Tipps von Alexander Kopainski

Plane Dein Buchcover


0. Selbsteinschätzung

Überlege dir gut, ob du dein Cover selbst gestalten kannst. Kennst du dich mit deinem Grafikprogramm bestens aus und hast eine kreative Ader? Dann steht der Gestaltung nicht mehr viel im Wege. Im Zweifelsfall kannst du immer noch eine/n Designer/in deines Vertrauens beauftragen.


1. Eine Idee sollte dahinterstecken

Gehe nicht planlos an dein Cover heran. Überlege dir, was und wen du mit deinem Cover erreichen willst. Lege dir Konzepte zurecht und lass dich inspirieren!


2. Technische Vorgaben beachten

Erkundige dich je nach Anbieter, welches Format für das Ebook-Cover benötigt wird. Falls es dazu keine Angaben gibt, empfiehlt sich ein Seitenverhältnis von 1:1,5 oder 1:1,6 (bspw.: 2000px*3000px oder 2000px*3200px)

Das Printcover kann man erst erstellen, wenn die endgültige Seitenzahl feststeht. Hier bekommt man dann häufig eine Grafik oder eine Vorlage (s. Createspace) mit den Maßen. Achte bei der Printdatei besonders auf Beschnittzugaben (meistens 3–5mm auf jeder Seite). Eine Auflösung von 300dpi sollte in den meisten Fällen ausreichen. Druckdateien legt man im CMYK-Farbraum und Webdateien (Ebook) im RGB-Farbraum an.


3. Weniger ist mehr

Ein großes, dominierendes Bildelement zieht meistens mehr Aufmerksamkeit auf sich, als viele kleine, verschiedene Bildelemente. Das gilt auch für alle anderen Cover-Bestandteile: Lieber eine statt zehn Schriftarten. Besser zwei statt fünf Hauptfarben.


4. Platzmanagement und Komposition

Achte darauf, dass alle Bildelemente genügend Platz haben. Wo steht der Autorenname? Soll ein Logo eingebunden werden? Wo stehen Titel und Untertitel? Bleibt dann ausreichend Raum für das Hauptmotiv? Wirkt das Cover auch in der Miniaturansicht? Deshalb sollte man Punkt Drei nicht unterschätzen.


5. Dunkelbuntkuntergrau: Farben und Kontraste!

Wähle je nach Konzept deine Leitfarben für das Cover aus. Wähle mit Bedacht, denn jede Farbe hat ihre eigene Wirkung! Kontraste machen dein Cover spannender!


6. Gib dich nicht immer mit einfachen Stock-Fotos zufrieden

Auf Stockbilder aus Bilddatenbanken kann jeder zugreifen. Dann kann es schnell passieren, dass das selbe Foto auf mehreren Covern auftritt. Daher ist es klüger, wenn man verschiedene Fotos miteinander zu einem Gesamtbild kombiniert oder das Ausgangsfoto bearbeitet. So entsteht ein individuelles Cover, welches man nicht einfach kopieren kann. Noch besser wäre es, wenn man einen professionellen Fotografen oder Illustrator kennt und die Covergestaltung zu einem Kooperationsprojekt werden lässt.  


7. Lass das Cover reifen

Gut Ding will Weile haben. Wenn dir dein Cover gefällt, stelle es nicht sofort online. Nach ein paar Tagen können dir immer noch Feinheiten auffallen, die dein Cover verbessern könnten. Am besten zeigst du den Entwurf deinen Testlesern, anderen Autoren oder potentiellen Lesern, um möglichst viel Feedback zu bekommen. So kannst du besser abschätzen, wie dein Cover bei den Lesern ankommen wird.


Alexander Kopainski?

Alexander Kopainski (*1996), sprachbegeisteter Reisefanatiker und vieldenkender Kreativling, studiert Kommunikationsdesign an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Seinen Weg zum Design hat er über selbstgestaltete Buchcover gefunden. Aus einer zunächst praktischen Problemlösung der Frage „Wo bekomme ich denn jetzt die Cover für meine Geschichten her?“ entstand eine Leidenschaft, die größer wurde, als die des Schreibens. Fotografien, Zeichnungen und oft surreale Fotomanipulationen zählen zu seinen freien Arbeiten, die man auch auf seiner Website finden kann.

 

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