So formatierst du deine Inhaltsdatei

Wenn du ein Taschenbuch veröffentlichen und drucken möchtest, muss dein Dokument fertig gestaltet sein, bevor du es hochlädst. Hier geben wir dir dafür die wichtigsten Tipps und Tricks.


Formatvorlage

Um dir die meisten dieser Schritte zu ersparen, haben wir eine fertige Formatvorlage bereit gestellt, in die du deinen Text nur noch einfügen müsst. Klingt einfach? Ist es auch! Naja, fast. Ein paar Stolpersteine und die dazugehörigen Kniffe gibt es natürlich trotzdem noch.

Text in die Vorlage hinein kopieren

Viele Autoren kopieren ihren geschriebenen Text und fügen ihn einfach in die Formatvorlage ein (z. B. über die Tastenkombination strg+c und strg+v). Doch Achtung: Dabei können Formatierungen übernommen werden, die ihr gar nicht haben wollt.

Weitaus besser geeignet ist folgender Weg: Ihr klickt mit Rechtsklick auf den zu übertragenden Text und dann auf „Formatierung zusammenführen“ (siehe Bilder). Jetzt wird sich der Text an die Einstellungen der Vorlage anpassen, die wichtigen Formatierungen wie Fett- oder Kursivgedrucktes bleiben allerdings erhalten.

Achtung: Trotzdem solltet ihr danach natürlich nochmal überprüfen, ob alles korrekt formatiert ist.

Die Shift-Enter-Falle

Im Blocksatz werden gewisse Zeilen manchmal ganz komisch dargestellt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ihr einen Absatz einfügen wolltet, aber nicht einfach Enter gedrückt, sondern Shift+Enter gedrückt habt. In dem Fall wird nämlich kein Absatz erzeugt, sondern bloß eine neue Zeile im bisherigen Absatz - und das wirkt sich auf die Formatierung aus. In den beiden Bildern könnt ihr den Unterschied sehen.

 


Layout & Seitenränder

  • Buchformat: Lege die Seiten im Format des Taschenbuchs (12,5 x 19,0 cm) an. Dazu wählst du in Word Layout > Format > Weitere Seitenformate aus 

Dort stellst du 12,5 cm als Breite und 19 cm als Höhe ein.

In der Formatvorlage sind Ränder eingestellt, die üblich für den Buchhandel und angenehm zu lesen sind. Trotzdem möchten viele Autoren die Ränder anpassen, da sie an der Seitenanzahl sparen wollen oder sehr dicke Bücher schreiben, die evtl. einen größeren Innenrand benötigen. Oft werden wir nach unseren Empfehlungen gefragt, dabei kannst du dir die Antwort viel besser selbst geben. Hole dir einfach ein paar Bücher aus dem Schrank und miss die dort verwendeten Ränder mit dem Lineal ab. Dann bekommst du ganz schnell ein Gefühl dafür, wie groß du den Seitenrand einstellen musst. Und so gehst du dann vor:

  • Wenn du ein anderes Format auswählst, z.B. A4, ist das Ergebnis nicht optimal.
  • Beschnittrand: Texte und Bilder, die zu nah am Rand stehen, könnten in der Produktion abgeschnitten werden. Stelle daher einen Seitenrand von etwa 1,5 – 2,5 cm ein.
  • Beschnittmarken: Lege auf keinen Fall Beschnittmarken an, da diese mit gedruckt werden würden.
  • Druckbarcode: Auf der Coverrückseite links unten sowie der letzten Inhaltsseite rechts unten wird ein Druckbarcode abgedruckt. Berücksichtige dies bei der Bucherstellung, damit es nicht zu Überlappungen kommt.
  • Zeilenabstand, Schriftgröße, Textausrichtung & Co: Das Layout deines Textes ist ganz dir überlassen. Achte aber auf eine angemessene Schriftgröße (mindestens 10) und einen ausreichenden Zeilenabstand (mindestens 1,15), damit dein Text auch gut lesbar ist.
  • Seitenzahlen: Füge Seitenzahlen ein, um dein Buch übersichtlich zu gestalten. Damit diese im späteren Buch auch richtig platziert sind, empfehlen wir, diese mittig zu setzen.
  • Schriften einbetten: Bette alle verwendeten Schriftarten in deinem Text ein, da es sonst zu Fehlern im Schriftbild kommen kann.

Bilder & Grafiken

  • Farbraum: Der Druck erfolgt in Schwarz-Weiß. Bitte wandle deine Bilder in Graustufen um. Achte darauf, dass alle Bilder in RGB angelegt sind, da es ansonsten zu Qualitätseinbußen kommen kann.
  • Auflösung: Deine Bilder sollten eine Auflösung von 300dpi haben. Grafiken mit geringerer Auflösung erscheinen im Druck verpixelt und unscharf. Stelle die Auflösung nicht zu hoch ein, da dein Druck-PDF sonst sehr groß wird.
  • Transparenzen: Lege Bilder oder Grafiken keinesfalls transparent an, da diese fehlerhaft oder gar zum Teil nicht mitgedruckt werden.

Seitenzahl & Leerseiten

  • Mindestseitenzahl: Die Seitenzahl deines PDFs muss zwischen 36 und 700 liegen. Beachte, dass die Gesamtzahl deiner Inhaltsseiten durch 12 teilbar sein sollte, um die Druckbögen effizient zu nutzen. Ist sie das nicht, füllen wir das Buch automatisch mit Leerseiten auf.
  • Einseitiger Druck: Wenn du deinen Text einseitig drucken möchtest, lege einfach jede zweite Seite in deinem Dokument als leere Seite an. (Seite 1 deines PDFs erscheint auf der ersten rechten Seite, Seite 2 links, usw.)
  • Umschlagsinnenseiten: Die Umschlaginnenseiten (U2 + U3) können nicht bedruckt werden. 

Titelseite, Impressum, Inhaltsverzeichnis

  • Der Buchblock generiert sich komplett aus dem hochgeladenen PDF, das heißt, dass du Titelseite, Inhaltsverzeichnis und Impressum selbst in dein PDF einfügen musst. Beachte aber, dass die ISBN, die deinem E-Book von neobooks gegeben wurde, nicht für die Druck-Ausgabe übernommen werden darf.

Schriften einbetten

Schriften können nicht gedruckt werden, wenn die jeweilige Schriftart nicht in der PDF-Datei eingebettet ist. Ihr müsst beim Konvertierungsprozess also unbedingt darauf achten, dass die entsprechende Option eingestellt ist.


Transparenzen entfernen

Bilder und Schriften können oftmals nicht gedruckt werden, wenn sie Transparenzen enthalten. Die häufigste Ursache dafür sind Bearbeitungseffekte im Textprogramm. Wenn ihr z. B. einem Bild eine besondere Schattierung gebt, könnte es sein, dass ihr dabei Transparenzen einbaut, die im schlimmsten Fall nicht gedruckt werden können. Die entsprechenden Stellen im Buch würden dann weiß bleiben.


Umwandlung von Word-Datei in PDF-Datei

Deine Word-Datei kannst du nun ganz einfach in ein PDF umwandeln, indem du auf „Speichern unter“ klickst:

Grundsätzlich kannst du aber jede Software verwenden, um aus deiner Textdatei ein PDF zu erstellen, z.B. den Adobe Acrobat PDF Maker, der auf den meisten Computern standardmäßig installiert ist. 

Tipp 1: Überprüfe dein Druck-PDF noch einmal, bevor du es hochlädst:
Sind alle Bilder und Grafiken richtig gesetzt? Werden Text- und Seitenumbrüche so dargestellt, wie du es möchtest? Sind alle Seiten richtig nummeriert? Haben die Seitenränder die richtige Größe? Manche PDF-Programme speichern die Word-Datei automatisch im A4-Format, achte also darauf, dass deine Word-Einstellungen alle in das PDF übernommen wurden. Viel Erfolg!

Tipp 2: Die Kollegen von epubli haben hier für dich Formatvorlagen und Tipps für die Formatierung in verschiedenen Word-Versionen zusammengestellt.


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