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Rabe und Jaguar
von Ulder am 23.11.2011
Handlung:
Zwei ziemlich schräge Einbrecher stoßen bei einer ihrer Touren auf ein schreckliches Verbrechen.
Figuren:
Die Hauptfiguren sind in ihrer Gegensätzlichkeit gut getroffen.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist locker und flockig, wenn ich das so bezeichnen darf. Sie ist dem Genre, Fantasie zur Istzeit gut angepasst. An manchen Redewendungen bzw. Bezeichnungen würde ich etwas nacharbeiten, z.B. 'Pfütze dunkelroter Flüssigkeit', das klingt nicht so schön, da würde mir 'Lache' besser gefallen.
Struktur:
Die Struktur ist gut aufgebaut. Vor allem der Prolog weckte das Interesse bei mir.
Zusammenfassend:
Ein interessante Idee, einen Vogelmann und eine Katzenfrau als Einbrecher loszuschicken. Natürlich nur bei reichen Leuten, um den Robin-Hood-Nimbus zu wahren und das klassische Gut-Böse Thema beizubehalten. Einige Stellen müssten noch vertieft werden, wie unten bereits beschrieben, auch würde ich den Vorschlag, die Gedanken kursiv zu kennzeichnen, aufgreifen. Dann liest es sich flüssiger. Was ich gelesen habe, hat mir aber gut gefallen. Interessantes Cover übrigens.
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Von Katzen und Vögeln
von Coronval am 15.11.2011
Handlung:
Ein Geschwisterpaar nutzt seine besonderen Fähigkeiten, um durch Einbrüche seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Bei einem Einbruch entdecken sie ein fürchterliches Verbrechen und finden ein Kind mit besonderen Gaben und schrecklichen Feinden.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist flüssig, frech, jung und macht Spaß. Kleine Flüchtigkeitsfehler (verschluckte Buchstaben) stören erstmal nicht weiter.
Zusammenfassend:
Erschreckend, anders, aber ich fürchte zu kurz. Sehr gut hat mir die Idee mit der Katzenfrau und dem Vogelmann gefallen. Sie werden geheimnisvoll eingeführt und man hat Spaß daran ihnen auf ihre Diebestouren zu folgen. Allerdings fehlen mir einige Informationen über ihren Hintergrund. Hier dürfte sich der Autor noch etwas mehr Zeit nehmen, damit auch der unwissende Leser das Gefüge unter den geheimnisvollen Wesen versteht. Auch bei den Wolf und Rattenwesen. Sie sind zwar wunderbar schrecklich dargestellt und man liest so drüber - aber es fehlt ihre Motivation - oder zumindest die ihrers Anführers. Der erste Sprung zu den Wolfgeschöpfen, war etwas plötzlich. Ich musste die Stelle 2 Mal lesen, um zu merken, dass da nur ein deutlicherer Abschnitt fehlt, der den Szenenwechsel aus dem blutgetränkten Schlafzimmer in das Refugium der Wölfe deutlich macht.
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Rabe und Jaguar
von vitello am 03.11.2011
Handlung:
Die Handlung konnte ich ja gut nachvollziehen, bis zu dem Punkt, wo Nael die Schlafzimmertüre auftritt. So verhält sich doch kein Einbrecher! Es ist mir auch ein Rätsel, wie man solch ein Blutbad auf einem Wasserbett anrichten soll, ohne es kaputt zu machen.Wenn die Kleine die Schreie ihrer Eltern gehört hat, wieso ist sie dann nicht gleich gekommen, sondern erst nach Sita und Neal? Wenn sie sich aus Angst versteckt hat, wieso ist sie dann herausgekommen, bei dem Lärm (Türen auftreten, kreischen), den die beiden erzeugt haben? Woher weiß Neal plötzlich, wie das Kind heißt? Das ist bis dahin ja nicht erwähnt worden. Und das die Kleine sich im 30.Stock auf einen Raben setzt und davonsegelt, ohne es mit einem Wort zu kommentieren, erscheint mir wenig glaubhaft. Auf S 58 wird plötzlich jemand mit Sir angesprochen und ich denke mir aha, England oder Amerika. Doch als kurz darauf seine Nachbarin ihn Mr. Smith nennt und selbst Frau Schmidt heißt, kommen mir gewisse Zweifel.
Figuren:
Die Figuren Nael und Sita sind am Anfang sehr knapp beschrieben. Auch Kiomi verhält sich kaum wie ein kleines Kind von sechs Jahren.
Sprache/Duktus:
Ich höre jetzt überall Stimmen..., Spaß beiseite. Aber das am Anfang nach jedem vierten Dialogsatz eine Stimme erklingt, sehr oft amüsiert, ist schon ein bisschen störend. Auch beginnen viele Sätze mit "Sita" oder "Sie". Das müsste man auf alle Fälle noch überarbeiten. Doch sonst gibt es neben einigen fehlenden Beistrichen wenig auszusetzen. Sehr flüssig erzählt, klare, gut verständliche Sprache, einfache Sätze.
Zusammenfassend:
Schnell erzählte Story, der es noch an Dichte und Logik fehlt. Da kann man noch viel mehr daraus machen! Einige Punkte habe ich schon angeführt. Doch was geschieht z.B: mit der Kleidung, wenn sie sich verwandelt? Nach ihrer Flucht aus der Villa hätten beide nackt im Auto sitzen müssen. Wo wohl die Rose auf Jasons Brief herkommt? Ich würde dir auch gerne eine Rose mit fünf Sternen schicken, aber für die Dornen werde ich doch zwei abziehen.
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bitte entschleunigen...
von Anne Lay am 02.11.2011
Handlung:
Sita und Nael, die wohl ungewöhnlichsten Einbrecher machen eine grausige Entdeckung. Bei einem ihrer Einbrüche finden sie ein Verbrechen und ein verängstigtes Kind....
Figuren:
Sita, die verbitterte Frau mit besonderen Eigenschaften, ist nicht erfreut, dass ihr Bruder Nael sich um das Kind kümmern will. Beide zeigen auch in ihrem Wesen Eigenschaften ihrer besonderen Gaben (der fürsorgliche Rabe, die "eigene", kratzbürstige Katze). Sie sind gut unterscheidbar und gegensätzlich in ihren Charakteren gezeichnet, was einen der Reize der Geschichte ausmacht. Dazu kommt Kiomi, das besondere Kind, das Nael bei dem denkwürdigen Einbruch rettet.
Sprache/Duktus:
Die Sprache ist bisweilen einfach, lässt aber mein Kino im Kopf problemlos starten. Spannung ist vorhanden, aber ich habe mehrfach das Gefühl: Da geht noch mehr. Die Spannungsmomente werden immer wieder recht schnell aufgelöst, die Handlung geht (zu) schnell voran. Einige Fehler(chen) müssen in der Überarbeitung noch beseitigt werden und die Lösung mit der Notation der "Gedankengespräche" ist noch verbesserungswürdig (> geht nicht, aber so sieht es auch komisch aus, vielleicht kursiv gedruckt?)
Struktur:
Die ersten vierzig Seiten werden linear erzählt. Die Beziehung zur Mutter wird kurz angedeutet (kommt da noch mehr - Geheimnisse?) und im Prolog ist von einer Prophezeiung die Rede.
Zusammenfassend:
Eine flüssig geschriebene, flotte Geschichte, die für mich in dieser Form (Protagonisten und Plot) neu ist, wobei ich wenig Fantasyliteratur lese. Die Anlage gefällt mir, tut sich doch hier wieder einmal das klassische Thema Gut - Böse auf, mit Halbwesen und ihren besonderen Kenntnissen. Ebenfalls klassisch ist das Thema des auserwählten Kindes mit besonderen Fähigkeiten. Was mir noch fehlt ist Dichte. Die Handlung verläuft schnell, so schnell, dass ich immer bereits erlöst bin, bevor die Spannung richtig ausgelebt ist. Dabei könnte die Idee einen echten Thriller hergeben. Dafür müsste aber stärker mit Andeutungen und ihrer (späteren!) Auflösung gespielt werden, statt alles zu benennen und zu beschreiben. Schade. Daher ziehe ich einen Stern ab, empfehle aber den Roman.
Kommentar von Hydon am 23.11.2011
Danke :-) Das mit den kursiven Gedankentexten werd ich mir auf jeden Fall notieren. Auf den Cover bin ich besonders stolz. Ist ein *leicht* entfremdetes Bildnis meiner selbst.