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Freund Hein, Wettbewerbsbeitrag "TdS" - Schmidtiberg

Was könnte passieren, wenn einem die Stunde schlagen soll, man dies nicht realisiert und zudem für das eigene Ableben schlicht keinen Termin mehr frei hat?

Herbert und Herta Jansen führten eine glückliche aber unspektakuläre Ehe. In drei Tagen wollten sie ihre Goldene Hochzeit feiern. Zumindest dachten sie das, bis sie per Kurier einen Brief mit einem Reiseangebot von einem rätselhaften Freund Hein erhielten. Das Problem: Der Reisetermin ist der Tag der Goldenen Hochzeit, die groß gefeiert werden sollte ... (Zeichen inkl. Leerzeichen: 20982)

4.2 Sterne N/A
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    Rezensionen

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    • ermüdend

      von ThorstenBrenner am 22.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Tod kommt als Besucher und versucht zu erklären, dass er ihn oder sie oder es abholt (spielt keine Rolle wie sie diesmal heißen), weil sie sterben müssen. Er sie es wollen nicht mit auf eine "Reise", treten sie dann aber doch noch an.
      Sprache/Duktus: Immerhin die Sprache war richtig gut, muß ich zugeben. Der Autor hat die beiden Hauptfiguren sauber beschrieben, das Geklapper der Ehefrau in der Küche, das vorsichtige Öffnen des Briefumschlags des Mannes.
      Zusammenfassend: Das ist mir ehrlich gesagt zu mühselig, hier die Geschichte detaillliet nachzuerzählen im Allgemeinen, die es seit Jahrzehnten schon gibt und ständig neu hochgewürgt, zerkaut und den Lesern angeboten wird. Leider schafft es auch eine gut gewählte Sprache nicht, eine nichtssagende Idee in ein gutes literarisches Werk zu verwandeln.
      • Kommentar von schmidtiberg am 02.07.2011

        Danken für Deine Rezi, auch wenn es für Dich ermüdend war ;-) Literarisches Werk - naja, so hoch will ich diese Kurzgeschichte gar nicht aufhängen - It´s just Entertainment!

    • ???

      von YuutoNakamura am 16.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Der Tod kommt irgendwann für jeden, so kommt er auch in dieser Story zum alten Ehepaar.
      Aufbereitung des Themas: ??? Hier kommen schon die Fragezeichen. Der Tod beendet das Leben und verändert es nicht. Eine Beendigung ist keine Veränderung. Der Tag, an dem der Brief geschrieben wurde, irgendwann 1940, Geburtsdatum, tut nichts zur Geschichte bei, d.h.dieser Tag spielt keine Rolle in der Geschichte. Die Wettbewerbsbedingungen sind entgegen der Meinung anderer in keinster Weise erfüllt. Es reicht eben nicht, irgendein Dokument zu erwähnen. Der Tag, an dem es geschrieben wurde, ist der zu beschreibende. Hier hätte es eine Geschichte über den Geburtstag 1940 sein müssen.
      Struktur: Eine Kurzgeschichte in Kapitel zu unterteilen ist an und für sich überflüssig, denn einen so kurzen Text kann man gut am Stück lesen und so sollte er auch strukturiert sein.
      Sprache/Duktus: Eher etwas für die Ü50-Generation. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht auch andere lesen können.
      Zusammenfassend: Alles in allem, die einzelnen Punkte berücksichtigt, gebe ich zwei Sterne. Für die durchschnittliche, vorhersehbare Story unter Einhaltung der Kriterien würde ich drei Sterne geben. Die Geschichte ist schon ganz nett, aber mehr nicht.
      • Kommentar von YuutoNakamura am 17.06.2011

        Hallo, klar gibt es da Interpretationsspielraum. Der eine interpretiert es so, der andere so. Für mich heißt "WICHTIGE" Rolle, dass die Geschichte zu einem großen Teil um diesen Tag oder das Dokument dreht. Aber wie gesagt, das lässt Interpretationsspielraum.

      • Kommentar von schmidtiberg am 17.06.2011

        Zitat NB:" Das Thema: Es gibt Tage, die verändern dein gesamtes Leben, es reicht ein Dokument, ein Brief, ein einfacher Zettel und nichts ist mehr wie vorher..." Hier steht nichts davon, dass der Tag der Ausstellung des Schriftstückes der zu bescheibende sein muss!!! Sondern der Tag, an dem ich Kenntnis erlange und damit sich das Leben verändert. Das Datum und das Dokument sollen EINE wichtige, aber nicht DIE entscheidende Rolle spielen. Bitte genau lesen. Da gibts Interpretationsraum genug.

      • Kommentar von schmidtiberg am 17.06.2011

        Zitat NB: "Das Thema: Es gibt Tage, die verändern dein gesamtes Leben, es reicht ein Dokument, ein Brief, ein einfacher Zettel und nichts ist mehr wie vorher... Wir wollen Geschichten lesen, in denen ein geschriebenes Dokument und der Tag, an dem es geschrieben wurde eine wichtige Rolle spielt." Der Tag der Veränderung ist der Erhalt des Briefes, weil der Tod ins Haus steht - absehbar in 3 Tagen. Das Datum gibt vor, dass mit Geburt bereits der Todestag feststeht.

      • Kommentar von YuutoNakamura am 16.06.2011

        "Wir wollen Geschichten lesen, in denen ein geschriebenes Dokument und der Tag, an dem es geschrieben wurde eine wichtige Rolle spielt." (Webseite) Der Brief wurde 1940 geschrieben. Am Tag der Goldenen Hochzeit wird der Brief gelesen, nicht geschrieben. Für mich verändert sich das Leben auch nicht mehr mit dem Tod. Das ist keine Philosophie. Wie es später ausgelegt wird, weiß ich aber auch nicht.

      • Kommentar von schmidtiberg am 16.06.2011

        Danke für Deine Bewertung! Allerdings sehe ich Deine sehr konstruierte Sichtweise zur Veränderung eher skeptisch. Die Wettbewerbsvorgaben sind bei weitem nicht so eng formuliert wie Du sie vermeintlich, regelrecht philosophisch auslegst. Das Geburtsdatum ist dabei nicht wirklich wichtig, sondern der Tag der Goldenen Hochzeit, denn der ist ja der Knackpunkt für den Herrn Tod und das Dokument ist der Brief. Wo also ist Dein Problem??

    • Gemeinsam in den Tod

      von AnnaH am 15.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Der Tod kommt als Reiseunternehmer und Glücksbote. Mal was anderes und eine nette Idee und weil die beiden gemeinsam sterben - eine Geschichte, die nicht traurig stimmt.
      Aufbereitung des Themas: Tod, Sterben und das akzeptieren als solches - wie verpackt man das auf unterhaltsame Art - hier ist es gelungen.
      Struktur: Chronologisch und mit der gehörigen Portion Humor durchgezogene Geschichte.
      Sprache/Duktus: Es hat sich einfach unterhaltsam gelesen, der Anspruch bleibt im Rahmen, man hofft bis zu letzt, dass sie noch ein bisschen bleiben dürfen.
      Zusammenfassend: Nette Geschichte, die zu lesen mir Spaß gemacht hat.
      • Kommentar von schmidtiberg am 16.06.2011

        Hallo AnnaH, danke für die netten Zeilen, und dass es Dir Spaß gemacht hat!

    • Freund Hein

      von /user/ am 15.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Ein paar Tage vor der Goldenen Hochzeit trifft ein Bote mit einem Brief bei Herta und Herbert ein. Dadurch verändert sich alles.
      Aufbereitung des Themas: Mit dem Auftauchen von Feund Hein war die Sache eigentlich klar. Die Umsetzung war dennoch amüsant und unterhaltsam.
      Struktur: Gradlinige Struktur, wie man sie bei einer Kurzgeschichte erwartet. Man ist sofort mittendrin.
      Sprache/Duktus: Einfache, leicht zu lesende Sprache, die die Eigenheiten der beiden Hauptprotagonisten sehr schön herausarbeitet.
      Zusammenfassend: Gut gemacht. Mir hat die Geschichte gefallen, weil sie die letzte Reise mal auf eine andere Art und Weise beschreibt. Ein schöner Wettbewerbsbeitrag.
      • Kommentar von schmidtiberg am 15.06.2011

        Vielen Dank für Deine Rezension!

    • Freund Hein

      von Talira am 13.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Ein Ehepaar steht vor seiner goldenen Hochzeit, doch ein Brief lässt alles ganz anders kommen. Ein bisschen musste ich an Rendezvous mit Joe Black denken.
      Aufbereitung des Themas: Der Name des Reiseunternehmens ließ mich schon erahnen, wo die Reise hingehen sollte. Aber das tat dem Spaß beim Lesen keinen Abbruch.
      Struktur: Die Geschichte wird geradelinig erzählt und ist in Kapiteln unterteilt.
      Sprache/Duktus: Die Kurzgeschichte ist in der Vergangenheit geschrieben. Es liest sich sehr flüssig.
      Zusammenfassend: Da ist dir wirklich eine sehr schöne Geschichte gelungen. Sie unterhält, lässt einen schmunzeln, ja sogar auflachen und bereitet einem trotzdem auch Gänsehaut und ein klein bisschen Trauer.
      • Kommentar von schmidtiberg am 14.06.2011

        Danke für Deine Einschätzung und das Dich die Geschichte gut unterhalten hat. ;-)

    • Letzte Reise

      von Rosenholz am 13.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Allein die Idee mit dem Reiseunternehmen, das zu einer Fahrt einlädt, finde ich ausgesprochen amüsant.
      Aufbereitung des Themas: Dem Autor ist es mit dieser Geschichte gelungen, die Angst vor dem Tod ein klein wenig zu mildern.
      Struktur: Chronologisch angelegt vom ersten Kontalt mit dem Reiseleiter bis zum letzten, endgültigen Ruheplatz.
      Sprache/Duktus: Gut zu lesende Sprache, die es leicht macht, sich die Situation vorzustellen.
      Zusammenfassend: Die Idee gefällt mir gut. Obwohl die Handlung mit Zustellung des Briefes vorhersehbar ist, liest es sich doch angenehm. Das ist auch der liebevollen Zeichnung der Figuen zu verdanken.
      • Kommentar von schmidtiberg am 14.06.2011

        Vielen Dank für Deine Rezension!

    • Der moderne Tod

      von Lütte am 12.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Im Sinne von "Hoch auf dem gelben Wagen". Hier ist es ein Reiseunternehmen, dass den Bus stellt und statt des Gerippes tritt ein Reiseleiter in Aktion. Die alte Dame ist genial in ihrer Art.
      Aufbereitung des Themas: Ein trauriges Thema um das Ende - mit Happyend durch Tod. Aufgelockert und stellenweise zum Schmunzeln animierend.
      Struktur: So leicht verständlich, wie es bei einer Kurzgeschichte erforderlich ist.
      Sprache/Duktus: Der Stil passt zur Aussage. Keine Beanstandungen meinerseits.
      Zusammenfassend: Ein gelungener Beitrag, mit einer Aufforderung zu einem gesunden Maß an Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen. Da ist sogar der Tod vorübergehend außer Kraft gesetzt.
      • Kommentar von schmidtiberg am 13.06.2011

        Danke für die nette Rezension!

    • wenn man dem Schiksal dazwischen pfuscht ...

      von Brigitte am 11.06.2011

      Aufbereitung des Themas: das Wettbewerbsthema ist gut getroffen und umgesetzt (wenn man nicht die Frage stellt, wieso überhaupt der Brief notwendig ist und wieso der per Kurier überbracht wird)
      Sprache/Duktus: die Sprache ist auf die jeweilige Person abgestimmt, einige wenige Zeitfehler sind mir aufgefallen ** an einer Stelle sagt Herta: "ein bisschen lang unterwegs gewesen, das Teil" was mir von der Wortwahl "das Teil" nicht zu ihrem Alter passt ** netter, humorvoller Ton mit schönen Kontrast zum Ernst der Lage
      Zusammenfassend: ich bin etwas unentschlossen. Bitte hier nicht weiterlesen, wenn ihr die Geschichte noch vor euch habt - sonst verderbt ihr euch den Spaß!!! ***Die Geschichte ist soweit in sich stimmig (wenn man nicht die Frage stellt, wieso überhaupt der Brief notwendig ist und wieso der per Kurier überbracht wird), das Thema gut getroffen und trotzdem gefällt sie mir eigentlich nicht. Wieso? Ich würde sagen: Herta nervt ;-) und das Ende ist mir zu schnulzig und zu lang. Ich bin gerade bei Kurzgeschichten eher ein Freund von Steigerung zum Höhepunkt und hartem Cut mit Schlusspointe. Daher hätte ich z.B. statt der Beerdigung und der zuckersüßen Beteuerung "lieber gemeinsam tot, als getrennt", einen cholerischen Anfalll Hertas bevorzugt, wenn sie endlich erkennt, wohin die Fahrt tatsächlich geht. Aber das ist persönlicher Geschmack. Und so wie die Geschichte hier steht passt alles zusammen, darum trotz Kritik vier Sternchen :-)
      • Kommentar von schmidtiberg am 13.06.2011

        Hallo Brigitte, kein Problem. Sollte auch keine Rechtfertigung sein sondern eher Background-Infos ;-)) Deine Rezi passt schon so wie sie da steht!!

      • Kommentar von Brigitte am 12.06.2011

        Lieber Schmidti: kein Grund, dich zu rechtfertigen! Wie gesagt: vieles ist Geschmackssache und die Geschichte funktioniert, so wie sie da steht. Das Herta nervt, sollte nicht bedeuten, dass sie unrealistisch ist (eigentlich im Gegenteil) - vielleicht hatte ich keinen guten Tag bei der Rezi und habe mich unklar ausgedrückt

      • Kommentar von schmidtiberg am 11.06.2011

        (3) Die WR mit "das Teil" finde ich gar nicht so abwegig, gerade bei fitten Rentner aus dem hohen Norden, deren Wortwahl ich immer als erfrischend empfunden habe (siehe Ohnsorg Theater). Mich wundert es übrigens auch, was meine 91-jährige Oma so alles an Sprüchen raushaut ... woher sie die wohl hat? Würde meine Geschichte im Süden der Republik spielen, gebe ich zu, dass ich "das Teil" nicht verwendet hätte. ;-))

      • Kommentar von schmidtiberg am 11.06.2011

        (2) ... sich eben mal per weltlichen Hilfsmitteln um seine "Kundschaft" kümmern muss und resolute Rentner dafür keine Zeit haben. Was die Kürze der Kurzgeschichte angeht, finde ich eine Seitenzahl zwischen 8-13 Seiten auch bei anderen Autoren immer sehr angenehm. Noch kürzer nur um des Kurzens willen, bin ich kein Freund von ;-) Zudem sagen dann wieder viele Kollegen, das müßte noch rein und das u.s.w. Übrigens, auch wenn Dich Herta nervt: Solche Leutchen gibts - ich kenn persönlich 4 ;-)

      • Kommentar von schmidtiberg am 11.06.2011

        (1) Hallo Brigitte, danke für Deine Einschätzung und Wünsche! Na ja, Herta ist nicht cholerisch, sondern eher etwas chaotisch überdreht und sieht deshalb den Wald vor Bäumen nicht. Was den Brief und den Kurier betrifft, so kann man natürlich immer fragen, warum kommt der Tod nicht einfach so - aus heiterem Himmel? Nun, weil´s dann die Geschichte so nicht gäbe ;-) (siehe Der "Brandners Kaspar schaut ins Paradies") Es machte für mich eben den Reiz aus, wenn Freund Hein ...

    • Reiselust?

      von Luther am 10.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Kurz vor der Goldenen Hochzeit hat man keine Zeit, sich Gedanken um eine Reiseeinladung zu machen. Ein Fehler?
      Aufbereitung des Themas: Der Leser ahnt zwar, worauf es hinausläuft, aber das macht nix. Mir hat die Geschichte vom Aufbau her gut gefallen.
      Struktur: Chronologisch und linear, man ist gleich mittendrin. Gut so.
      Sprache/Duktus: Wenige Rechtschreibfehler. Dadurch stolpert man nicht. Die Sprache ist flüssig und angemessen.
      Zusammenfassend: Eine schöne Idee, auf diese Weise die letzte Reise anzutreten. Es gibt zwar ein paar kleine Komplikationen, aber der Termin steht unumstößlich fest. Wirklich nett erdacht.
      • Kommentar von schmidtiberg am 10.06.2011

        Hallo Luther, danke für Deine Rezension!

    • Hält mehr, als es verspricht ...

      von AnjaBeck am 09.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: man muss auf jeden Fall nicht viel denken, das find ich schon mal gut. Was aber nicht heißt, dass die Handlung zu wünschen übrig lässt – im Gegenteil! Ich mag Kurzgeschichten mit Spannung und Überraschungseffekt. Ich finde, dass der Klappentext nicht gerade nach Spannung klingt, aber der Schein trügt ...
      Struktur: man kommt sehr gut mit, sehr ordentlich strukturiert und keineswegs verstrickt.
      Sprache/Duktus: Sehr, sehr guter Schreibstil, ganz ehrlich. Prägnante Sätze, man kommt gut mit, auch Humor spielt eine Rolle. Vielleicht ist Humor hier nicht das richtige Wort … jedenfalls sehr unterhaltsam und die Geschichte kommt unglaublich lebhaft rüber und man merkt, dass du mit viel Enthusiasmus ans Werk gegangen bist. Stimmt doch, oder? Kommafehler am Anfang: „… über die er zu Herta, aufblickte“. Sowie später: „Es jetzt denkbar ungünstigt.“ Zurück zum Thema Humor: Doch, manchmal taucht der tatsächlich auf: „Freund Hein. Herta wundert sich über den seltsamen Vornamen …“ Was ich noch sehr gut finde, ist, dass du die Geschichte so authentisch rüberbringst: Die Sprache des alten Ehepaars – genauso stellt man es sich vor! Also, ich meine, was beispielsweise die Wortwahl und so weiter betrifft. Selbst wenn du den Tonfall der beiden Protagonisten mal nicht beschreibst, erklingen die Worte von Herta und Herbert hautnah in meinen Ohren.
      Zusammenfassend: Lesen, auch wenn das Werk vielleicht auf den ersten Blick keine Spannung verspricht. Denn Spannung hat es aus meiner Sicht definitiv! Man grübelt die ganze Zeit, warum Hein so sehr auf dieser Reise beharrt. Ich kenne nun das Ende ... ihr auch?
      • Kommentar von schmidtiberg am 09.06.2011

        Hallo Anja, vielen Dank für Deine Rezension! Keine Angst, ich weiß schon wie Du´s meinst. ;-) Danke für die kleinen Anmerkungen unter "Sprache".

    • Wenn der Fährmann zwei Mal klingelt!

      von Blake am 08.06.2011

      Aufbereitung des Themas: Die Figuren werden sehr plastisch rüber gebracht. So gut, dass ich Herbert den Kopf schütteln sehen konnte, als Herta ihm den Hörer nicht geben wollte und ich mich selbst über sie aufgeregt habe;)
      Sprache/Duktus: Ein paar Fehler, die aber kaum auffallen. Ansonsten ist der Text flüssig zu lesen.
      Zusammenfassend: Mir gefällt die Geschichte sehr gut. Vielleicht würde ich Herberts Gedanken noch etwas früher hineinbringen. Das er sich Sorgen macht. Warum er sich Sorgen macht usw. Ansonsten einfach gelungen!!! Von mir fünf Sterne und den imaginären Flieger!
      • Kommentar von schmidtiberg am 09.06.2011

        Hallo Blake, danke für Deine Rezension! Interessanter Tipp mit den "Sorgen von Herbert". ;-)

    • ein Ticket für Fährmannreisen

      von Hibiskus am 08.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: ein Ehepaar erhält wenige Tage vor seiner goldenen Hochzeit eine recht ungelegen erscheinende Einladung von einem mysteriösen Reiseunternehmen. Hr. Janson hält sich zurück, doch Frau Janson setzt sich unbekümmert zur Wehr, schließlich haben sie andere Pläne.. Viel erreicht sie nicht, außer, dass sie nun auch noch mit darf/muss...
      Aufbereitung des Themas: Gelungene Kurzgeschichte zu einem traurigen Kapitel. Namen und Charakltere sind gut gewählt und sehr plastisch beschrieben. Man hat die Szenen gut vor Augen. Das letzte Kapitel hätte man vielleicht noch etwas ausschmücken können. Wie reagieren die anderen? Ist der Sterbeprozeß wirklich so kurz und schmerzlos?
      Sprache/Duktus: Mir gefällt die Sprache trotz all ihrer Flüchtigkeitsfehler, die ich im Übrigen glatt überlesen habe, da mir die Beschreibung der Charaktere mit all ihren Schrulligkeiten so gefiel.
      Zusammenfassend: Fantastisch, wie Du es schaffst, Deinen Figuren Leben einzuhauchen. Man sieht sie förmlich vor sich, kennt sie ab der ersten Seite und findet sie äußerst sympatisch mit oder vielleicht sogar wegen ihrer Eigenheiten! Kompliment! Ich finde, das ist fünf Sterne wert und wenn ich könnte, gäbe ich auch noch den Flieger!
      • Kommentar von schmidtiberg am 09.06.2011

        Herzlichen Dank für Deine Bewertung und das Dir die Geschichte gefallen hat! ;-)

    • Gegen Ende hin Gänsehaut

      von Bloodymary am 05.06.2011

      Zusammenfassend: Wow, eine Geschichte genau nach meinem Geschmack. :-) Der Anfang zog sich leider ein wenig, wenn ich auch nicht genau sagen kann, woran es lag. Aber ab dem Moment, an dem der Leser kapiert, dass es sich bei dem Postmann um den Tod handelt, konnte ich nicht mehr aufhören. Eine Sache, die mir auch aufgefallen ist, ist die Erklärung mit den "bedauerlicherweise 4 Jahre Verzug". Könntest du das nicht früher, bzw. subtiler in die Geschichte weben??? Und ich finde, der Postbote sollte von Anfang an Gänsehaut verursachen, so, dass man als Leser ahnt, "mit dem stimmt was nicht" Ohne zuviel zu verraten ... ihm vielleicht ein höheres Gewicht in der Geschichte geben, mehr Raum, falls du verstehst, was ich meine?! Er könnte vielleicht wirklich wie ein bedrohlicher, schmieriger Vertreter auftreten (mafia-artig) und im laufe der Story immer dunkler und düsterer werden ... ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll. Anyway, das sind nur meine Eindrücke (ich bin halt ein Edgar A. Poe Fan) und die Thematik hat mich etwas an ihn erinnert. ;-) Für die tolle Idee und die packende Geschichte vier * (und einen nicht exestierenden, aber gefühlten Flieger für den Piloten) :o)))
      • Kommentar von schmidtiberg am 06.06.2011

        Hallo Bloodymary, vielen Dank für Deinen Besuch sowie Deine Eindrücke und Vorschläge. Da sieht man wieder, wie sehr die Meinungen auseinander gehen. Den einen ist es zu vorhersehbar und Du möchtest Gevadder Tod noch früher als "Bösewicht" haben. Aber so ist das nun einmal, jeder liest die Geschichte etwas anders... Aber das passt schon so - P.S.: Prima, dass Du wieder auf der Plattform bist ... ;-)

    • Traum

      von FiannaCessair am 05.06.2011

      Zusammenfassend: Eine wunderschöne Geschichte. Letztendlich der Traum für jedes Paar, das sich liebt. Gemeinsam diese Welt verlassen. Ich hätte mir diese Möglichkeit vor acht Jahren zumindest gewünscht.
      • Kommentar von schmidtiberg am 06.06.2011

        Danke, schön, dass die Geschichte so nah an Deinen Erinnerungen liegt, auch wenn es ein trauriger Anlass war ...

    • H+H auf der letzten Reise

      von /user/ am 05.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Ein lang verheiratetes Ehepaar erhölt weinige Tage vor der Goldenen Hochzeit einen Brief, in dem der Ehemann zu einer Reise eingeladen wird.
      Aufbereitung des Themas: Durch den Namen des Boten und der Firma, für die er arbeitet, wurde mir schnell klar, was das für eine Reise ist.
      Struktur: Gradlinige Struktur, die chrnologisch durch die Handlung führt.
      Sprache/Duktus: Einfache und leicht zu verstehende Sprache mit weingen Flüchtigkeitsfehlern.
      Zusammenfassend: Eine nette und unterhaltsame Geschichte, die zwar vorhersehbar ist, aber dennoch ihren eigenen Cahrme hat.
      • Kommentar von schmidtiberg am 05.06.2011

        Hallo Friesengirl, danke für Deine Rezension! Was die Vorhersehbarkeit betrifft, habe ich mir natürlich auch überlegt, aber wegen der Kürze (Vorgaben) habe ich mich bewußt auf die Reaktion / das Ignorieren der Situation bzw. deren Fehleinschätzung durch mein Rentnerehepaar konzentriert.

    • Fährmann als Postbote?

      von Kratzfeder am 04.06.2011

      Zusammenfassend: Herbert und Herta sind mitten in den Vorbereitungen zur Goldenen Hochzeit, als plötzlich ein seltsamer "Postbote" ihr Leben durcheinanderwirbelt. Eine nette Geschichte, die jedoch leider (vor allem am Anfang) viele sprachliche Unsauberkeiten aufweist: kann man Gründe vor sich hinbrummeln? +++ "was wollen sie?" Sie, später auch ihnen/Ihnen : "in seiner innernen Ruhe verweilend" +++ Zeitfehler: Bsp. Postbeamter (gewesen) +++ Bezüge: Bsp.: Sie war ein Jahr jünger und noch nie anders gewesen … +++ bezaubernde Enkelin schenkte (gerade jetzt?) : geschenkt hatte +++ Die Betonung in Großschreibung DU ... oder ICH ist unschön, vielleicht besser die Sätze so konstruieren, dass der Leser sie auch ohne die optische Aufbereitung "hören" kann +++ Die Geschichte selbst ist leider sehr vorhersehbar und zieht sich deshalb etwas in die Länge. Etwas gestrafft und die Besonderheiten/liebevollen Eigenheiten der beiden noch etwas verknappt, sicher eine sehr liebevolle und schöne Geschichte, die auch völlig in den Rahmen des Wettbewerbs passt.
      • Kommentar von schmidtiberg am 06.06.2011

        Hallo Kratzfeder, danke für den Tipp bzw. die logische Aufschlüsselung. Muss ich sagen, wußte ich auch noch nicht. Im Brief klar, aber dass Ähnliches auch für die WR gilt war mir neu: PRIMA ;-))

      • Kommentar von Kratzfeder am 06.06.2011

        Zitat:"Bei ""was wollen sie?" Sie, später auch ihnen/Ihnen" weiß ich nicht genau, was Du damit meinst." Es muss heißen: "Was wollen Sie" "Wie geht es Ihnen" … also groß … bei: "Ich weiß nicht, was du meinst" allerdings klein. (Außer im Brief). Ich merke mir das immer mit der Faustregel: Wenn man es "verwechseln" könnte … also sie/Sie ihnen/Ihnen ist das einer oder mehr? Dann in der wörtlichen Rede groß schreiben. "Du" kann man nicht verwechseln, ist immer einer. Gruß KF

      • Kommentar von schmidtiberg am 06.06.2011

        (2) - 6. "DU" und "ICH": Stimmt. Ich denke sogar, man könnte es einfach normal lassen. Die WR sind eigentlich eindeutig genug. 7. Für die Vorhersehbarkeit habe ich mich entschieden, weil ich mich auf die Reaktion / das Nicht-Wahrhaben-Wollen konzentrieren wollte. 8. Straffung: Auch die Besonderheiten/liebevollen Eigenheiten verknappen? Würde da nicht einiges an Charme der Story verloren gehen, statt besser zu werden? Hätte eh gern mehr geschrieben als 20000 Z. Trotzdem danke für Deine Mühe!

      • Kommentar von schmidtiberg am 06.06.2011

        (1) Liebe Kratzfeder, vielen Dank für Deine hilfreiche und kritische Bewertung: 1. Was Herta vor sich hin brummelt, sind die Gründe, warum sie eigentlich keine Zeit hat, die Tür zu öffnen. ". Bei ""was wollen sie?" Sie, später auch ihnen/Ihnen" weiß ich nicht genau, was Du damit meinst. 3. "inneren" ist klar "n" zuviel. 4. Die Zeitfehler: klar (muss Vorvergangenheit sein). 5. "noch nie anders gewesen", da könnte man noch eine Verdeutlichung einfügen auch bei der Enkelin. (weiter s. (2))

    • Reiseunternehmer

      von Wandersleben am 02.06.2011

      Allgemeines/Grundthese: Herta und Herbert, ein Paar, das kurz vor der Goldenen Hochzeit Besuch von einem Boten bekommt. Der bringt einen Brief mit einer Einladung zu einer Busfahrt.
      Aufbereitung des Themas: Authentisch beschriebene Szenen um das alte Ehepaar. Sie haben sich aneinander gewöhnt. Er an ihr etwas chaotisches Wesen, sie an seine Beamtenstruktur. Die beiden ergänzen sich. Da ist es selbstverständlich, auch Reisen nur zusammen anzutreten.
      Struktur: Eine chrnonologische und gradlinige Struktur. Der Text ist in Kapitel gegliedert.
      Sprache/Duktus: Der Autor hat die Szenen mit einer schönen Leichtigkeit beschrieben. So ein Pärchen kennt fast jeder. Sehr gelungen.
      Zusammenfassend: Wunderschön mitten aus dem Leben entnommen. Ohne viele Schnörkel genau auf den Punkt gebracht. Hat mir gut gefallen.
      • Kommentar von schmidtiberg am 04.06.2011

        Hallo Wandersleben, vielen Dank, dass Du so einen amüsierten Eindruck von meinem Pärchen hast!

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      Herbert und Herta

      von vincent casca am 31.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Als ich die Ausschreibung für diesen Wettbewerb gelesen habe, habe ich mir genau so eine Art Schriftstück vorgestellt.
      Aufbereitung des Themas: Köstlich für mich die Szene, in der Herta das Telefon übernimmt. Auf Seite 12 stelle ich erste Mutmaßungen an, daher muss ich über die Stelle "... ich weiß sowieso nicht, warum mein Mann alleine fahren sollte" herzhaft lachen. Aber die Spannung steigt in mir. Die Sache mit dem "vor vier Jahren" gefällt mir auch gut
      Struktur: Ich bin tatsächlich sehr gespannt gewesen bis es mir klar war, was hier wohl noch passiert. Und selbst dann hoffe ich ja immer noch bis zuletzt.
      Sprache/Duktus: Zunächst gefällt mir diese gewöhnliche ruhige Beschreibung der Charaktere, die vielen Kleinigkeiten, die Schmidtiberg immer wieder einfließen lässt und dies wohl sehr geschickt, bin ich doch erst auf Seite 2 und kenne dieses Ehepaar bereits persönlich.
      Zusammenfassend: Besonders gefällt mir hier noch die besondere Alltäglichkeit zweier Menschen zu Beginn der "Veranstaltung" und dass sie während ihrer auch keinen Deut von ihrem Sein abrücken. ("Das geht jetzt nicht, jetzt ist Kaffeezeit" Punkt aus fertig.) Das Ende stand nicht auf meinem Zettel und ich hätte mir auch lieber was anderes gewünscht, aber Lesen ist kein Wunschkonzert. Auch wenn Schmidtiberg mir nicht den Gefallen erwiesen hat, "mein" Ende zu produzieren, will ich mal nicht so sein und fairerweise die fünf Sterne rausrücken für eine kurze Geschichte, die mich gut unterhalten hat.
      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Hallo Vincent, vielen Dank für diese ausführliche Schilderung Deiner Leseerfahrung bei meiner Geschichte. ;-)

    • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

      Leider sehr vorhersehbar

      von tHEfOOl am 31.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Alltag bei den Jansens - drei Tage vor ihrem Festtag zur goldenen Hochzeit. Der Leser erhält einen Einblick in wenig aufregende Abläufe - bis da ein Firmenvertreter klingelt und eine Reise ankündigt, die dem Paar die Tage bis zur Feier ziemlich vergraulen soll.
      Aufbereitung des Themas: Mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen wird das in Liebe gealterte Ehepaar porträtiert … als alter Postbeamter unverändert schrullig Herbert, als Chaotin (zumindest in der Küche) seine Frau Herta. Sie haben sich aneinander gewöhnt und die Vorstellung, dass einer 'früher' abreisen/bzw. überhaupt verreisen solle, passt keinem von beiden. Ein Altersthema mit tragischem Grundpotenzial … umso älter die Paare werden, desto ungerechter erscheint dem übrig gebliebenen Teil das Schicksal.
      Struktur: Geradeheraus, ohne Umschichtung der Handlung - klar gegeneinander abgegrenzte Szenen. Für diese Art von Kurzgeschichte also einfach, aber auch sehr passend.
      Sprache/Duktus: Aus einer Erzählerperspektive heraus, knapp, sehr bildhaft - aber manchmal etwas unsicher - wodurch die zu vermittelnde Idee etwas umständlich ausgedrückt wird. (2. Hauptabsatz auf S.1 - die Beschreibung der hektischen Herta im Vergleich zum ruhigen Herbert. // eindringlicher noch auf S. 7 - die Szene Herta mit dem Brief in der Hand, den sie nicht öffnete >>…ach, wenn es ihr schwer fiel, denn er war an Herbert adressiert.<< - Öffnete sie normalerweise seine Post?) ***** Einige Zeitfehler gibt es, die aber nicht wirklich auffällig und die Lektüre behindernd sind - dazu ein paar Stellen, die sicherlich anderen Leser nicht weiter auffallen müssen (der Ausdruck >>das Teil<< für einen Brief aus dem Mund einer über Siebzigjährigen z.B.). Dafür habe ich auch solche Perlen wie >>… schließlich war er in Pension und nicht auf der Flucht<< genießen dürfen und das hat den Text wieder aufgewertet.
      Zusammenfassend: "Twilight Zone" … irgendwie ist mir diese TV-Serie von Rod Serling eingefallen, als ich die Lektüre beendet hatte. Mysteriöses Geschehen, prima verpackt (= gut lesbar dargeboten) … allerdings auch ganz ohne jegliches, gerade für diese Art Plot sehr gut mögliches Überraschungsmoment und weiterführende Problematik. Dadurch, dass der Tod schon im Beginn auftaucht, im Titel erwähnt wird und über das 'Reiseunternehmen Fährmann' jegliche Zweifel ausräumt, vergibt sich hier ein möglicher Spannungsaufbau. Und über die beiden biederen Leutchen mit dem Gedanken an die Goldene Hochzeit ließ sich dann wohl auch kein spritziger, vielleicht sarkastischer oder auch anklagend- philosophisch-diskutierbarer Gedanke einbauen. Das fand ich sehr schade … besonders im Nachhinein. Mit der letzten Zeile der Geschichte endet hier bei mir tatsächlich das Interesse an einer 'internen Aufarbeitung' des Textes … und das hätte nicht so sein müssen. Schmidtiberg … Deine Sprache und die Idee des Plots verraten mehr, als Du hier zeigst. Da könnte ich mir ein 'Mehr' an Inhalten vorstellen. Ist aber (wie immer) nur meine eigene, verquere Meinung. ***** Erstaunlicherweise kann ich hier eine Empfehlung vergeben, die ja laut NEO sowieso nichts wert sein wird/soll. Na ja … mir geht es dabei um die 'Auszeichnung' und den Anreiz. Also … Abflug, Flieger!
      • Kommentar von schmidtiberg am 01.06.2011

        Aha! Alles klar! Danke für den Denkanstoss! ;-)

      • Kommentar von tHEfOOl am 01.06.2011

        p.s.: Das 'Mehr an Inhalten' bezieht sich nicht auf 'Handlung' im herkömmlichen Sinn. Über Andeutungen und kleine Extra-Hinweise lässt sich auch ohne Action viel erreichen. Ich möchte nicht, dass es so rüberkommt, als fehlte mir in der Geschichte quirliges Hin und Her. Auch das 'Nachdenken' der Protagonisten kann ja sehr 'geladen' sein.

      • Kommentar von tHEfOOl am 01.06.2011

        Klar, Thomas ... Riesenthema und wenig Platz, es umzusetzen. Sollte ja auch kein Vorwurf sein ... nur ein Hinweis, weil ich mir von Deiner Schreibe die Möglichkeiten erwarte. (Deshalb waren mir persönlich die schulischen Deutschaufsatzthemen 'Das schönste Ferienerlebnis' immer willkommen. Da konnte man irgendwelchen Blödsinn verzapfen und bekam noch Lob dafür. Das 'echte', schönste Erlebnis hätte wohl auch dort jeden Rahmen gesprengt.)

      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        >> mehr Wert auf den Verlauf mit dem Nicht-Wahrhaben-wollen des Unvermeidlichen zu legen, als noch eine Kehrtwende einzubauen o.ä.. Du gehörst auch zu den wenigen Lesern, denen offenbar sofort der Name "Freund Hein" = Tod etwas gesagt hat. Ich persönlich mußte nach einen neutralen Namen suchen und kannte diese Bezeichnung noch gar nicht. Außerdem fand ich ihn passend auch für "Wortspiele". Ein Mehr an Plot-Inhalt hätte ich auch gerne eingebaut /ausgebaut, aber bei 20000 Zeichen? ;-) Danke Dir!

      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Hallo Alex, lieben Dank für Deine ausführliche Rezension ein mal aus einer etwas anderen Sichtweise. Die Zeitfehler sind klar. Die Sache mit "das Teil" ist mir deshalb eingefallen, weil Herta rüstig, robust und nicht auf den Mund gefallen ist. Außerdem ist sie eine Hamburgerin und dem norddeutschen Temperament traue ich so eine Wortwahl schon zu. Über ein Überraschungsmoment habe ich mir auch Gedanken gemacht, aber wegen der Kürze der Geschichte (Vorgaben), habe ich mich dazu entschieden... >>

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      Vom Küchentisch zum Friedhof

      von /user/ am 31.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Herbert und Herta - ein ganz besonderes Paar, das seit 50 Jahren verheiratet ist. Sie haben sich aneinander gewöhnt, so dass Herta ihren Herbert nicht allein auf große Fahrt gehen lassen will. Unter keinen Umständen.
      Aufbereitung des Themas: Guter Einstieg und Fortlauf der Handlung. Immer eine Spur Ironie dabei. Das gefällt mir.
      Struktur: Chronologische Struktur, die vom Küchentisch bis auf dem Friedhof führt.
      Sprache/Duktus: Leicht und flüssig zu lesen. Wenige Flüchtigkeitsfehler, was das Lesen senr angenehm gestaltet hat.
      Zusammenfassend: Eine sehr schöne Idee, die zeigt, dass manches Paar bis zum Schluss gemeinsam durch dick und dünn geht. ;-)
      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Danke für Deine Einschätzung und das Dir Geschichte gefallen hat.

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      Schön

      von Nadi am 31.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Der Tod lädt zur Reise ein. Was für ein Gedanke. Wer möchte nicht an der Seite des liebsten Menschen den man hat sein Leben beenden.
      Aufbereitung des Themas: Gut durchdacht von der Idee bis zur Umsetzung. Man fühlt sich wohl in der Erzählung.
      Struktur: Obwohl man von Anfang an weiß, worauf es hinaus läuft, amüsiert man sich über die Beschreibung der beiden Charaktere, die liebevoll überspitzt dargestellt werden und wohl auch das Rezept einer guten Ehe beeinhalten. Liebe das besonders, was dich eigentlich stört, denn es gehört zu dem, den du liebst.
      Zusammenfassend: Danke, ein schöner Abschluss eines angenehmen Tages.
      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Danke Dir, Nadi! Prima, wenn Dein Tag damit gut geendet hat. ;-)

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      Amüsant inszeniert

      von Jorden am 30.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Herta & Herbert: ein stinknormales Ehepaar, das kurz vor der Goldenen Hochzeit steht. Dann ein mystischer Brief...
      Aufbereitung des Themas: Ein durchdachtes Konzept. Perfekt etikettiert und dargeboten.
      Struktur: Chronologisch und gradlinig durch die Story führend.
      Sprache/Duktus: Leicht und flüssig, weder langatmig noch zu skizziert. Handwerklich einwandfrei. Gefühlvoll und amüsant inszeniert.
      Zusammenfassend: Ich fand es ein bisschen zuuuu vorhersehbar, dennoch tut das meinem positiven Eindruck keinen Abbruch. Schmidti ist ein talentierter Erzähler und dafür braucht er keine Jorden, die ihm das zu bestätigt. Dennoch möchte ich mit den 5 Sternchen meinen Respekt ausdrücken.
      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Hallo Jorden. Doooch! Natürlich brauch ich eine Jorden, denn davon lebt neobooks und ich auch. Schließlich will ich aus den BEwertungen lernen oder/und bin immer gespannt, wie oder was andere in der Geschichte sehen, fühlen oder herauslesen. Merci Dir.

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      Liebe ohne Grenzen

      von Peter M am 30.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Liebe überwindet Grenzen. Auch wenn ich im laufenden Wettbewerb die ein oder andere Geschichte zu dem Thema gelesen habe, diese ist etwas besonderes.
      Struktur: Die altmodische Namensgebung, die bevorstehende Goldene Hochzeit und die Rollenverteilung der beiden bringen ordentlich Staub in den Anfang.
      Sprache/Duktus: Auch ist der Fortschritt der Geschichte zu Beginn eher trottend als forsch, bis der "Freund" die Bühne betritt.
      Zusammenfassend: Wäre das MS nicht mit feinem Humor gespickt, würde ich die Geschichte als rührend bezeichnen. Aber sie ist mehr als das. Der Abgang ist wunderbar gefühlvoll aus einer Vogelperspektive beobachtet, das gibt dem Leser einen angenehmen Abstand und nimmt die nicht gewollte Trauer etwas raus. Gute Unterhaltung.
      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Hallo Peter, danke für die aufschlussreiche "Zusammenfassung" und wie Du die Geschichte gesehen hast!

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      Einfach toll!

      von bongi am 30.05.2011

      Zusammenfassend: Sorry, aber ich muss es schon wieder tun. Diese Kurzgeschichte schreit nach 5 Sternen und der Empfehlung, obwohl ich mir immer wieder vornehme, kritischer zu sein. Schmidti, Du hast mich überzeugt. Zuerst glaubte ich mich in einem Loriot-Sketch. Sehr authentisch und gefühlvoll beschreibst Du die Ehe von Herbert und Herta. Sie etwas chaotisch, er ein sturer Beamter, auch im Ruhestand noch. Ich saß mit den beiden am Küchentisch und habe ihnen zugehört. Die Story hat mich lachen lassen, ich sah Oma und Opa vor mir, als ich selbst noch klein war. Und sie hat mich betroffen gemacht, als sie schließlich die entscheidende Wendung nimmt. Schade, dass die beiden sterben mussten. Ihnen hätte ich noch eine großartige Zeit gegönnt. Freund Hein hat den Weg in mein Herz gefunden.
      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Hallo Bongi, danke für Deine gefühlvolle Bewertung. Schön, wenn Du Dich als Bescuher am Tisch der beiden gefühlt hast.

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      Der Freund Hein...

      von Frieda Y am 30.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Herbert und Herta - ein Ehepaar kurz vor der Goldenen Hochzeit... Die Geschichte beginnt so bodenständig wie die Namen der Protagonisten es erwarten lassen, bis ein rätselhafter Brief droht die Planung der Feierlichkeiten durcheinander zu bringen.
      Zusammenfassend: Die Geschichte ist gut geschrieben, die Sprache leicht verständlich und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen sind anschaulich, aber nicht zu langatmig oder ausführlich. Alles in allem eine leicht zu lesende, interessante Kurzgeschichte, die ein oft beängstigendes Thema locker erzählend aufgreift. Ein kleines Sternchen ziehe ich ab, weil das Ende (und damit auch alles drum herum...) zu vorhersehbar war und mir dadurch ein wenig die Spannung und der Zauber fehlten, die ein perfektes Werk für mich braucht. Aber alles in allem: Beide Daumen hoch!
      • Kommentar von schmidtiberg am 31.05.2011

        Hallo Frieda Y, vielen Dank für Deine Meinung. Die Sache mit dem vorhersehbaren Schluss ist natürlich auch etwas der Kürze (Vorgaben) geschuldet. Mit etwas merh Platz, hätte ich dies sicherlich noch etwas verschleiern können ... ;-)

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      Bis dass der Tod Euch scheidet?

      von Busy am 29.05.2011

      Zusammenfassend: Eine Gänsehaut habe ich schon bekommen, aber gefallen hat mir die Geschichte sehr gut. Das ist doch mal ein Monument für eine große Liebe... Auch wenn das Ganze ein wenig komisch und unterhaltsam herüberkommt, weil die Liebenden so herrlich bodenständig sind. Eine gelungene Kombination von Humor und Makaberem. Hut ab!
      • Kommentar von schmidtiberg am 29.05.2011

        Hallo, Busy, danke für die netten Zeilen! Ich bin schon langsam erstaunt darüber, welch verschiedenen Gefühle und Eindrücke meine kleine Geschichte bei den Lesern hervorruft. Sehr interessant für mich als Schreiberling ;-)

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      Freund Hein

      von scottcr1 am 29.05.2011

      Zusammenfassend: Genial. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, ob es wohl wirklich so zugeht, daß man "abgeholt" wird und alles aus der anderen Perspektive sieht. So etwas ähnliches habe ich in meinem Buch auch geschrieben. Zu diesem aber hier: Der Text ist gut geschrieben, ohne große Verschnörkelungen oder Ausführungen, die Bücher oft langweilig machen. Das Ehepärchen ist genauso, wie ich mir Oma und Opa in dem Alter vorstelle und zudem recht amüsant. Also, von mir fünf Sterne für Freund Hein!
      • Kommentar von schmidtiberg am 29.05.2011

        Danke für Deine Rezension!

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      toller titel!

      von pepsi carola am 29.05.2011

      Zusammenfassend: herta und herbert in der küche, ich seh sie vor mir und bin echt froh, dass herta keinen fettbrand verursacht hat *g* obwohl ich ahnte, wer freund hein wohl ist, war ich mir doch nicht sicher und musste weiterlesen, um es herauszufinden. spannungsbogen funzt! schöne geschichte. muss nicht immer drama sein ;-)+++lg nach hamburg eidelstedt ... oder nach ohlsdorf? schmidtiberg, weiß nicht, ob ich dir zumuten kann, freund hein aufzusuchen, damit er die grüße übermitteln kann ... ;)+++ jedenfalls, alles gute ;-) von pepsi
      • Kommentar von schmidtiberg am 29.05.2011

        Hallo pepsi Carola! Herzlichen Dank für Deine Zeilen. Ich bin Oberfranke, aber Hamburg ist meine Lieblingsstadt in Deutschland; war da auch schon beruflich etliche Monate.

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      Freund Hein

      von Twin Susanne am 29.05.2011

      Zusammenfassend: "Freund Hein" ist wohl der einzige Freund, den ich weder auf Facebook anklicken noch sonst wo in den nächsten Jahren treffen möchte ;-) Wunderbar auch Herbert und Herta - diesmal nicht "bis der Tod euch scheidet" - am Anfang musste ich lachen und am Ende Tränen tupfen. Für die neue Idee eines alten Themas gibt es von mir volle Punktzahl und den Flieger.
      • Kommentar von schmidtiberg am 29.05.2011

        Hallo Susanne. Danke für Deine Bewertung. Schön, dass Dich die Geschichte angerührt hat. Ich habe lang gesucht, bis ich eine Bezeichnung für Gevatter Tod gefunden habe, den ich verwenden konnte ohne gleich (sofort) zu verraten, um wen es sich handelt... ;-) Aber "Freund Hein" bei Facebook ... Hmmm, das wär doch mal was! Gäbe bestimmt auch eine skurrile Story!

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      Wunderbar!

      von Jutta Wölk am 29.05.2011

      Zusammenfassend: Ich musste herzhaft lachen und bekam am Schluss eine Gänsehaut nach der anderen. Mehr möchte ich nicht verraten. Klasse! Dafür gerne fünf Sterne, reimt sich sogar, und einen Flieger - für den Krieger.
      • Kommentar von schmidtiberg am 29.05.2011

        Hallo Jutta, danke für Deine Rezension! Schön, wenn meine "wenigen" Zeilen soviel Gefühl bei Dir ausgelöst haben. *erstaunt bin* ;-))

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      Wo du hingehst, da will auch ich hingehen ...

      von Bücherwürmchen am 29.05.2011

      Zusammenfassend: Eine wunderbar erzählte Geschichte. Ich habe Herbert am Küchentisch sitzen sehen, ein pesionierter kleiner Beamter, bei dem alles seine Ordnung haben muss. Herta dagegen mit ihrem chaothischen Flair ist völlig anders gestrickt. Gegensätze ziehen sich tatsächlich oft an. In diesem Fall ergänzen sie sich seit 50 Jahren und verlassen am Tag der Goldenen Hochzeit gemeinsam die Bühne des Lebens. Das gefällt mir.
      • Kommentar von schmidtiberg am 29.05.2011

        Hallo Bücherwürmenchen, vielen Dank für netten Zeilen!

    • Dingdong ...

      von Kirk Spader am 28.05.2011

      Zusammenfassend: Vom Grinsen bis zur Träne im Auge in 16 Seiten. Herta fand ich superklasse und Herbert in seiner alten Postlerweste, wie er die Zeitung geometrisch exakt zusammenfaltet, stand mir auch direkt vor Augen. Eine tolle Geschichte. Vier Sterne und einen für das Cover. Ich möchte nicht in der TdS-Jury sitzen bei so vielen genialen Storys. LG Kirk
      • Kommentar von schmidtiberg am 28.05.2011

        Hallo Kirk, thank you very much! Danke auch fürs Cover! Übrigens hast Du recht mit der TdS-Jury, denn es sind wirklich sehr, sehr gute Beiträge eingestellt worden.

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      Trockener Humor

      von Patricia Koelle am 28.05.2011

      Zusammenfassend: Gerne gelesen, der trockene Humor und lockere Stil mit unterschwelliger Dramatik gefällt mir. Das letzte Kapitel wäre eigentlich gar nicht nötig gewesen.- Man kan länger darüber nachdenken, vor allem, wenn es mal an der Tür klingelt :-)
      • Kommentar von schmidtiberg am 28.05.2011

        Danke Patricia für Deine Zeilen! ... und immer schön aufpassen, wer vor der Tür steht ;-))

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      Vorname der Woche: Freund;-)!

      von AntjeM am 27.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Herta und Herbert sind seit 50 Jahren verheiratet und stehen kurz vor ihrer Feier zur Goldenen Hochzeit. Das Datum fällt auf Herberts Geburtstag. Ein netter Herr vom Reisebüro überbringt persönlich einen Gewinnbescheid, der eigentlich bereits 4 Jahre zuvor eingelöst werden sollte. Doch dieses ungewöhnliche Schreiben birgt einen tieferen Sinn....
      Sprache/Duktus: Wie ich es schon von Schidtiberg kenne, ist auch hier die Sprache bunt und abwechslungsreich. Das ganze mit einem Schmunzel versehen und seine Figuren sind sehr lebendig - fast schon gezeichnet! Eine kleine Anmerkung habe ich aber gefunden: Auf Seite 7 und 8 beschreibst du zweimal die Haare von Hr. Hein...wohl zwei Mal unterschiedlich, aber hier könnte durchaus ein anderer Blickwinkel spannender sein! Bei Herta ist mir aufgefallen: Sie erkennt zwar, das an diesem Datum die Party und ihre goldene Hochzeit steigen soll, ist mir dann aber zu überrascht, wenn Herbert sagt, dass er da Geburtstag hat! Sie sollte nach 50 Jahren Ehe vielleicht etwas eher schalten, auch wenn sie so durcheinander ist! Nur meine Empfindung!
      Zusammenfassend: Toller Beitrag zum Tag des Schreibens, die Wettbewerbsrichtlinien sind voll erfüllt und es macht viel Spaß diesen Text zu lesen. Weiter so und Go for de Platzierung;-))) LG Antje
      • Kommentar von schmidtiberg am 27.05.2011

        Hallo Antje! Lieben Dank für Deine Zeilen. Ja, die Sache mit Heins Frisur ist mir auch schon beim Schreiben durch den Kopf gegangen ... Herta kennt natürlich das Geburtsdatum ihres Herberts, aber nachdem sie alles nur mit "halben A..." ließt, wie wir Franken zu sagen pflegen, kam sie halt nicht drauf. Aber es ist natürlich ein berechtigter Kritikpunkt!

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      Goldene Hochzeitsreise

      von Marla am 27.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Ehepaar in Vorbereitung auf die Goldene Hochzeit erhält Einladung zur letzten Reise, denkt aber nicht im entferntesten daran, sie anzunehmen, zumindest nicht zum vorgegebenen Termin. Und überhaupt.
      Aufbereitung des Themas: Chronologisch wird die Zeit vom Erhalt der Einladung bis zur Goldenen Hochzeitsreise erzählt. Die Wettbewerbsbedingungen sind perfekt erfüllt.
      Sprache/Duktus: Sehr lebendige, flüssige Sprache, viele Dialoge, wie direkt aus dem Leben gegriffen. Nicht sicher, ob man sich freuen oder bedauern soll, dass die 50 Jahre bald einen goldenen Abschluss finden.
      Zusammenfassend: Meine Güte, er kapiert es nicht. Hilfe, sie noch weniger. Da kommt schon die Vorwarnung in Form einer Einladung, und anstatt die Koffer zu packen und sich reisefertig zu machen, streiten sie noch am Telefon mit IHM über den passenden Termin. Und bereiten noch das Kaffeebüffet zur Goldenen vor, so als ob nichts im Busch wäre. Ein kleines Meisterwerk über die Verdrängung und das Ignorieren von (unabänderlichen) Tatsachen, und darüber, wie man über alles und nichts aneinander vorbei-kommunizieren kann. So ist es sicher die ganzen letzten 50 Jahre gelaufen..
      • Kommentar von schmidtiberg am 27.05.2011

        Hallo Marla! Herzlichen Dank für Deine Bewertung. "aneinander vorbei-kommunizieren" - Herrlicher Ausdruck. Tja, so ist das Leben eben... ;-)

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      Freund Hein

      von Sigrid am 27.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Ein Ehepaar, kurz vor ihrer Goldenen Hochzeit erhält einen Brief, dass ausgerechnet an Tag der Feier, der Ehemann zu einer Fahrt eingeladen wird.
      Aufbereitung des Themas: Eine gut durchdachte Geschichte, vom Anfang bis zum Ende.
      Sprache/Duktus: Flüssig, bildlich, keine Schnörkel, kein Wort zuviel, keins zuwenig.
      Zusammenfassend: Erst einmal eine ausgesprochen gute Idee zum Thema. Das Ehepaar lebendig dargestellt, auch wenn der Leser schon weiß, worauf der Autor kommen wird, alleine schon durch die Namen Hein und dem Namen des Unternehmens. Doch davon lässt sich der Leser nicht beirren, taucht weiter in den Alltag des Ehepaares ein. Zwei Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch schon 50 Jahre miteinander auskommen. So sehr, dass die Frau ihren Mann auf gar keinen Fall alleine reisen lassen möchte, egal wohin und sei es zum Friedhof. Das Ehepaar kommt sehr gut rüber. Auch Hein, der "vor den Kopf" gestossen wird, weil er solch ein Aufbegehren in all seiner Zeit noch nicht erlebt hatte. Rührend geschrieben, liebevoll gewählte Worte. Hervorragende Dialoge.
      • Kommentar von schmidtiberg am 27.05.2011

        Boah! Danke für Deine Rezension! Schön das Dir die Jansens gefallen haben.

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      Was besonderes

      von Tabeja am 27.05.2011

      Zusammenfassend: Dies war eine richtig schöne Geschichte. Voller Witz und zugleich ein völlig ernstzunehmender Text. Das Ehepaar war so realistisch dargestellt, dass ich die beiden fast in meinem Wohnzimmer hatte. ^^ Jede ihrer Bewegung habe ich genau gesehen, als würde ich einen Film schauen. Bis auf ein paar schwere Sätze, über die ich gestolpert bin, war es auch eine schöne Sprache. Der Schluss trieb mir die Tränen in die Augen. Irgendwie bin ich doch sehr nah am Wasser gebaut. :o) Gefiel mir wirklich gut!
      • Kommentar von schmidtiberg am 27.05.2011

        Danke, Tabeja, dass Dich die Geschichte so angerührt hat. Mit den Sätzen, denke ich, weiß ich welche Du meinst ... ;-)

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      Freund Hein

      von LyFa am 26.05.2011

      Zusammenfassend: Ich hab die 2 richtig vor mir gesehen. Sie in der Küche, die Hände noch voll Mehl und er sitzt gemütlich da und liest Zeitung. Als es klingelt muss sie aufmachen, weil er noch nicht fertig ist mit seiner Zeitung. Bei dem späterem Telefonat hat sie, im Gegensatz zu ihrem Mann, bis zum Schluss nicht verstanden um was für eine Reise es geht. Wichtig war ihr nur, dass sie mit darf. Ich kenne Leute denen traue ich sowas zu ;)
      • Kommentar von LyFa am 26.05.2011

        <====K <--------das soll jetzt der Flieger sein, den ich anders leider nicht hinzufügen kann

      • Kommentar von schmidtiberg am 26.05.2011

        Hallo LyFa, schön, das Dir die Geschichte gefallen hat. Auch an Dich die Bitte: Sofern Du einen Flieger vergeben wolltest, bitte noch hier als Kommentar vermerken, damit ihn neobooks ggf. nachtragen kann. Danke!

    • Die letzte gemeinsame Reise

      von Eisgräfin am 25.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Herbert und Herta sind fast 50 Jahre glücklich verheiratet. Kurz vor Ihrer Goldenen Hochzeit bringt ein Bote der Fa. Fährmann-Reisen einen Brief, in dem er zu einer Reise am Tag der Goldenen Hochzeit eingeladen wird. Herta ist das gar nicht Recht. Erstens ist eine große Feier geplant. Und zweitens will sie natürlich mitfahren. Punkt.
      Aufbereitung des Themas: Herbert, der pensionierte Postbeamte, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt. Herta ist ein ganz anderes Kaliber: hektisch, chaotisch, resolut. Sie scheinen sich gut zu ergänzen.
      Struktur: Die Struktur ist chronologisch. Die Absätze sind gut gewählt. Die Aufteilung in Kapitel wäre gar nicht unbedingt nötig bei einer Kurzgeschichte.
      Sprache/Duktus: Die Sprache ist gewohnt flüssig und leicht lesbar. Einiges ist mir trotzdem aufgefallen, aber das kennst du ja schon vom letzten Mal, lieber Thomas. ;-)) Also: Tempusfehler auf der ersten Seite (eine bezaubernde Enkelin geschenkt HATTE). [Herbert schaute auf und verfolgte Herta. ] Das ist missverständlich, wenn nicht sogar unstimmig, da er sie nicht quer durch die Küche verfolgt, sondern es sind seine Blicke, die ihr folgen. - [ Sie ging wieder an die Arbeit. Schnell ertönte wieder das gewohnte ...] Wortwiederholung: wieder. Sie ging wieder an die Arbeit und klappert wie gewohnt ...- [ ... bisschen lang unterwegs, DAS TEIL.] Ich glaube, das kommt nicht im Wortschatz einer über 70jährigen vor. Ebenso wenig wie: UPPS! - [ ... wischte hektisch ihre Hände an die Schürze.] ... an der Schürze ab. – rein zu platzen = reinzuplatzen. – [ Er wusste nur, dass es genau diese Wesenszüge waren, die ihn an der damals (hier kein Komma) jungen Verkäuferin fasziniert hatten und sich in sie verlieben ließen.] Sorry, aber das klingt sehr umständlich. Vorschlag: Damals hatten ihn genau diese Wesenszüge an der jungen Verkäuferin fasziniert. Auch deshalb hatte er sich in sie verliebt. – Auf Seite 11 fehlt ein IST. Es IST denkbar ungünstig(t zu viel) - Manchmal fehlt ein Komma, einmal ein Fragezeichen. – Bitte die Anmerkungen nicht übelnehmen, aber du weißt ja, wie es gemeint ist.
      Zusammenfassend: Eine tolle Geschichte. Als der „Reiseleiter“ kam, musste ich unwillkürlich an „Charons letzte Fahrt“ denken. Mich hat die Story sofort mitgenommen. Ich sah die Szenen vor meinem geistigen Auge wie in einem Film. Was mich etwas irritiert hat, ist das Geburtsdatum von Herbert auf dem Brief. Zuerst dachte ich, da müsste eigentlich das Datum von vor vier Jahren stehen, als er nach dem schweren Unfall fast gestorben wäre. Dann habe ich mich aber gefragt, ob du mit dem Datum etwas Anderes ausdrücken möchtest, nämlich, dass bereits am Tag der Geburt der Tag des Todes feststeht. Andererseits ist natürlich auch immer ein bisschen der Zufall im Spiel oder meinst du, das Schicksal ist soweit vorgezeichnet? Du hast mich richtig ins Grübeln gebracht. – Okay, jedenfalls hat mir die Geschichte gut gefallen. Hoffentlich fliegt sie nicht aus der Wertung, weil sie ca. 900 Zeichen zu viel umfasst. Ich habe keine Ahnung, inwieweit man die Vorgaben überhaupt überschreiten darf. - Warum kann ich keinen Flieger vergeben?
      • Kommentar von Eisgräfin am 26.05.2011

        Liebes neobokks-team. Bitte den fehlenden Flieger nachtragen! Danke.

      • Kommentar von Eisgräfin am 26.05.2011

        Sorry, habe die AGBs erst jetzt gelesen. Ja, das Dilemma mit dem Hochladen ... wer kennt das nicht? Freut mich, wenn dir meine Anmerkungen helfen. LG Claudia. P.S. Ich grübele immer noch!!!

      • Kommentar von schmidtiberg am 25.05.2011

        Ergänzung zu den AGB / Zeichenmenge: Es sind maximal 25000 Zeichen inkl. Leerzeichen erlaubt. Selbst wenn es nur die auch genannten 20000 wären läge ich bei zulässiger 20% Überziehung im Limit. Des passt scho!

      • Kommentar von schmidtiberg am 25.05.2011

        Danke für die Deine "Beweisaufnahme" *lach*. So muss es sein und das schätze ich auch. Jetzt wo ich die Fehlerliste sehe, ist´s mir auch klar. Tja, die Betriebsblindheit nach lesen und lesen und... ;-) Das vergessene "ist" habe ich nach dem Upload bemerkt, aber nach 1 Stunde mühseligen Reinklopfens ins den Editor, na, Du weißt schon... Bei der Sache mit dem Geburtsdatum bestätigen mich Dein Gedankengänge darin, dass es gut war, mich nicht auf eine Interpretation festzulegen. Grübeln ist gut ;-)

    • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

      ach so menschlich, einfach herrlich!

      von Mephista am 25.05.2011

      Allgemeines/Grundthese: Herbert Jansen, 71 Jahre und Herta Jansen, 70 Jahre sind in drei Tagen bereits seit 50 Jahren verheiratet. Dieses Fest wollen sie mit ihrer Tochter Silke, deren Mann, der Enkelin Lisa und weiteren Freunden und Verwandten begehen. Wäre da nicht Freund Hein von der Firma "Fährmann-Reisen", der sie genau an diesem Tag zu einer kleinen Reise abzuholen gedenkt und sich den von ihm anberaumten Termin auch nicht ausreden lässt. Zunächst ist die Reise nur für Herrn Jansen gedacht, doch seine Frau ist eifrig gewillt, ihn dabei zu begleiten, jedoch erst eine Woche später. Während der Feier ihrer Goldenen Hochzeit tauchst Freund Hein mit einem kleinen Reisebus auf und weicht solange nicht, bis sich die beiden entschließen, doch kurz mit ihm zu sprechen....
      Zusammenfassend: Herrlich trocken und pinibel wird aus dem Alltag des Ehepaars erzählt, erzählerisch/sprachlich passend abgestimmt auf die "Un"Arten der beiden. Die genaue, detaillierte Veranschaulichung Herbert Jansens, wie er einen Brief öffnet lockte in mir den Gedanken hervor "Nun mach schon!" und prompt lese ich Herta´s Kommentar: "Dass Du immer so eine Zeremonie veranstalten musst". Einfach herrlich. Genau so, wie in dieser Kurzgeschichte dargestellt, stelle ich mir ein Ehepaar vor, dass soviele gemeinsame Jahre verlebte. Sie leben in der gegenseitigen Akzeptanz von Eigenheiten und liebgewonnenen Unarten und gehen zusammen den letzten Weg. Die Geschichte ist ansich nicht ganz neu, aber so verpackt und in feinster Ironie geschrieben, dass ich sie auch gerne ein zweites Mal lesen und ich mich erneut köstlich amüsieren könnte. Danke Schmidti! Nicht im Wettbewerb? Erachte ich als sehr schade!
      • Kommentar von Mephista am 26.05.2011

        Liebes Neobook-Team. Wären Sie bitte so lieb einen Flieger nachzutragen? Ich würde dieses Werk zu gerne empfehlen, allerdings war dies nicht möglich, als ich die Rezension schrieb. Danke Ihnen dafür!! Mephista

      • Kommentar von schmidtiberg am 25.05.2011

        Vielen Dank für Deine Rezension! Schön, wenn Du dich amüsiert hast. Sofern Du einen "Flieger" geben wolltest, bitte melden, bevor ich den Nachtrag bei Neobooks beantrage.

    Schmidtiberg

    Freund Hein

    Freund Hein
    4.2 Sterne N/A
    21 Empfehlungen
    Seiten 19
    ID 05989
    Veröffentlicht am: 25.05.2011

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    Autor

    schmidtiberg

    Schmidtiberg

    Mitglied seit 18.01.2011
    2 Veröffentlichungen