Heimweg in ein gemütliches Zuhgause erhält einen Schlag auf den Kopf, wird entführt, gefesselt, geknebelt, gequält, und immer sind ihre Folterknechte da, lassen sie im Dunkel schmachten, ohne Hoffnung auf entkommen. Dann sind die Folterknechte in ihrem Kopf, wollen nicht mehr verschwinden, bringen die Frau nahe den Wahnsinn.
Figuren:
Sie: eine Frau Ende vierzig, die einen Mann und Sohn hat, wird nicht näer beschrieben. Ist auch garnicht nötig, denn es spielt für das Geschehen keine Rolle. Genial beschrieben sind dagegen die Folterknechte, der Anführer, dem alle folgen, der Quäler, der ihre Arme malträtiert usw. Mehr gibt es auch über sie nicht zu sagen.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist überzeugend: alleine aus Sicht des Opfers, das einfach nicht weiß, was da Schreckliches um sie passiert. Gelungen sind ihre Interpretationsversuche, wunderbar zweideutig, so dass man lange nicht weiß, was los ist.
Struktur:
Die Handlung wird unterteilt in zwei Bereiche: die "Entführung" durch Gangster und die "Stimmen", die sie gefangen halten aus ihrem eigenen Kopf heraus
Zusammenfassend:
Liebe Rebecker, was Du her geschrieben hast ist nicht nur eine geniale Geschichte, sie ist auch absolut ehrlich und schildert, was Du erlebt hast, völlig offen und retrospektiv mit dem erforderlichen Funken Humor, um das unerträgliche erträglicher zu machen. Man weiß nicht, ob man nach der Auflösung lachen oder weinen soll, am besten beides. Fast noch besser als der Anfang sind die Stimmen, die sich eingenistet haben in Deinem Kopf und sich nicht mehr vertreiben ließen. Ich wünsche mir, die Geschichte zu Ende lesen zu können um herauszufinden, zu was die Stimmen Dich bringen wollten. Was Gutes klang nicht heraus. Bei Dir waren es Stimmen, meine Mutter hatte nach ihrem Schlaganfall ständig ein Pferd gesehen und regelmäßig die Polizei angerufen, damit das arme Tier gerettet würde. Einmal war ich dabei, aber das Pferd war nicht da. Jetzt verstehe ich noch viel besser, was das damals war und bin Dir dafür sehr dankbar.
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Ich spuer sie nur zu gut!
von tom_a am 19.11.2011
Handlung:
Bei zweiten Teil habe ich nicht so recht verstanden, warum die beiden Stimmen erst so intensiv miteinander streiten, sich dann aber ploetzlich voellig einig sind, und die Protagonistin gemeinsam zum Selbstmord ueberreden wollen. Aber ich schaetze, es ist vermessen, hierfuer eine rationale Erklaerung zu erwarten. Das Ende habe ich uebrigens so interpretiert, dass sie den Stimmen nachgibt, und tatsaechlich vom Turm springt (weiss nicht, ob das so intendiert ist? rein technisch gesehen bleibt es natuerlich voellig offen, aber sie scheint sich nicht zu wehren, und nach der "Einladung" ist die Geschichte urploetzlich beendet) - ein etwas hoffnungsvolleres Ende waere mir nach dem "harten Tobak" persoenlich lieber gewesen, aber das ist natuerlich Geschmackssache...
Sprache/Duktus:
Schlichter, praegnanter Erzaehlstil. Passt m.E.perfekt - so ist die Wirkung am staerksten.
Zusammenfassend:
Hat mich sehr beeindruckt. Die Irrefuehrung im ersten Teil ist perfekt gelungen, und auch im Nachhinein ueberzeugend (ich dachte hinterher zunaechst, dass das mit der vermuteten Loesegelderpressung vielleicht etwas dick aufgetragen ist, dass doch auch dem Opfer die Wahrheit viel naheliegender vorkommen muesste als die faelschliche Vermutung der Entfuehrung; aber andererseits - warum sollte ein verwirrtes Schlaganfallopfer nicht auch in diese Richtung denken, und sich geradezu darauf fixieren? Nachvollziehbar ist es m.E.). Und auf diese Weise gelingt es viel besser, den Leser emotional in den Bann zu ziehen und zum "mitfuehlen" zu bringen, als wenn von Anfang an klar gewesen waere, worum es wirklich geht.
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Ich spür sie leider nicht
von Regina Mengel am 18.11.2011
Handlung:
Charlotte erzählt ihre Erlebnisse. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was ich dazu sagen soll? Ich habe mich tapfer durch die Geschichten gelesen, obwohl ich es eigentlich eher als eine Geschichte angesehen haben, die Nummerierung habe ich gar nicht verstanden. Der Einstieg in den Text empfand ich als ausgesprochen zäh. Für mein Verständnis für eine Kurzgeschichte, viel zu viel Information, was interessiert mich denn in diesem Zusammenhang der geplante Kinobesuch der Chefin, die abgeschlossene Tür und warum lachen die beiden eigentlich während sie über das Thema Tür abschließen und Überstunden sprechen? Das sollen nur Beispiele sein für Inhalt der unwichtig und unnötig ist und der einfach nur zu Längen führt. Warum nicht gleich bei dem Schlag auf den Kopf anfangen? Insgesamt empfand ich die Geschichte als sehr berechenbar und daher nicht sehr fesselnd.
Sprache/Duktus:
Ich könnte mir vorstellen, mehr Nähe zur Protagonistin zu finden, wenn die Geschichte im Präsens geschrieben wäre. So kommt es mir wie eine Nacherzählung vor, der das Wesentliche verloren gegangen ist. Mit der Sprache tue ich mich auch schwer, viele Begriffe, die mir unpassend erschienen, vielleicht deshalb, weil mir nach kürzester Zeit klar war, worauf die Geschichte hinauslief. Das Wort Bande (Boss auch) störte mich eigentlich am meisten, dabei muss ich immer an Kinderbücher oder Ramschkrimis denken. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass die Protagonistin ihre Geschichte aus sehr großem Abstand heraus erzählt, als ob ihre Gefühle nicht mehr abrufbar gewesen wären.
Zusammenfassend:
Schwierig, ich konnte leider gar nicht die Angst empfinden, die mir laut Titel hätte widerfahren sollen. Und für eine Kurzgeschichte ist mir das ganze nicht knackig genug. Ich spüre die Nähe zur Protagonistin nicht und empfand das Ende bereits auf Seite 2 als absehbar. Auch der 2. Teil der Geschichte hat mich nicht mehr fesseln können. Das Thema grundsätzlich empfinde ich als sehr interessant. Was passiert nach einem Schlaganfall, wie empfindet man das. Ich glaube auch gern, dass die Dinge so oder so ähnlich ablaufen - damit will ich sagen, es geht mir nicht um die Glaubwürdigkeit des Inhalts, nur um die Glaubwürdigkeit der Erzählweise.
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Ein Horrortrip
von AnkeD am 23.10.2011
Handlung:
GEFANGEN: Charlotte bekommt auf dem Weg von der Arbeit nach Hause einen Schlag auf den Kopf. Als sie erwacht, liegt sie an eine Pritsche gefesselt in einem dunklen Raum. Manchmal kommen ihre Kidnapper und peinigen sie. Sie hört Stimmen, einen Schrei und weiß nun, dass auch noch mindestens eine weitere Frau gefangen gehalten und gepeinigt wird. Irgendwann lichtet sich das Dunkel, und Charlotte stellt fest, dass sie einen Schlaganfall hatte und auf der Intensivstation liegt. *** STIMMEN: Es melden sich Stimmen in ihrem Kopf, die Charlotte fast wahnsinnig machen und ihr nicht nur den Schlaf sondern auch beinahe den Verstand rauben. Eines Tages kann sie sie verstehen. Sie teilen Charlotte mit, dass sie ihr helfen wollen.
Figuren:
Charlotte, die diesen Horrortrip durchmacht sowie ihr Mann, ihr Sohn und ein Arzt.
Sprache/Duktus:
Einfache, leicht verständliche Sprache mit kleinen orthografischen Fehlern.
Struktur:
Die Geschichte ist in gut lesbare Absätze unterteilt. Warum es so viele gleichlautende Überschriften gibt, erschließt sich mir nicht. Darüber solltest Du noch einmal nachdenken, Rebecker.
Zusammenfassend:
Eine Kurzgeschichte, die fröhlich beginnt (Feierabend), klaustrophobische bis zermürbende Züge annimmt (Gefangenschaft), bis sich alles zu einem „Besseren“ aufklärt (Erkenntnis, dass alles nur ein böser Albtraum war). *** Es ist ein spannender Text. Ich habe mich gefragt, was wohl geschehen ist und warum man Charlotte verhört und sie ständig nach ihrem Namen befragt. Irgendwann erschien es Charlotte, als ob ein Vogel über ihr singt, und ich dachte: Und das in völliger Dunkelheit??? Ab dem 6. Kapitel wurde mir dann schlagartig klar, was wirklich geschehen sein muss bzw. wo sich Charlotte befindet, und ich entspannte etwas. Als schließlich die Diagnose kam, war ich erneut geschockt und mir schwante, dass Du, liebe Rebecker, hier wohl etwas Autobiografisches niedergeschrieben hast, etwas, was mich stark berührt. Ich wünsche Dir alles Gute, sowohl gesundheitlich als auch für Deine Schreiberei. *** Kein Wölkchen am nächtlichen Sternenhimmel, dafür einen dicken Kondensstreifen vom Jet.
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Ein Alptraum wird wahr..
von sarena am 01.10.2011
Zusammenfassend:
Diese Geschichte hat mich sehr gefesselt und berührt. Es fängt alles harmlos an und dann ist da diese Entführung, die mir ehrlich gesagt zunächst ein wenig unlogisch vorkam. Ich fragte mich, was diese Leute von Charlotte wollten.. als es sich dann heraus stellte, dass sie einen Schlaganfall erlitt, traf mich fast der Schlag. Ich bin Krankenschwester und habe in meiner Ausbildung zahlreiche neurologische Patienten betreut. Ich kann mir nach dieser Geschichte nun noch lebhafter vorstellen, wie schrecklich es sein muss, in seinem eigenen Körper gefangen zu sein, aufgrund von Aphasien nicht mehr in der Lage zu sein, Worte, Gedanken und Wünsche auszudrücken. Man bekommt einen kleinen Eindruck wie dramatisch dieses Krankeitsbild wirklich ist und mit wieviel Aufwand, Schmerz und Disziplin die Genesungsphase verbunden ist! Ich habe mich am Ende sehr gefreut, dass es für Charlotte bergauf ging! Ich kann für dieses Werk nur die Höchstnote geben!
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Gefangen
von Schiller am 29.09.2011
Handlung:
Charlotte verspürt einen Schlag auf den Kopf und verliert das bewusstsein. Als sie wieder zu sich kommt, glaubt sie, entführt worden zu sein.
Figuren:
Charlotte, Ärzte und Schwestern, ihr Ehemann und ihr Sohn.
Sprache/Duktus:
Leicht zu lesende, einfache Sprache. Trotz der Kürze der Geschichte gibt es noch einige Fehler bei der Rechtschreibung und Kommasetzung.
Struktur:
Aus meienr Sicht ist das nur eine Geschichte, Die hier zu findende Struktur ist etwas unglücklich.
Zusammenfassend:
Ich weiß zwar nicht, wie man sich nach einem Schlaganfall fühlt, wiw man die Umgebung wahrnimmt, aber in dem vorliegenden Text scheint mir das etwas einseitig beschrieben. Mich wundert, dass Charlotte nur daran glaubt, entführt und gefoltert zu werden. Einerseits gibt es in ihrem Vorleben keinen Grund für diese Annahme, andererseits zieht sich nichts anderes in Erwägung. Ich könnte mir vorstellen, dass man in dieser Lage auch daran denkt, dass man einen Unfall oder Ähnliches hatte. In der Beschreibung spricht doch vieles für einen Krankenhausaufenthalt. Insofern ist die Geschichte für mich nicht ganz logisch. Hinzu kommt die Länge, die wohl nicht wettbewerbsgerecht ist.
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Angst
von MarcoKupfer am 26.09.2011
Handlung:
Charlotte wird niedergeschlagen und wird Bewusstlos. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich in einem Albtraum.
Figuren:
Hauptcharackter ist Charlotte von Beruf ist sie Tierpflegerin. Ansonsten treten noch ihr Sohn, ihr Mann und einige Ärzte auf.
Sprache/Duktus:
einfach und verständlich, du kommst schnell zum Punkt und bleibst sachlich
Zusammenfassend:
Die Geschichte ist aufjedenfall Unterhaltsam und die Idee finde ich auch sehr Phantasievoll. Charlottes Angstgefühl ist sehr gut beschrieben und geht sozusagen in den Leser über. Also wirklich gute Idee, wie schon gesagt ;)
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Angst
von patza am 25.09.2011
Zusammenfassend:
„Angst“ ist der passende Titel für die Geschichte(n). Am Anfang der ersten Geschichte hätte ich fast nicht mehr weiter gelesen, da ich sie zu schrecklich fand wobei die Auflösung dann auch nicht beruhigender war. Der Stil der Sprache passt sehr gut und lässt sich flüssig lesen. Die Aufteilung (Gefangen und Stimmen mit der Nummerierung) halte ich für gelungen. Ich bin neugierig wie es weitergeht. Es wäre noch gut zu wissen, wie viele Seiten das komplette Werk haben soll.
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Ein Schlag und seine Folgen
von Heike Wolter am 15.09.2011
Handlung:
Gefangen: Charlotte,verheiratet und Mutter eines Sohnes, verspürt auf dem Heimweg einen harten Schlag am Kopf, verliert die Besinnung und erwacht in einem Albtraum.
Stimmen: Charlotte, mitten in der Reha-Phase nach einem schweren Schlaganfall, hört plötzlich zwei Stimmen in ihrem Kopf ... die ihr schließlich einen Ausweg aus ihrer Qual versprechen.
Figuren:
Charlotte, die Tierpflegerin, die nach einem Schlaganfall nicht mehr weiß, wer sie ist, wo sie ist ... und glaubt, entführt worden zu sein. Sehr gut skizziert, glaubhaft dargestellt.
Die diversen Nebendarsteller (Ehemann, Sohn, Ärzte) sind nur Beiwerk und werden auch so behandelt ... was aber nicht schlecht ist, sondern der Geschichte durchaus angemessen.
Sprache/Duktus:
Flüssig geschrieben, einfache klare Sprache. Alles ist gut verständlich und man hat keine Mühe, der Geschichte zu folgen.
Zusammenfassend:
Eindringlich geschrieben, es entführt den Leser in eine Welt der Dunkelheit und der unerklärlichen Qualen. Nach den ersten paar Seiten erwartet man einen Entführungssthriller und wird dann von der Autorin überrascht, was eine sehr gelungene Wendung darstellt. Beide Geschichten - die ja unmittelbar zusammenhängen - habe ich gespannt verfolgt. Der mögliche Selbstmord am Ende der zweiten Geschichte ist nach all den Schmerzen, die Charlotte immer stärker belasten, durchaus eine verständliche Entwicklung. Alles in allem gut erzählt und nachdenklich machend. Da die Geschichte ja leider keine Fiktion, sondern für jeden Einzelnen durchaus im Bereich des Möglichen liegt, überlegt man unwillkürlich, dass es ein Glück ist, wenn man von solchen Schicksalsschlägen bisher verschont geblieben ist. Deshalb ziehe ich den Hut vor der Autorin!
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Angst
von Alternative am 14.09.2011
Sprache/Duktus:
Der Text liest sich gut und flüssig, ist spannend geschrieben, hat jedoch sprachlich ein paar Defizite - gelegentlich Längen oder holprige Stellen, an denen sich ein Lektor noch austoben könnte. Teilweise fand ich die Beschreibungen auch zu reflektiert, diese Stellen (gerade im ersten Teil) waren für mich leider wenig mitreißend.
Struktur:
Angekündigt sind zwei Kurzgeschichten, im Grunde ist es eine. Die Unterteilung fand ich persönlich unnötig.
Zusammenfassend:
Es hat mich überrascht, dass man im Schlaf Stimmen hören kann. Überhaupt finde das Thema sehr interessant. Und allein für den Mut, dass du hier persönliche Erfahrungen verarbeitest, verdienst du einen Stern. Leider bin ich kein Fan von offenen Enden. U.a. deshalb komme ich auf vier Sterne. Ich wünsche dir viel Glück und alles Gute! LG
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ANGST
von DerBuschklopfer am 10.09.2011
Handlung:
Die gefangene Frau, die versucht, sich den Entführern zu entziehen. ANGST ist es, die sie festhält.
Figuren:
Eine gefangene Frau im Todeskampf. Ihre Entführer. Ehemann und Ärzte
Sprache/Duktus:
Recht einfach. Aber dem Inhalt angemessen. Bei dieser Thematik reicht sie völlig aus, alles andere wäre nur hochtrabendes Gerede, das den Kern der dargestellten Gefühle zunichte machen würden.
Struktur:
Sehr schön strukturiert, prima aufbereietet. Ich bin begeistert.
Zusammenfassend:
Was soll man da noch sagen liebe Autorin,. Hervorragend Arbeit wurde hier geleistet. ich bin begeistert!
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Furchtbare Vorstellung!
von Feya am 06.09.2011
Figuren:
Charlotte, die Hauptfigur, kommt sehr real rüber. Man fühlt, dass hier ein eigens erfahrenes Erlebnis beschrieben wird.
Sprache/Duktus:
Es liest sich ein bißchen zu sehr nach Tatsachenbericht, was ich als störend empfinde. Ansonsten kann man der Erzählstimme sehr gut folgen, es wird erschreckend nachvollziehbar.
Struktur:
Abstände sind gut, hier könnte man sie etwas verringern, damit der Text nicht ganz so auseinander gerissen wird.
Zusammenfassend:
Ich dachte immer, ich hätte den Text schon bewertet, weil ich ihn schon vor langer Zeit gelesen habe. Aber... hier ist keine Rezi von mir. Hole ich hiermit nach. Spätestens nach dieser Lektüre kann nur jeder hoffen, niemals in so eine Situation zu geraten. Es ist schrecklich, beklemmend! Und beeindruckend, wie gut Du das Erlebnis verarbeitet hast!
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Interessant!
von elenji am 05.09.2011
Zusammenfassend:
hallo rebecker, ich habe schon so viele rezensionen von dir gelesen, dass ich neugierig geworden bin, wer sich hinter dem namen verbirgt und deshalb deine "angst" gelesen habe. ich muss sagen, sie hat mich beeindruckt, der zweite teil der geschichte jedoch weit mehr, als der erste. im zweiten teil stimmt für mich alles: die sprache, die spannung, die atmosphäre. die ist mehr als beklemmend, weil man einfach jede sekunde mitfühlt. man ist bei dir, vom ersten bis zum letzten satz und glaubt dir jedes wort, und kann ein stück weit nachvollziehen, wie es du dich in dieser situation gefühlt hast. genau das gelingt dir im ersten teil der geschichte aber nicht - ich wage mal zu behaupten, weil du dort den fokus zu sehr auf die irreführung (überfall, entführung etc. ) gelegt hast und anstatt zu erzählen, wie du dich gefühlt hast, irgendwelches folterszenarien erzählst, die meines erachtens um zwei drittel eingekürzt werden könnten zugunsten eines ebenso spannenden einblicks in deine gefühlslage wie in teil zwei deiner geschichte. es sind die echten emotionen, die beim lesen beklemmen, nicht irgendwelche horrorszenarien, die lösen - zumindest bei mir - diese spannende atmosphäre nicht aus. bezeichnend finde ich auch, dass die gleiche sprache für mich in teil eins unbeholfen wirkt, während sie in teil zwei genau so und nicht anders kann - auch hier möchte ich behaupten hat es gut getan, dass du beim schreiben offenbar sehr bei dir und der erinnerung an deine gefühle gewesen bist. ich hoffe, ich trete dir damit nicht zu nahe, aber du schreibst ja, dass es eine biographische geschichte ist, und ich denke, da wo sie am authentischsten ist, ist sie am besten. insgesamt gebe ich dir dafür gern vier sterne und einen flieger. viele grüße, iris!
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ANGST!
von YuutoNakamura am 05.09.2011
Handlung:
Ich möchte dem Leser die Überraschung der ersten Geschichte nicht nehmen, aber diese gibt es auf jeden Fall. Die zweite Geschichte folgt der ersten nach.
Figuren:
Eine Patienten mit eingeschränkter/falscher Wahrnehmung namens Charlotte. Weitere wahrgenommene Personen (Wächter --> Arzt).
Sprache/Duktus:
Einfach und klar, aber auch beklemmend und ja - da kann man richtige Angst kriegen! Auf S. 7 wird explizit "Angst" und "Todesangst" als Wort erwähnt. Ich fände es besser, die Worte würden nicht im Text erscheinen. Die Angst sollte nur aus dem Text hervorgehen, also statt "begann ich vor Angst fürchterlich zu zittern" lieber nur "begann ich fürchterlich zu zittern" (das erzeugt bereits die Angst!)
Struktur:
Zwei aufeinander aufbauende Geschichten mit Nummerierung (ich finde die Nummern unproblematisch). Ich habe weiter unten gelesen, der Text wird ggf. noch einmal im Herbst überarbeitet: Wegen des neuen Kriteriums für den Wettbewerb bei Kurzgeschichtensammlungen (hier zwar unter "Sonstiges", aber an sich ist es eine KG-Sammlung oder es wäre schön, wenn es eine werden könnte), mind. 3 Geschichten a 10 Seiten Länge, sollte wenigstens noch eine etwas längere Geschichte dazukommen. Angst kann man an vielen Orten kriegen, U-Bahn, beim Einkaufen, nachts auf der Toilette usw.
Zusammenfassend:
Stimmungstechnisch gelungen und hat auch Potenzial für mehr! Vielleicht könnten die Geschichten noch etwas länger werden (ein paar Beschreibungen hier und da, die die Spannung unterstützen) und gerne würde ich eine dritte Geschichte dazu lesen. Ich bleibe mal noch bei 3* (ist aber ausbaufähig nach oben) und gebe schon mal den Flieger für das Potenzial und in Erwartung der Überarbeitung.
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Angst!
von Liana am 05.09.2011
Zusammenfassend:
Es kommt so alltäglich daher, (Die einfach gehaltene Sprache passt sehr gut dazu) dann befindet man sich mitten in einem seltsamen Verlies. Hier scheint nichts richtig zu passen. Die einseitige Fesselung, der nervige Vogel, die ständigen Fragen, die vielen Menschen, ihr Gedächnisverlust! Ehrlich gesagt, hab ich gedacht: Was für eine blöde Geschichte! Gut, dass ich weiter gelesen habe. Diese Wendung ... und alles ergibt einen Sinn. Ich wünschte mir fast, es wäre eine dämliche Horrorgeschichte geworden, denn dieser "wirkliche" Horror setzt mir persönlich viel mehr zu. Das ist definitiv eine Geschichte, die der Leser nicht einfach abhakt. Respekt!
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Angst!
von Leeby81 am 03.09.2011
Handlung:
Eine Tierarzthelferin wird entführt und in ein fensterloses Verlies gesperrt. Bei wenig Wasser, Nahrung und Tageslicht wird sie regelmäßig von Fremden ins Kreuzverhör genommen. Sie weiß nicht, weswegen sie festgehalten wird.
Figuren:
Die Geschichte wird aus der Ich- Perspektive erzählt. Andere Figuren werden nur sehr vage von der Hauptfigur wahrgenommen. Das finde ich persönlich auch sinnvoll, man sich so besser in die Situation rein versetzen kann.
Sprache/Duktus:
Eine sehr einfache Sprache, die das Geschehen allerdings direkt auf den Punkt bringt. Die nackte Angst spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Auch der veränderte Gesundheitszustand der Figur wird geschickt beschrieben. (Spröde Lippen, brennende Wangen,...)
Ein kleiner Kritikpunkt: Die wörtliche finde ich persönlich anschaulicher, wenn man weniger sie sagte: "....", er fragte:"..." benutzt, sondern fragte und sagte einfach ans Ende setzt. Das ist aber Geschmackssache.
Zusammenfassend:
Der Plot hat mich etwas an den koreanischen Film Old Boy erinnert (sehr guter Film). Ansonsten finde ich der Spannungsbogen wird insofern erhalten, dass man dem Leser vorenthält, weswegen diese arme Frau gefangen genommen wurde.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen und gebe die volle Punktzahl.
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Nichts ist schlimmer als das Gefängnis des Geistes
von etre et devenir am 25.08.2011
Sprache/Duktus:
Gerade im Falle der KF "Gefängnis" finde ich den knappen eher Bruchstückhaften Stil angebracht, es lässt den Leser in die Haut der Protagonistin kriechen, die ja wohl aufgrund der Medikation auch immer wieder weg dämmert und gerade des macht auch die bedrückende Atmosphäre aus.
Struktur:
Die Absätze (ich bin noch immer bei "Gefängnis" sind im Nachhinein betrachtet fast wie ein Brotkrumen, ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass von Anfang an mit den Schilderungen was nicht stimmt.
Bei "Stimmen" sind die Absätze recht funktionslos, da gebe ich Spreemann recht.
Zusammenfassend:
und nichts beklemmender als die Angst vor dem Verlust des Verstandes.
Alles in allem haben die Geschichten viel Potenzial. Ich vergebe drei Sterne, denn ich fühlte mich gut unterhalten, denke aber, dass man aus der Grundidee noch einiges mehr rausholen könnte.
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Angst, Psychologische Kurzgeschichten "Gefangen" -überarbeitet- und "Stimmen" -
von spreemann am 03.08.2011
Handlung:
Charlotte wacht nach einem Schlag in einem Zimmer einer Intensivstation aus einer Ohnmacht auf und glaubt entführt worden zu sein.
Sprache/Duktus:
Einfache, kurze Sprache ohne großer Ausschmückung, wenig beschreibend, viele unnötige Absätze, etwas zerrissen.
Struktur:
Für mich nicht ausreichend struktuiert. Sprünge ohne erklärende Verbindungen, eher phragmentarisch.
Zusammenfassend:
Ein sehr interessantes Thema, das einem Angst macht und erregt. Leider wird der Leser in der ersten KG "Gefangen" ganz bewusst in eine falsche Richtung gelengt, was garnicht notwendig wäre, würde die Situatiun in einem Zimmer einer Intensivstation anders beschrieben, ebenso emotional aber logischer. Der Gedanke an einer Entführung ist zwar nachvollziehbar, ebenso noch eine Zwangsernähung, aber nicht, wenn das Ganze auf einer Intensivstation endet. Die KG "Stimmen" ist von der Idee her recht gut, aber auch hier zu wenig stimmig. Sprünge könnten vermieden werden und Lücken sinnvoll mit Erklärungen ausgefüllt werden. Aus den Phragmenten könnte ein spanneneder, unter die Haut gehender Roman werden.
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ein beängstigender Einblick
von SarahMeister am 31.07.2011
Zusammenfassend:
Die autobiographischen Züge des Textes verstärken die generell schon herrschende Verzweiflung und Beklemmung. Man ist regelrecht fassungslos über den Kontrollverlust durch einen Schlaganfall. Das Ende liest sich für mich sehr bedrohlich und entgültig.
Die Frage für mich ist, was stellt man nun mit diesen durchaus lesenswerten Textfragmenten an? Auf mich wirken die Absätze wie eine Gedankennotiz, sehr persönlich, aber auch ohne Rahmen.
Das Thema ist es in jedem Fall wert, darüber zu schreiben und den vorliegenden Ansatz in eine druckreife Version zu bringen. Ich denke, gerade für Laien oder Interessierte ohne Hintergrundwissen wäre es wichtig, in das Thema eingeführt zu werden, bevor sie einen Einblick in die Leiden eines Betroffenen bekommen. Eventuell könnte man hintenan oder nebenbei Informationen zum besseren Verständnis beifügen?
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Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Beklemmend
von Elin Hirvi am 31.07.2011
Handlung:
Ich wurde überrascht von der Handlung, am Anfang denkt man an eine ganze andere Geschichte, bis es sich dann auflöst. Aber das ist nicht weniger beklemmend.
Figuren:
Die Ich-Erzählerin steht im Zentrum, denn es ist ihr Erlebtes. Die Handlung findet eingesperrt in das Innere statt, die Außenwelt wird nicht oder nur schemenhaft? wahrgenommen. Bei dem erwähnten Laserpointer auf S. 7 fragte mich z.B., ob es so ein Lämpchen des Arztes gewesen sein könnte?
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist kurz und zerfasert. Aber das nimmt dem Geschriebenen nicht die Schärfe, im Gegenteil, die Sprache unterstreicht die Bilder, die aufblitzen.
Zusammenfassend:
Ich bin am Worte formulieren, wie ich der Beklemmung, die mich beim Lesen überkommen hat, am besten Ausdruck verleihe. Ich habe nicht gewusst, wie intensiv und schrecklich die inneren Erlebnisse nach einem Schlaganfall sein können. Das ist etwas, was ich von deiner Geschichte mitnehmen werde. Sie hat mir eine Ahnung davon gegeben, wie das sein muss, in sich selbst eingeschlossen zu sein und doch das Gefühl zu haben, dort sind noch andere Stimmen oder Personen, die mir Böses wollen. Beim Ende der zweiten KG konnte ich mich nicht entscheiden, ob es einen guten oder schlimmen Ausgang andeutet. Ich hoffe, ersteres.
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verstörend
von Anne Lay am 25.07.2011
Handlung:
Feierabend, auf dem Weg zum Auto verspürt Charlotte einen Schlag und dann...? Ich war verstört von Entführung, Fesslung und Folter zu lesen, bis es aufgeklärt wird.
Sprache/Duktus:
Da es keine Handlung im eigentlichen Sinn gibt, wirken die einzelnen Absätze wie Schlaglichter. Die Ich-Erzählung vervollständigt meine Verstörung.
Zusammenfassend:
Die Zusammenfassung fällt mir schwer. Zu Beginn war ich irritiert. Wieder ein Text voller Gewaltphantasien, wie ich sie nach wenigen Zeilen weglege? Als ich begreife, dass es um etwas ganz anderes geht, bin ich kurz erleichtert, um in die nächsten Irritationen zu stolpern. Eine verstörende Innensicht zu einem wichtigen und allgegenwärtigen Thema. Es ist keine schöne Geschichte, der abgehackte Stil passt dazu, auch wenn er mir das Lesen schwermachte. Daher habe ich keine Verbesserungsvorschläge, sondern muss den Text erst "sacken lassen". Weil du mich emotional so erwischt hast, gebe ich 4 Sterne.
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Wahnvorstellungen
von Scott am 25.07.2011
Zusammenfassend:
Ein sehr ernstes Thema, vor allem für Betroffene und ihre Angehörigen. Ein geliebter Mensch erkennt nichts, fühlt sich bedroht und angegriffen, ist nicht zu erreichen. Man selber steht daneben, hat Angst und ist hilflos.
Was in dem betroffenen Menschen vor sich geht, erfährt man frühstens, wenn er wieder Herr seiner Sinne ist und man hat Glück, wenn dieser Fall eintritt. Eine Geschichte, die einiges verdeutlicht, was man normalerweise nicht nachvollziehen kann.
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Stimmen
von delaluna am 24.07.2011
Figuren:
Eigentlich geht es nur um die Ich-Erzählerin. Andere Personen kommen nicht vor,oder werden nur am Rande erwähnt.
Sprache/Duktus:
Irgendwie wirken die einzelnen Sätze wie abgehakt. Es kommt kein richtiger Lesefluß auf.
Zusammenfassend:
Liebe Rebecker, ich glaube, in dir steckt mehr. Der Text ist zwar schon sehr gut, die Kapitel bauen Spannung auf, aber ich kann mich nicht wirklich hineinversetzen. Versuche, den Leser mehr hineinzuziehen. Da die Handlung eher überschaubar ist, sondern sich alles im Kopf der Protagonistin abspielt, ist das besonders wichtig. Ansonsten muss ich sagen: Respekt! Schwieriges Thema. Ich vermute, du hast selbst Erfahrung mit Schlaganfällen? Wenn ja, dann gehört wirklich eine Menge Mut dazu, das alles niederzuschreiben.
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Angst
von Wortmagierin am 22.07.2011
Handlung:
Charlotte glaubt, dass sie entführt und gefoltert wurde, bis sie im Krankenhaus erwacht, wo sich die Leute fürsorglich um sie kümmern
Figuren:
Wir lernen eigentlich nur Charlotte kennen, die einen sehr ängstlichen und verstörten Eindruck macht, nicht mit anderen reden kann und deshalb dem Irrtum der Entführung ausgesetzt ist, bis sie schließlich erwacht. Die Figur ist gut herausgearbeitet und man kann sich in sie hineinversetzen.
Sprache/Duktus:
Man konnte die Kurzgeschichten gut und flüssig lesen, allerdings sind mir einige Wortwiederholungen aufgefallen, die ein wenig gestört und Monotonie verbreitet haben.
(z.B „Vogelkäfig- Vogel“ auf S6, zweimal „auch“ als Satzanfang S6, „Zähne“ S6, „gekicher- lachen“ S15)
Ansonsten fand ich den sprachlichen Teil echt gut und hätte auch gerne mehr davon gelesen.
Struktur:
Hier waren mir die Absätze einfach zu kurz und viel zu viel. Auch haben mir die Überschriften nicht so gut gefallen, denn eine Kurzgeschichte muss nicht unbedingt in so viele Teile unterteilt werden, denn es nimmt den Lesefluss.
Der Aufbau der Geschichte ist meiner Meinung nach sehr gut, wenn man mal vom Anfang absieht. Ich will dich nicht verletzen, sondern nur helfen, denn ich denke man kann noch sehr viel mehr aus deinen Geschichten machen. Den Anfang fand ich einfach nur fad und langweilig. Der erste Satz „Es war ein Tag wie jeder andere“ hat überhaupt keine Stimmung erzeugt oder eine Frage aufgeworfen.
Mein Tipp, um den Anfang interessant und spannend zu gestalten wäre, dass du an der Stelle anfängst, als sie den Schlag bekommt, vielleicht noch ein wenig mehr schreibst und dann mit dem „Gefängnis“ beginnst. Man würde sich sofort fragen „was ist da passiert, um was geht es.“
Es ist natürlich deine Sache, wie du es schreibst, aber ich glaube die Geschichte könnte mit einem anderen Anfang nur Gewinn machen
besser werden
Zusammenfassend:
Deine Geschichten haben sehr viel Potential, das noch keine Möglichkeit zur Entfaltung bekommen hat. Die Idee liefert Stoff genug, um ein längeres Projekt zu beginnen, das dem Thema auf jeden Fall gerechter wird als eine Kurzgeschichte. Es klingt beim Lesen eben alles total gequetscht, gekürzt und gestaucht. Wenn du deinen Geschichten mehr Raum geben würdest, dann könnte man sich noch mehr in die Person hineinversetzen, die Atmosphäre würde noch viel besser herüberkommen, als sie es jetzt schon tut und die hättest sicherlich einen tollen Spannungsbogen.
Ich gebe dir jetzt drei Sternchen und ein Fliegerchen. Zudem hoffe ich, dass du die Geschichte noch einmal aufgreifst und zu einem längeren Projekt machst, denn ich würde es wahnsinnig gerne lesen. Ein Wort zum Schluss: Ich fand dein Ende wunderschön. Lg Wortmagierin
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Wahnsinn
von /user/ am 19.07.2011
Zusammenfassend:
Wenn man diese Geschichte gelesen hat, ist man nicht ganz so unvorbereitet auf das, was passieren kann wenn jemand nach einer Behandlung, egal welcher Art, wieder zu sich kommt. Es ist genauso verstörend, wie du es beschrieben hast und zwar nicht nur für den Patienten. Viele Menschen, die das nicht erlebt haben, werden es nicht glauben, aber trotzallem kann es genau so passieren. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass alles wieder in Ordnung kommt.
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Angst
von Geneviere am 30.06.2011
Zusammenfassend:
Als Kurzgeschichten gefallen mir die beiden Texte nicht. Aber meiner Meinung nach haben sie Potential für ein Buch. Denn gerade die vielen Sprünge zwischen den einzelnen Kapiteln macht es manchmal schwer sich in die Geschichte einzufühlen, da es durch die stark verkürzte Erzählweise manchmal zu unemotional wirkt. Außerdem würde ich auch sehr gerne wissen, wie es ausgeht. Dennoch 4 Sterne, weil ich sehe, dass du daraus bestimmt was machen kannst.
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Gefangene Angst
von Wandersleben am 24.06.2011
Handlung:
Nach einem Schlaganfall wacht Charlotte in einem Krankenhaus auf. Sie glaubt, sie wurde entführt, ruhiggestellt und man würde sie foltern.
Figuren:
Hauptprotagonistin ist Charlotte, die Angst hat, entführt worden zu sein. Sie kann sich nicht artikulieren, so dass ihr Irrtum eine Weile anhält.
Sprache/Duktus:
Die Sprache lässt sich flüssig lesen. Manche Formulierungen fand ich etwas übertrieben.
Struktur:
Die Struktur könnte besser sein. Lange Absätze udn Überschriften sind in einer Kurzgeschichte unnötig.
Zusammenfassend:
Wie ich im Profil der Autorin las, hat sie selbst Schlaganfallerfahrung. Deshalb war es ihr vermutlich ein Anliegen, die Sicht des Patienten zu beschreiben. Warum nicht? Es ist allerdings fraglich, ob das jeder Schlaganfallpatient so empfinden würde. Insgesamt finde ich den Text doch zu kurz abgehandelt. Diese Länge dürfte auch für ein Buch nicht ausreichen, deshalb ist die Bewertung im Vergleich zu einem Roman schwierig.
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Angst
von scottcr1 am 21.06.2011
Zusammenfassend:
Liebe Rebecker, eigentlich bewerte ich nur Werke, die mir gefallen, weil ich finde, dass das Gefallen oder Nicht-Gefallen immer im Auge des Betrachters liegt. Dieses Mal möchte ich bewerten, weil es mich fast schon traurig macht, wie du dein ganzes Potential verschießt. Du schreibst so schön. So spannend und gefühlsbetont, aber immer nur in den einzelnen Absätzen. Ich habe diese Kurzgeschichte drei Mal gelesen, bevor ich überhaupt alles verstanden habe. Jeder einzelne Abschnitt an sich wunderbar, aber nacheinander gelesen, habe ich oft die Zusammenhänge und Sprünge nicht verstanden. In diesen paar Seiten, steckt der Stoff für ein ganzes Buch und ist für eine Kurzgeschichte zu viel. Ich sehe, du hast innerhalb von drei Monaten fünf verschiedene Werke hochgeladen. Dein Kopf ist voll mit super Ideen, aber du nimmst dir nicht die Zeit eine Geschichte ganz für sich zu Ende zu führen. Mach doch aus dieser Geschichte ein ganzes Buch, ich habe in deinem Text gelesen, daß du schon Schlaganfälle hinter dir hasst, also hast du doch den Stoff dafür. Vermische einfach deine Realität mit deinen tollen Einfällen und Ideen, dann wäre doch ein super Roman von morgen geboren, den ich gerne lesen würde. Ich hoffe du fühlst dich nicht angegriffen, das sollte auf keinen Fall so rüber kommen.
LG Marion Brüning
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Nicht nachvollziebar
von HelloKitty am 21.06.2011
Handlung:
Eine Frau hat nach einem Schlaganfall Angst, entführt worden zu sein. Sie glaubt, dass ma sie foltert.
Figuren:
Bis auf die Hauptprotagonistin bleiben die Figuren blass. Sie agieren nur im Hintergrund und werden kaum wahrgenommen.
Sprache/Duktus:
Zu viele Beschreibungen. Der Text wirkt eher wie ein Bericht, deshalb ist es schwer, sich mit Charlotte zu identifizieren. Rechtschreib und Kommafehler sind mir aufgeefallen.
Struktur:
Eine Kurzgeschichte mit Überschriften ist ungewöhnlich. Würde die Handlung nahtlos ineinander über gehen, wäre der Lesefluss nicht unterbrochen worden. Der Text ist verhältnismäßig kurz.
Zusammenfassend:
Das ist schwierig. Mich konnte die Geschichte nicht so recht begeistern. Die Innenansicht scheint mir ein bisschen zu weit hergeholt. Da muss man schon sehr viel Fantasie haben, um gleich an eine Entführung zu denken. Für eine Entführung müsste es ja auch Gründe geben, z. B. dass sie reich ist.
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Irgendwie fesselnd
von Nordlicht am 17.06.2011
Handlung:
Gefangen: Eine Frau glaubt, sie sei gefangengenommen worden, stellt dann aber fest, dass... (naja, ich verrate lieber nichts, sonst nehme ich die "Pointe" vorweg). --- Stimmen: Eine Frau berichtet davon, wie sie einen Schlaganfall überwunden hat, welche Folgen sie zu erleiden hat und wie sich plötzlich Stimmen in ihrem Kopf melden. Auch hier ein Ende, das ich so nicht erwartet hätte, am Schluss wunderbar erahnbar war und für mich den Reiz der Geschichte ausmacht, weswegen ich sie insgesamt als gelungen bezeichne, trotz der Kritikpunkte, die gleich noch folgen.
Figuren:
Eigentlich nur die Ich-Erzählerin, die anderen Figuren tauchen auf, sind meist namenlos und/oder schemenhaft, dürfen sie auch sein, so wie die beiden Geschichten konstruiert sind.
Sprache/Duktus:
Hier mein Kritikpunkt Nr. 1: Die Sprache ist mir zu berichtend. Sie nimmt mich nicht mit. Alles wird beschrieben, abgehandelt. Auf den ersten Seiten habe ich mich eher gelangweilt deswegen. Bis ich dann zu ahnen begann, was wirklich passiert ist (bei "Gefangen") bzw. was passieren wird (bei "Stimmen) ich bin mir nicht sicher, ob hier tatsächlich auch mehr Erzählendes und weniger Berichtendes ist, oder ob ich "nur" von der Handlung so gefesselt war, dass es mich nicht mehr so gestört hat.
Struktur:
Kritikpunkt Nummer 2 (oder eine Frage): Warum sind die einzelnen Abschnitte mit "Gefangen 1", "Gefangen 2" usw. überschrieben? Der Sinn erschließt sich mir nicht und ist untypisch für Kurzgeschichten.
Zusammenfassend:
Trotz anfänglicher Skepsis war ich am Ende beider Texte irgendwie doch gepackt. Die Kürze der Texte ließ mich über die berichtenden Passagen schnell hinwegkommen und zum mich persönlich ansprechenden Teil der Geschichten gelangen. Ich mag es, wenn mich der Autor oder die Autorin mit Hinweisen "versorgt" und ich den "Clou" ein bisschen erahnen darf, bevor die Auflösung folgt. Deshalb sind mir 3 Sterne doch zu wenig und ich vergebe 4. Einen Flieger würde ich auch geben, aber leider ist dafür kein Kästchen vorhanden, obwohl es sich hierbei ja nicht um einen TdS-Beitrag handelt. Und ich sehe gerade: Früher konnte man das Werk offensichtlich empfehlen. Mein Flieger darf gern nachgetragen werden. Liebe Grüße, Sabine
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Psycho :)
von Blake am 17.06.2011
Handlung:
Bin total ... überrascht ;) Du hast am Anfang eine düstere, beklemmende und verstörende Atmosphäre aufgebaut, die mich in ihren Bann gezogen hat. Der Aufbau der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, er erinnerte mich an Tagebuch Aufzeichnungen, kurz, knapp, prägnant. Im ersten Teil ist mir alles mögliche durch den Kopf gegangen. Wer hat sie entführt? Warum? usw. Bis sich der Raum bewegte, da dachte ich: Halt! Hier stimmt etwas nicht. Dann der Wärter, der ihre Hand nahm und ich war mir sicher, dass das Ganze nicht so ist, wie man zuerst vermuten mag. Als sie dann im Krankenhaus erwachte, war natürlich alles ganz logisch. Typische Symptome vom Schlaganfall. Da dachte ich schon: Wirklich gelungene Geschichte.
Zusammenfassend:
Als im zweiten Teil, ein Teil der Symptome aufgegriffen werden, ist schnell klar, dass es auch im ersten Teil schon Folgen einer Schizophrenie waren, diese wurde beeindruckend detailliert beschrieben. Angefangen mit den akustischen Halluzinationen bis zur Gedankeneingebung(Gedanken, die als fremdgemacht empfunden werden). Was folgen wird, kann man sich natürlich denken... traurig... Geniale Geschichte, gut recherchiert, spannend geschrieben. Kann ich nur empfehlen :)))
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Respekt
von Alegra am 15.06.2011
Zusammenfassend:
Aus der Sicht einer Patientin ist diese Geschichte mal etwas ganz anderes. Leider hatte ich die Vorrezensionen schon gelesen und habe mir damit selbst die Spannung genommen. Trotzdem finde ich die Gefühle der Protagonistin gut geschrieben. Man merkt, wie sie immer panischer wirrt. Es muss furchtbar sein, nicht zu wissen wo man ist und was eigentlich passiert ist.
Respekt dafür, wie du diese aussichtslose Lage gemeistert hast. Da sieht man mal wieder was der Wille bewirken kann.
LG Alegra
P.S. Leider ist meine erste Rezension von gestern Abend wohl verschwunden.
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Verstörend
von FiannaCessair am 14.06.2011
Zusammenfassend:
Ich hatte "Gefangen" ja schon in der ersten Fassung gelesen und muss sagen, das jetzt alles irgendwie eindeutiger ist. "Die Stimmen" verstören mich ehrlich gesagt. Zumal die Geschichte plötzlich zu Ende ist und man hier sitzt und überlegt, ob man den Sinn jetzt richtig erfasst hat.
Die Absätze in deinem Text sind zwar sehr lesefreundlich, aber wohl für eine Veröffentlichung weniger geeignet.
Ich kann keinen Flieger geben, lässt du den bitte nachtragen?
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Angst
von Nelli am 14.06.2011
Zusammenfassend:
Habe ja schon die erste Fassung Gelesen. Und muss zugben, ich fand sie schon damals gut. Nun ja, jetz binn ich echt etwas verblüfft wie sehr dir die Neue gelungen ist. Hut ab. Du hast dir echt Mühe gegeben, das sieht man. Hatte unterm Lesen Gänsehaut. "Angst" passt optimal zu dieser fesselnden Geschichte. Gratuliere dir, Rebecka. Du hast den Flieger ehrlich verdient. LG Nelli
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Gänsehaut pur
von Codename Kolibri am 11.06.2011
Zusammenfassend:
Das geht unter die Haut. Ich muss gestehen, dass ich eben beim Lesen deiner Geschichte, bei einen Donnerschlag, total zusammen gezuckt bin. Ich finde, du hast den Text genial aufgebaut. Lange Zeit bleibt man im Unklaren darüber, was genau passiert sein könnte. Dann die Auflösung, hätte ich nicht erwartet und macht mir Angst. Ich denke, so was kann man nur glaubwürdig rüberbringen, wenn man selber davon betroffen ist. Toll finde ich, dass du den Mut dazu hattest, das in diesem Text zu verarbeiten und dazu noch sooo gut. Respekt.
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Überarbeitung gelungen
von Lucie am 10.06.2011
Zusammenfassend:
Da ich bereits Deine erste Fassung rezensiert habe, fasse ich jetzt nur zusammen:
Dir ist damit ein richtig gutes"Ding" gelungen. Und ich bekam erneut die Gänsehaut bei der Vorstellung, was unsere Patienzten fühlen, die sich nicht äußern können. Das war für mich schockierend. Ich gebe Dir für die Aufarbeitung erneut alle Punkte und die Empfehlung.
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Angst
von AnjaBeck am 10.06.2011
Zusammenfassend:
Ich finde es sehr, sehr schwierig, aus einer Geschichte wie du sie geschrieben hast eine Kurzgeschichte zu machen. Bei Geschichten, die aus einer Mischung vonThriller und Psychothriller bestehen, müssen eigentlich haufenweise Emotionen her und auch die Handlung darf nicht zu wünschen übrig lassen. Spannung ist eigentlich erst gegeben, wenn eine Geschichte nicht exrem kurz ist, denn sie baut sich langsam auf, indem man die Charakter allmählich immer mehr kennenlernt und mit der Zeit Angst um sie hat. Abgesehen davon, dass ich Psychothriller nicht als Kurzgeschichten geeignet finde, weil das Hinein- und Mitfühlen bei so kurzen Psychothrillern schwer ist, ist deine Umsetzung bombastisch gut. Du beschreibst schon die Emotionen und die Innenwelt des Charakters, und das wirklich herausragend. Ich glaube allerdings, dass du im Schreiben von ganzen Büchern wirklich eine Granate wärst!
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Angst essen Seele auf!
von bongi am 21.05.2011
Handlung:
Charlotte liegt nach einem Schlaganfall in der Klinik und erfährt die Fürsoge des Personals ganz anders, als sie wirklich ist. Nach langer Zeit ist sie endlich fast wieder gesund. Doch plötzlich hört sie Stimmen in ihrem Kopf, die sie zu etwas überreden wollen, von dem sie nicht weiß, ob es gut oder schlecht für sie ist.
Figuren:
Charlotte, das Schlaganfallopfer, die hier einen Höllentrip durchmacht.
Ihr Ehemann und Sohn, die zunächst von ihr als Fremde angesehen werden.
Die Ärzte, die ihr anscheinend nichts Gutes tun.
Sprache/Duktus:
Einfache, leicht zu verstehende Sprache, fast fehlerfrei umgesetzt. Gut zu lesen und aufwühlend geschrieben.
Struktur:
Chronologisch vom Ereignis bis hin zur Heilung, nach der sich anscheinend ein Rückfall auftut. Die Autorin läßt das Ergebnis offen. Gutes Schriftbild, übersichtlich angeordnet. Macht schon alleine deshalb Spaß zu lesen.
Zusammenfassend:
Liebe Rebecker, Dir ist hier eine gute Überarbeitung gelungen. Nach der ersten LP hatte ich vorher Dein Profil nicht gelesen. Wäre aber wichtig gewesen, damit ich hätte beurteilen können, unter welchen Bedingungen Du dieses Werk eingestellt hat. Meine größte Hochachtung dafür. Es freut mich, dass es Dir wieder gut geht und hoffe, dass diese Geschichte hier ein gutes Ende nimmt. Du hast wirklich das Beste aus Deiner Situation gemacht und wirst mit Deiner Schreibweise Leser fesseln und mitfühlen lassen. Ich wünsche Dir, dass Du einmal einen richtig "Vollen" landest. Das kannst Du und daran glaube ich fest. Da hier mal wieder das Häkchen für die Empfehlung nicht gesetzt werden kann, gebe ich Dir die volle Punktzahl und hoffe, dass Neobooks das in Deinem Sinne noch richten kann. Weiterhin viel Spaß beim Schreiben wünscht Dir Deine
Bongi
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Angst, der richtige Titel dafür!
von Mephista am 20.05.2011
Handlung:
Wir erleben eine Frau, die scheinbar ein völlig normales Leben führt, tatsächlich schlummert in ihr etwas, das ihr Vater bereits erleben musste. Bis zu diesem einen Tag ist sie sichdessen nicht gewahr, dass es auch sie ereilen könnte.
Charlotte verlässt ihre Arbeitsstelle, geht zu ihrem Auto und freut sich auf ihre Familie. Als sie plötzlich einen heftigen Schlag am Kopf spürt und ohnmächtig wird.
Sie erwacht in einem Alptraum, der uns alle ereilen könnte.
SIe fühlt, wie ihrem Körper Schmerzen zugefügt werden. Düstere Gestalten sind um sie herum, verhören sie immer wieder aufs Neue. Angst breitet sich in ihr aus, Trauer ob ihrer ausweglosen Situation.
Charlotte versucht sich aus dieser Gefangenschaft zu befreien, wird daran aber gehindert.
Entsetzt muss sie dann erkennen, dass es nicht fremde Menschen sind, die sie ihrer Freiheit berauben, ihr eigener Körper schaffte für sie ein Gefängnis.
Dann diese Stimmen, die sie zunächst nicht versteht. Irgendwann jedoch in all ihrem Schmerz ergreifen sie Besitz über sie und sagen ihr, was zu tun ist.
Figuren:
Charlotte, Hauptfigur
vermeintliche Entführer
Stimmen
Sprache/Duktus:
Sehr einfach gehaltene Sprache. Die Erzählung findet aus dem Empfindungsbereich von Charlotte stattt, spiegelt ihre Gedanken, ihre Ängste wieder. Hier wäre es nicht anzuraten eine andere Ausdrucksform zu verwenden.
Gut findet man in diesen Charakter hinein.
Struktur:
Sauber chronologisch aufgebaut.
Kleine "Fehlerchen", die erst mit dem entgültigen Manuskript geändert werden brauchen,darunter vereinzelt Wortwiederholungen, jedoch absolut nicht schlimm.
Viele Absätze, die das Lesen erleichtern, vielleicht bei einer Überarbeitung noch gezielt gesetzt werden.
Zusammenfassend:
Während des Lesens erlebte ich diesen (entschuldigt bitte) WOW-Effekt. Ich spürte die alles zerfressende Angst von Charlotte, ihren Schmerz, körperlich, wie auch psychisch. Die Ohnmacht, derzeit nichts an der Situatio ändern zu können und die Überraschung, als sie rausfand, was tatsächlich um sie und mit ihr geschah.
Eine wirklich großartige Idee, wunderbar umgesetzt!
Ich persönlich, als Leser würde mir wünschen, hier nicht nur Kurzgeschichten zu finden, aus diesem Stoff lässt sich unwahrscheinlich viel machen und Du, meine Liebe, verstehst dich darin, soviel ist deutlich zu erkennen!
Bei meiner Bewertung lege ich mich schwerpunktmäßig eher auf die Grundidee fest und das, was der Autor auszusagen versucht. Weniger auf Rechtschreibung und Struktur. Letzteres lässt sich immer korrigieren, ist für mich zunächst zweitrangig, solange wir geistreiches Material vorliegen haben.
Kommentar von Rebecker am 02.04.2012
Liebe Coccinella, bedanke mich für deine Zeit und die Bewertung meiner kleinen Geschichte... Charlotte hat dieses Erlebnis noch während ihrer Genesungsphase geschrieben... Sie wusste nichts von den Gefühlen ihres Mannes und Sohnes... Und zu einer Unterhaltung ist es während ihres Klinikaufenthaltes auch nicht wirklich gekommen... Daher die Erzählversion. Wünsche dir noch einen angenehmen Tag. Liebe Grüße Rebecker :-)