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Der Krieg und seine Moral, Erlebnisse eines Söldners - Mark E. Carter

Ein ehemaliger Söldner erzählt seine Erlebnisse aus dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien.

Zuerst gab es nur eine Kurzgeschichte, die ich jedoch nicht im Wettbewerb einreichen konnte. In den Shop eingestellt, musste ich Geld dafür verlangen und man konnte nur wenige Seiten lesen. Jetzt habe ich mich doch entschlossen, meine ganze Geschichte zu erzählen und stelle nun drei Kurzgeschichten hier ein. Es soll ein Eindruck vermittelt werden, wie das Buch selbst geschrieben wird. Die Geschichten sind direkt, brutal und zeigen die hässliche Seite des Krieges. Fern von jeglicher Hollywood-Romantik.

3.4 Sterne Aktueller Rang: 52
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    Rezensionen

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      Der ganz normale Wahnsinn

      von Ulder am 15.11.2011

      Zusammenfassend: Ich war erst skeptisch wegen den doch sehr unterschiedlichen Rezensionen. Lässt man sich auf den Text ein, ist man gefesselt und man kommt nicht so einfach davon los. Die Ich-Perspektive ist bei dieser Art von Erzählung sicherlich problematisch für den Leser, aber vielleicht ist das Grauen, dass sich, durch diese Perspektive verstärkt, einstellt, gewollt. Einige Schilderungen sind sicherlich hart an der Grenze des Erträglichen, aber wir wissen doch alle, dass es genauso und noch viel schlimmer geschehen ist. Der Film 'Die Brücke', unten bereits erwähnt, oder relativ aktuell 'The Hurt Locker' sind ja ebenfalls recht realistisch und haben, wie dieses Manuskript, eine ähnlich hypnotische Wirkung. Hier und da ein Flüchtigkeitsfehler oder eine Formulierung, die nachjustiert werden müsste. ( z:b. Seite 12 ' wenn der Alkohol zunimmt' ) Mir hat es gefallen, ich vergebe 4 Sterne und einen Flattermann.
    • Gut und Böse?

      von Kadhira am 07.11.2011

      Handlung: Mad Max, ein junger Mann mit falschen Vorstellunge, lässt sich von einem Freund dazu überreden, als Söldner im kriegsgebeutelten Jugoslawien Soldat zu spielen. Vor Ort zeigt sich die Realität genauso brutal wie der Feind. Immer wieder sieht sich Mad Max grundlegenden Fragen gegenüber, für die es zwischen Gewehrsalven, Tretminen und Massengräbern nur eine unzureichende Antwort gibt: pures Überleben.
      Figuren: Der Autor muss nicht ins Detail gehen, um alle beteiligten Figuren zu beschreiben. Jeder weiß, wie er sich einen Soldaten im Krieg vorzustellen hat, jedenfalls das stimmt mit vielen Verfilmungen überein. Der Trupp, zu dem der Protagonist gehört, bekommt seine Feinheiten über Statur, Dialektsprache oder andere Merkmale, so dass die Figuren gut auseinandergehalten werden. Allein der Protagonist verschwindet im Schatten seiner selbst und lebt ausschließlich durch die Erzählung.
      Sprache/Duktus: Die Sprache gliedert sich doch sehr. Stellenweise gibt es große Absätze an Fragen, angedeuteten und hilflosen Erklärungen, die dem Autor selbst nicht so recht gefallen wollen (so mein Eindruck). Die Wortwahl ist ab und zu sehr bildhaft und treffend, was mir gut gefiel. Weniger gut fand ich die teils abgehackten, nur kurz angerissenen Szenen, die, rückblickend betrachtet, doch ein genauso wichtiger oder unwichtiger Teil der Story sind wie der Rest.
      Struktur: Insgesamt geht es um 3 Ziele, die die Truppe des Protagonisten nacheinander einzunehmen hat. Sprünge ergeben sich zwischenund teils auch innerhalb dieser Ziele, die in Kapiteln und Absätzen abgehandelt werden und chronologisch sortiert sind. Davon gehe ich jedenfalls aus, da mich fehlende Zeitangaben keines besseren belehren.
      Zusammenfassend: Insgesamt harter Tobak, den der Leser hier serviert bekommt. Allerdings hat auch niemand behauptet, dass es im Krieg besonders romantisch zugeht, da stimme ich dem Autor zu. Da Mark E. Carter dieses Werk als 3 Kapitel eingestellt hat, die "einen Eindruck vermitteln sollen, wie das dazugehörige Buch geschrieben wird2, ist es natürlich schwierig. Als fertige Kapitel würde ich diese Vorlage nicht bezeichnen, denn ich gege davon aus, dass es ein Roman werden soll. Ich schlage vor, auch nicht unbedingt aus der Ich-Perspektive zu erzählen, sondern Mad Max ein gesicht zu geben, damit der Leser sich besser mit ihm identifizieren kann. Die eingeschobenen Gedankengänge des Protagonisten sind in solchen Momenten bestimmt wichtig, seine Meinung zu dem Geschehen auch; allerdings sollten sie Teil der Story sein und den Lesefluss, rsp. die Geschichte nicht ausbremsen, wie es hier der Fall ist. Hier stehen sie irgendwie genauso einsam wie eigenständig zwischen den Kriegsgeschehnissen. Lieber Autor, es ist nicht die Brutalität, die mich den Sternenregen in Grenzen halten lässt, sondern das Gefühl, dass es sich hier um niedergeschriebene Erlebnisse handelt, die ein Roman werden sollen. Nichts dagegen, aber dann solltest du dich innerlich von Mad Max distanzieren und im den Platz als Hauptfigur gänzlich überlassen.
      • Kommentar von MarkC am 07.11.2011

        Meine Anmerkung unten ist eine kleine Ergänzung sozusagen... wichtig ist mir dir mitzuteilen, dass du mir mit deiner Bewertung geholfen hast. Eine gute Rezension und auch mal ein anderer Blickwinkel... gerade die unterschiedl. Perspektiven der versch. Rezensenten helfen einem als Autor weiter.

      • Kommentar von MarkC am 07.11.2011

        Hallo Kadhira, ich danke dir für deine Rezension. Interessante Aspekte, die mir weiterhelfen. Diese drei Geschichten sind keine kompletten Kapiteln, das hast du richtig erkannt; es sind Szenen, nicht mehr. Das Buch selbst handelt von der Entwicklung des jungen Max. Vom jungen Mann zum Soldaten und wieder zurück in die Normalität. Es zeigt die Prozesse, die einen Menschen verändern können und wie er damit umgeht. ... Der Hauptfigur ein Gesicht geben - ja, habe ich vernachlässigt, hast recht. LG

    • Krieg muss Grausam sein

      von MarcoKupfer am 26.10.2011

      Handlung: Auf Emotionaler ebene find ich es gut verfasst, man spührt an manchen Stellen die Angst und die Gewalt, die in diesem Szenarion herrscht.
      Figuren: Ich Erzähler; mir gefallen Gesischten und Filme sehr gut, wenn sie aus der Ich perspektive erzählt werden. Dazu noch ein paar gelungene Monologe und die Sache sagt mit zu.
      Zusammenfassend: Gefällt mir gut. Die Beschreibung des Schlachtfeldes und die Gewalt darum ist ausführlich dargestellt (wie ich schon unten gelesen habe, sagt sowas nicht jedem zu) allerdings sind wir hier ja nicht auf einem Wiesenfest, sondern im Krieg und diesbezüglich hast du alles so beschrieben, wie es sein sollte. Grausam aber gut!
    • Nicht meins

      von Rotkäppchen am 17.10.2011

      Handlung: Kriegsgeschichten sind wirklich nicht jedermanns Sache. Mir fehlt hier vor allem die Authenzität. Brutale Beschreibungen reichen da nicht aus.
      Figuren: Aus meienr Sicht ist der Ich-Erzähler ziemlich primitiv und geistig nicht ganz auf der Höhe.
      Sprache/Duktus: Die brutalen Beschreibungen haben bewirkt, dass ich nicht weietrlesen konnte und wollte. Es gibt auch noch viele Zeitfehler und Kommasetzung ist nicht die Stärke des Autors.
      Struktur: Die Ich-Form finde ich nicht gelungen. Ich möchte mch nicht mit einem solchen Menschen identifizieren.
      Zusammenfassend: Der Titel klingt, als würde es sich um einen Tatsachenbericht handeln. Das ist es aber offensichtlich nicht. Ich fand den Text zu sehr um das Thema konstruiert. So als sollte die "hässliche Seite des Krieges" (wie im Klappentext genannt) nur transportiert werden. Kann ein Krieg auch gute Seiten haben? Ist Krieg nicht immer brutal und menschenverachtend?
      • Kommentar von MarkC am 25.10.2011

        Tja, die Frage nach der "guten Seite" ist rein rhetorisch, denke ich. Der Krieg kann aber auch seine "gute" Seite haben... wenn ich Waffenhändler wäre, z.B. Es kommt wie immer auf die Perspektive an, von der man ein Thema aus betrachtet. Auch die hässliche Seite: Es gibt genug Kriegsgeschichten, die schöngezeichnet werden. Von daher erübrigt sich die Frage nicht.

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      Als wäre man dabei gewesen.

      von Petra Reichert am 09.10.2011

      Sprache/Duktus: Sehr schön und verständlich geschrieben. Ansprechende schreibweise, brutal und ehrlich. Fehler habe ich keine bemerkt.
      Struktur: Von der Struktur her ist es gut aufgeteilt. Die 3 Kapitel wurden nach Orten aufgeteilt, wo die jeweiligen Kämpfe stattfanden.
      Zusammenfassend: Nicht gerade das was ich sonst lese, aber es hat mich trotzdem in den Bann gezogen. Es ist sehr offen und brutal geschrieben, besonders schockiert, hat mich die Detailgetreue Beschreibung der Vergewaltigten Frauen. Aber warum sollte man bei dem Thema Krieg ein Blatt vor den Mund nehmen?
      • Kommentar von MarkC am 10.10.2011

        Vielen Dank für deine Rezension. VG Mark :-)

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      Darstellung eines Söldners

      von Superschnüffler am 07.10.2011

      Handlung: Eine wirklich beeindruckende Geschichte ! Grausam und brutal ? Na klar, es geht hier schliesslich um den Krieg und nichts ist brutaler! Leider ist dies die Realität und daher finde ich es gut, dass der Autor klarre Worte nutzt um die Emotionen herüber zu bringen. Marc E. Carter kann Emotionen gut in Worte ausdrücken !
      Zusammenfassend: Eine gute Geschichte, die sich zu lesen lohnt ! Die Geschichte ist sehr authentisch und man hat das Gefühlt, dass der Autor weiß, wovon er schreibt, so als ob er das bereits erlebt hat. Ich kann mir so genau vorstellen, wie sich ein Söldner fühlen muss; brutal und emotional distanziert und das kann der Autor gut darstellen.
      • Kommentar von MarkC am 10.10.2011

        Freut mich, dass dir die Geschichte trotz aller Brutalität gefallen hat! Danke für die Sterne und den Flieger.

    • Viel Krieg, wenig Moral

      von fruta_dg am 06.10.2011

      Sprache/Duktus: Komplett kolloquiale Sprache, nicht wirklich literarisch. Wirkt auch ein wenig aufgesetzt.
      Zusammenfassend: Ich bin mir nicht sicher, was mir das Ganze sagen soll. Literarisch anspruchslos, sprachlich auch. Vielleicht verarneitet hier jemand seine Erlebnisse, dafür immerhin 3 Sterne.
      • Kommentar von MarkC am 07.10.2011

        kolloquial?? Hä? Ich kenne ein Kolloquium als einen wissenschaftlichen Austausch und habe jetzt extra nachgelesen, weil es mich im Zusammenhang mit dieser Leseprobe verwirrt hat. Hab mich nicht getäuscht. Knackige Ausdrücke hineinschmeissen, wie? Einfach lächerlich... hier ist es völlig egal, ob 5* stehen oder nur 1*. Genau diese Rezensionen sind es, mit denen man nichts anfangen kann.

      • Kommentar von Mephista am 06.10.2011

        Liebe/r fruta, vielleicht magst du dich in Zukunft ein wenig genauer ausdrücken? Denn negativbehaftete Schlagworte einfach so dahingeworfen verfehlen den Sinn und Zweck hier auf NB. Es wäre wesentlich hilfreicher für den Autoren, bzw all die Autoren ( es waren wohl um die 15 derartigen Rezensionen von dir allein am heutigen Tag, die allgemein etwas kritisch beäugt werden), könntest du anhand von Beispielen veranschaulichen, was dich so sehr stört. Gruß Mephista

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      Realistisch

      von Saskia Jäschke am 03.10.2011

      Zusammenfassend: Diese Geschichte ist Realität. Eine Realität, die die meisten Menschen nicht sehen wollen. Soldaten als Helden. Weit müssen wir da nicht schauen. Die US-Soldaten haben diesen Status. Nun ist es hier kein regulärer Soldat, sondern ein Söldner. Verherrlichung des Soldatentums und Geld, das reicht aus, um einen Menschen abstumpfen zu lassen. Selbst wenn er sich an einigen Taten nicht beteiligt, ist er dennoch Täter, weil er es nicht verhindert. Zu Hoffen bleibt, dass Kriege irgendwann der Vergangenheit angehören. Der distanzierte Schreibstil, der den Leser dennoch dazu bringt Seite um Seite weiterzulesen hat mich überzeugt. Obwohl mir diese Materie normalerweise nicht liegt, würde ich dieses Werk dennoch bis zum Ende lesen.
    • Krieg

      von wölfle am 03.10.2011

      Zusammenfassend: Schwieriges Thema, an manchen Stellen musste ich schlucken, da sie brutal waren. Brutal, wie Krieg eben sein kann und ist. Der Autor kann schreiben -wie schmeckt Erde -, eine Frage, die viel ausdrückt. Mir hätte die Geschichte etwas abgeschwächt besser gefallen.
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      Na servas...

      von Jules am 03.10.2011

      Handlung: Real erzählte Kriegsgeschichten aus dem ehemaligen Jugoslawien.
      Figuren: Soldat und andere Figuren, die meist gleich sterben und daher von mir nicht beim Namen genannt werden.
      Sprache/Duktus: Ich-Erzählform. Lässt den Leser an den Gedanken des Soldaten teilhaben.
      Struktur: Eine gut strukturierte Geschichte, die so realistisch beschrieben ist, dass es einem die Zehennägel aufdreht.
      Zusammenfassend: Ich muss gestehen, ich bin eine absolute Kriegsgegnerin. Wenn es Verfilmungen oder Berichte zu diesem Thema gibt, bin ich eine der Ersten, die um- oder ausschaltet. Aber ... ich habe trotzdem die ersten beiden Geschichten gelesen und ich muss sagen, ich war wirklich im positiven Sinne "schockiert". Ich weiß nicht aus welchem Grund du dir dieses Thema ausgesucht hast. Sei es, um eigene Erlebnisse zu verarbeiten, oder um aufzuzeigen, wie schrecklich Kriege sind. Egal, wenn es dir vielleicht dabei hilft Erlebtes besser zu verarbeiten, ist das sicher ein guter Weg. Man kann nicht bestreiten, dass du in dieser Leseprobe die Angst und die Grausamkeiten gut transportiert hast. Du zeigst ganz deutlich, wie man durch den Krieg so derart abgebrüht und brutal wird, dass man später nur mehr schwer ein normales Leben führen kann. Krieg ist einfach etwas abartiges und "Moral" wird in einem ganz anderen Licht dargestellt. Warum ist es im normalen Leben eine Sünde zu töten; im Krieg aber nicht? Bei mir entscheidet sich auf der ersten Seite, ob ich finde, dass jemand gut schreibt oder nicht. Du schreibst wirklich sehr gut. Ich mag es, wenn ich beim Lesen das Gefühl habe, dass jemand mit mir persönlich spricht. Deine Erzählweise ist flüssig und logisch. Auf Fehler in der Grammatik oder Rechtschreibung habe ich nicht geachtet. Ist ja auch nicht gerade meine Stärke (außerdem findet man auch mit Grammatik- und Rechtschreibfehlern einen Verlag, solange die Fehler nicht megapeinlich sind ;-)) . Viel wichtiger ist, dass man eine Geschichte zu erzählen hat, die Leute gerne lesen möchten. Aus dem Bauch heraus muss ich dir aber leider sagen, dass ich glaube, dass es schwer für dich werden wird einen Verlag zu finden (ist aber nur meine Meinung). Es gibt sicher einige, die sich für dieses Thema interessieren, aber ich zum Bsp. bevorzuge "Realitätsfremde" - Geschichten. Vielleicht ist das blauäugig, ich geb`s zu, aber die Welt ist schon schrecklich genug, muss ich mich dann auch noch in meiner Freizeit mit diesen Themen beschäftigen? Dennoch wünsche ich dir viel Glück mit deinem Buch! Gerechte 4 Sterne dafür :-)))
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      Wonach Erde schmeckt

      von MissGlueck am 02.10.2011

      Handlung: Ein, wie man der Selbstdarstellung des Autors entnehmen darf, Ex-Soldat schreibt über sein Handwerk und befasst sich mit den Fragen, mit denen man sich auch als Leser zum Thema 'Krieg' befasst. Moral? Ethik? Was treibt den Menschen an, Menschen zu töten? Die Hintergründe des Krieges im ehemaligen Jugoslawien sollten dem Leser geläufig sein, da der Autor darauf nicht weiter eingeht.
      Figuren: Der Ich-Erzähler sowie in typisierenden Skizzen Kameraden, Täter und Opfer
      Sprache/Duktus: Die Sprache ist klar, deutlich und verzichtet auf ausschweifende Beschreibungen. Der Autor kommt auf den Punkt, beschreibt das Wesentliche, kühl jedoch nicht distanziert, sachlich, aber nicht emotionslos. Nähe und Abstand entsprechen - das nehme ich an - auch dem Empfinden eines Soldaten, der zu seinen Beruf zu reflektieren versucht. Angenehm fällt auf, dass der Text frei von jeglichem Pathos ist.
      Struktur: Die gelesenen drei Geschichten sind in sich abgeschlossen. Sie behandeln jeweils eigene Sequenzen im Rahmen des Einsatzes.
      Zusammenfassend: Krieg ist allgegenwärtig, auch wenn er die meisten von uns selten direkt betrifft. Wer sich mit Menschen, ihrem Tun und Handeln befasst, wer sich im philosophischen Sinne mit dem Menschsein auseinandersetzt, der kann dieses Thema nicht links liegen lassen. Mir gefällt, wie sich Mark Carter damit auseinandersetzt. Ich wüsste gerne, zu welchem Fazit der Ich-Erzähler für sich selbst gelangt, angesichts der Frage, wie sich das bezahlte Töten mit der Frage um die eigene Menschlichkeit beantworten lässt. Zu empfehlen sind diese Erzählungen aus meiner Sicht besonders deshalb, weil der Autor keine Stellung bezieht zu der Frage nach 'gut und böse'. Weil er nüchtern berichtet, und aus seinem Ich-Erzähler keinen Helden macht, der über den anderen steht. Abschließend: Dieses Thema befasst mich selbst in vielen Texten, wenn auch aus anderer Perspektive. Hier bin ich ihm auf angenehm kritische und gut beschriebene Weise begegnet. Ich wünsche viel Erfolg!
      • Kommentar von MissGlueck am 03.10.2011

        Gerne geschehen. Zumal mir manch sinnfreier Kommentar hier gleich doppelt Anlass war. Über Krieg zu schreiben ist ein sehr sensibles Thema. Und Du hast das aus meiner Sicht mit sorgfältigen Händen angefasst. Wenn Du Lust hast, schau Dir mal im Netz das Projekt 'Restrepo' von Sebastian Junger an. Der Autor hat ein amerikanisches Platoon ein Jahr lang in Afghanistan begleitet. Da werden 'Kinder' verheizt. Beste Grüße, MissG.

      • Kommentar von MarkC am 03.10.2011

        Ich danke dir, dass du meine Leseprobe gelesen und bewertest hast. Da ich zwar viele Klicks habe aber wenig Bewertungen, bin ich sehr über deine Rezension froh! Viele Grüße Mark

    • Krieg vs. Moral

      von Alternative am 01.10.2011

      Zusammenfassend: Ich habe nur die erste Seite gelesen, denn die hat mich direkt abgeschreckt. Der Text kommt ein wenig reißerisch daher. "Der Mensch ist eine Bestie, nur seine Intelligenz hilft ihm, sich halbwegs unter Kontrolle zu halten." An der Stelle habe ich aufgehört. Es gibt sicherlich viele skrupellose Menschen, die leider auch Länder regier(t)en... Aber zum Glück ist das was du schreibst nicht der Fall. Wenn ein Text so beginnt, sinken die Erwartungen bei mir leider ganz rapide ab. Ich stehe nicht auf Hollywood-Schnulzen, aber ein heikles Thema wie dieses braucht, trotz Desillusion, Fingerspitzengefühl. -------------------- Ich hoffe, ich tue deinem Text kein Unrecht, aber mehr als zwei Punkte kann ich leider nicht vergeben. Krimis liegen dir besser, denke ich.
      • Kommentar von FiannaCessair am 03.10.2011

        Du tust dem Text damit Unrecht. Mark hat dieses heikle Thema durchaus sensibel und angemessen aufgegriffen

      • Kommentar von MarkC am 01.10.2011

        Schade, dass du nach nur einer Seite dein Urteil abgegeben hast. Ich denke nicht, reisserisch geschrieben zu haben. Ehrlich gesagt, ich wuerde eine Leseprobe die ich nicht gelesen habe, nicht bewerten. 1 Seite zu lesen bedeutet, ist schlicht einfach zu wenig. Ich habe den Menschen als Bestie erfahren, nur um den anderen zu gefallen,werde ich ihn nicht mit Blumen schmuecken. und warum sollten mir Krimis mehr stehen? Die Logik verstehe ich gar nicht.

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      Catch 22 und Peter Handke

      von Ansgar am 01.10.2011

      Zusammenfassend: Authentisch! Beim Lesen drang sich mir der Eindruck auf, dass Mark das alles erlebt haben muss, um es genau so schildern zu koennen: Distanziert, kalt, brutal und desillusioniert. Der Krieg auf dem Balkan hat Europa auf schonungslose Weise gezeigt, dass sich 'die Bestie Mensch' nicht veraendert hat. Ich fuehlte mich beim Lesen an den aberwitzigen Film Catch 22 erinnert, den ich vor ueber dreissig Jahren zum ersten Mal gesehen hatte. In Erinnerung geblieben ist mir der ekelerregende Bauchschuss, solch einer, wie er Sergey widerfaehrt. Ebenso interessant, und ich muss gestehen, dass ich das nicht wusste, die Aussagen ueber die Anheuerung von Soeldnern durch die kroatische Armee. Das nivelliert doch etwas das Bild, das man von Serben und Kroaten hat, vgl. Peter Handke. Also, fuer mich ein tolles Stueck Literatur, ob's ins Verlagsprogramm passt oder nicht.
      • Kommentar von MarkC am 03.10.2011

        Hallo Ansgar, vielen Dank für dein Feedback. Catch 22 kenne ich nicht, aber gut, da war ich noch Kind gewesen und durfte so etwas wahrscheinlich nicht ansehen. ;-) ---- Vielen Dank vor allem für deine Empfehlung und die Sterne natürlich.

    • Besser, aber...

      von AntjeM am 30.09.2011

      Zusammenfassend: Gleich vorweg: Ich habe dieses Werk aus reinem Interesse gelesen, da es ja schon sehr geteilte Meinungen zu diesem Text gibt. Ich möchte zunächst feststellen, dass Mark es versteht hier mit Worten umzugehen. Es wirkt erwachsener und reifer. Ab und an finden sich noch Wortdopplungen (z.B. gern bei "beinahe" und sehr viel "man" durch den ganzen Text. Aber man liest flüßig und schnell, was ich als deutliche Verbesserung zu "Bluthunger" sehe. Die Werke lassen sich schwerlich bis nicht vergleichen, daher fällt es mir noch schwer deinen eigenen Stil, deine Linie als Autor zu entdecken. So das soll es zum Sprachlichen gewesen sein. ---------- Jetzt zum Inhalt und Thema des Buches: Hier wird es jetzt wieder schwierig. Zum einen finde ich persönlich das Thema spannend, jedoch nur rein psychologisch betrachtet, zum anderen glaube ich nicht, dass diese Thematik eine breite Masse oder Knaur begeistern kann. Es ist eher ansprechend für eine Randgruppe von Lesern des freien Marktes, da es doch sehr runter zieht. Es fiel selbst mir (mit Interesse) schwer durchzuhalten und war anstrengend dabei zu bleiben. ----- Nun zu zwei Dingen direkt vom Anfang: Du schreibst---"Der Mensch ist eine Bestie und nur seine Intelligenz hilft ihm, sich halbwegs unter Kontrolle zu halten!" --- Ich empfinde es nicht so und möchte als Leser nicht die Meinung des Protagonisten (in diesem Fall noch heiklerem Zusammenhang) aufgedrückt bekommen. Ich halte angesprochene Menschen nur selten für intelligent und Statistiken belgen dies sogar wissenschaftlich. ----------- "...es drängt sich die Frage auf, ob wir Menschen nicht eine grundlegenden Fehler gemachten, als wir uns entschlossen hatten, als Gemeinschaft diesen Planeten zu bevölkern." --- Auch hier möchte ich die Frage nicht aufgeworfen wissen, da der Mensch kein Einzelgänger ist. Menschen ohne soziale Kontakte und sozialem Status entwicken sich statistisch sogar deutlich öfter in die von dir erwähnten Bestien ... damit steht dein Satz im Widerspruch zur Realität. ---- Auch für mich 3 Sterne. Eine Empfehlung gebe ich hier nicht, wegen der angesprochenen geringen Zielgruppe. Gruß Antje;-)
      • Kommentar von AntjeM am 30.09.2011

        *zurück lach und zwinker* ;-)

      • Kommentar von MarkC am 30.09.2011

        Deine Rezension war interessant und hilfreich für mich. Ich danke dir dafür und ich freue mich, dass du dir meine Leseprobe angetan hast, Antje. Liebe Grüße Mark :-) Ich bin da bei dir, nur haben wir bezügl der Zielgruppe eine leicht unterschiedl. Meinung... so meine Zusammenfassung *lacht und zwinkert dir zu*

      • Kommentar von MarkC am 30.09.2011

        Zur Zielgruppe: Ich sehe das aus einem anderen Blickwinkel als du, schätze ich: In meinen Augen sind die meisten Menschen Voyeure, die gerne mal den Vorhang lupfen und einen Blick auf Verborgenes werfen. Im Grunde spreche ich das Publikum der Voyeure an und dieses Buch hebt sich hier etwas ab; es sticht heraus und flackert hell. Es ist nicht einfach eine Geschichte, es sind authentische Erlebnisse und das macht es besonders, wie ich finde. Eig. ist es ein Antikriegsbuch, finde ich.

      • Kommentar von MarkC am 30.09.2011

        Hallo Antje, danke für deine Rezension. Dein Hinweis, dass der Mensch kein Einzelgänger ist, ist für mich sehr hilfreich und da muss ich die Message, die ich damit transportieren will, überdenken... hast recht.... Zum Vergleich mit "Bluthunger": Gut, zwischen Bluthunger und hier liegen ca. 3 Jahre in denen ich einiges geschrieben habe... man wird auch reifer, schätze ich. Dieses Jahr sind es zwanzig Jahre her, dass der Krieg in Jugoslawien ausgebrochen ist, deswegen gibt es dieses Werk hier....

    • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

      Alles ist relativ

      von etre et devenir am 29.09.2011

      Zusammenfassend: So kommt es auch bei der Moral immer auf den Standpunkt an. Beeindruckende Geschichte und Hut ab was den Stil angeht. Hier gibt es bereits so viele Rezensionen, da kann ich mich eigentlich nur wiederholen, darum belasse ich es bei einer Wertung und einem kurzen aber ernst gemeinten WOW!
      • Kommentar von MarkC am 29.09.2011

        Herzlichen Dank!! :-)

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      Söldner

      von Liana am 29.09.2011

      Zusammenfassend: Hatte ich geschrieben, Bluthunger sei "Starker Tobak"? Das kannst du vergessen! Im Nachhinein betrachte ich es "leichte Kost". Ich will ganz offen sein: Ich gehöre nicht zur Zielgruppe solcher Lektüre und ich würde das Buch nie ganz lesen. Ich würde es jedoch meinem Mann schenken. Unabhängig davon kann ich dir nur gratulieren. Sprachlich einwandfrei! "Wie schmeckt Erde?" Allein dieser Satz ... ist eben nicht nur ein Satz. Er zieht den Leser sofort an und mit in den Dreck. Gelungen finde ich, dass du den Ich-Erzähler wählst. So wird aus einer Geschichte eine Lebensgeschichte, die viel mehr berührt und uns die Gedankenwelt der Protagonisten nahe bringt. Deine Erzählkunst ließ Bilder vor meinen Augen entstehen. (Die meisten wollte ich gar nicht sehen) Hier passt wirklich alles zusammen. Mehr kann ich nicht von einem Manuskript erwarten. Deshalb ist die Wertung einfach. Viel Erfolg!
      • Kommentar von MarkC am 29.09.2011

        Genau das möchte ich auch mit diesem Buch erreichen: Den Leser mit "in den Dreck" ziehen, wie du es so trefflich bezeichnest... Wenn ich ehrlich bin hatte ich stellenweise die Leseprobe etwas entschärft, denn ich denke, man kann einfach nicht alles schreiben (bzw. man muss nicht absolut ins Detail gehen). Ich danke dir für das Feedback, die Sterne und den Flieger, Liana!

    • Leider voller Fehler + auch vielleicht etwas fragwürdig

      von Baumi220966 am 28.09.2011

      Zusammenfassend: Schwierig, schwierig. Zum einen muss man sagen, dass die vielen Schreibfehler stören. Da sind doch ganz viele die die automatische Rechtschreibkontrolle bei Word einem angezeigt hätte oder? Das muss nicht sein. Die gewalttätige Darstellugn gefällt mir auch nicht, Hat der Autor das alles selbst erlebt? Wenn nein - warum schreibt man dann so etwas? Wenn ja - will er so seine Traumas verarneiten? Ich glaube nicht dass das der richtige Weg ist, dazu klingt einiges zu heroisch.
      • Kommentar von MarkC am 28.09.2011

        ... etwas? Die Frage kann ich mir bei vielen Büchern stellen. Bei dieser Rezension habe ich eher das Gefühl, dass ein Haar in der Suppe gesucht wird. Anfangen kann ich nichts damit.

      • Kommentar von MarkC am 28.09.2011

        Nein, Word hat die Schreibfehler nicht angezeigt, sondern würden diese auch nicht hier stehen. Wenn mit Schreibfehler die Kommasetzungen gemeint sind, dann frage ich mich, welches Version von Word diese anzeigt. Dieser Vorwurf mutet etwas seltsam an, aber bitte. Weiters mutet die Frage seltsam an, warum ich so etwas schreibe. Ich werde sie nicht beantworten, sondern die Gegenfrage stellen: Hat Maxime Chattam all seine erzählten Verbrechen selbst begonnen und wenn nicht, warum schreibt er dann so

    • Darstellungen eines Söldners

      von YuutoNakamura am 28.09.2011

      Handlung: Kriegsgeschichten, derb, roh, gewalttätig - die Frage der realistischen, historisch-neutralen Aufarbeitung/Einschätzung bleibt dabei weitgehend ungeklärt.
      Figuren: Der Ich-Erzähler "Söldner" erscheint als unterbelichteter ("Einmal mehr versuche ich den Krieg mit einem Schokoriegel zu besänftigen"), geisteskranker ("Den Namen Mad Max habe ich mir gegeben" Schwerstverbrecher (Töten und Zusehen bei Menschenrechtsverletzungen).
      Zusammenfassend: Ein sehr schwer zu bewertender Text. Die moralische Frage stellt sich von vornherein nicht. Es ist eindeutig, dass diese Art kriegerischer Akte inklusive Täter und Drahtzieher usw. zu verurteilen ist (siehe unzählige Anti-Kriegsfilme und Sachfilme über Krieg). Die sachliche Berichterstattung oder historische Aufarbeitung ist mir in so einem Fall wichtig, auch wenn der Text erzählerisch ist. Wurde der Text durch Ärzte, Psychologen, ggf. Richter, insbes. Historiker begleitet? Ein Geleitwort eines Historikers und das Abreißen der wichtigsten historischen Ereignisse in einem Vor- oder Nachwort stellen für mich die Mindestvoraussetzung dar, um die Authentizität und Ernsthaftigkeit des Textes und Autors als gegeben anzusehen. Ein Söldner als Ich-Erzähler - nein danke; dieser dürfte höchstens als Interviewpartner herhalten. Sollten Täter ihre Darstellungen selbst verbreiten ohne Außenkontrolle - echt oder fiktiv? Nein - Ich lege hier Wert auf einen neutralen Erzähler bzw. professionellen Historiker. Einen Söldner als unterbelichteten, geisteskranken Schwerstverbrecher erzählen zu lassen ohne Außenkontrolle bleibt für mich ein No Go. Ob da nun 2. Weltkrieg, Vietnam oder Jugoslawien steht ... ich bin nicht primär an Geschichten aus Sicht der Verbrecher interessiert. - Die Sternebewertung würde ich mr gerne sparen, aber so gesehen würde ich das Buch nicht ohne historische Begleitung lesen wollen (vielleicht kann sich der Autor diesbez. an einen Historiker wenden, der das Schreiben des Buches unterstützt). Der Söldner als Ich-Erzähler funktioniert nicht und ist bei mir ein Ausschlusskriterium. - Als reine Erzählung inkl. Stil würde ich dem Buch 3* geben (aber dann noch -1* für fehlenden historischen Abriss, -1* für den Söldner als Ich-Erzähler). Insgesamt komme ich zu 1*. Ich empfehle das Buch auch in dieser Form nicht für das Lektorat. Ich hoffe, der Autor kann die Argumentation nachvollziehen und als eine unter vielen Meinungen akzeptieren. Bei solchen Büchern kann man schwerlich "falsche" oder "richtige" Meinungen haben, sondern nur seine eigene.
      • Kommentar von ArnoldAndreas am 28.09.2011

        Lieber Yuuto, deine Meinung über die eigentlichen Ursachen und die Drahtzieher von Kriegen teile ich völlig. Der Hinweis auf "Architekten" ist da freilich etwas dürftig. Doch mich mit einem Ich-Erzähler identifizieren zu wollen, erscheint mir abwegig bis paradox. (Das passiert mir fast nie.) Hingegen müssen wir schon (wohl oder übel) die Psyche der Täter analysieren, sezieren, um ihnen wirksam begegnen zu können. Und das ist hier m.E. das Thema. LG Andreas

      • Kommentar von YuutoNakamura am 28.09.2011

        @ArnoldAndreas: Es ist wie beim Huhn und beim Ei ... Wer war zuerst da? Der Södner oder der Krieg? Die Drahtzieher, die Waffenhändler, korrupte Regierungen, Das Volk, das sie gewählt hat, Nutznießer? Grenzen woher? Schwierig - ja, interessant, was alle diese Leute denken - sicher: Geld, Macht, Anerkennung usw. Aber so philosophisch ist der Text auch noch nicht ... das fehlte dann schon noch im Folgenden und dazu bedarf es auch sehr gründlicher Sachrecherchen, um alle Personen zu berücksichtigen.

      • Kommentar von YuutoNakamura am 28.09.2011

        Ich möchte das aber nicht in der Ich-Perspektive miterleben, weil ich hier keine Identifikation beim Lesen wünsche. - Wie könnte ein Opfer z.B. den Text lesen? Ja, ein Täter möge sich in ein Opfer hineinversetzen, um zu lernen. Aber es gibt Taten, bei denen kann der Täter nicht unbedingt erwarten, dass man ihm hinterher zuhört oder seine Version liest und verstehen will. Die Ich-Perspektive bleibt aus meiner Sicht (auch aus Respekt) das Privileg der Opfer. - "für Geld" rechtfertigt nichts.

      • Kommentar von ArnoldAndreas am 28.09.2011

        …dies angesichts des furchtbaren Erlebens.) Mich interessiert hier nicht so sehr das Fachurteil eines Psychologen. Auch ist mir so und so jegliches Töten (besonders das für Sold) höchst zuwider. Doch bei aller Ablehnung interessiert mich schon, was in einem solchen „Auftragsmörder“ vorgeht. Und das scheint (für mich!!) plausibel beschrieben. Liebe Grüße Andreas

      • Kommentar von ArnoldAndreas am 28.09.2011

        Lieber Yuuto, du weißt, dass ich deine gründlichen Rezensionen überaus schätze, so auch diese. Aber fragen wir uns nicht alle, was einen Menschen veranlassen kann, für Geld in einen grausamen Krieg zu ziehen? Was geht in einem solchen „Killer von Beruf“ vor? Welche Denk- und Gefühlswelten beherrschen ihn angesichts realer moralischer Perversion? (Für mich schildert der Autor einen Wandel der Psyche des Ich-Erzählers von der Rechtfertigung bis zur Abscheu samt Selbstzweifel, - dies angesichts...

      • Kommentar von MarkC am 28.09.2011

        war zu wenig Platz... jedenfalls danke ich dir für diese Variante der Betrachtung. Eine interessante Rezension.

      • Kommentar von MarkC am 28.09.2011

        Hallo YuutoNakamura, natürlich akzeptiere ich deine Meinung, denn es ist eine subjektive Momentaufnahme. --- Kurze Erklärung: Es handelt sich hierbei um kein "Sachbuch" sondern um Erfahrungen, Empfindungen und Gedanken dieses Söldners. Diese können wissenschaftl. betrachtet so richtig sein wie falsch. Es geht darum, einen Einblick in die Welt eines solchen Menschen zu bekommen. Deswegen auch die gewählte Ich-Form, von der ich auch nicht abrücke. Die historischen Voraussetzungen sind vorhanden.

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      Moral und Krieg

      von /user/ am 28.09.2011

      Zusammenfassend: ... passen nicht zusammen. Der Mensch ist das einzige Wesen, was seines gleichen nicht nur zur Erhaltung der Art angreift, sondern auch quält und dabei Spaß oder Lust empfinden kann. Du führst hier jeden deutlich vor Augen, dass "tierisch" eigentlich ein Kompliment ist, weil die selbsternannte "Krone der Schöpfung" zu Taten fähig ist, die keinem anderen Lebewesen in den Sinn kommen würden. Die Art, wie du diese Geschichte schreibst, unterstreicht diese Abartigkeit noch zusätzlich. Ich finde es gut, dass du ein so problematisches Thema gewählt hast und mir sind auch keine gravierenden Mängel aufgefallen. Ich hab hier keinen Flieger. Lass den bitte von Neobooks nachtragen!
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      Kriegseinsatz

      von LyFa am 28.09.2011

      Zusammenfassend: Ich denke besser kann man den Krieg / Kampfeinsätze nicht beschreiben. Es gibt keinen sauberen Einsatz. Gerade durch die distanzierte Schreibweise wirkt die Geschichte (der Bericht) um so glaubwürdiger. Ich wünschte man würde diese Erzählungen in der Oberstufe durchnehmen um ein realistisches Bild von Krieg/ Kämpfen und was es aus Menschen macht zu zeigen......
      • Kommentar von MarkC am 28.09.2011

        Ich danke dir für deine Bewertung LyFa und für den Flieger natürlich! Ja, ich bin bei dir: Aufklärung sollte ehrlich sein, auch wenn die Bilder nicht allen gefallen.

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      Die Grausamkeiten des Krieges und die Deformation der Moral

      von ArnoldAndreas am 27.09.2011

      Handlung: Eindrücklich geschildert werden vom Ich-Erzähler (einem Söldner auf kroatischer Seite) Kriegserlebnisse, Kampfhandlungen im Krieg zwischen Serben und Kroaten um 1994. Sukzessive wird der Leser förmlich in die Kampfhandlungen und Gräueltaten hineingezogen. Schauplätze des schrecklichen Geschehens sind die Orte Glamoc, Bihac und Kupres bzw. deren Umgebung. Durchbrochen wird die Schilderung der Grauen des Krieges durch die Reflexionen des Erzählers über die Entmenschlichung der Soldaten, die Deformation ihrer Moral bis hin zur Entartung. Dies führt schließlich zu der Selbstbezichtigung des Söldners: „Bin ich tatsächlich so dumm und primitiv, dass ich aus Gier nach Geld zu einem Henker wurde?“
      Figuren: Ich-Erzähler // Sergej (Ukrainer) // Joe (der Spaßvogel, Kärnten) // Frank // Dragic // Ivan (alles Kämpfende in den Reihen der kroatischen Armee) Es reichen wenige Worte, um etwa die „Kameraden“ zu charakterisieren. Im Übrigen weiß man relativ wenig voneinander, ist aber aufeinander angewiesen und leidet mit, wenn ein „Kamerad“ zum Opfer wird. Der Erzähler distanziert sich zunehmend strikt von den widerlichen Gräueltaten der Soldateska. Zugleich gelingt es beeindruckend, die Veränderungen in der Psyche der Söldner und Armeeangehörigen zu charakterisieren. Die teilweise Verwendung mundartlicher Rede verleiht den Figuren zusätzlich individuelles Profil.
      Sprache/Duktus: Bereits im Eingangsabsatz trifft der Autor genau die Sprache, die dem Inhalt entspricht: S.6: „Wonach Erde schmeckt? Etwas bitter, ein wenig seifig. Jedenfalls hat man das Gefühl, sie würde nie mehr aus dem Mund verschwinden wollen. Sie schmeckt aber auch nach Sicherheit und Hoffnung. Hoffnung darauf, einen solchen Moment zu überleben.“ Vor allem gelingt das durch das ausdrucksstarke Sprachbild „wie Erde schmeckt“. Sehr geeignet sind Ich-Erzählung und Präsens. Eindrucksvoll sind Gedanken und Gefühle beschrieben. Z.B.: „…sobald die Moral wieder aus ihrem Exil zurückkehrt, öffnet sich ein tiefes Loch eines brodelnden Nichts.“ Über die Schilderung des gesamten Geschehens hinweg bedient sich der Autor einer dem Gegenstand angemessenen expressiven Sprache, schreckt auch nicht davor zurück, grausame Begebenheiten so zu schildern, wie sie wirklich stattgefunden haben. Dabei bleibt die Ausdrucksform fast immer noch im Rahmen des Literarischen, kippt nicht ins Vulgäre ab. Der Autor verfügt über einen so großen Wortschatz, dass die Vergleiche, Sprachbilder als treffend empfunden werden. Teilweise wäre zu überlegen, ob manche lange Sätze in kürzere aufgelöst werden sollten. Die Rechtschreibung ist weitgehend als gut zu beurteilen, nur leider treten Zeichensetzungsfehler recht gehäuft auf, z.B.: Komma nach: S.6 nach „…in seine Deckung“, nach „…funktionierenden Gesellschaft“ // S.7 Komma nach „…kleiner Trupp“, „kroatische Armee“, „Soziopathen“, „Armee gemeldet“, „Defizite“, „jungen Menschen“, „nicht mehr“ usw. (Bis zum Schluss folgen noch 125 Kommafehler, vor allem bei mit und verknüpften Satzverbindungen!!! – Hier mal selbst unbedingt nachbessern!) Weitere kleine RS-Fehler: S.7 „gegenüber des gut bürgerlichen Elternhauses“ > gegenüber dem gutbürgerlichen Elternhaus // S.8 „…liegt er reglos am Rücken“ > auf dem Rücken // „Scharschützen“ > Scharfschützen // S.9 „…oder besser ausgedrückt“ > streichen! // „Falsch“ > falsch // „Man hatte diese Frauen auf das Schwerste misshandelt und die Mischung aus bitterem Geruch von Schweiß und jenem süßlich/metallischem von Blut erfüllte den Raum.“ – Der ganze Satz ist etwas misslungen! // S.10 (oben) „Aufgedunsen“ > Aufgedunsene // „entstellte“ > entstellten // „zu Dritt“ > zu dritt // S.14 (oben) „wie einem…“ > einen // „als das ich…“ > als dass ich // „Situationen wie diese…“ > wie diesen // S.15 „2/3“ > zwei Drittel // „unter heftigsten Beschuss“ > heftigstem // S.16 „Jedenfalls dürfte sich“ > dürften // S.17 „weniger Gefechte“ > wenige // „einem Granatenangriff“ > einen // S.17 „brauchen nicht zuviel wissen“ > brauchen nicht zu viel zu wissen // S.18 „…seit einiger Zeit hört Gerüchte“ > hört man Gerüchte // „diesen Krieg“ > diesem // S.20 „…und deutet“ > und deutet an // „…zu weit entfernt, dass“ > als dass // S.21 „…der Name ihrer Schwester“ > den Namen… // „…nimmt zieht…“ – ein Wort streichen //S.21 „…und schlägt hart…“ > und er schlägt hart // S.22 „…oder es ist freisteht…“ > oder es ihr freisteht // S.23 „…ein der Soldaten“ > einer der Soldaten //
      Struktur: Hier gibt es im Grunde kaum etwas zu bemängeln. Lediglich an paar Stellen empfehle ich zu überprüfen, ob der Wechsel von Präteritum in Präsens und umgekehrt gerechtfertigt ist. (Z.B. S.19: „Der Kommandant teilte uns in zwei Gruppen auf: Während etwa dreißig Mann im Lager bleiben, macht sich der Rest auf, die Gegend um den Gutshof zu inspizieren.“)
      Zusammenfassend: Dem Autor ist eine sehr realistische Schilderung der serbisch-kroatischen Kriegsereignisse in den 90er Jahren gelungen. Durch die höchst intensive und dichte sprachliche Gestaltung sowie die eindringliche, bildreiche Erzähltechnik lässt mich der Autor die Schrecken dieses Krieges nacherleben. Über Reflexionen des Ich-Erzählers distanziert sich der Romanautor strikt von jener Pervertierung der Gewalt und erzeugt auch beim Leser Abscheu vor der Hässlichkeit, der Grausamkeit von Kriegen überhaupt. (Es gibt keinen „sauberen“ Krieg!) Ich halte es für richtig, die moralische Entartung und Verkrüppelung der Söldner etc. schonungslos bloßzustellen, wobei sinnvollerweise zwischen den „Architekten“ und „Handwerkern“ in Kriegen differenziert wird. In seiner Intensität erinnert mich das noch im Rohbau begriffene Werk an bedeutende Anti-Kriegs-Romane, wie etwa Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“. Es wäre interessant zu erfahren, wie sich der Autor (auch strukturell) das Gesamtwerk vorstellt. Überlegungen dazu erscheinen mir deshalb wichtig, weil bisher eher „Abläufe“ von Geschehnissen als Handlungsstränge im eigentlichen Sinn sichtbar werden. Da ich die erzählerische Leistung des Autors ebenso wie die inhaltliche Botschaft hoch schätze, sehe ich über die unter Sprache vermerkten Flüchtigkeitsfehler hinweg. Auch die Tatsache, dass hier endlich wieder mal ein außerordentlich relevantes gesellschaftliches, politisch-moralisches Problem zum literarischen Gegenstand gemacht wurde, ist mir fünf Sterne wert.
      • Kommentar von MarkC am 28.09.2011

        Ich neige mein Haupt als Zeichen des Dankes, ArnoldAndreas. Dieses Feedback ist ungemein hilfreich für mich und es absolut nicht selbstverständlich, dass du dir so viel Arbeit mit der Bewertung dieser Leseprobe gemacht hast! Zu deiner Frage, wie das Buch angelegt werden soll: Bitte lies dir mein Kommentar in der Rezension von Alegra durch, dort hatte ich das Konzept dargelegt. Vielen, vielen Dank, nochmals!

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      Die Opfer eines Krieges

      von Alegra am 27.09.2011

      Handlung: Ein Söldner lässt uns an seinen Kriegserlebnissen teilhaben. Es geht um den Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Serben werden von der kroatischen Armee bekämpft, die sich mit Söldnern, ehemaligen Soldaten und anderen Kriegslustigen Gestalten aus aller Herren Länder zusammengetan haben. Kaum eine Greultat wird ausgelassen. Vorsicht, nichts für schwache Nerven!
      Figuren: Der Hauptprotagonist bleibt lange namenlos. Er ist Söldner und hat eine Ausbildung in einer Spezialeinheit des österreichischen Heeres bekommen. Soldaten aus seiner Einheit, wie Sergej, Joe, Frank, Tom und Ivan. Natürlich die gegnerischen Soldaten und unbeteiligte Zivilisten.
      Sprache/Duktus: Die Sprache ist gut gewählt und zumeist ziemlich nüchtern. Der Soldat würde sich am liebsten vom Kriegsgeschehen unbeeindruckt zeigen, aber natürlich hinterlässt das Erlebte Spuren und bringt ihn dazu über einiges nachzudenken. Die vielen Fremdwörter sind mir im Text aufgefallen (z.B. S.6 "pervertieren", "ethischer Verhaltenskodex", S.7 "Soziopath", "Empirische Defizite", "Methamorphose", "agieren" (gleich zwei Mal), S.11 "gustatorische Wahrnehmungen" usw.) Ich habe gelernt, dass man so wenig wie möglich an Fremdworten einbringen soll, also nur, wenn es kein deutsches Wort dafür gibt. Ich habe die Bedeutungen zwar gewusst, und ich denke und hoffe, dein Text richtet sich an Erwachsene, aber nicht jeder wird dir diese Worte erklären können wenn du ihn danach fragst.--- Auf S.8 ist mir aufgefallen: "... liegt er regungslos am Rücken..." du meinst sicher "auf dem Rücken". --- Ich würde dir auch raten auf "war gewesen" Konstellationen zu verzichten. Die sind mir gegen Ende der Leseprobe vermehrt aufgefallen. --- Mit den Zeiten musst du auch ein bisschen aufpassen. Da habe ich noch ein paar Ausrutscher gefunden. z.B. "Der Kommandant TEILTE uns in zwei Gruppen auf: Während etwas 30 Mann im Lager BLEIBEN, MACHT ..."--- Um auch etwas Positives zu sagen möchte ich noch ein paar wunderbare Umschreibungen aufführen, die mir sehr gefallen haben: S.11 "...versuche ich die Luft zu schmecken..." oder "... klopfte irgendwo im Kopf diese besonders schlauen Synapsen..." oder "... den Dämon Krieg mit Schokoriegeln besänftigen..." Gut hat mir auch gefallen: "Der Soldat ist ncht der Architekt des Krieges, sondern nur ein Handwerker." --- Deine Gedanken zu Theman wie Moral oder Seele haben mich nachdenklich gemacht.
      Struktur: Jedes Kapitel spielt an einem anderen Kriegsschauplatz. Ich war mir erst nicht sicher, ob der Protagonist jedes Mal der selbe Mann ist, gehe aber davon aus, denn seine Freunde sind ja auch die selben.
      Zusammenfassend: Ein nachdenklich stimmender Text, der zum Glück sehr emotionslos gestaltet ist. Aus Erzählungen von meinem Schwiegervater habe ich einiges über den zweiten Weltkrieg gehört und von Greultaten auf beiden Seiten. Es gibt anscheinend nicht die eine böse Armee. Vom Jugoslawienkrieg habe ich nicht sooo viel mitbekommen, da ist Vietnam merkwürdiger Weise viel mehr im Gedächtnis. Vor allem wohl durch die ganzen Kriegsfilme. Eigentlich kann ich ja jetzt gar nicht schreiben, dass die Geschichte mir gefallen hat, denn wie kann jemandem so ein Szenario gefallen? Aber es ist trotzdem gut erzählt. Vor allem gefällt mir, dass der Soldat, der hier die Hauptperson ist, viel nachdenkt. Er ist also keine Kampfmaschine, die alles platt macht. Er geht auch auf Abstand zu den Brutalitäten, die seine eigenen Leute anrichten. Allerdings ist er sich doch selbst am nächsten und bleibt deshalb passiv, wenn es um Hilfeleistungen geht, die er nicht unbedingt erbringen muss. Etwas irritiert hat mich eine Szene in der ersten Geschichte. Da stürmt ein Serbe mit einer Kalaschnikow auf den Protagonisten zu. Dieser rammt ihm im Reflex ein Messer in den Hals. Ich kann mir nicht so gut vorstellen, dass jemand mit einem Gewehr so nah an sein vermeintliches Opfer heran geht, dass dieses ihm gefährlich werden kann. Da ich aber persönlich noch nie in Kampfhandlungen vestrickt wurde (gottlog!) kann ich das nicht wirklich beurteilen. Ich frage mich abschließend, wie diese Geschichte weiter gehen könnte. Du hast ja fast alle Greultaten durch. Außer einer Verletzung des Protagonisten selbst, mit entsprechender Todesangst usw. ist mir nicht eingefallen. Bin gespannt, was du noch schreibst. Das gleiche immer zu wiederholen wäre ja nicht angebracht, obwohl das im Krieg wohl so war. Ich hoffe, du kannst mit den Bemerkungen etwas anfangen. LG Alegra
      • Kommentar von MarkC am 27.09.2011

        Richtig Alegra. Im übrigen soll das Buch keine Aneinanderreihung von Grausamkeiten darstellen, sondern das Ziel ist es, die Verwandlung eines Menschen zu zeigen... und wie er mit dem Erlebten klarzukommen versucht. Auch die Rückkehr ins zivile Leben wird gezeigt und wie er damit klar kommt (klarzukommen versucht). Es ist gesehen die Lebensgeschichte eines Menschen, der mehr gesehen hat, als er eigentlich ertragen kann. Ich kann das schwer anders beschreiben...

      • Kommentar von Alegra am 27.09.2011

        Ich finde es genau richtig so. Schließlich will ich nicht flennend vor dem PC sitzen ; ) Jetzt wird mir die Sache mit dem Angriff klar. Ich dachte, er käme von vorne und da wäre die Situation komisch gewesen. Ich weiß, dass man sich von manchen Dingen distanzieren muss, weil sie einen sonst "auffressen". Das ist auf der Intensivstation auch so (da habe ich gearbeitet). Trotdem gibt es immer wieder Dinge und Schicksale, die man mit nimmt und die in einem arbeiten. LG Alegra

      • Kommentar von MarkC am 27.09.2011

        Vielen Dank für deine ausführliche Rezension, Alegra, und auch f.d. Tipps und HInweise!! Zwei Anmerkungen: Der Feind kam um die Ecke, es war wie ein Zusammenstoß gewesen und er riss das Gewehr hoch, dann kam das Messer... --- Ich habe deswegen so distanziert geschrieben, weil ich einfach unbedingt unnötige Theatralik vermeiden wollte (viell. ist es so zu distanziert?). Die Emotionen des Protagonisten zu beschreiben.... sollte da mehr davon kommen? Was meinst du?

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      Harter Stoff

      von DominiqueB am 26.09.2011

      Zusammenfassend: Harter Stoff, gut verpackt. Stilvoll grausam geschrieben. Nichts Nachgemachtes, dass hasse ich wie die Pest!! Sensationell. Würde es bis zum Ende lesen. Vor ein paar Jahren hätte meine Mutter mir dieses Buch sicher noch verboten, aber wie gut wenn man Volljährig ist. Fünf Sterne, die deinen Namen tragen!
      • Kommentar von MarkC am 26.09.2011

        Ich danke dir für deine Bewertung und natürlich für die Empfehlung, Dominique. An dieser Stelle richtet sich auch mein Dank an Fianna und Scott für die tollen Bewertungen!

    • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

      26 Seiten

      von Scott am 26.09.2011

      Handlung: Krieg in Ex-Jugoslawien und mittendrin ein junger deutscher Söldner, der an Kämpfen teilnimmt und dessen Gedankengänge wir mitverfolgen können.
      Figuren: Der Söldner und eine Menge "Kameraden". Zivilisten und Gegner
      Sprache/Duktus: Detailiert, sehr nüchtern und emotionslos, beschreibend und analysierend.
      Struktur: Chronologisch werden Kampfeinsätze und deren Folgen beschrieben.
      Zusammenfassend: 26 Seiten voller Wahnsinn, Gräueltaten und Gewalt. Krieg! Ein junger Mann mittendrin. Nicht weil es sein Land ist, das er verteidigen will. Auch nicht weil man ihn gezwungen hat. Nein, er ist Söldner. Er beschreibt geradezu kaltschnäuzig, was um ihn herum geschieht. Als Leser sitzt man fassungslos, angewidert und schockiert vor diesem Text. Es scheint, dass dieser junge Mann mehr Mitleid mit den verwilderten Hunden hat, als mit den Menschen. Er berichtet abwerten über die "Neo-Nazis", aber was ist seine Motivation? Die Frage bleibt bis zum Schluß, denn als normal empfindender Mensch ist es nicht nachzuvollziehen, dass er all das für Geld macht. "Die Bestie Mensch" würde hier ein sehr treffender Ausdruck sein. Du schreibst gut, ziehst den Leser mit ins Geschehen und das so geschickt, dass man dranbleibt, obwohl die von dir beschriebenen Bilder unglaublich grausam und unmenschlich sind.
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      Harte Kost

      von FiannaCessair am 25.09.2011

      Handlung: Ein junger Söldner in den Schrecken eines Krieges im ehemaligen Jugoslawien.
      Zusammenfassend: Eindringlich wird die Verwandlung eines Menschen zu einer Bestie geschildert. Krieg "entmenschlicht", das beschreibst du hier mit nahezu grausamer Offenheit. Seltsam distanziert und doch mittendrin. Deine Art zu schreiben bildet einen seltsamen, aber unglaublich eindringlichen Kontrast. Es ist nicht die Art Lektüre, die ich bevorzuge, aber ich denke, es ist wichtig zu zeigen, wozu Menschen mutieren können.
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      Exzellent

      von Odei am 23.09.2011

      Zusammenfassend: Auch in der längeren Fassung hält die Geschichte, was sie verspricht: unglaublich eindringliche Bilder des Grauens im Wechsel mit landschaftlicher Idylle. Das Ganze wird getragen von einem stabilen philosophischen Fundament. Kaum ein Schreiber, dessen Text ich hier gelesen habe, achtet auf die Bedeutungsebene seiner Erzählung. Du hingegen schon, und das hebt dich qualitativ ab. Erzählerisch bewegt sich die Geschichte dicht an der Vollendung. Es sind nur einige wenige kosmetische Fehler drin, die man allerdings recht schnell ausbügeln kann. Mir sind ein paar Füllwörter aufgefallen, die an manchen Stellen die Eindringlichkeit des Erzählten verwässern, z.B.: "ein Rudel wilder Hunde kann vor allem für Zivilisten ganz schön gefährlich werden." Ich würde es so schreiben: "ein Rudel wilder Hunde kann Zivilisten gefährlich werden." Damit sagst du schon alles, was nötig ist. Geh den Text nochmal durch und straffe die Sätze. Ich denke, die Korrektur steht zu 98 Prozent. Es fehlt die allerletzte Politur. Und die bekommst du auch noch hin.
      • Kommentar von MarkC am 25.09.2011

        Vielen Dank für deine Bewertung und natürlich auch für die Empfehlung, Odel! Der Tipp mit der Kürzung ist gut... man liest seine eigenen Texte einfach viel zu oft und wird auf gewisse Weise "blind". Da sind solche Hinweise sehr hilfreich. Herzliche Grüße Mark

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      Der Schrecken hat ein neues Gesicht

      von Kiste am 23.09.2011

      Handlung: Ich habe die erste Geschichte gelesen. Es handelt sich um die Kriegserlebnisse eines jungen Söldners, der für die kroatische Armee kämpft.
      Figuren: Die Kurzgeschichte begleitet einen jungen Soldaten auf dem Schlachtfeld. Es sind seine Gedanken, die das Schlachtgeschehen beschreiben, seine Erlebnisse, die den Leser die Grausamkeiten des Krieges aufzeigen. Es sind ungeschminkte Bilder, gesellschaftskritische bis philosophische Betrachtungen, subtile Zwischentöne, knallharte Abrechnungen mit den menschlichen Abgründen. Es sind die Kriege, die zeigen, wie die Menschen wirklich gestrickt sind.
      Sprache/Duktus: Sprachlich ist Deine Geschichte eindrucksvoll und die meiste Zeit auch auf einem hohen Niveau beschrieben. Allerdings schwankt Dein Erzählstil leider auch stark zwischen den Episoden. Einerseits pflegst Du den beklemmend und detailliert beschriebenen eindringlichen Stil bei den Kriegserlebnissen, und andererseits, gerade in den Rückenblenden, einen eher nüchternden, emotionslosen Stil, wie bei einem Bericht. Besonders aufgefallen ist mir das bei „und als der Sanitäter sie untersuchte, lief er hinaus und übergab sich, da in ihrer Nähe der Geruch unerträglich war“ Dieser Satz gleicht eher einer Beobachtung eines emotional nicht involvierten Erzählers, z.B. im Gegensatz zu: „Der Gestank in ihrer Nähe war unerträglich. Mir wurde leicht übel, als ich einen Blick auf ihre misshandelten Körper warf. Ich drehte mich weg, bevor ich mich übergeben musste, aber der Anblick hatte sich in mein Gehirn eingebrannt. Der Sanitäter, der sie untersuchen sollte, stolperte nach draußen. Ich konnte sein Würgen hören, als er sich draußen übergab“ – die Ich-Botschaften machen die Situation persönlich. **** In die gleiche Richtung geht die Verwendung des Wortes ‚man’. Ich weiß nicht, ob es Dir aufgefallen ist, aber das Wort verwendest Du überproportional oft. Ein ‚man’ ist distanziert, eine Wertung eines unbeteiligten Beobachters, eine einfache Beschreibung. Ich würde es vermeiden, wenn es geht, und mich immer fragen, wer ist ‚man’? Ein Beispiel: „Wenn man ansieht, wozu Menschen fähig sind,…“ im Vgl. zu „Wenn Du einmal mit ansehen musstest, wozu Menschen fähig sind, betrachtest Du die Menschheit mit ganz anderen Augen.“ – das hat zwei Effekte, einmal ist der Leser involviert, persönlich angesprochen, und der Erzähler bekommt wieder eine persönliche Note. Das ist wahrscheinlich Geschmackssache, aber da Du die Schrecken des Krieges auf eine persönliche Ebene holen willst, würde ich auf dieses Detail achten. **** Eine weitere Sache ist mir aufgefallen: Deine Sätze sind sehr lang, oft durch mehrere ‚und’ verbunden. Das an sich ist noch kein Punkt für Kritik, obwohl ich durchaus empfehlen würde, den einen oder anderen Satz zu kürzen. Allerdings hast Du ein Kommasetzungsproblem, was es dem Leser erschwert, diese langen Sätze zu lesen. Du solltest unbedingt jemand über den Text lesen lassen, um die Kommasetzung zu optimieren. Beispiele **** S.6 „einen Weg(,) um die täglichen Erlebnisse zu verarbeiten(,)“ – „man mit ansieht(,) wozu Menschen fähig sind“ – „ein weiteres Gitter(,) um seinen Käfig“ – „nach etlichen Bombardements übrig (geblieben ist)“ ---- S.7 „ein kleiner Trupp(,) bestehend aus ungefähr“ – „Neonazis und Soziopathen(,) die darauf“ – „wird er darauf lauern(,) bis dieser“ – „und ein Gefühl(,) also ob ein Messer“ – „rolle mich nach rechts(,) um meine Position“ ---- S.8 „zwei, drei Haken(,) als ich plötzlich“ – „jetzt glaube ich sogar(,) seine Schrei hören zu können“ – „Dort glaube ich(,) einen (Scharfschützen)“ ---- S.9 „Dieser Schrei(,) der in ein unmenschliches Gurgeln überging(,) als“ – „auf ein höheres Level (geschaltet)“ – „Die Wiese lädt ein(,) einfach loszulaufen, doch noch wissen wir nicht(,) ob hier…, die dumm genug sind(,) einen Spaziergang zu unternehmen.“ – „sein könnte, betritt(,) um es zu säubern“ – „Man erzählte mir(,) dass sie noch lebten(,) als“ ---- S.10 „klaffende Wunden(,) auf denen Fliegen hockten(,) ließen“ – „sah ich durch ein Kellerfenster(,) wie ein Gefangener“ – „unzähligen Schlägen (entstellten) Kopf“ – „Er verblutete(,) kurz“ – „das Gefühl nicht beschreiben(,) das einem widerfährt“
      Struktur: Die erste Kurzgeschichte gleicht einer Aneinanderreihung von Kriegserlebnissen, Rückblenden und Kriegsschauplätzen, alles darauf ausgerichtet, den Schrecken des Krieges zu verdeutlichen. Das gelingt Dir, sogar sehr gut. Deine Sprache ist eindringlich, immerzu gespickt von kritischen Untertönen, und gesellschaftskritischen Betrachtungen. Jetzt kommt das aber: Nach einer Geschichte hatte ich davon genug, und nicht das Bedürfnis, weiterzulesen. Ich weiß jetzt, dass der Krieg schrecklich ist. Was mir fehlt, ist der rote Faden, die Handlung, die mich vorantreibt, die Schrecken des Krieges weiterhin zu ertragen. Denn ansonsten handelt es sich lediglich immer nur um kurze Bilder, Ausschnitte und Episoden, die sich irgendwann ähneln, denn es geht immer um menschliche Abgründe, Tod und Leid. Du schreibst, es handelt sich um Kurzgeschichten, die einen Eindruck vom Buch vermitteln sollen, deswegen will ich das nicht überbewerten. In einem Buch würde ich aber erwarten, anhand einer voranschreitenden Handlung durch all diese Schrecken hindurchgeführt zu werden.
      Zusammenfassend: Ich bin mit einer augenscheinlich leichten Mission hier angetreten. Dein Name ist mir ins Auge gesprungen, als Du mir eine (super) Rezension geschrieben hast. Als Dein MS unter den Neuerscheinungen aufgetaucht ist, ist es mir deswegen aufgefallen. Ich habe den ersten Absatz gelesen (absolut genial, in der Wahl der Worte und der Aussage) und dachte mir, super, leicht vergebene fünf Sterne. Du kannst schreiben, Du verfügst über den Ausdruck, die Worte und den Stil, um einer Geschichte das gewisse Extra zu verleihen. Aber der Eindruck änderte sich etwas, jetzt sehe ich noch Handlungsbedarf: Was mir fehlt, ist ein durchgängiger Handlungsstrang (selbst in einer Kurzgeschichte). Kleine Schwachpunkte könntest Du noch ausmerzen: Manchmal klingt Dein Text emotional etwas distanziert (durch das ‚man’, oder die Rückblenden, die manchmal eher Berichten gleichen), und, letztendlich, die Kommasetzung solltest Du unbedingt nochmals überprüfen. Sprachlich und von der Wahl der Bilder ist es definitiv eine Empfehlung für den Wettbewerb wert, in Bezug auf die Sterne lande ich bei drei, da ich, wie oben beschrieben, noch etwas Arbeit sehe.
      • Kommentar von MarkC am 23.09.2011

        Hallo Kiste, vielen Dank für diese absolut tolle Rezension!!!! Mit dem "man" hast du völlig recht und das hatte ich bisher so nicht betrachtet... ein absolut wertvoller Tipp! ---- Die Sache mit dem Sanitäter: Diese Geschichte wurde mir bzw. dem Protagonisten erzählt, er hat sie nicht direkt erlebt. ---- Die Kurzgesch. selbst: Geplant ist eine flüssige Geschichte. Die KG selbst sollen eben einen Eindruck vermitteln.. das jetzt einfach nur als Erklärung. Nochmals vielen Dank, Kiste !!

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      Hatte ich bereits bewertet!

      von Leeby81 am 22.09.2011

      Zusammenfassend: Hatte ich schon bewertet und fand ich richtig gut. Man muss sagen, dass der Autor hier großes Talent hat ein Kriegsszenario zu beschreiben und die Grausamkeiten eines slochen Konfliktes hervorzuheben!
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      Oh mann oh mann wie heftig...

      von scottcr1 am 22.09.2011

      Zusammenfassend: Oh mann oh mann, wie heftig. Spät abends sollte man sich nicht mit diesen Bildern vor Augen ins Bett begeben. Der Autor schafft es, mit einer sachlichen und doch beschreibenden, nicht aufgesetzten Sprache das Geschehen bildlich vor sich zu sehen. Wir mussten uns in der Schule im Geschichtsunterricht mal den Film die Brücke ansehen, die ist mir genauso brutal und doch genial im Gedächnis geblieben. Wenn Leser diese Art von Brutalität bevorzugen, werden sie von deiner Geschichte begeistert sein. Habe nur die schrecklichen Bilder vor mir gesehen und dadurch nicht auf Fehler oder Zeitfehler geachtet. Ich fands gut, fast schon zu heftig, trotzdem 5 Sterne. Die brutale Wirklichkeit, bringst du gut rüber. LG Marion Brüning scottcr1
      • Kommentar von scottcr1 am 27.09.2011

        @neoteam, vielen Dank für die Nachtragung!!!

      • Kommentar von MarkC am 27.09.2011

        Vielen Dank für den Nachtrag der Empfehlung, neobooks! Und natürlich vielen Dank an dich, Marion! :-)

      • Kommentar von scottcr1 am 23.09.2011

        Sollte es für den Wettbewerb doch drin sein, liebes Neoteasm bitte, bitte den Flieger nachtragen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Danke!

      • Kommentar von MarkC am 23.09.2011

        Oh Mann !!!! jetzt sehe ich es gerade... obwohl ausgewählt hat es den Haken bei Wettbewerb rausgeschmissen!!! total instabil das System, mehr als ärgerlich! Habe es jetzt nachgeholt und hoffe, dass diese Leseprobe jetzt für den Bewerb "drin" ist. Vielen Dank für den Hinweis, Marion!!

      • Kommentar von MarkC am 23.09.2011

        Wieso? bin ich doch gegangen... hab es jetzt extra reingestellt in den Bewerb und eben nicht in den Shop....??????

      • Kommentar von scottcr1 am 22.09.2011

        Warum gehst du damit nicht in den Wettbewerb?

      • Kommentar von MarkC am 22.09.2011

        ... und gleichzeitig ist es so, dass selbst diese Darstellung die Wirklichkeit verharmlost. Vieles wurde weggelassen und einfach "entschärft" dargestellt. Vielen Dank jedenfalls für deine 5 Sterne, Marion. (die Zeitfehler, ja... durch das Hin- und her-springen in der Erzählung wars nicht so leicht für mich, die richtige Zeit zu finden und sicher sind da einige Fehler drin). LG Mark

    • :-)

      von Readerstev am 21.09.2011

      Zusammenfassend: Das was ich bis jetzt gelesen habe, gefällt mir bislang ganz gut, weiter so.....
    Mark E. Carter

    Der Krieg und seine Moral

    Der Krieg und seine Moral
    3.4 Sterne Aktueller Rang: 52
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    Seiten 26
    ID 08837
    Veröffentlicht am: 30.09.2011

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    Autor

    MarkC

    Mark E. Carter

    Mitglied seit 31.08.2011
    3 Veröffentlichungen