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Das Ende der Unendlichkeit, oder Die Lügengeschichten des Friedolin Riemenspanner - Erhard Schümmelfeder

Aus dem alten England kennen wir die weltberühmte "Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens. Aus dem Herzen Deutschlands stammt diese "Vorweihnachtsgeschichte", in der erzählt wird, wie der "Schmuddeljunge" Friedolin R. einen Freund findet.

In meinem Roman "Das Ende der Unendlichkeit" beschreibe ich die Begegnungen zwischen zwei Jungen mit völlig unterschiedlichen "sozialen Wurzeln". Jan Krüger, Sohn aus gutbürgerlichem Hause, erhält in den Herbstferien unentwegt Besuche von dem "Schmuddeljungen" Friedolin Riemenspanner. Der von anderen Jugendlichen gemiedene Außenseiter Friedolin sucht die freundschaftliche Nähe zu Jan. Erschwert wird dieses Bemühen dadurch, dass Friedolin lügt wie gedruckt und klaut wie ein Rabe. Wie sich aus der abweisenden Haltung Jans gegen den gleichaltrigen Klassenkameraden nach und nach Verständnis und ein Gefühl von Sympathie und Freundschaft entwickeln, wird mit den behördlich zulässigen Mitteln der augenzwinkernden Realsatire in Szene gesetzt. Als geistiger Schöpfer dieses Werkes verspreche ich: In jedem Kapitel geschieht etwas Ungewöhnliches. Gesellschaftskritische Aspekte gehören zu den Gratis-Beigaben dieser unterhaltsamen Vorweihnachtskopfkinokomödie, die ihren vollen Reiz an frostigen Winterabenden entwickelt, wenn man am knisternden Feuer sitzt und der Wind ums Haus heult ... Genug der langen Vorrede. Jetzt heißt es: Vorhang auf! Film ab! Viel Vergnügen wünscht E.S.

Rezensionen

  • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

    Ein echter Schümmelfeder

    von Alegra am 14.01.2012

    Zusammenfassend: Zu dieser Geschichte wurde eigentlich schon alles gesagt. Die Geschichten, die ich bisher von dir gelesen habe, hatten alle ihren ganz besonderen Zauber. Du verstehst es, den Leser mit in die Welt zu ziehen, die du beschreibst. Es sind die wunderbaren Anekdoten und Kleinigkeiten, die ich hier so liebe. Da ist auch ein gewisser Wiedererkennungswert im Spiel, wo ich sagen kann, so was Ähnliches habe ich auch erlebt (das bezieht sich natürlich nur auf einzelne Szenen). Eine schöne Geschichte, die die gute alte Zeit aufleben lässt. Hach! Alles Gute und LG Alegra
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 15.01.2012

      Liebe Alegra, 1000 Dank für das Lob. Übrigens steht "Der Anhalter" auf meiner Rezensionsliste. Tschüs bis bald sagt Erhard.

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    Wieder ein tolles Werk

    von Bianca Waldrich am 14.01.2012

    Zusammenfassend: Ich kann mich den vielen guten Bewertungen über dieses tolle Werk von Erhard Schümmelfeder nur anschließen. Er zeigt hier wieder seinen herausragenden Stil, mit viel Charme und Witz, der immer wieder erfrischend ist. Die Geschichte ist sehr lustig und unterhaltsam. "Das Ende der Unendlichkeit" ist zurecht in den Top10 vertreten. Ich drücke die Daumen für den Wettbewerb!!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 14.01.2012

      Liebe Bianca Waldrich, herzlichen Dank für die lobenden Worte. Das gibt mir neuen Auftrieb. Ein beschauliches Wochenende wünscht Ihnen Erhard Schümmelfeder.

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    Retro ...

    von Bloodymary am 14.01.2012

    Zusammenfassend: So, noch kurz vor Schluss, zwischen Haarewaschen und diese mit dem Fön trocknen und eigentlich wollte ich auch noch aufs Klo, aber vorher noch schnell eine Rezi. SUPER, SUPER, SUPER!!! Bussi-bussi und viel Glück wünscht ... +++ *hust* Sorry, das musste einfach sein :o)). +++ Jetzt aber ernsthaft: Lieber Erhard, du verstehst es auf ganz besondere Weise deine Geschichten zu erzählen, denen immer irgendwie ein Hauch von Retro umschwirrt. Sie sind mit unheimlich viel Wortwitz und zwischen den Zeilen liegender Sarkasmus geschrieben, sodass es einfach Spaß macht, weiterzulesen. SMS, Handy und Computer wären auch meine großen Kritikpunkte gewesen, da es irgendwie nicht hineinpasst, aber ich habe gelesen, dass du die bereits rausgenommen hast. Auch ich habe während des Lesens gezweifelt, ob es sich hier wirklich um erfundene Geschichten handelt ("Nacktarschhühnchen"; "mein Opa ist gegen den Baum gefahren - mein Opa musste zum Arzt" <--- klingt doch äußerst plausibel ;)). Durch die Erzählweise von Jan und dessen Bescheibungen von "Klette" hat, man beide sofort wunderbar vor Augen. Auch die Szene, in der Fridolin in Western-Manie den Klassenraum betritt ... herrlich. "Hausaufgaben auf Bierdenkeln abgeben", etc. Man weiß gleich, mit was für einen Schlag von Personen man es hier zu tun hat. Dein Stil - und vor allem diese Geschichte - erinnert mich an Geschichten wie "Das fliegende Klassenzimmer" (daher die Überschrift "Retro") und ich bin sicher, dass du deine Zielgruppe damit für einige Stunden verzaubern kannst! Best of luck für den WB, wünsche ich dir!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 14.01.2012

      Liebe Bloodymary, du bist mein rettender Engel! Dafür werde ich dich in meine Gebete einschließen. Auch dir wünsche ich viel Erfolg (Die letzte Elfe). Ein schönes Wochenende wünscht dir Erhard.

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    Was ist Lüge, was ist Wahrheit?

    von astamic am 13.01.2012

    Zusammenfassend: Ich habe mich herrlich amüsiert, lieber Ehrhard, du verstehst Geschichten mit einer unglaublichen Leichtigkeit zu erzählen. Und beherrscht die Sprache und Dialoge virtuos! Deine Geschichte zu lesen habe ich „unendlich“ genossen. Ich hatte schon so lange vor, mal eine deiner Leseproben zu lesen und bin bisher leider nie dazu gekommen; das muss ich zu meiner Schande gestehen, aber jetzt, kurz bevor dieser Wettbewerb abläuft, dachte ich, das wäre doch ein willkommener Anlass. ..... .... Dann werde ich mal: du hast einen unglaublich lebendigen, bildhaften Schreibstil, der einfach mitreißend ist. Ich wollte höchstens 30 Seiten lesen, habe dann aber immer weiter gelesen, jedes Mal, wenn ich mir wieder ein paar Seiten zur Entspannung vorgenommen hatte. Und ich habe herzlich Lachen müssen. Diese Geschichte der seltsamen Freundschaft zwischen Jan und Friedolin, genannt Klette (was er auch wirklich ist) geht einfach unter die Haut. Die Witze sind so überraschend und trocken, die können nicht alle erfunden sein. Ich vermute also, dass eine reale „Freundschaft“ und Begebenheit der Story voranging. Vielleicht sogar ein Jugenderlebnis von dir? Aber das muss nicht sein. Auf Seite 7 habe ich über Klettes Ausrede mit den „Nacktarschhühnern“ gelacht, wobei ich fast glaube, dass immer mehr Wahrheit in Klettes Lügengeschichten drin steckt, als Jan und der geneigte Leser glauben mag. Ganz herrlich fand ich auch die Fahrradszene (ab Seite 24), wo Klette die Namensbeispiele für die Kneipe des „Vatters“ aufzählte... und ganz besonders genial, dass der Name am Ende (Seite 30) doch nur von „Krug“ zum „Stadtkrug“ geändert wurde. Das soll dir erst einmal jemand nachmachen: über 6 Seiten den Leser mit fantastischen Namen zu unterhalten und dabei so ganz nebenbei, den Straßenverkehr und kleinere Begebenheiten hautnah darzustellen. Super Szene!!!!! Genauso hinreißend wie die Szene (ab Seite 41), wo die beiden mit Hektor im Wald sind und ihn später von der Leine lassen. Großes Kompliment! Wie die Dinge sich da entwickelt haben, ist einfach grandios! Du hast mich nicht eine Zeile auf den 64 Seiten, die ich (mangels Zeit) gelesen habe, verloren... Ich war drin... in der Geschichte, hautnah, als wäre ich dabei, und deshalb war ich genau wie Jan erstaunt, wie sich die Geschichte verselbstständigt, war verblüfft über Klettes spontanen Einfälle, glaubte ihn, und fiel genau wie Jan dann darauf rein. Klettes schlichtes Gemüt birgt wahre Untiefen! Fast bin ich neidisch, nicht jemanden, der so ist wie er, als Freund zu haben, auch wenn er höllisch nerven kann. Den Leser nervt er nie! ... ..... So viel des Lobes, ein paar kleine Makel habe ich dann doch gefunden. Ganz am Anfang auf Seite 8, das Wort „knichelnd“ kenne ich nicht. Da es nicht im Dialog steht, sollte es möglichst kein Dialekt sein. Dann hast nur mehrmals die Bezeichnung „Schelle“ für Türklingel benutzt, in meinen Ohren klingt das sehr altertümlich, das hat meine Oma benutzt – ist das noch zeitgemäß? Genau wie auf Seite 35: „dünkte sich erhaben“ , das wäre für mich auch zu „abgehoben und altertümlich“ in dem Zusammenhang dieser Geschichte. Ansonsten habe ich höchstens ein paar Satzzeichenfehler gefunden, aber ich habe ehrlich gesagt auch keine Fehler gesucht. Insgesamt kommt mir die Geschichte, wie oben schon erwähnt, so vor, als wäre sie schon älter, und sie ist im nach herein modernisiert worden. Das ist ja auch vollkommen legitim, aber es schimmert immer noch diese andere Zeit zwischen den Zeilen hindurch, - und das ist nicht nur an ein paar Begriffen festzumachen. Die Worte: Mail, SMS, Computer usw. klangen wie aufgesetzt – und sie sind meiner Meinung nach unnötig, wer diese Geschichten liebt, liest sie auch, wenn sie nicht mehr aktuell sind. Und da sind wir dann schon bei meinem anderen „Problem“ und das wäre die Zielgruppe. Meiner Meinung nach spricht diese Geschichte eher weniger die „Jugendlichen“ an, sondern eher Leute in meinem Alter, die sich an ihre Jugendzeit erinnern wollen. Die heutigen Teenies kriegt man meiner bescheidenen Meinung nach damit nicht. Aber es mag ja Ausnahmen geben (ich kenne wie gesagt auch nur die 64 Seiten und kann nicht beurteilen, ob es nachher noch stimmiger wird). Ich würde mir diese Geschichte ganz wunderbar als „Erinnerungs-Geschichte“ (mir fällt dafür kein besseres Wort ein) vorstellen können, aber nicht für heutige Jugendliche (leider). Da würde ich an deiner Stelle noch einmal drüber nachdenken und lieber die 2-3 modernen Worte und Gegenstände wieder rausnehmen. Und sie wieder in den „Originalzeitzustand“ bringen. Aber nichts desto trotz, ist dir eine wirklich tolle Geschichte geglückt, die sprachlich absolut hervorsticht (aus den jetzigen TOP 10). Allein deshalb hast du locker 5 Sterne verdient und den Flieger ebenfalls! Liebe Grüße, astamic
    • Kommentar von astamic am 14.01.2012

      Lieber Ehrhard, ich hatte mir bewusst vor meiner Rezi keine der anderen Rezensionen durchgelesen und sehe erst jetzt, dass du schon unten erwähnt hast, die Geschichte wieder in die richtige Zeit setzen zu wollen. Das freut mich umso mehr. Denn dann stimmt auch die Zielgruppe! Viel Erfolg wünsche ich dir!

    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 13.01.2012

      Liebe astamic, für diese außerordentlich umfangreiche Kritik, die ich als Liebesbeweis werte, bin ich Dir sehr verbunden. Deine Kritikpunkte treffen exakt ins Schwarze. Inzwischen habe ich alle Ingredienzen der Neuzeit (Handy, SMS etc.) aus dem Text herausopreriert, denn es ist eine Geschichte aus alter Zeit. Meine Zielgruppe sind Leute mit Erfahrung und Interesse am Menschlichen. - - - Was ist "Knicheln"? - Unterdrücktes Kichern nenntman in Westfalen Knicheln.Tschüs bis neulich sagt Dein Erhard

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    Einfach toll

    von herby101 am 10.01.2012

    Handlung: Eine nicht einmal ungewöhnliche ‚Freundschaft‘ zweier Jungen, die den absolut ‚normalen‘ Alltag erleben.
    Figuren: Die Personen sind sehr gut dargestellt und leben (da spielt bei eine lange vergessene Erinnerung mit). Schön sind die feinen Unterschiede beobachtet.
    Sprache/Duktus: An der Sprache habe ich nichts auszusetzen. Klar, flüssig, detailreich und voller Witz. Der Stil ist unverkennbar… eben wie in den anderen Büchern, die mir ebenso gefallen haben.
    Struktur: Die Geschichte zog mich durch den leichten und stimmigen Aufbau immer weiter hinein.
    Zusammenfassend: Meine Klette hieß Jürgen. Er wurde erst richtig störend, als ich meine Frau kennen lernte. Die ersten 50 Seiten haben mich – wie gewohnt – gefesselt. Den Rest werde ich in Ruhe – ohne die Familie im Nacken – lesen. Und dann, wie bei Deinen anderen Werken, mit meiner Enkelin.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 15.01.2012

      Danke, herby, für diese Einschätzung. Ich wünsche auch viel Glück für "Die Tote im Reisfeld". Beste Grüße sendet Erhard.

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    Und wieder ein Schümmelfeder ...

    von Sumpfhexe am 06.01.2012

    Zusammenfassend: Wieder einmal hat der Erhard es geschafft, mich mit einer seiner wunderschönen Geschichten einzulullen. Der von Liebeskummer geplagte Jan versucht der Nervensäge (er nervt wirklich unglaublich) Friedolin aus dem Weg zu gehen, ein schieres Ding der Unmöglichkeit. Gegen seinen Willen beginnt er die Klette zu mögen - und wie am Anfang erwähnt, scheinen die beiden heute noch befreundet zu sein, nach dem Motto: und wenn sie nicht gestorben sind ... Sprachlich einwandfrei, stoße ich höchstens hin und wieder auf ein überflüssiges Gänsefüßchen. Als einziges Manko muss ich die Vermischung der Led Zeppelin-Langspielplatte mit der SMS und dem Euro erwähnen, das sind völlig unterschiedliche Generationen. Das passt nicht so recht zusammen. Daher sind es jetzt nur noch fünf Sterne und eine Empfehlung.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 06.01.2012

      Liebe Martina, mit Deinem Hexenbesen ziehst Du mich aus dem Sumpf und bewahrtst mich für heute vor dem Versinken. Dafür sage ich - auch im Namen meiner Frau - Danke! - Da Du lange nicht anwesend warst, hatte ich Dich unter "vermisst" gespeichert. Nun bist Du wieder da. Dir und Deiner Familie wünsche ich für 2012 nur das Beste. Dein Erhard.

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    Der Friedolin, der Friedolin...

    von Silber am 15.12.2011

    Handlung: Zwei Jungen treffen sich. Der eine, nicht gerade in geordneten Verhältnissen aufgewachsen, dafür mit jeder Menge Phantasie ausgestattet, klettet sich an den anderen und stellt dessen wohlgeordnetes Leben auf den Kopf. Ein wenig Pipi Langstrumpf und Huckleberry Finn, in unsere Zeit gebeamt (es fiel das Fehlen des Handys zunächst auf). Da ich Fan beider Figuren bin hat mich der Friedolin naürlich sofort gefesselt als eindeutig Dritter im Bunde.
    Figuren: Der Friedolin, ein Schmuddelkind mit riesengroßer Phantasie, Witz und ohne Angst, dagegen der vorsichtigere Jan, der sich aber wunderbar mitziehen läßt.
    Sprache/Duktus: Wie angekündigt geschieht tatsächlich in jedem Kapitel etwas nun ja Ungewöhnliches, ganz wie es sich für solche Possenreißer gehört. Gut gefallen hat mir besonders Friedolins Sprache, gekonnt ist die imperfekte Sprache wiedergegeben.
    Struktur: Langsam aber sicher schleicht sich Klette in das Leben und Herz seines Freundes, den er sich erst erzwingen musste und der dann, als es zum Abschied kommt, sehr traurig wird. Das meiste dazwischen ist lustig, aber auch die soziale Situation des im Grunde "armen Friedolin" wird mit leichter Hand, wie es sich für ein Buch, das Freude bringen soll vor dem Kaminfeuer, immer wieder angedeutet, ohne die Stimmung zu belasten.
    Zusammenfassend: Eine wunderschöne Geschichte, die tatsächlich mehr für Erwachsene als für Kinder geschrieben ist, obwohl ich mir gut vorstellen könnte, sie meinen zu schenken, wenn ich denn welche hätte. Dafür gibts 5* und den Flieger
    • Kommentar von Silber am 16.12.2011

      Ehre, wem Ehre gebürt. Ebenso schönes Wochenende. Silber

    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 16.12.2011

      Liebe Frau Silber, danke für Ihre schöne Rezension. Ein angenehmes Wochenende wünscht Ihnen E.S.

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    Klette

    von Phaselis am 14.12.2011

    Zusammenfassend: ... ist ein Hundename. Zumindest kenne ich einen der so heißt :-) Aufgrund der Sprache dachte ich erst, es handele sich um eine Jungenstreich- Geschichte aus den 60ern, dann wurde ich eines besseren belehrt. Doch obwohl dieser Bogen weit gespannt ist, und dadurch eine innere Kluft entsteht, fand ich dieses Werk sehr gut. Vielleicht hätte es mir noch besser gefallen, wenn es tatsächlich in der Vergangenheit gespielt hätte. Einige Mal bin ich über wild eingesetzte Leerstellen gestolpert, die dann meist zur Folge hatten, dass die Anführungsstrichlein nicht unten sondern oben waren und auch die eine oder andere Formulierung wäre wahrscheinlich besser zu machen (kann jetzt leider keine Beispiele nennen, da ich es in einem Ruck gelesen habe, ohne mir Notizen zu machen) Aber alles in allem war ich hingerissen von dem grundehrlichen aber etwas anstrengenden Friedolin. Darum möchte ich dieses Werk empfehlen.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 14.12.2011

      Liebe Phaselis, Ihre Wahrnehmung ist korrekt. Die Geschichte spielt tatsächlich in der Vergangenheit. Im Originalmanuskript habe ich die entsprechenden Änderungen bereits vorgenommen. Vielen Dank für die freundliche Stellungnahme. Tschüs bis neulich: E.S.

  • Das Ende der Unendlichkeit

    von Antonina am 04.12.2011

    Handlung: Jan Krüger erzählt von seinem Freund Friedolin Riemenspanner, der mit seiner Art überall aneckt und seine Umgebung abwechslungsweise verblüfft oder ihr auf die Nerven geht. Konkret verspricht Jan im Vorwort das Geheimnis um die weissen Mauersteine zu lüften. Die Geschichte beginnt mit einer Szene bei Jan zu Hause, in der sich Friedolin eigenmächtig zum Abendessen einlädt und fährt weiter mit der Fahrradfahrt ins Stadtzentrum, um Hundefutter zu kaufen. Weiter bin ich nicht gekommen, weil mich die Geschichte nicht fesseln konnte, obwohl sie einen gewissen altmodischen Charme versprüht. Ich hätte sie (von der Sprache und der Athmosphäre her) in den 70er Jahren angesiedelt, wozu aber SMS und Handys nicht passen.
    Figuren: Jan, der Ich-Erzähler und Friedolin, der Aussenseiter. Dazu einige erwachsene Randfiguren. Da ich die Lektüre bald abgebrochen habe, kann ich nicht viel über die Figuren sagen, ausser dass Friedolin mich mit seinen Geschichten mehr gelangweilt als unterhalten hat.
    Sprache/Duktus: Ein altmodischer Charme, wie bereits erwähnt, hüllt die Geschichte ein. Handys und SMS dünken mich im Nachhinein eingefügt. Sie passen m.E. so gar nicht in diese Geschichte.
    Struktur: Ein Vorwort, das eine Frage aufwirft und gleichzeitig den Friedolin vorstellt. Danach verläuft die Geschichte chronologisch.
    Zusammenfassend: Atmosphärisch und sprachlich hat die Geschichte etwas, doch sie konnte mich nicht fesseln, da mich die langatmigen Dialoge mehr gelangweilt als unterhalten haben..
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    Liebenswert...

    von elenji am 03.12.2011

    Zusammenfassend: ... und liebevoll geschrieben ist diese Geschichte um die Annäherung zwischen dem gutbürgerlich aufwachsenden Jan und dem Aussenseiter Friedolin. Zwar ging es mir auch so, dass ich am Anfang gedacht habe, Sprache und zeitliches Setting passen irgendwie nicht zusammen, aber dieser Gedanke hat sich bei mir schnell verflüchtigt, weil es letztlich ein in jeder Zeit aktuelles Phänomen ist: Jugendliche, die Aussenseiter sind und Anschluss suchen. Irgendwann dachte ich auch, die Jungs sind eigentlich schon zu alt, um sich noch so zu verhalten - aber auch das stimmt nicht. Sechzehnjährige, auch wenn sie sich häufig schon erwachsener geben, sind letztlich noch Kinder, die ihren Platz in der Welt suchen und für die Anerkennung und Freundschaft das Allerwichtigste ist und für die sie, um sie zu erlangen, alles tun würden. Im Gegensatz zu meinem Vorrezensenten finde ich auch nicht, dass zu seicht erzählt wird: Ich finde ganz im Gegenteil, die Figurenzeichnung und die subtile Art, auf so witzige Weise Friedolins Sehnsucht nach Anschluss zu beschreiben wirklich ganz meisterhaft und feinsinnig gelöst. Nichts wird deutlich ausgesprochen und doch ist alles da: Die Sehnsucht, die Unsicherheit (auf beiden Seiten), die Verletzlichkeit. Und dabei so unglaublich lustig erzählt, dass ich zwischendurch wirklich laut aufgelacht habe. Sprachlich habe ich nichts auszusetzen, dafür einmal mehr besondere Wortschöpfungen zu loben: Die "Dienstpausenstimme" ist eine davon. Für zielgruppenaffin im Sinne der Katalogisierung halte ich es nicht, allerdings trotzdem für markttauglich. Für mich ist dies ein sehr einfühlsames, besinnliches und dabei urkomisches modernes Märchen, sowohl für Erwachsene, als auch für Jugendliche und der unglaubliche Witz, mit dem hier erzählt wird, ist für mich der Einstieg, der es jedermann möglich macht, sich auf die Geschichte einzulassen.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 04.12.2011

      Liebe elenji, von einer professionellen Drehbuchautorin in solch herzlicher und erfrischender Weise gelobt zu werden, gibt mir neuen Auftrieb.Mit einem Gefühl großer Verbundenheit bedanke ich mich für diese Rezension. Einen angenehmen Sonntag wünscht Ihnen E.S.

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    Lügengeschichten

    von vitello am 01.12.2011

    Zusammenfassend: ...einen rosanen Gummihandschuh. Das Wort hatte es mir irgendwie angetan. Einfach wunderbar flüssig geschrieben. Schriftstellerei, wie sie sprachlich sein soll und wie ich sie gerne beherrschen würde. Die Figuren sind gekonnt in Szene gesetzt und ihre (kleinen) Fehler schon mehrfach beleuchtet worden. Die Story selbst finde ich unterhaltsam, sehr dialoglastig - ich unterstelle hier pure Absicht - und dennoch, naja, eher "seicht". Denn bei aller Liebe zum Detail und den teilweise köstlichen Dialogen erscheint mir das Werk wie die Aneinaderreihung einiger einzelner Episoden und vermittelt eine gewisse Oberflächlichkeit, die vielleicht gut zu den Gedankengängen der beiden Jugendlichen passt. Womit ich es als Jugendbuch qualifizieren würde, doch sehe auch ich dort nicht die Zielgruppe, die erreicht werden soll (oder kann).
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 01.12.2011

      Lieber vitello, für Ihre Rezension möchte ich mich bedanken. Als Zielgruppe wünsche ich mit Leser, die Interesse an der Berschreibung des Menschlichen haben. Das Seichte und das Tiefe gehen bei mir immer Hand in Hand. Wie im wirklichen Leben. Tschüs sagt Ihr E.S.

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    das Ende der Unendlichkeit

    von MarcoKupfer am 28.11.2011

    Zusammenfassend: Lieber E.S. mal wieder ein gutes Werk, das sich lohnt zu lesen. die Story ist sehr unterhaltsam, der leichte Sarkassmuss gefällt mir sehr, da es sich um die Art von Humor handelt, die einen immer wieder zum schumunzeln bringt. Jan und Friedolin sind zwei gut dargestellte und unterschiedlich Figuren, in welche man sich gut hineinversetzen kann. Zusammenfassend: hab mich gut amüsiert und würde auch jedem dieses Buch empfhelen zu lesen.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 29.11.2011

      Liebr Marco Kupfer, willkommen im Club derer, die sich gern gut amüsieren! Danke für die Rezension sagt Ihr E.S.

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    Ich hatte meinen Spaß beim Lesen

    von Michel am 28.11.2011

    Zusammenfassend: Ich habe es mal wieder geschafft, zeittechnisch gesehen, ein Buch zu lesen.. Dieses Mal fiel meine Wahl auf „Das Ende der Unendlichkeit“. Besonders gefallen hat mir die Zweischichtigkeit, also Junge aus Mittelschicht und Junge aus ärmlicher Schicht freunden sich miteinander an. Obwohl mein Eindruck über Klette zu Beginn des Buches nicht gerade sehr positiv war, er ist ein keiner Lügenbold, musste ich zum Ende hin feststellen, dass seine Worte der Wahrheit entsprachen. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass der Schein trügen kann. Allgemein gesehen hatte ich meinen Spaß beim Lesen. Ein wirklich gelungenes Buch. Danke dafür.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 29.11.2011

      Lieber Michel, vielen Dank für die lobendenWorte. Besonders gefällt mir, das der "schichtenspezifische gesellschaftliche Aspekt" von Ihnen gewürdigt wurde. Einen schönenTag wünscht Ihnen E.S.

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    Vatter, Oppa und Nackarschhenne!

    von Jutta Wölk am 22.11.2011

    Zusammenfassend: Das ist Herr Schümmelfeder wie ich ihn kenne und mag. Habe mich wie immer sehr gut unterhalten gefühlt und musste laut über die Nackarschhenne lachen. Auch der Slang brachte mich oft zum Schmunzeln. Ja, ja, der Oppa, die Omma und so. Klasse, wie stets tadeslos, unterhaltsam und gut. Daher gerne fünf Sterne und Empfehlung.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 23.11.2011

      Liebe Jutta Wölk, danke für die Blumen. Einen schönen Tag wünscht Dir dein Oppa.

  • Tom Saeuer und Hackelberri Finn im Muensterland

    von Ansgar am 19.11.2011

    Zusammenfassend: Erhard Schuemmelfeder schreckt nicht vor dem Vergleich mit Charles Dickens zurueck. Mir fallen noch Erich Kaestner, Mark Twain oder Marcel Pagnol ein, allesamt Erzaehler, in deren Geschichten der Leser eintauchen, verharren und traeumen kann. Allesamt Erzaehler einer anderen Epoche, und ich wage mal zu behaupten, dass sie nur noch von unverbesserlichen Nostalgikern gelesen werden. Die Zeiten haben sich (leider?) geaendert. Bis Seite 53 habe ich heute morgen gelesen, nun widme ich mich dem Bundesliga-Liveticker. Was ist nach der Lektuere geblieben? Die Unstimmigkeiten wurden schon mehrfach angedeutet: Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass E.S. eine alte Story aus seiner prall gefuellten Schatztruhe herausgefischt hat und mit brachialer Gewalt in die heutige Zeit transportieren wollte. Daher die stoerenden elektronischen Geraete des 21. Jhdts (SMS, DVD, Handy, Computer). Szenen scheinen hinzugefuegt worden zu sein. Wie kann es sonst passieren, dass ein sprachgewandter, zur Perfektion neigender Autor innerhalb von zwei Absaetzen den Hund mal Hektor, dann wieder Hector mit 'c' schreibt? Ennio Morricone, Spaghetti-Western, Spiel mir das Lied vom Tod - kein Jugendlicher koennte sich heute fuer diese Klassiker der Siebziger erwaermen. Selbst Vater von 2 jugendlichen Kindern, die wie Jan extrem behuetet aufwachsen, muss ich kritisieren, dass mir der Jan dieser Geschichte doch extrem unbedarft rueber kommt. Auch stoert mich die zumindest bis Seite 53 wahrscheinlich ungewollt dargestellte 'Arme-Leute-Romantik'. Friedolin, der Junge mit den schwarzen Fingernaegeln, der mal 'nen Apfel klaut, sich zum Abendbrot einladen laesst, ohne Murren ein altes Fahrrad faehrt, aber ein Haudegen ist, der das Fallrohr hochklettert und mit Hunden kann. Die recht amuesante Szene der Kneipen-Namensfndung passt beileibe nicht zu zwei halbwuechsigen Jungs. Vielleicht liege ich falsch, aber ich wuesste nicht, welcher Zielgruppe diese Story zugedacht ist, ausser uns Vierzigern und Fuenfzigern, die mit den Vorweihnachtsvierteilern im ZDF gross geworden sind. Unterm Strich? Sprache: 5 Sterne - Handlung, Story, Plot: aufgerundet 3. Viel Erfolg fuer den Wettbewerb!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 19.11.2011

      Lieber Ansgar, danke für diese gründliche Einschätzung. Alle von dir genannten Kritikpunkte treffen genau ins Schwarze. Die Zielgruppe für dieses Buch sind INTERESSIERTE. Mir ist vollkommen klar, dass Jugendliche von heute zumeist mit Wehrwölfen, Vampiren und Killern liebäugeln. Aber ich bin ein wertkonservativer Autor. Meine Botschaft ist, wie die Vorrezensentin Betty treffend bemerkte, "zeitlos". Das Ms wurde inzwischen geändert. SMS, Handy und DVD wurden entfernt. Die Story spielt in den 80..

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    Hab mich selten so gut unterhalten gefühlt.

    von Betty am 17.11.2011

    Zusammenfassend: Zeitlos, das ist das Wort, das mir dazu einfällt. Ohne in die Sprache zu verfallen, die man Jugendlichen heutzutage vielleicht zuschreibt, entstehen 2 bis X Charaktere die in jede Zeit passen würden und so manchem Pädagogen die Augen öffnen könnten, dass sich hinter einem offensichtlich auffälligen Kind, ein deutlich gereifterer Charakter befinden kann. Und, dass man niemanden in eine Schublade einordenen darf. Die Szene bei der ich am meisten gelacht habe, war die mit dem Kneipennamen. Genial wird einem hier nicht nur die Fantasie des Autors, sondern auch Friedolins anstrengende und beharrliche Art vorgeführt.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 18.11.2011

      Liebe Betty, mit Ihrer Rezension haben Sie mit viel Freude bereitet. Dafür danke ich Ihnen und wünsche ein heitetres Wochenende. Mit besten Grüßen: Ihr E.S.

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    Jan und Friedolin

    von Sanna am 16.11.2011

    Zusammenfassend: Lieber Herr Schümmelfeder, diese Geschichte um Jan und Friedolin ist einfach herrlich, von der Handlung bis hin zur Sprache. Ich musste lachen, war nachdenklich und hatte einige Remniszenzen an meine Schulzeit in Ostwestfalen - Ausdrücke wie "Vatter" und "Oppa" haben mich die Geschichte sofort da verorten lassen. Die zeitlichen Aspekte (Handy, etc) sind ja schon erwähnt worden - sie waren das Einzige, was mich etwas aus dem Lesefluss herausgerissen hat. Nichtsdestotrotz - ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und drücke Ihnen für den Wettbewerb die Daumen!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 16.11.2011

      Liebe Sanna, verbindlichsten Dank für die freundlichen Worte zum Buch. Ihnen und den Tieren, die sie versorgen, wünsche ich einen Abend in behaglicher Wärme. Tschüs bis neulich sagt E.S.

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    Wunderbar altmodisch

    von tom_a am 15.11.2011

    Zusammenfassend: Hat mir sehr gefallen. Auf den Widerspruch zwischen der Erinnerung an lang vergangene Zeiten und dem Vorhandensein von Euro, SMS usw. wurde ja bereits mehrmals hingewiesen. Zusätzlich fiel mir dazu auf, daß auch ein DVD-Player vorkommt, der müßte wohl auch noch durch einen Videorekorder ersetzt werden. Und der Laptop durch einen C64 (wenn's denn in den achtziger Jahren spielen soll, und nicht noch länger her ist). Ob's damals schon Anrufbeantworter gab, bin ich mir auch nicht wirklich sicher. Und auch der "alte Plattenspieler" war damals nicht alt, sondern eine Selbstverständlichkeit. Da gibt's wohl einiges zu überarbeiten... Noch ein Detail: Ein Achtklässler ist normalerweise nicht 16, sondern 14. Es sei denn, er ist bereits zweimal sitzengeblieben... Wobei auch ich denke, daß dass die beiden Jungs zwecks Glaubwürdigkeit zumindest ein kleines bisschen jünger sein sollten. Ein oder zwei Jahre sollte man schon abziehen...
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 15.11.2011

      Lieber tom_a, herzlichen Dank für die konstruktive Kritik. Das Alter der beiden Jungen wurde inzwischen korrigiert. Euro, Sms und Handy sind wegradiert worden. Den DVD-Player hatte ich ganz vergesen. Auch der kommt sofort in den Müll. Nur der Plattenspieler darf auch weiterhin "alt" bleiben, da er wohl aus den 70er Jahren stammt, aly der Vater von Jan noch lange Haare und "Träume" hatte. Ich wünsche einen schönen Tag und verbleibe mit besten Grüßemn als Ihr E.S.

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    Wunderbar!

    von Heike Wolter am 11.11.2011

    Zusammenfassend: Lieber Herr Schümmelfeder ... ich beschränke mich auf eine Zusammenfassung, da rund um Ihr Werk schon genügend zum Detail geschrieben wurde. Ich habe mich mit ihrem Fridolin göttlich amüsiert! Ich habe von Ihnen nun schon vieles gelesen, war jedesmal der Meinung, dass das jeweils Gelesene einfach fantastisch ist ... und auch diesmal ist es Ihnen wieder gelungen, eine wunderbare Geschichte zu schreiben. Ihre leise Ironie, die Wortspielereien ... ich liebe das! Vielen Dank für diesen Lesegenuss ... und viel Glück!! Mit lieben, heiteren Grüßen ... Heike W. :o)
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 11.11.2011

      Liebe Heike Wolter, wir sind inzwischen gute alte Bekannte. Ihre Rezension hat mein Herz erfreut. Dafür danke ich Ihnen. Tschüs bis neulich sagt Ihr E.S.

  • Dieses Buch wurde vom Leser empfohlen

    unverkennbarer Schümmelfeder Stil

    von LyFa am 11.11.2011

    Zusammenfassend: Eine wundervolle, unterhaltsame Geschichte mit leiser Ironie voller Wortspiele und Wortwitz über zwei sehr unterschiedliche Jungen: Jan Krüger, der Sohn aus gut situierten Verhältnissen und sein Mitschüler Friedolin Riemenspanner genannt Klette der zusammen mit seinem Opa in bescheidenen Verhältnissen lebt. Klette kann man schon als ziemlich schräg bezeichnen. Er hat eine vorlaute, distanzlose Art, doch er sehnt sich nach Anerkennung, Wärme und Geborgenheit. Schnell entwickelt man für diesen ideenreichen Individualisten und Außenseiter Sympathie. Wie immer gibt es bei Herrn Schümmelfeder pures Lesevergnügen, skurrile Wortschöpfungen und zusätzlich ein Plädoyer dafür, keinen als Außenseiter abzustempeln oder auszugrenzen, das auch noch ohne gehobenen Zeigefinger daherkommt. Der Autor schreibt:“Die Story spielt nicht in der Gegenwart, sondern im zurückliegenden Jahrhundert“ Da irritiert mich dann doch etwas die SMS das Handy und der Euro aber da der Autor, dies ja schon am Manuskript ändern möchte, bleibt mir nichts weiter hinzuzufügen.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 11.11.2011

      Liebe LyFa, ich freue mich über Ihre Rezension. Gestern noch las ich in Ihrem Werk "Menschen", das ich demnächst noch rezensieren möchte. Eine gute Nacht wünscht Ihnen Ihr E.S.

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    Friedolin

    von Ulder am 11.11.2011

    Zusammenfassend: Friedolin hat mich in seinen Bann gezogen. Bestimmt auch, weil ich mal einen Freund in Kindheitstagen hatte, der Fridolin hieß. Ich musste beim Lesen an die Geschichten von Ludwig Thoma denken und an den 'Seewolf', in dem ja auch die Begegnung zweier aus unterschiedlichen Schichten stammenden Jugendlichen geschildert wird. Diese Geschichte ist atmosphärisch dicht und wortstark geschrieben, amüsant, kurzweilig, und phantasievoll, ein großes Kompliment dafür. Ich wünsche viel Glück für den Wettbewerb. ich denke, dass es für dieses Werk eine Menge begeisterter Leser/-innen geben wird.
    • Kommentar von Ulder am 12.11.2011

      Es ist natürlich klar, dass man nicht jeden Geschmack treffen kann kann mit seinem Manuskript. Aber ein kurzes Feedback in den Kommentaren zu Schreibstil und Aufbau, von jemandem, der zweifelsohne schreiben kann, wäre trotzdem hilfreich. Denn zum Verbessern unserer Werke sind wir ja schließlich alle hier. Auch wenn es aus Gründen des persönlichen Geschmackes nicht zu einer Empfehlung reicht. LG

    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 11.11.2011

      Lieber Ulder, für die zustimmende Worte bedanke ich mich herzlich. Übrigens habe ich kürzlich einen Blick in Ihr Buch "Jahr der Ratten" geworfen. Brrrr! Für einen feinnervigen Menschen wie mich ist diese literarische Kost nicht geeignet. Ich habe jetzt noch Alpträume. Trotzdem wünsche ich Ihnen viel Glück mit dem Werk. Ein Publikum gibt es dafür, das ist gewiss. Tschüs! Ihr E.S.

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    Das Fahrrad aus dem Jahr 1492

    von Coronval am 10.11.2011

    Zusammenfassend: Ich möcht mich nur zusammenfassen, denn wenn nichts dazwischen kommt, dann wird dies die 11 Rezi. Höchste Zeit. Ich wollte alles lesen, ehe ich mich dazu äußere, aber das Urteil war schon nach den ersten paar Seiten gefällt. Was für eine Fantasie und ein spielerischer Umgang mit Worten. Nach und nach erlebt man den Umschwung, des Jungen Jan in Bezug auf Klette mit. Aber nicht als unbeteiligter Leser. Man selbst empfindet es so. Das Schöne daran fand ich, dass nicht Klette sich ändert, sondern, dass Vorurteile abgebaut werden und jede seiner nervenden Eigenschaften eigentlich eine positive ist. Die Atmosphäre erinnert an alte Lausbubengeschichten. Bis zu dem Punkt, da zum ersten Mal ein Handy erwähnt wurde, dachte ich, dem wäre auch so. Was soll ich lange rumreden "Onatale Uwa Ulima Uwa". Ich hab mich festgelesen, meine Kinder vernachlässigt, den Haushalt sowieso, darum gibt es nur ein mögliches Urteil.
    • Kommentar von Coronval am 11.11.2011

      Lieber Erhard, warts ab, in wenigen Tagen bin ich zudem noch die Autorin von Lume´tai. Ich muss nur noch den Mut finden, mein Herzblut ins Netz zu stellen. Liebe Grüße Kerstin

    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 11.11.2011

      Liebe Coronval, eine so liebevolle Rezension von der Autorin des wunderschönen Kinderbuches "Das Nebelgebirge"zu bekommen, macht mich sehr stolz. Tausend Dank sagt Ihr Kollege E.S.

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    Ich wurde sehr gut unterhalten

    von AnkeD am 10.11.2011

    Handlung: Fridolin Riemenspanner ist ein Außenseiter, der sich ungefragt in das Leben seiner Mitschüler drängt. Er will dazu gehören, obwohl er in den Augen seiner Lehrer, Schulkameraden und deren Eltern anders ist, sogar als asozial bezeichnet wird. Er besitzt kein Handy und keinen Computer, seine Kleidung stammt aus der Altkleidersammlung, und er lebt bei seinem Großvater. Sein Spitzname lautet Klette, was auf zweierlei Ursachen zurückzuführen ist: Zum einen sagt man ihm nach, dass ihm gelegentlich etwas an den Händen haften bleibt, was ihm nicht gehört, und zum anderen klebt er wie eine Klette an den Rockschößen seiner Mitschüler, die ihn lieber von hinten sehen. So geht es auch Jan Krüger, der ziemlich erfolglos gegen das aufdringliche Verhalten von Fridolin Riemenspanner anzukämpfen versucht, aber irgendwann von dessen verschrobenen Charakter eingefangen wird. Sie befreunden sich.
    Figuren: Die beiden Hauptakteure sind der Erzähler der Geschichte, Jan Krüger, und sein Mitschüler Fridolin Riemenspanner, Klette genannt.
    Sprache/Duktus: Eine sehr schöne, leicht zu lesende und dabei sehr kreative Sprache mit genialen Wortschöpfungen, bei der die Rechtschreibprüfung sicher entsetzte Purzelbäume geschlagen hat. Es gibt herrliche Wortspiele und Erklärungen, wobei mir jene im Gedächtnis geblieben ist, warum ein Wirt auch gleichzeitig ein Steuerberater ist. – Klasse!!! Und nicht zu vergessen Klettes Fahrrad, dass mit jeder neuen Erwähnung ca. 100 Jahre älter wurde. Zum Glück ist dieses MS nicht lang genug, um ihm irgendwann den Status des fahrbaren Vehikels von Fred Feuerstein zu gewähren.
    Struktur: Zu Beginn wird Fridolin Riemenspanner vorgestellt, dann wird erzählt, wie Jan und Klette sich miteinander befreunden.
    Zusammenfassend: Eine sehr unterhaltsame Geschichte über zwei Jungen, die aus unterschiedlichen sozialen Schichten stammen. Jan ist der Sohn aus gut situierten Verhältnissen, während Klette zusammen mit seinem Opa in recht bescheidenen Verhältnissen lebt. Jan ist ein ganz normaler Durchschnittsjugendlicher, Klette hingegen kann man schon als ziemlich schräg bezeichnen. Ich denke aber, dass er hinter seiner vorlauten, vorwitzigen Art nur seine verletzbare Seele zu verstecken sucht, denn auch er sehnt sich nach Wärme und Geborgenheit. Was mich persönlich ein wenig irritiert hat, ich habe beim Lesen immer zwei ca. 13-jährige Jungen vor Augen gehabt und nicht zwei Jugendliche von bereits 16 Jahren. Die Späße und das Herumgealbere sind m.E. eher von jüngeren Schülern zu erwarten. Der Hinweis auf Bundeskanzler Merkelwürdig gibt einen Anhaltspunkt, wann die Geschichte frühestens angesiedelt sein kann, und dafür sind mir die Namen der jungen Leute etwas zu altertümlich gewählt. Das soll jetzt keine Kritik sein. Ich will nur damit sagen, dass ich gedanklich in den siebziger, max. achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts war und dass für mich die Helden höchstens 13 oder 14 Jahre alt sind. ***** Ich kann dieses amüsante Werk nur weiterempfehlen. Deshalb gibt es kein einziges Wölkchen am nächtlichen Himmel, dafür einen dicken Kondensstreifen vom Jet.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 10.11.2011

      Liebe AnkeD, tolle Rezension! Gut beobachtet und absolut treffsicher bei der Kritik. Es stimmt tatsächlich: Die Story spielt nicht in der Gegenwart, sondern im zurückiegenden Jahrhundert. Ich werde am MS noch ein paar kleine Korrekturen vornehmen. Ihre Rezension liefert mir hierfür wertvolle Ansatzpunkte. Ich wünsche einen angenehmen Abend und verbleibe mit kollegialen Grüßen als Ihr E.S.

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    Wie immer ein Vergnügen

    von patza am 10.11.2011

    Zusammenfassend: Wieder einmal werde ich durch eine wundervolle, leicht ironische, leise Geschichte gezogen, die ich bis zu Ende lese. Was soll ich noch dazu sagen? Ihr Stil ist wie immer einzigartig und professionell. Eine Geschichte, die zum Nachdenken bewegt. „Das Ende der Unendlichkeit“ ist ein Buch über (eine) Klette, (die) der nicht aufgibt und über eine sich über die Seiten entwickelnde Freundschaft. Das einzige, was ich zu bemängeln habe, und das ist reine Geschmackssache, sind Wörter wie SMS, Handy und Euro, die (für mich) weder zum Stil der Geschichte, noch zum Inhalt passen. Ich will eigentlich gar nicht wissen, dass die Geschichte in der heutigen Zeit spielt. Ich habe mich bereits bei anderen Werken von E. Schümmelfeder gefragt, an wen mich seine „Werke“ erinnern, nun bin ich mir sicher: Es ist Erich Kästner. Wie immer bezaubert von Ihrem Werk vergebe ich Ihnen die volle Punktzahl.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 10.11.2011

      Liebe Patrizia, einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Ihnen. Herzlichen Dank für die lobenden Zeilen. Die genannten Kritikpunkte (SMS, Handy und Euro) habe ich inzwischen aus dem Ms entfernt. Aber Ihre Kritik zeigt mir, dass Sie exakt die Schwachstellen herausgespürt haben. Ich freue mich riesig über solche Stellungnahmen, denn als Autor weiß ich sie entsprechend hoch einzuschätzen. Ich verbleibe mit allerbesten Grüßenals Ihr E.S.

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    Vergnügen gefunden!

    von Liana am 08.11.2011

    Zusammenfassend: Und wieder Lesevergnügen pur! Der Autor versteht sich auf Wortspiele und Wortwitz. Allein durch seine "Sprache" lässt er uns Leser hier schmunzeln oder lachen. Allein die Wortschöpfungen zum neuen Namen der Kneipe machten Spaß, obwohl hier meines Erachtens etwas Weniger mehr gewesen wäre. Ich habe die Geschichte gern gelesen und hätte mir vorstellen können, dass mein Mann bei Kaminfeuer und Bratäpfeln unseren Söhnen statt "Nikolauskrimi" oder "Herdmanns" "Das Ende der Unendlichkeit" vorgelesen hätte. Mein Mann und ich hätten unsere Freude gehabt, und unsere Söhne (damals um die 8, 10 und 12 Jahre) auch. Und damit komme ich zum einzigen Kritikpunkt: Das Alter der Protagonisten ist m. E. als zu hoch angegeben. 15-16jährige, die an Regenrinnen hoch klettern, sich mit dem Preis ihrer Hunde übertrumpfen wollen, oder zum Flötenunterricht gehen? Ein Junge, der auf eine SMS mit einem handgeschriebenen Brief antwortet? Zeitgemäß ist das nicht. Ich würde darüber nachdenken, das Geschehen zeitlich zurück zu datieren, oder das Alter der Protagonisten herab zu setzen, damit die Geschichte rundherum stimmig wird.Zieh ich deswegen einen Stern ab? *Grübel, grübel* Nee! Ist ja trotzdem Lesevergnügen pur! Top 10 ohne Erhard Schümmelfelder geht nicht. Nun denn!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 08.11.2011

      Liebe Liana, vielen Dank für die freundlichen Worte. Die Kritik trifft in der Tat zu. Ich bin immer sehr dankbar für Leser, die ihre Wahrnehmungen so klar ausdrücken. Als Autor greife ich diese Punkte selbstverständlich auf und beziehe sie bei der Überarbeitung mit ein. Einen sonnigen Dienstag wünscht E.S.

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    Träääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääääänen gelacht

    von Mona Frick am 07.11.2011

    Zusammenfassend: ich muss jetzt erstmal ne Pause machen, und mir, die durch Tränen aufgelöste, Mascara aus dem Gesicht wischen. Ich musste so lachen beim Abendessen mit Klette, und schon oft davor. Mein grummlig begonnener Tag ist gerettet! Lieber Erhard, mach einen Verlag auf, verlege all deine Bücher, und noch ein paar Perlen von hier, und ich werde deine Stammkundin!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 07.11.2011

      Liebe Mona Frick, danke für die Rezension. Wenn Sie es schaffen, die Seiten 147 bis 150 zu lesen, ohne ein einziges Mal mit den Mundwinkeln zu zucken, bitte ich um Mitteilung. Dann nämlich müsste ich "nachbessern". Tschüs bis neulich sagt Ihr E. S.

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    Ein Schümmelfeder-Dickens - noch überpünktlich zur Weihnachtszeit

    von ArnoldAndreas am 07.11.2011

    Handlung: Es ist atemberaubend, in welchem Affenzahn Erhard Schümmelfeder schon wieder ein literarisches Kunstwerk produziert, das in Inhalt und Form hohen Ansprüchen genügt. Der „Schnellschreiber“ (ist ohne pejorativen Touch gemeint) scheint die wortgewaltigen Sätze förmlich aus dem Ärmel zu schütteln. Und wieder zündet die Geheimwaffe, einen unangepassten, skurrilen Typ ins Zentrum der Geschichte zu rücken. Über mehrere amüsante und abwechslungsreiche Erlebnisse wandelt sich Jans einst distanziertes Verhalten gegenüber Klette. Und als am Schluss Friedolin nach Berlin, seinem neuen Wohnort, abreist, versprechen sich beide, einander zu besuchen. Offenbar sind sie Freunde geworden.
    Figuren: Ich-Erzähler Jan Krüger (Alter: 16 Jahre) // Friedolin Riemenspanner (alias Klette) // Maren (Freundin) // diverse Lehrer // Jans Mutter // Lisa // Heinz-Alfred // dessen Eltern – die Mecklenburgs // Friedolins Opa usw. Vor allem Friedolin (Klette) ist durch seine unorthodoxen, eigenwilligen und mitunter provozierenden Verhaltensweisen hervorragen charakterisiert. Da bedarf es keiner äußerlichen Beschreibung, denn fast jeder hat wohl aus seiner Schulzeit so einen schrägen Typ in Erinnerung und vor Augen, der ähnlich abnorme Eigenschaften aufwies. Ein kleiner Einwand: Besonders Klettes Ausdrucksweise scheint mir (eingedenk seines sehr kessen Auftretens) doch vom Autor ein wenig kultiviert, nicht in der für einen Jungen dieses Schlags typischen Jugendsprache gestaltet. (Sprachlich begegnen mir trotz umgangssprachlicher Umschrift eher Acht- bis Dreizehnjährige.) Gut wiederum finde ich, dass man für diesen kleinen Strolch, Außenseiter und Wirrkopf eine gewisse Sympathie entwickelt. Inhaltlich sind die Dialoge zwischen den beiden Jugendlichen durchaus lebensecht und somit glaubhaft. (Oft auch spritzig gegen den Strich gebürstet!) Die Namensgebungen sind gewohnt originell, nur Fräulein Borderlein (wenn auch nicht Borderline) find ich nicht so toll. (Den Namen Borderlein gibt es übrigens in Deutschland nicht, allerdings einen Alexander Borderline in Augsburg.)
    Sprache/Duktus: Es ist auch der gediegenen Sprache des Autors zu verdanken, dass man seine Werke mit Genuss und Vergnügen rezipiert. Quasi auf jeder Seite begegnen uns originelle Formulierungen, sprachliche Leckerbissen, so dass es wenig Sinn macht, Einzelbeispiele herauszuheben. Die Sprache ist klar und farbig (oft expressiv) zugleich. Aufgrund eines reichen Wortschatzes werden dem Leser nicht laufend Allerweltswörter um die Ohren gehauen. (Dahinter steckt natürlich ein höchst solides Allgemeinwissen, ohne das Sprache zwangsläufig veröden muss.) Geradezu spielerisch vermag E.S. mit Tempi umzugehen, kurze und lange Sätze zu einer Sprachmelodie zu fügen. Z.B. S.8/9 Herr Buschmeier: „Der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende. Er ist das Symbol für die Unendlichkeit des Lebens. Ich möchte, dass ihr eure subjektiven Gedanken über die Unendlichkeit zur nächsten Unterrichtsstunde zeichnerisch ausdrückt und in der Klasse vorstellt.“ Noch ein Beispiel für gelungenen Rhythmuswechsel S.14 „Dann folgte ein blechernes Geräusch aus unserem Garten. Ich wusste sofort: Er hatte seine Hände um das Regenrohr neben meinem Fenster gelegt. Das Kratzen an der Hauswand verhieß nichts Gutes. Er wird doch wohl nicht versuchen, an dem Regenrohr bis zum meinem Zimmer zu klettern, dachte ich angespannt. Die tastenden Hände an dem hohl klingenden Blech näherten sich bedrohlich. Ich hielt den Atem an und lauschte.“ – Für Bewegung und das Vorantreiben der Handlung sorgen Verben und immer wieder Verben. – oft solche, die wenig gebräuchlich sind und noch keine Abnutzungserscheinungen aufweisen. Auch dafür ein typisches Beispiel, S.6: „… beispielsweise wenn er auf der Schulbank afrikanische Rhythmen trommelte, seine Hausaufgaben nicht in Heften, sondern auf Bier- deckeln präsentierte oder wenn er im Musikunterricht die angestimmten Gesänge mitpfiff.“ Und häufig wird die leise mitschwingende Ironie eben durch die Wahl der Begriffe erzeugt, etwa S.8: „Sein von Spontaneität und Irrationalität geprägtes Verhalten bot uns Schülern ständig neuen Gesprächs- und Lachstoff.“ Hinter den leichtfüßig daherkommenden Sätzen steckt dennoch Arbeit: Nämlich die, sich als Autor nicht gleich mit der erstbesten Formulierung zufriedenzugeben. Herrlich finde ich der Mutter Spruch auf S.19: “Drei sind geladen. Vier sind gekommen. Gieß Wasser zur Suppe. Heiß alle willkommen.“ – Wieder echt gelungen ist das wiederholte und bewährte Jonglieren mit Wörtern, Synonymen etc. – wie etwa bei den Kneipennamen „Löwengrube“, „N8wache, N8schicht oder N8eule“. Ich frage mich: Kann man dem sprachbegabten Autor überhaupt noch Ratschläge, Empfehlungen fürs Bessermachen in Sachen Sprachkultur geben? Man kann. Nur bewegen sie sich gewissermaßen auf einer höheren Ebene als üblich. 1.) Wer wie Erhard (erfreulicherweise) noch ein inniges Verhältnis zu klassischer Literatur hat, gerät leicht in Versuchung, sich mancher „vornehmen“ Ausdrucksweise einstiger literarischer Koryphäen zu bedienen. Lexikalisch äußert sich das z.B. im häufigen Gebrauch von Partizipialkonstruktionen. (etwa S.13: (oben) „…das kratzende Geräusch …“ > Kratzgeräusch / sonst kratzt nämlich das Geräusch!) 2.) So sehr mir die Wortschöpfungssalven (wie „Bollerwagen“, „Tipp-Ex-Fläschchen“, „Selbstmitleidsversunkenheit“ usw.) imponieren, sollte diese Leidenschaft nicht überstrapaziert werden. (Etwa S.8: „…saß der Schulrat knichelnd …“ ??? oder S.14 „Dieselschnurren“…) 3.) Manchmal tut’s auch ein Adjektiv weniger! Deine Sprache ist wortgewaltig und ausdrucksstark genug, um hier und da auf ein Adjektiv zu verzichten. (Z.B. S.13 „…Hectors angriffslustiges Drohgebell“ – natürlich überliest man die kleine Panne leicht. Aber: Entweder droht er nur mit seinem Gebell, oder er ist gefährlich, angriffslustig. – Also reicht „Hectors Drohgebell“) 4) Ganz, ganz selten geht mal eine Wortwahl in die Hose – wie etwa S.6 „Belastungsfähigkeit“ > Belastbarkeit …// S.18 „Ziemlich streng“ ist kein Argument, weil er damit nicht wirklich argumentiert // S.23 (letzte Zeile) „… würde der Hund ihn der Luft…“ hier fehlt „in“ // Wenn Klette einen Fuß auf unser Grundstück setzte, würde der Hund ihn der Luft zerreißen und mit Haut und Haar auffressen.“ – Das ist für den Humanisten E.S. doch etwas dicke! // S.30 (unten) „Hektor“ > Hector // (Aber all diese Kleinigkeiten sind wohl der rasanten Schreibgeschwindigkeit geschuldet.) – Ab S.23 nur gelesen…
    Struktur: Da brav und bieder rückschauend in chronologischer Folge erzählt wird, kommen für den Leser nirgendwo Irritationen auf. Häufige Dialoge beleben zwar die gesamte Handlung, überwiegen aber für meinen Geschmack manchmal zu sehr die Erzählpassagen.
    Zusammenfassend: Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, hierorts meine Rezensionstätigkeit generell auf null zu fahren. Doch als ich auf E.S.‘s wieder mal herzerfrischendes Werk stieß, entschloss ich mich zu einer Ausnahme. Wie hieß es doch? Ach ja, - das ist „literarische Vollwertkost“. Die amüsant zu lesende Story kommt ohne schwebende Elfen, ohne verstaubte Mythen, ohne blutgierige Vampire und zerfetzte Leichen aus und vermittelt dennoch viel Interessantes und Bedenkenswertes übers menschliche Miteinander. Und dies geschieht stets mit einem Augenzwinkern, auch mit leiser Ironie, die, ohne zu dozieren, manches verbreitete Urteil und Vorurteil in Frage stellt. Insofern besitzt das Werk zwar hohen Unterhaltungswert, aber eben nicht nur das!!! So gelingt es dir, Erhard, mich aus der Welt hier florierender Phantasmen wieder ins Hier und Jetzt zurückzuholen, ohne dass ich mich auch nur einen Moment langweile. Für mich ist die Erzählung (der Roman?) ein Plädoyer dafür, keinen als Außenseiter abzustempeln, auszugrenzen, abzuschreiben. Und die Unangepassten erweisen sich bei näherem Kennenlernen oft als die Geradlinigsten und Verlässlichsten. Wenn es auch paar kleine Falten noch auszubügeln gilt (siehe oben!), lieber Erhard, ist mir die wieder mal gelungene Arbeit doch fünf Sterne wert.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 07.11.2011

      Lieber Andreas, ich bin ein Glückspilz! Auf Knien bin ich dir dankbar für diese grandiose Rezension. Deine Vorschläge werde ich sofort umsetzen. Übrigens habe ich auch bei "Seltener Besuch" noch einen Vorschlag von Dir eingewebt (Neugier auf Onkel Nellus steigern). - Ich vernehme: Du willst Dich als Rezensent zurückziehen? Tu es nicht!!! Als Elite-Rezensent kann neobooks auf Dich nicht verzichten. In der Hoffnung auf noch viele gerechte Rezensionen aus DeinerFeder verbleibe ich m.besten Grüßen:E

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    Zwiespältig

    von Anne Lay am 06.11.2011

    Figuren: Jan und Friedolin sind bunt und nachvollziehbar gestaltet und beschrieben. Ich fühle mich an Karlsson und Lillebror von Astid Lindgren erinnert: Der angepasste Junge und der Freund, der Lügengeschichten erzählt und in vielfältiger Weise für Verwicklungen sorgt.
    Sprache/Duktus: Die Sprache dieser Erzählung ist dicht und die Eigenarten der Protagonisten kommen gut zur Geltung. Gerade die kleinen Details und Bilder sind es, die den Text zum Leben erwecken. Diese schöne Sprache passt aber so gar nicht zu heutigen Jugendlichen. Die Bildhaftigkeit auch in den Dialogen, die Wortwahl, all das ist Erwachsenensprache. Meine Söhne erstaunen mich zwar immer wieder in ihrer Wortwahl und ihrem Wortschatz, aber so wie Friedolin und Jan sprechen sie nicht.
    Zusammenfassend: Eine nachdenklich machende Erzählung: Klette, der bemühte Außenseiter, der mit allen Mitteln, auch Grenzübertritten, versucht, Anschluss zu Gleichaltrigen zu bekommen und Jan, der eigentlich keinen Ärger will, es besser weiß, aber von Klette mitgerissen wird. Die Handlung könnte so in jedem Dorf, in jeder Kleinstadt passieren, die Namen und die Sprache allerdings sind nicht an heutige Zeit angepasst. Dadurch entsteht ein zwiespältiger Eindruck. Noch habe ich nicht alles gelesen, so dass noch eine Auflösung kommen könnte, allerdings fehlt mir jede Idee, wie diese aussehen könnte. Das Wort "Realsatire" aus dem Klappentext scheint mir jedoch ebensowenig zu passen. Für eine Satire ist die Erzählung zu schön, zu alltäglich - da fehlt mir das Heraustreten aus der Realität. Vielleicht bin ich auch mit zu wenigen Spielarten der Satire vertraut?
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 06.11.2011

      Liebe Anne Lay, schönen Dank für die Rezension zu meinem neuen Buch. Alle geäußerten Bedenken gegen die Sprache des Werks sind selbstverständlich berechtigt. Bewusst habe ich auf die gängigen Klischees der Jugendsprache verzichtet, um etwas Eigenständiges und Unverwechselbares zu schaffen. Mir ist klar, dass die Zielgruppe (falls es überhaupt eine gibt) bei Menschen mit Erfahrung zu suchen ist. Aus diesem Grunde habe ich auch Charles Dickens mit seiner "Weihnachtsgeschichte" erwähnt. Tschüs:E.S.

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    Nackt...hühner

    von Feya am 06.11.2011

    Sprache/Duktus: Hier und da ist ein Punkt zuviel - Flüchtigkeitsfehler, die man ausbessern kann.
    Zusammenfassend: Die Sätze sind mir teils zu lang, aber das ist Geschmackssache. Schwierigkeiten hatte ich mit der Einordnung, wann die Geschichte spielt. Wann die Vergangenheit, wann das Heute? Wie viel Zeit ist seitdem vergangen? Wie alt ist der Erzähler heute? Vielleicht bin ich fälschlicherweise von einem zu großen Zeitabstand ausgegangen. Wenn ich alles berücksichtige, geht es frühestens um das Jahr 2002? Kommt das hin? Dann ist es okay. Ansonsten passt das mit dem Handy nicht so ganz... Ich lese gerade, Fianna hatte mit der Einordnung auch ein wenig Schwierigkeiten. Umso mehr würde mich die Antwort interessieren... Davon abgesehen ist es eine typische Schümmelfeder-Geschichte. Was das bedeutet? Erhard Schümmelfeder hat seinen eigenen Stil mit sehr hohem Wiedererkennungswert! Davon träumt so mancher Autor hier... Insofern finde ich es nur gerechtfertigt, fünf Sterne und eine Empfehlung zu vergeben!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 06.11.2011

      Liebe Feya, danke für die schöne Rezension. Der Zeitpunkt der Handlung: 2002. Das müsste gehen. Ansonsten würde ich in echte Erklärungsnot geraten. Für heute verbleibe ich mit besten Wünschen und kollegialen Grüßen als Ihr E.S.

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    Klette

    von YuutoNakamura am 06.11.2011

    Sprache/Duktus: Prinzipiell eine gute Erzählsprache, immer wieder mit tollen Ideen, z.B. Nacktarschhuhn, Affenpfoten, Dornenkrone als Kreis, dem Direktor wurden Brote vorgelegt, _der_ Brandenburger Tor, uvm. / Es gibt noch Tippfehler: Hector, Hektor, Hecktor (wie heißt der Hund?), fehlende Leerzeichen wie bei "Einfahrt:Ich" oder ermahnen: (S. 7), Riemenpanner / S. 90 finde ich die langen Laute etwas zu lang.S. 109 ´ ist erst hinter dem e bei Cafe´ / Popkorn --> Pop Corn (S. 160 bei tick tack kann man die Tonlängen nicht gut abbilden, vielleicht mal mit diiit dut diit dut dit dit deeh oder Ähnliches probieren) / Ennio Morricone "The Good ...", vielleicht noch erwähnen, dass die Aufnahme von Hugo Montengro eingespielt wurde / Stairway to Heaven gab es keine Single - was legt er auf? Led Zep 4 LP?
    Struktur: Zuerst gibt es eine Einführung mit Jan. Der Autor strukturiert dann sein Buch mit Und-Zeichen; mit der gewählten Formatierung ist es sehr gut lesbar.
    Zusammenfassend: Ein neues Buch von Erhard Schümmelfeder! Sofort gehört es sich so, den Tagesablauf umzukrempeln und es zu lesen. Uneingeschränkt ist es ein gutes Buch, das ich empfehlen kann und werde. Besonders schön sind immer die detaillierten Späße an den verschiedensten Stellen im Buch, auch ist es im Gesamten eine freundliche Geschichte. - Könnte es so ein Bestseller werden? - Fast möchte man Charlotte Roche von der (richtigen) Bestsellerliste verscheuchen und laut schreien: "Da kommt jetzt Erhard Schümmelfeder hin", und da könnte der Autor noch dran arbeiten, dass das auch einmal passiert, vielleicht nicht bei diesem Buch, aber bei einem nächsten: Einen Stern lasse ich weg, nicht wegen ein paar Kleinigkeiten, sondern wegen eines Aspekts, den ich nicht aus dem Kopf bekomme: Das Buch wirkt trotz SMS und Laptop regional/beschaulich/eher unspektakulär, "veraltet" wäre weit übertrieben und doch könnte die Sprache wie bei "ratz fatz", "Muckefuck", "am Riemen reißen" bei einer entsprechenden Handlung gerne einmal etwas fetziger rüberkommen, ggf. in einem 300Seiten-Werk mit einem größeren Spannungsbogen (Natürlich nur, wenn der Autor es möchte - so ein Bestseller ist ja auch ein Fluch, der Ruhm, das ganze Geld, Autogramme schreiben, ggf. will man das gar nicht). - Die vier Sterne sollen den Autor noch einmal zu einer Höchstleistung im Bestsellerbereich anspornen. Der fünfte Stern verschwindet in der Unendlichkeit, kommt aber zurück, sobald sie beendet ist. Lesen diese Buches bleibt natürlich trotzdem die allererste Pflicht eines jeden (un)ernstzunehmenden Rezensenten.
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 06.11.2011

      Lieber Yuuto Nakamura, ich bin immer wider erstaunt, wie schnell und präzise Du ein Werk lesen und durchleuchten kannst. Für die Kritikpunkte bin ich Dir sehr verbunden. Änderungen werden sofort vorgenommen. Die Hauptkritikpunkte -zeitliche Einordnung der Story und der "alte" Stil - muss ich mir gefallen lassen. Hier habe ich versucht, literarisch gegen den Strich zu bürsten. Mir war von vornherein klar, dass dies bei jungen Lesern zu Punktabzug führen würde. Danke für die tolle Rezi sagt Erhard

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    Klette

    von FiannaCessair am 06.11.2011

    Zusammenfassend: Wieder einmal eine wunderschöne, sehr atmosphärische Story. Friedolin, genannt Klette, ist im Grunde genommen ein sehr einsamer Junge, der einfach nur "dazu" gehören möchte. Er hat sicherlich eine sehr ungewöhnliche Art auf die Menschen zuzugehen. Und trotzdem ist er unglaublich sympathisch. Was mir nur aufgefallen ist, diese Geschichte würde irgendwie wesentlich besser in die 70er Jahre passen. Ich empfand Begriffe wie Handy, Computer und Euro irgendwie als deplaziert. Ich hatte immer meine Jugendzeit vor Augen. Die beiden Jungs verhalten sich nicht so, wie die Jungs sich heute benehmen. Das ist allerdings mein persönliches Empfinden. Ansonsten gewohnt schön und stimmungsvoll. Ich habe 100 Seiten gelesen und der Rest wird folgen. Einen schönen Sonntag noch!! PS. Das Cover ist toll!
    • Kommentar von Erhard Schümmelfeder am 06.11.2011

      Liebe FiannaCessair, Deine weibliche Intuition ist voll funktionsfähig. Der Hinweis auf die 70er Jahre lenkt den Blick zurück auf meine eigene Jugend. Ich habe hier meine Erfahrungen mit den Erlebnissen heutiger Jugendlicher vermischt. Das führt bei kritischen Lesern zu einem Stirnrunzeln. Voll berchtigt. Für heute wünsche ich noch einen schönen Abend. Ich verbleibe mit besten Grüßen als Dein E.

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Seiten 178
ID 09808
Veröffentlicht am: 06.11.2011

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Autor

Erhard Schümmelfeder

Erhard Schümmelfeder

Mitglied seit 20.11.2010
4 Veröffentlichungen