Petra Dalquen: See-Nebel

"Als sie ankamen die Glatzen, begann sie, sich Gedanken zu machen..".So beginnt die Geschichte einer Vermieterin und eines Vermieters, die Angst um ihr Eigentum haben und am Ende der Vermietung merken, dass sie ihre Denk-Schubladen dringend aus- und umsortieren müssen.
Eine alte Frau, zart und zerbrechlich, die einen alten Lustgreis das Fürchten lehrt.
Irgendein Tag an irgendeinem Strand.Im Focus: ein kleines Mädchen. Ein ehrgeiziger Vater, der seinen Sohn unbedingt zu einem Fußball-Star machen will.Eine Großfamilie. Ein Strandverkäufer afrikanischer Herkunft.Und eine nicht mehr ganz junge Frau, für deren beeindruckendes Befreiungs-Ritual die Strandkulisse einen perfekten Hintergrund bietet und die außerdem für eine kleine Überraschung sorgt.
Ein perfektes Paar, dessen Bild am Ende der Geschichte einige Risse bekommen hat.
Eine Wanderung mit Freunden, an deren Ende sich alle fragen, was ist eigentlich passiert dort im Nebel? Wer ist jetzt noch Freund und wer ist es nicht?
Eine ganz harmonische Familie, ein Baby und ein Fisch. Nicht aufregend? So manchmal trügt er auch, der Schein!
Eine erotische Begegnung. Traum oder Wirklichkeit?
Zwei erwachsene Männer, die am eigenen Leib erfahren, dass das Leben zu kurz für Eitelkeiten und Macho-Verhalten ist.


Neun Sommer- und Strandgeschichten, die alle die Erkenntnis verbindet, dass es oftmals Illusionen sind, Projektionen, die wir im Nebel unserer Wahrnehmung mit der Wahrheit verwechseln.

Über Petra Dalquen

Seit 30 Jahren Yogalehrerin (BDY/EYU) in eigener Yoga-Schule. Seit vielen Jahren lebe ich mit meinem Mann einen großen Teil des Jahres in Portugal. Ich bin begeisterte Gärtnerin geworden und stelle Gefäße und Skulpturen aus Ton her. Als Yoga-Lehrerin und auch als Ausländerin in einem fremden Land lerne ich interessante Menschen mit sehr interessanten Lebensgeschichten kennen, die mich zum Aufschreiben inspirieren. Ich beobachte hier in Portugal das Kommen und Gehen von Menschen, die oftmals die Illusion mitbringen in das andere Land, dass sich vorhandene Probleme (meistens Partnerschaftsprobleme) durch all‘ das Neue und Schöne und durch die räumliche Distanz zu ihrem alten Leben ohne Aufarbeitung proportional zur Entfernung verkleinern und von selbst lösen.