Paul Baldauf: Der Tod des Michelangelo

Der Tod des Michelangelo: Eine Reihe von Gedichten dieser Sammlung ist dem Thema „Kunst und Künstler“ gewidmet: Auf Michelangelo – Marmor betastend, auf dem Gerüst in der Sixtina…− folgen Bildbetrachtungen auf faszinierende Werke des Malers Edvard Munch. In die Goethe-Zeit entführen Gedichte über literarische Größen: Der junge Hölderlin schwärmt für Schiller und übersieht fatalerweise einen berühmten Gast. Herder hadert mit den „Dioskuren“ und führt in einer schweren Stunde Monologe. J. M. R. Lenz, einst mit Goethe befreundet, fühlt sich von diesem und der Welt verlassen. Ein Ausflug in die Welt der Denker: Kant sucht, beim Spaziergang, vergeblich nach dem „Ding an sich“. Fichte verirrt sich – da hilft auch Kaffee nicht weiter – heillos im Gedanken-Labyrinth und Schopenhauer wird den „unsäglichen Hegel“ einfach nicht los. Besinnlich-nachdenkliche Gedichte widmen sich Menschen, die oft genug übersehen oder ausgenutzt werden: Alter Mann, Straßenmalerin, Der Blinde, One night in Bangkok… Kritische Töne schlagen Texte über Weihnachtskommerz und Waffenhandel an. Der Kreis schließt sich wieder im Höhenpark Killesberg: Nun ist es die Natur, die gleichsam zur Farbpalette greift. Wasser entnimmt sie einem Teich und Bäume sorgen im Spiegelbild für Zwischentöne.

Über Paul Baldauf

Paul Baldauf, Buchautor und Übersetzer (Englisch, Italienisch, Spanisch), lebt und arbeitet in Speyer am Rhein. Neben Büchern veröffentlichte er auch in Anthologien (u. a. auch bei Wilhelm-Busch-Preis-Wettbewerben), Magazinen und Zeitungen. In italienischer Sprache war er 3 x Preisträger von Schreibwettbewerben des italienischen Kulturmagazins Onde; einige seiner Gedichte in spanischer Sprache wurden in verschiedenen Rundfunksendern präsentiert. Er ist Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller.