Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen
Die siebte Träne
von AnkeD am 30.10.2011
Handlung:
Luzifer hat bereits sechs seiner einst beim Rausschmiss aus dem Himmel geweinten Tränen zusammen und benötigt nun nur noch die siebente, um die Menschheit in den Abgrund zu stürzen. Sein Versuch, über Edouard de Besancourt an die letzte zu gelangen, missglückt. Erst 150 Jahre später bietet sich ihm erneut die Chance, doch er hat einen himmlischen Widersacher, der als Schutzengel der Devil-Tear-Besitzerin zur Seite steht.
Figuren:
Die wichtigste Person in der Vergangenheit ist neben Edouard de Besancourt Victoria van Leeuven, die Gemahlin des Vorgenannten. In der Gegenwart sind es Joanne Langveld, ihr Ex-Freund Micheal Winter sowie ihr Schutzengel Ray (Lichtgestalt XRY 1157) und ihr neuer Boss Lucien de Natasse.
Sprache/Duktus:
Flüssig geschrieben und leicht zu lesen mit gelegentlichen kleinen Fehlern, die schnell zu beheben sind. Allerdings sollte das gedachte Wort nicht unbedingt in Anführungszeichen gesetzt werden. Ganz vereinzelt treten Wortdopplungen auf, ebenfalls fix auszumerzen. Was mir aufgefallen ist, der Text muss wohl ursprünglich in der Ich-Form geschrieben worden sein, da teilweise in der Ich-Form erzählt wird. Ansonsten ist die Sprache kurzweilig, modern und recht amüsant.
Struktur:
Beim Aufbau des Textes hatte ich zu knabbern. Ich weiß nicht, ob es an der Formatierung liegt, aber warum ist die wörtliche Rede von verschiedenen Gesprächspartnern nicht mit Absätzen voneinander getrennt? Dann wiederum beginnt mitten in einem Satz ein neuer Absatz. Das hat das Lesen erschwert. Zudem war ich mit Beginn von Kapitel 17 leicht verwirrt, dass ich mich mit einem Mal in der Gegenwart befand. Das sollte eventuell besser gekennzeichnet sein. Überhaupt fand ich die einzelnen Kapitel zum Teil etwas sehr kurz. Bei einer Überarbeitung sollte das geändert werden.
Zusammenfassend:
Mich hatte der Klappentext neugierig gemacht, wobei mir nicht bewusst war, dass es sich nur um eine Leseprobe handelt (könnte man erwähnen – ich hätte trotzdem gelesen). Ich würde auch gerne weiterlesen, selbst wenn es sich bei diesem Werk um das altbekannte Schema handelt (Teufel vs. Gott, Menschen sind die Werkzeuge im Kampf und ein überaus knackiger Engel, der der der Heldin zur Seite steht). Das stört mich nicht, wenn die Geschichte gut aufbereitet ist. Und diese ist es hier. Einzig der Besuch im Himmel – na ja, gewöhnungsbedürftig. Und auch beim 16. Kapitel, wo mir in vier knappen Zeilen etwas mitgeteilt wurde, dessen Sinn ich nicht wirklich verstanden habe. Das Kapitel 34 taucht dafür doppelt auf, ich hoffe, dass ich nicht Nr. 33 verpasst habe, glaube es aber nicht. Besonders amüsant ist dafür Engel Ray, der nach 150 Jahren irdischer Abstinenz die moderne Welt kennenlernt und Joanne manchmal zur Verzweiflung bringt und ihre Hormone in Wallung. – Alles in allem, ich habe es nicht bereut, diesen Text zu lesen. Für die etwas miese Struktur und die nicht geänderte Ich-Perspektive gibt es einen Stern Abzug. Beides schmälert aber keineswegs das Lesevergnügen, wenn man gewillt ist, darüber hinwegzusehen. Vier Sternchen also und eine Empfehlung von mir.
Kommentar von brigitte carlsen am 15.11.2011
Liebe AnkeD, vielen vielen Dank für deine konstruktive Kritik! Ja, das Buch war anfangs in Ich-Form geschrieben, ich werde es noch einmal überarbeiten auch die miese :-( Struktur werde ich beheben. Aber zumindest hast du mir gezeigt, dass ich weiter schreiben kann...und das werde ich. Dafür nochmal herzlichen Dank Brigitte Carlsen