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Ein Nachtkommentar
von Inga Hetten am 12.07.2011
Allgemeines/Grundthese:
Der Wettbwerb ist vorüber, na und? Besser spät gelesen als nie.
Zusammenfassend:
Es ist Sommer, zu warm zum Schlafen in der Dachstube, warum nicht lesen. Ich bin müde, mag mich nicht mit Kompliziertem befassen. Schaue da hinein und dort, bleibe bei Elsbeth, sehe sie das Grab bepflanzen unter der ungewöhnlich heißen Aprilsonne. Sie ist so viel Sonne nicht mehr gewohnt nach dem Winter. *** Bild um Bild steigt auf bei der Lektüre, ich hatte angenommen, das sei ein eine schlichte Erzählung. Der Schein trügt. *** Manches ist mir gar zu offen gelassen, aber ich bin eben müde. Wenn ich müde bin, mag ich nicht denken. Meine Fantasie läuft heiß. Ich stelle mir vor, Karl hat Elsbeth Gewalt angetan, hat Irene auf dem Gewissen. Hat er seine Tochter totgeprügelt? Mag sein, Karl scheint ein Grobian gewesen zu sein. *** Elsbeth ist trotzdem bei ihm geblieben, sie bleibt sogar über den Tod hinaus. Sie gehört zu dieser Generation. Die Pflicht als Ehefrau nicht zu erfüllen ist undenkbar. Was nicht einmal gedacht werden kann, ist undurchführbar. Mit 83 Jahren macht sie sich frei davon. Besser spät als nie.
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Berührend
von ChristineN am 04.07.2011
Allgemeines/Grundthese:
Ich denke an eine Frau des alten Schlages. Dulden und Ertragen ist ihre Pflicht, ja nicht aufbegehren, sich den Traditionen widersetzen. Die sogen. Ehre der Familie geht über alles, die Liebe bleibt auf der Strecke.
Aufbereitung des Themas:
Schön finde ich, wie sie beim Gärtnern an die Vergangenheit denkt. Die Blumen trösten sie wahrscheinlich über ihr Unglück hinweg.
Struktur:
Ein bisschen war ich am Schluss verwirrt, wer nun diese Nicole sein soll. Dann las ich in der Zusammenfassugn, es ist die Enkelin. Gut, habe wohl nicht aufgepasst. Die Tochter ist also gestorben?
Sprache/Duktus:
Manchmal ein bisschen verschachtelt, aber dennoch leicht verständlich und manchmal auch sehr schöne, poetische Formulierungen.
Zusammenfassend:
Die Geschichte einer duldenden Frau, die im Rückblick ihr Leben Revue passieren lässt. Es hinterlässt einen traurigen Nachgeschmack und den Hoffnungsschimmer, das heute keine Frau so ein Leben führen muss.
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hätte gerne etwas mehr über karl erfahren ...
von pepsi carola am 17.06.2011
Zusammenfassend:
... ich habe deinen tds-beitrag gerne gelesen andrea. an einigen stellen hätte ich anders formuliert, aber das ist ja immer so und in diesem fall buche ich das unter geschmack.. +++auf jeden fall (!) würde ich diesen satz streichen: "sie versprachen sich einander an diesem tag -> das brauchst du deinen lesrInnen nicht erklären ;-) in den beiden sätzen vorher steht es bereits wunderschön formuliert und punkt! dieser satz macht die beiden vorherigen kaputt, wenn ich das mal so formuliren darf. ich hoffe, du weißt, was ich meine.+++"hielt ... hin" lese ich sehr oft auch in anderen texten. für mich ein no-go in schriftlicher form. warum nicht z. b. "reichte ihr den brief"?+++die finger (der hand -> wo sind finger sonst angeflanscht? ;-) ) ihrer mutter .. (komma statt punkt und sie), stürzte ... -> der punkt nimmt das tempo raus, das der inhalt vorgibt / sie-sie am anfang des satzes liest sich hier nicht so gut.deswegen mein vorschlag, setze ein komma+++krünel, krümel ;-)+++inhaltlich ist mir nicht klar, warum elsbeth karl die schuld gibt im sinne "tue ich mir nicht mehr an"+++über karl erfahre ich zu wenig. scheint ein grober mensch gewesen zu sein. nach meinem geschmack hättest du zu karl noch zwei, drei infos verschwenden können ;-)+++alles im allem aber ein tds-beitrag, der unter den top-geschichten landen sollte+++daumen sind gedrückt+++lg pepsi
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Liebe Andrea Martini,
von /user/ am 15.06.2011
Allgemeines/Grundthese:
Hallo, hier ist Saskia aus dem 42-Forum. :-)
Ein durchgängig schöner Text, denn ich hatte ein gutes Gefühl beim Lesen - sowohl bei der Geschichte als auch bei deiner Schreibe!
Liebe Grüße,
Sabrina Saskia Jordt
Zusammenfassend:
Das wirklich einzige, was ich anzumäkeln hätte, wäre ein einziger Satz, der mir nicht gefällt. ["Sie lässt es zu" auf S. 6]. Aber ist das der Rede wert? Ich sage nein.
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Von der Pflicht einer Frau
von LyFa am 13.06.2011
Allgemeines/Grundthese:
Die 83 Jahre alte,gesundheitlich angeschlagene Elsbeth ist auf dem Friedhof um das Grab ihres verstorbenen Mannes pflegen.
Während sie ihrer Pflicht nachgeht,denkt sie in Rückblicken über ihr Leben nach.
Aufbereitung des Themas:
Das Thema wird glaubwürdig vermittelt. Man kann sich gut in die Protagonistin hineinversetzen
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist einfühlsam und leicht verständlich
Zusammenfassend:
Der Mann den sie geliebt hat ist im Krieg geblieben. Sie wird von einem Anderem schwanger und ihre Eltern zwingen sie zur Heirat obwohl ihre Eltern diesen Mann und seine Familie verabscheuen. Aber mit einem Bastard würden sich ihre Eltern noch weniger abfinden als mit einer verhassten Familie.
Elsbeth´s Leben ist geprägt von Pflichterfüllung.
Eine berührende Geschichte die haften bleibt. Pflichterfüllung und Selbstaufgabe als Thema glaubhaft vermittelt.
Der Brief der das Leben änderte, ist in meinen Augen die Nachricht vom Tod des Geliebten.
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