Josef Budek: Das Loch im Zaun

Im schönen August 1989 erlebt das Ehepaar Meinhart in Ostberlin, wie der Sohn im Westfernsehen vor der westdeutschen Botschaft in Budapest die Absicht kundtut, daß er nicht mehr in seine Heimat DDR zurückkehren werde. Auch nicht, wenn ihm angeblich Straffreiheit wegen beabsichtigter Republikflucht zugesichert werde. Siegfried Meinhart, der Vater, muß nach Budapest, um den Sohn und dessen Freund “aus dem Chaos dort“ heraus- und zurückzuholen. Die Mutter hat keine Zeit, denn sie ist als Dramaturgin der Staatsoper Berlin gerade damit befaßt, Verdis Oper DER TROUBADOUR revolutionär umzudichten. Siegfried strengt sich an – ohne Zweifel. Doch das Ergebnis seiner Mühen ist niederschmetternd. “Scheiße - und alles life!“ (Episode aus dem Roman-Manuskript “Nuttenbrosche und Wasserklops“)

Über Josef Budek

In meiner Jugend war Segelfliegen mein allerliebstes Hobby; heute ist es der Flugsimulator am Computer. (Habe gestern das Cockpit einer B-787 ausgebessert.) Verheiratet mit Kay West. * drei Kinder aus 1. Ehe, inzwischen sechs Enkel. Das erste Buch, das ich nach meiner Freilassung aus der Stasihaft und der Ankunft in Wessiland 1984 gelesen haben "1984"!