Peter Maibach: Sandors Figurenspiel

Sandors Grossvater war ein berühmter Holzschnitzer. Oft sass Sandor in der Werkstatt, dann erzählte der alte Mann Märchen. Eines handelte von einem aussergewöhnlichen Baum, aus dessen Stamm der grosse Holzkünstler Xelorin zwölf unterschiedliche Figuren geschnitzt habe. Wenn alle Figuren zusammen richtig aufgestellt seien, würden sie lebendig und ihr Anblick den Besitzer des Figurenspiels mit mit so viel Leben erfüllen, dass er sich nichts weiter mehr wünschen müsste. Aber irgendetwas sei wohl schief gelaufen. Schon bald sei das Spiel auseinander gerissen worden, wären die Teile in alle Winde zerstreut worden. Nur eine einzige, letzte Figur habe der Grossvater für sich ergattern können, bekam der Enkel zu hören. Und tatsächlich, auf einem Regal nahe dem Fenster, neben Farb- und Leimtöpfen stand eine kunstvoll bearbeitete Figur, die lächelnd in den Obstgarten hinaus blickte. Nach Grossvaters Tod bleibt die Pflicht, den Nachlass aufzulösen. Dabei kommt dem erwachsenen Sandor, der schon lange nicht mehr an Märchen glaubt, diese letzte Holzfigur in die Finger. Er findet auch das Kindermärchen niedergeschrieben, Angaben, die es ihm erlauben, das Schicksal der Figuren zu verfolgen. Zudem lernt Sandor Ludmilla kennen, eine Kunstexpertin, die sein Interesse an den Figuren teilt. Das gemeinsame Abenteuer kann beginnen.

Über Peter Maibach

Peter Maibach ist durch und durch Berner. Obwohl am 8. Oktober 1953 in den USA geboren, überzeugte er bereits nach wenigen Monaten seine Eltern, nach Bern zurückzukehren. Die ersten Schulbänke drückte er in Wabern, einer damals dörflichen Vorortsgemeinde von Bern. Nach Besuch von Schulen aller Art und den finalen höheren kaufmännischen Weihen wurde endlich der Computer erfunden und seither kann sogar Peter Maibach einfach lesen, was er schreibt. Nach Aufenthalten in der französischen Schweiz und in England und nach zahlreichen Reisen ist Peter Maibach immer wieder gerne in das überschaubar kleine Berner Mattequartier zurückgekehrt. Ein Quartier unten an der Aare, in der Altstadt, welches liebevoll auch als quartier latin Berns bezeichnet wird. Das Erschaffen von Fantasiewelten beschäftigte ihn immer mehr. Den Mundartgeschichten in Quartierzeitungen folgten Kurzgeschichten in Hochdeutsch im Sterngucker. Zwei erfolgreiche Bücher mit berndeutschen Kurzgeschichten entstanden.