Markus Dosch: Schlittenfahrt mit schöner Dame

Dosch Markus Schlittenfahrt mit schöner Dame 119 Seiten 1998 In der Cafeteria einer großen Firma wartet Fred auf das seltsame Mädchen, das nicht heimisch werden kann in München und lieber zurückgehen möchte in ihr kleines Anwaltsbüro fern im Westerwald. Und in der Erzählung ‚COMPUTERLADY’ entspinnt sich zwischen einem alleinstehenden über Vierzigjährigen und der jungen, attraktiven Frau, in der Datenverarbeitung nach oben strebenden Helga eine bitter-süße Liebesgeschichte, der keine Zukunft beschieden ist, nur eine kurze, zwischen Traum und Wirklichkeit flirrende Erfüllung in einer regnerischen Sommernacht auf dem Rand eines Brunnens mitten in der großen Stadt. Neben dem Milieu der kleinen Angestellten, mit atmosphärischer Dichte und psychologischer Genauigkeit eingefangen, sind es alptraumhafte Ereignisse, satirische Gesellschaftskritik, aber auch hoffnungsvolle Menschlichkeit, die in den zwölf Erzählungen überzeugend dargestellt werden.

Über Markus Dosch

Markus Dosch wurde in dem Dorf Allach bei München 1931 geboren. Kindheit und Jugend sind durch die nationalsozialistische Herrschaft geprägt, vor der der Junge in eine Welt der Bücher flieht. Die Beschäftigung mit Märchen, Mythen und Sagen bietet eine Möglichkeit zu leben und zu überleben. Das Lesen erweckt schon früh den Wunsch selbst zu schreiben und das Leben in Sprache zu verwandeln. In seinen Erzählungen verarbeitet er vielfach seine Erfahrungen als Mitarbeiter einer Versicherung. Die Erlebnisse eines ganz normalen Büromenschen werden hier zu manchmal schaurigen, manchmal heiteren, manchmal bissigen Geschichten verdichtet. Die frühe Faszination durch Mythen und Märchen kehrt dabei in der Kunst des Autors wieder, das Wunderbare oder das Abgründige im Einerlei des tagtäglichen Lebens aufzuspüren und in poetische Bilder zu fassen. Ich bin Mitglied im VS - Verband Deutscher Schriftsteller in Bayern P.E.N. - Club Deutschland Werkkreis - Literatur der Arbeitswelt