Susanna Ernst - Liebesroman-Autorin

Copyright Bild: Octavia Oppermann


Susanna Ernst hat ihren Roman “Deine Seele in mir” bei neobooks veröffentlicht und als eine der ersten Autoren von unserer Lektorin Eliane, Droemer Knaur, entdeckt. Heute hat Susanna zahlreiche Taschenbücher bei Droemer Knaur und anderen Verlagen veröffentlicht, darunter “Immer wenn es Sterne regnet”, "Nur einen Traum entfernt" und "So wie die Hoffnung lebt".

Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitete siebzehn Jahre lang eine eigene Musicalgruppe, führte bei den Stücken Regie und gab Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!

Im Interview bei neobooks verrät Susanna Ernst ihre Geheimnisse als Autorin.


Seit wann schreibst du und in welchem Genre bist du unterwegs?
Ich schreibe, seitdem ich gelernt habe die Buchstaben einigermaßen sinnvoll aneinander zu reihen. Früher waren es kleine Geschichten oder einfach die Dinge, die mir so durch den Kopf gingen und verarbeitet werden mussten. 
Heute schreibe ich Jugend- und Liebesromane mit Schicksalshintergründen, die oft einen leicht übersinnlichen Touch haben. Dabei reizen mich die geheimnisvollen Themen im Leben, die reine „Glaubensfragen“ sind (nicht unbedingt im religiösen Sinn!). Aber es gibt ja diese Themen, wie z.B. eine gewisse Vorbestimmung im Leben oder eine Seelenverwandtschaft, die man zu jemandem empfindet und bei der man sich fragt: „Ist das einfach ein glücklicher Zufall oder steckt mehr dahinter?“ Niemand kann einem diese Fragen abschließend beantworten. 
Aber ich als Autorin kann zumindest eine Theorie aufstellen und diese über die Länge eines Romans einfach mal bis zu einem gewissen Ende weiterverfolgen. Das ist sehr spannend.

Wann hast du deinen ersten Roman bei neobooks eingestellt? 
Das war ganz am Anfang, im November 2010. Damals gab es noch Wettbewerbsphasen, die quartalsweise ausliefen und „Deine Seele in mir“ hat es direkt beim ersten Wettbewerb ganz nach oben in die TOP 10 geschafft. 
Das war am 15. Januar 2011 und ich steckte bis spät in der Nacht total kribbelig auf einer Veranstaltung meines Arbeitgebers fest. Das kam wirklich Folter gleich.  
Aber dann hat es ja geklappt und nur ein halbes Jahr später erschien schon das eBook.

Wie hast du damals für deinen ersten Roman Marketing gemacht?
Ehrlich gesagt gar nicht besonders. Das alles war noch extrem neu für mich. Ich habe mir aber mit großem Interesse die Beiträge der anderen Autoren angeschaut, rezensiert und gechattet. So bin ich langsam, aber sicher Teil der neobooks-Community geworden, der ich mich bis heute sehr verbunden fühle.

Wie sind die Lektoren über neobooks auf dich aufmerksam geworden?
Ich glaube, durch die außergewöhnlich vielen Rezensionen in kürzester Zeit. Jedenfalls hatte ich schon zwei Wochen vor Wettbewerbsauslauf die Anfrage von Eliane Wurzer im Postfach, die das komplette Manuskript anforderte. Ich bin fast rückwärts umgefallen, als ich die E-Mail damals öffnete, das weiß ich noch.

Welchen Tipp hast du für Autoren, die vom Lektorat entdeckt werden wollen?
Hm, schwierig. Aber ich bin der Überzeugung, dass der Anfang eines Buches einfach sitzen muss. Da muss wirklich jedes Wort stimmen und es muss einen als Leser sofort packen.
Und man sollte einen tollen Teaser (vergl. Klappentext) und ein richtig gutes Exposé hinterlegen bzw. zumindest schon parat haben. 

Schreibst du bereits an weiteren Büchern? 
Oh ja, seit 2010 immer und ständig. Die Ideen häufen sich und ich komme mit dem Schreiben gar nicht hinterher.  Autorin zu sein erfüllt mich auf ungeahnte Art und Weise und ich bin oft selbst noch ganz erstaunt und sehr, sehr dankbar, tatsächlich in meinen Traumberuf gefunden zu haben.

Veröffentlichst du deine Bücher im Self-Publishing oder im Verlag?
Die Leseprobe für den allerneuesten Roman liegt gerade im Lektorat bei Knaur vor. Am liebsten würde ich hierbei wieder über den Verlag gehen. Aber ich habe noch ein anderes Projekt, das ich durchaus auch im Self-Publishing anbieten würde.


Wie gehst du vor, wenn du ein Buch schreibst? Wir haben schon von Autoren gehört, die sich Excel-Listen anlegen und sich so strukturieren, wie sieht das bei dir aus?

Das finde ich sehr bewundernswert, kann ich kein bisschen! Ich habe immer eine grobe Idee, die meistens eine Anfangsszene ist, oder ein Schluss, wo ich hin will, in den meisten Fällen aber nicht ankomme. Wenn ich anfange, zu schreiben, spüre ich relativ schnell, ob es gut ist oder nicht. Das merke ich daran, ob die Charaktere lebendig genug sind, ob sie also ’aufstehen’, mich an die Hand nehmen und durch die Geschichte führen. Wenn das Schreiben gut ist, fühlt es sich für mich eher wie Lesen an, dann möchte ich immer wissen, wie es weiter geht. Ich schreibe eigentlich nur abends oder in der Nacht und da ist es dann schon so, dass die Geschichte in mir noch weiter arbeitet, wenn ich am Morgen danach zur Arbeit fahre. Es ist ganz oft so, dass ich mir Gedanken mache, mir eine Idee gefällt und wenn ich mich dann hinsetze und schreibe, kommt etwas komplett anderes dabei heraus. Es ist wirklich so, dass ich beim Schreiben erst erfahre, wie es weitergeht. Das hört sich bekloppt an, ich weiß, ich habe damit auch meine Lektorinnen schon zum Lachen gebracht, aber die wissen mittlerweile, wie ich ticke.

Kannst du dann überhaupt halbe Manuskripte abgeben und sagen, so und so geht es weiter?
Das mache ich, aber ich sage immer „unter Vorbehalt“. Das ist eigentlich auch das Schwierigste für mich an der Zusammenarbeit mit meiner Agentin. Ich gebe zwar die Textprobe und das Exposé brav ab, aber die Geschichte dahinter ist dann schon geschrieben, sonst könnte ich das nicht. Dieses „Plotten“ im Vorhinein ist nicht so mein Ding. Ich finde das so beneidenswert, wenn einer sagt, „ich brauche jetzt das und das und das…“.
Ich schreibe auch immer in mehreren Durchgängen. Wenn sich später herauskristallisiert, dass ich noch eine Figur brauche, gehe ich nochmal an den Anfang und lasse sie im Endeffekt dort einfließen, damit sie nicht wie aus dem Nichts kommt. Ich kann mir das aber nicht vorher schon überlegen. Ich schreibe „schichtweise“, sage ich jetzt mal.

Hast du Tipps für unsere Self-Publishing-Autoren?
Der für mich wertvollste Tipp war, wirklich offen für Kritik zu sein. Ich habe es leider sehr oft erlebt, dass Kritik schnell runtergemacht wird und unsachliche Gründe dafür gesucht werden, anstatt dass man wirklich hinhört und dem Ganzen auf den Grund fühlt. Wenn man mit dem Lektorat zusammenarbeitet, haben die auch teilweise neue Ideen. Ich bin da ehrlich: Wenn ich die Ideen Vorschläge kriege, ist es ganz oft so, dass ich mir sage: „Das kann ich nicht, das geht nicht!“. Im gleichen Moment fängt die Geschichte aber an, in mir zu arbeiten, und dann dauert es meistens nicht lang, bis ich in diese Richtung denke. Es war bis jetzt immer so, dass die Ideen, die wir umgesetzt haben, auf keinen Fall ein anderes Buch daraus gemacht, sondern nur dafür gesorgt haben, dass es mir im Endeffekt auch wirklich besser gefällt. Und das ist ja eigentlich perfekt. Ganz, ganz selten kamen auch Vorschläge, mit denen ich mich gar nicht anfreunden konnte. Wenn ich dann aber den Weg zurück ins Lektorat gesucht und gesagt habe, dass ich das nicht umsetzen kann, war das auch absolut in Ordnung. Und diese Zusammenarbeit ist für mich super. Als Self-publisher würde ich mir jemanden suchen, dem ich vertraue und bei dem ich weiß, dass es ehrlich gemeint ist. Man sollte auch schauen, welche Tipps sich umsetzen lassen, ohne sich dafür zu verbiegen.
Der eBook-Markt ist für Self-publisher ja eigentlich perfekt, aber die ganzen 0,99€-Angebote machen es schwierig, aus der Masse zu stechen. Man muss versuchen, sich in irgendeiner Form einen Namen aufzubauen und das schafft man meiner Meinung nach nur über Qualität, sei es Grammatik, Rechtschreibung, Inhalt, Schlüssigkeit… Ich würde nie etwas schnell auf den Markt geben, sondern immer versuchen, es möglichst professionell zu machen. Wenn man als Leser Rezensionen liest und sieht, dass ein Buch wirklich vernünftig zu sein scheint, und dann auch noch eine Leseprobe hat, in die man reinlesen kann, ohne mit vielen Rechtschreibfehlern konfrontiert zu werden, dann ist man ja schon mal viel gewillter eventuell auch mehr auszugeben.

Findest du überhaupt noch Zeit fürs Lesen?
Das ist wirklich sehr, sehr schwierig. Nicht nur, weil meine freie Zeit so knapp ist, sondern auch, weil ich immer Angst habe, etwas von dem Gelesenen in ein eigenes Werk zu übertragen. Denn das Genre, das ich schreibe, lese ich auch selbst sehr gerne. Meine Motivation war es, dass ich Bücher zu schreiben, möchte, die ich selber gerne lesen würde, und das probiere ich. Auch wenn ich ein bisschen Abstand zu meinen Büchern habe und dann wieder rein lese, muss ich mich wohlfühlen damit. Ich würde nie etwas anbieten, von dem ich nicht das Gefühl hätte, dass es auch wirklich meins ist. Das muss sich wie mein Baby anfühlen.

Würdest du jemals einen Krimi schreiben?
Um Gottes Willen! Ich glaube, ich bin die schlechteste Krimi-Autorin, die es auf dieser Welt gibt. Ich habe keinen Funken kriminelle Energie in mir. Ich sehe sowas auch im Fernsehen nicht gern, das verfolgt mich nachts. Ich bin da der totale Weichkeks, bei allem, was spannungstechnisch über ’Lassie’ hinausgeht.

Und wie sieht es mit Fantasy aus?
„Blessed“, meine Jugendgeschichte, ist von Fantasy angehaucht. Was jetzt nicht so mein Ding ist, ist, komplett neue Welten zu erschaffen. Aber solange es nur ein wenig fantastisch ist, mit Fantasy-Elementen, die sich in unsere Welt ziehen, ist das in Ordnung. Ganz leicht fantastisch angehaucht sind meine Erwachsenenbücher ja auch.

Wirst du des Schreibens langsam überdrüssig?
Nein, das auf keinen Fall. Mein großes Ziel habe ich im Prinzip schon längst erreicht, durch die Veröffentlichung von „Deine Seele in mir“ damals als Taschenbuch. Ich wollte ein Buch haben, das ich meinen Kindern irgendwann in die Hand geben und sagen kann: „Das hat Mama geschrieben“. Das ist erfüllt. Und ich habe damals schon gesagt, dass alles, was jetzt noch kommt, Bonus ist. Ich nehme mit, was kommt. Es wird nicht passieren, dass ich des Schreibens überdrüssig werde. Das war mein Leben lang so und das wird auch so bleiben. Als ich noch zu klein war und noch nicht schreiben konnte, habe ich wirklich nur Mist erzählt, weil ich einfach zu viel Phantasie hatte.. Insofern ist es schon ein Ventil, das ich auch brauche. Klar, wäre es schön, wenn es so weiterginge und sich aufbauen würde, das wäre traumhaft.

Bisher gab es also noch keine Schreibblockaden?
Nein, aber vielleicht kommt das ja irgendwann, keine Ahnung. Bis jetzt: toi, toi, toi!
Im Moment schreibe ich sogar parallel an zwei Geschichten. Das klappt schon, dass das nebeneinander anfängt, in mir zu arbeiten. Aber ich fang auch erst dann an zu schreiben, wenn es so drängend wird, dass ich es nicht mehr ignorieren kann. Und wie gesagt, im Vorhinein kann ich nie sagen, was da jetzt wieder auf mich zukommt.


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