Jürgen Heimlich: Die Autorenpatenschaft

Autorenpate und Autor brauchten keinen Vertrag aufzusetzen, um dort Rechte und Pflichten aufzulisten. Grundsätzlich ist jede Autorenpatenschaft als Experiment mit ungewissem Ausgang anzusehen. Herbert Fuchs knauserte aber nicht und schlug seinem Patenkind nur wenige Sekunden nach der besiegelten Patenschaft vor, so bald wie möglich gemeinsam mit seiner Cousine in einem chinesischen Restaurant zu speisen. Die Cousine nämlich hätte eine wunderbare Anekdote zu berichten, die auf einem Friedhof spielt. Der Beginn einer äußerst fruchtbaren Beziehung! Das gemeinsame Kind liegt nun in Form eines Textes vor, der für Furore sorgen will. Denn gibt es irgendwo anders auf der Welt ein ähnliches Experiment, dessen Ergebnis so – bescheiden ausgedrückt – fantastische Ausmaße darstellt?

Über Jürgen Heimlich

Jürgen Heimlich, geboren 1971 in Wien, Verlagsausbildung. Seit 1989 als Autor aktiv; Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Einige Einzelveröffentlichungen, zuletzt "Wunschfrei" (Erzählung, Arovell, 2014). 2011 Realisierung des Kurzdokumentarfilms "Zentralfriedhof, der Film" in kongenialer Zusammenarbeit mit Peter Bosch. Zahlreiche Rezensionen für www.sandammeer.at Website: www.literaturexperte.com